Lüftersteuerung wird ziemlich warm

AderoS

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Hallo,

habe mir vor kurzem folgende Slotblech-Lüftersteuerung eingebaut: http://geizhals.at/de/xigmatek-mono-cool-csf-cbk33-u01-a592198.html

An ihr hängen 3x 120mm Lüfter mit Beleuchtung. Die Lüftersteuerung ist ausgelegt für insgesamt 10W Leistung laut BDA. Funktioniert super, bin auch zufrieden was die stufenlose Regulierung anbelangt. Aber sobald ich ganz runterregele (ist ja nur ein variabler Widerstand der dort zwischengeschaltet ist) wird die Platine schon recht warm.

Könnte es sein, daß ich mit den drei Lüftern schon am Maximum knabbere? Wie viel Watt verbraucht so ein 120mm Fan ca.? Habe dazu keine Angaben auf meinen Sharkoon Lüftern gefunden.
 
Habe dazu keine Angaben auf meinen Sharkoon Lüftern gefunden.
Guck noch mal genau hin. Mindestens die Ampere müssten da stehen.
 
ein 120mm lüfter brauch so zwischen 1 und 3 watt.

edit:
ich hab an meinen beiden 360er radis auch je drei 120mm fans an je einer Zalman pwm steuerung. die teile glühen auch. und sie sollen das auch abkönnen. die haben auch extra einen alu kühlkörper drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich dich richtig verstehe wird die Lüftersteuerung heiß wenn die Lüfter ganz langsam laufen? Dann brauchen aber die Lüfter kaum Strom sondern die ganze Leistung bleibt einfach in den Widerständen in der Lüftersteuerung und sie muss somit warm werden. Das sollte auch normalerweise kein Problem für die Platine sein ;)
 
Habe gerade noch mal auf den Lüftern geschaut. Leider keine Angabe zu finden. Sind die Lüfter die von Werk aus beim Sharkoon T28 Gehäuse dabei sind.

@homerpower: Ja, die wird nur dann ziemlich heiß, wenn ich sie ganz runter drehe.

Bei der Lüftersteuerung war auch so ein Adapterkabel mit drei 3-Pin Anschlüssen dabei. Ich gehe auch mal davon aus, daß es nicht weiter schlimm ist.
 
HI,
mal unfachmännisch ausgedrückt
die Drehzahl die Du nicht brauchst wird an den
Wiederständen auf der Platine verbraten.
Also werden bei Dir dann max 10Watt verheizt wenn
die Lüfter es nicht mehr schaffen anzulaufen.
 
Andreas999.nlb schrieb:
HI,
mal unfachmännisch ausgedrückt
die Drehzahl die Du nicht brauchst wird an den
Wiederständen auf der Platine verbraten.
[...]
Drezahl passt hier nicht.

Es wird Leistung an den Widerständen der Lüftersteuerung verbraten gemäß P = I * U (bei Gleichstrom: Leistung = Strom mal Spannung)

Andreas999.nlb schrieb:
[...] Also werden bei Dir dann max 10Watt verheizt wenn
die Lüfter es nicht mehr schaffen anzulaufen.

Die maximale Verlustleistung erhält man, wenn PLüftersteuerung = I * ULüftersteuerung maximal wird.

ULüftersteuerung ist die Spannung, die am Widerstand (bzw. Pontiometer) der Lüftersteuerung abhält.
I ist der Strom, der durch die Lüfersteuerung fließt. Da Lüfter und Lüftersteuerung in Serie geschaltet sind, ist der Strom durch Lüfter und Lüftersteuerung gemäß der Kirchhoffschen Regeln gleich groß.

Wenn die Lüftersteuerung an 12 Volt angeschlossen ist gilt:
ULüftersteuerung + ULüfter = 12 Volt.
Mit anderen Worten: Die 12 Volt-Spannung des Netzteils wird aufgeteilt in den Spannungsabfall am Lüfter und den Spannungsabfall an der Lüftersteuerung.

Für Ohmsche Verbraucher gilt das Ohmsche Gesetz: U = R/I (R: Ohmscher Widerstand).
Ich weiß, dass der Lüftermotor kein Ohmscher Widerstand ist (Widerstand ist drehzahlabhängig und andere "Störungen"), aber bei konstanter Drehzahl dürfte er sich weitgehend wie ein Ohmscher Verbraucher verhalten.

Wer in Deutschland Abitur gemacht hat, weiß natürlich, dass man die Verlustleistung in der Lüfterregelung als Funktion des Spannungsabfalls ULüftersteuerung ausdrücken kann und P als Funktion von ULüftersteuerung nach ULüftersteuerung ableitet (Ableitung = P'(ULüftersteuerung) und das Maximum von P an einer Nullstelle von P' vorliegen muss. Für die Rechnung würde ich die Lüfter als Ohmsche Widerstände ansetzen. (Differentialrechnung 11. Klasse)

Andreas999.nlb kommen bei dir da ca. 3 Watt pro Lüfter raus?
Ergänzung ()

Beispielrechnung für einen festen Widerstand (ohne Pontionmeter bzw. Differentialrechnung) siehe hier: https://www.computerbase.de/forum/threads/drehzahlreduzierung-mit-vorwiderstand-widerstandskabel-selbst-gebaut.1222160/#post-14125857
 
ah_frankfurt schrieb:
Wer in Deutschland Abitur gemacht hat, weiß natürlich, dass man die Verlustleistung in der Lüfterregelung als Funktion des Spannungsabfalls ULüftersteuerung ausdrücken kann und P als Funktion von ULüftersteuerung nach ULüftersteuerung ableitet (Ableitung = P'(ULüftersteuerung) und das Maximum von P an einer Nullstelle von P' vorliegen muss. Für die Rechnung würde ich die Lüfter als Ohmsche Widerstände ansetzen. (Differentialrechnung 11. Klasse)

Vielen Dank, Herr Lehrer, der Andreas999 hat bestimmt nur vergessen in den Lehrplan hineinzuschauen. Kann ja mal passieren.
 
ah_frankfurt schrieb:
[Widerstand ist meistens zwecklos.]

Für Lüftersteuerungen bzw. -regelungen werden im minimal professionelleren Bereich im Prinzip durchweg OPV- (Operationsverstärker) oder PWM-Schaltungen verwendet, da man dort nahezu unabhängig vom Widerstand des Lüfters (ggf. auch einfach mehr Lüfter) regeln, oder eben simpler steuern kann.
Bei einer Kauf-Lüftersteuerung gehe ich erst recht von dem Fall aus, weil der Hersteller mit Sicherheit keine Glaskugel bezüglich der verwendeten Lüfter hat.
Näheres bspw. hier: http://www.modding-faq.de/index.php?artid=517
Kann man hervorragend abwandeln und einige Lüfter mehr dranhängen.
Bei einer Schaltung mit OPV wird nicht die (gesamte!) "überschüssige" Leistung verbraten, wobei der OPV allerdings schon ein wenig gekühlt werden sollte. Von nichts kommt nichts ;) .
Alternativ dazu gibt es auch die PWM-Regelungen (oder eben ohne Temperaturabhängigkeit -Steuerung). Im Aufbau etwas anders, aber auch hier werden nicht die "überschüssigen" Leistungen komplett verbraten. Die Spanunngsversorgung wird eben PulsWeitenModuliert.
Nichtsdestotrotz ist es richtig, dass man auch mit Widerständen hantieren könnte, es ist nur unzweckmäßig.
Und die Differenzialrechnung ist ziemlich Wurst, da man sich ziemlich sofort per Grenzwertbetrachtung oder einfach mit gesundem Menschenverstand überlegen kann wann und wo am meisten Leistung verbraten wird. Zumal man die Bauteile ja eh dimensionieren musste/will und die "Schaltung" auch noch übersichtlich ist.
Der gesunde Menschenverstand hilft ungemein bei Elektrotechnik, zumal die Bauteile auch meistens nicht ideal sind (E-Reihe) und auch noch jede Menge Abweichungen (je nach E-Reihe, Temperaturdrift & Co) haben.

@ TE: Wie auch immer. Hier werden sicher OPV oder PWM verwendet und ja ... auch die können warm werden.
Wenn die relevanten technischen Daten (Ampere, Watt) nicht auf dem Lüfter stehen, bleibt dir nur der Weg über den Hersteller und ggf. eine Nachfrage bei diesem ob der Leistungsaufnahme. Alternativ kannst du dich auch mitm Multimeter dazwischenklemmen. Der groben Schätzung von 2-3 Watt Leistung kann ich aber zustimmen. Bei den verbauten Standardlüftern werden ja häufig nicht gerade Leisetreter verwendet. Insofern ja: in der Nähe der 10 Watt, aber vermutlich nicht drüber.
Sicher kann dir nur der Hersteller oder ein Multimeter (Strom damit korrekt messen) beantworten.

Andreas999.nlb schrieb:
HI,
mal unfachmännisch ausgedrückt [...].
Also werden bei Dir dann max 10Watt verheizt wenn die Lüfter es nicht mehr schaffen anzulaufen.

Das ist im übrigen nicht ganz korrekt. Die Schaltung ist dafür ausgelegt maximal 10 Watt zu "verbraten", wie du es ausdrückst (laienhaft ja völlig i.O.). Was jedoch falsch ist, ist dass es eben nur 10 Watt sein können. Wenn er genug Lüfter oder Lüfter mit entsprechend hoher Leistungsaufnahme mit der Lüftersteuerung betreibt und diese heruntersteuert, werden u.U. mehr als 10 Watt umgesetzt und das wäre ggf. nicht gut für die Lüftersteuerung. Über die Auswirkungen kann man nur spekulieren, jedenfalls würde er die Spezifikation/Auslegung der Steuerung überschreiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Billiglösung per Pontiometer ist die Verlustleistung im Poti maximal, wenn Lüfterwiderstand gleich Pontiometerwiderstand ist bzw. Wenn der Lüfter mit 6 Volt läuft (hat die Rechnung ergeben).

Verlustleistung also ca. halbe Nennlüfterleistung (bei vereinfachter Annahme, das Lüfter ohmsche Widerstände seien).
Ergänzung ()

Nachtrag: Verrechnet :-(
Portiwiderstand = Lüfterwiderstand, Gesamtwiderstand = Rporti + Rlüfter = 2* Rlüfter, Strom I mit Porti halb so groß, U = 6 Volt (halb so groß) macht zusammen Verlustleistung = I * Uporti = 1/4 Lüfternennleistung. Wenn die Lüfter 10 Watt zusammen verbrauchen (bei 12 Volt), gingen höchstens 2,5 Watt an der Billiglüftersteuerung verloren.
 
Das ist prinzipiell schon richtig deine Rechnung mit ohmschen Verbrauchern & Co.
Die Sache ist nur die, dass nahezu alle Lüftersteuerungen eben PWM oder OPV (meistens wohl eher PWM) sind, weil diese eben einfach unabhängig vom Lüfterwiderstand agieren können - eben einfach nur von der Gesamtlast abhängig sind, die eben auch angegeben wird.

Und daher müsste der TE sich einfach nur die Werte der Lüfter besorgen oder es einfach so lassen. In aller Regel sollte das bei 3 Nicht-Power-Lüftern (knapp) hinkommen.
 
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