News Low-Latency-DOCSIS: Vodafone will die Latenz im Kabel-Internet senken

MaverickM schrieb:
Solange Kabel nach wie vor ein Shared Medium mit stark überbuchten Knotenpunkten ist, wird die Latenz für die allermeisten Leute das geringste Problem in Stoßzeiten sein.

Im Netz ist schlussendlich alles ein Shared Medium. Die Frage ist nur ab welchem Netzelement geteilt wird.

Bei XGS-PON-Glasfaser sitzen ebenfalls idR 64 Kunden am PON-Tree.
Selbst bei BX-Glasfaser gibt es hinter dem FAN einen einzelnen Uplink.
 
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Googlook schrieb:
Im Netz ist schlussendlich alles ein Shared Medium.

Ich bezweifle, dass Vodafone am Routing großartig was machen (können) wird, vor allem wenn es dann außerhalb ihres Netzes ist...
 
Bisher ist nur ein Vodafone Router kompatibel. Fremdanbieter Router evtl. nicht. Damit wars das mit Routerfreiheit.
 
Soll für eine 100Mbit Leitung jetzt über 30€ zahlen, direkt gekündigt bei Vodafone Kabel , war über 10 Jahre Kunde interessiert niemanden.
 
Ich kann von Kabel Internet nur abraten. Wenn das Segment überbucht ist gehen die pingzeiten in die Höhe und schwanken von 15 bis 100ms. Support argumentiert dann dass YouTube und Netflix ja funktionieren und schließen das Ticket.
Zum zocken absolut ungeeignet.
 
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Spannend, wie Vodafone die Klassifizierung konkret umsetzen wird. Bei IPv4 dürfte das über das DS Field im früheren ToS-Byte laufen, bei IPv6 entsprechend über das Traffic-Class-Feld.

Da DSCP-Markierungen aber spätestens über AS-Grenzen hinweg nicht verlässlich erhalten bleiben oder beachtet werden, wird das ganz allgemein nur zuverlässig bis zu den Grenzen des Providernetzes funktionieren können. Das kann aber natürlich trotzdem eine Wirkung entfalten, wenn die Auslastung des Kabelnetzes eben für die hohen Latenzen verantwortlich ist.

Wenn die Klassifizierung aber erst am Provider-Router erfolgen soll, stellt sich die Frage, wie Vodafone die betroffenen Dienste überhaupt zuverlässig erkennen will. Durch TLS, QUIC und wechselnde Zieladressen ist eine belastbare Erkennung am Router nur eingeschränkt möglich. Sauberer wäre aus meiner Sicht, wenn Anwendungen bzw. Endgeräte geeignete Flows selbst per markieren und Vodafone diese Markierungen im eigenen Zugangsnetz entsprechend behandelt.
 
MaverickM schrieb:
Solange Kabel nach wie vor ein Shared Medium mit stark überbuchten Knotenpunkten ist,
Bei DSL ist halt dein MSAN ein stark überbuchter Knotenpunkt. Überlastungen lassen sich da halt deutlich schneller beseitigen, bei Koax landest du da bei Segementierungen mit Tiefbau.
 
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emulbetsup schrieb:
Durch TLS, QUIC und wechselnde Zieladressen ist eine belastbare Erkennung am Router nur eingeschränkt möglich.
Man wird simpel vorgehen und bekannte Serverfarmen entsprechend der IP Adressen pflegen. Welche Bereiche Nvidia für GeForce NOW reserviert hatte oder Netflix für ihren Streamingdienst, bekommt man ohne weiteres mitgeteilt.

Technisch gesehen, wenn man Netflix, Prime, Disney+ und Youtube eine geringere Priorität zuweist, weil da die Latenzen völlig egal sind, hat man schon die halbe Miete hinter sich. Wie man zu Covid Zeiten sehen konnte, macht es den meisten Trafiic aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gute Sache, bin gespannt ob ältere Router dann auch das Update bekommen, oder ob die getauscht werden. Wie nach der Unitymedia Übernahme, wo die ConnectBoxen von Unitymedia (Compal), gegen die VF Station Wifi 5 getauscht wurde. Wäre mir beides recht.
Aktuell kann ich entspannt abwarten, meine VF Station Wifi 5 schnurrt wie ein Kätzchen.☺️
 
Bin mit meiner Kabel Leitung sehr zufrieden. Besser als damals DSL bei T-Online und 1&1.
Der Support ist ziemlich mies aber das war bei allen Anbietern so.

Meine Latenz ist jetzt schon bereits sehr niedrig. Dennoch merkt man es, wenn man es mit 0 ms im Single Player vergleicht.

Daher bin ich mal gespannt wie viel in der Realität reduzieren werden kann.
 
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klpp schrieb:
Man zahlt für 1Gbit bekommt im Schnitt 300Mbit und erst letzte Woche ging für fast eine Woche gar nichts.
Kann ich nicht nachvollziehen. Hatte seit die Unitymedia (und davor Unitymedia) übernommen haben ganze 9 Jahre die versprochenen Geschwindigkeiten in 3 verschiedenen Städten. Am Ende 3 Jahre 1Gbit mit Ping unter 20ms. Habe 50€ im Monat dafür gezahlt während meine Nachbarn das selbe für vDSL gezahlt haben. Bin jetzt bei M-Net (Zwangsweise) wo man Glasfaser bis zum Keller bekommt und ab da dann über die DSL Leitungen (2 Drähte). Der Ping ist im Idealfall 5ms besser. Zahle das selbe wie bei Vodafone bei selber Geschwindigkeit...
 
Ist das in Hinblick auf Netzneutralität überhaupt zulässig?

So wie ich das verstehe, sollen hier bestimmte Daten priorisiert werden, was im Umkehrschluss natürlich bedeutet, dass andere (vermeintlich) weniger zeitkritische Dinge ausgebremst werden. Wenn hier (egal ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt) etwas schief läuft und das falsche gebremst wird, sind wir schnell bei einem zwei Klassen System, wo z.B. Zoom wunderbar zuverlässig läuft, während der selbst gehostete TeamSpeak-Server nicht sinnvoll mehr nutzbar ist...
 
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