M2 Adapter PCIe 3x4 kompatibel mit PCIe 2

neo-logism

Ensign
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[Gelöst] M2 Adapter PCIe 3x4 kompatibel mit PCIe 2

Hallo,

Ich überlege folgende SSD im M2 Format zu holen (link), allerdings habe ich keinen M2 Slot, sondern müsste dafür einen Adapter nehmen (link). Da der Rechner schon etwas älter ist (link), unterstützt dieser auch nur PCIe 2.0. Daher nun meine Frage, inwieweit Adapter für M2 => PCIe 3.0 kompatibel mit PCIe 2.0 sind und ob es sich lohnt (bzgl. maximalen Transferraten).

Liebe Grüße

neo-logism
 
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Bandbreitentechnisch PCIe 2.0 x4 = PCIe 3.0 x2.
Physisch sind die Steckplätze immer abwärtskompatibel, du hast dann halt nur die Hälfte der Bandbreite verfügbar.

Ansonsten kannst du versuchen einen PCIe 2.0 x8 auf M.2 (PCIe 3.0 x4) zu finden, keine Ahnung ob es sowas gibt (vermutlich nicht).
 
Abwärtskompatiblität ist bei PCI Express immer gegeben. Es ergeben sich nur Einschränkungen bei der Bandbreite gemäß der älteren Revision.

Die Anzahl der Lanes kann aber nicht so einfach 'geändert' werden. Dies wäre nur möglich, wenn zwischen beiden Geräten ein geigneter Bridge Chip sitzt.

Edit: Bootfähigkeit ist durch die Abwärtskompatiblität allerdings nicht zwangsweise gegeben.
 
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Aus der SSD wird eine 1000/1000 am x2. Die restlichen Leistungsdaten bleiben gleich. Kann man machen.
 
@FUSION5: Bootbarkeit wäre kein muss. Die SSD ist für Docker Container gedacht, und die müssen möglichst schnell seín, die aktuelle 5400RPM Platte da drin ist einfach nicht für virtualisierung gedacht. Es spricht aber aus meiner Sicht nichts die Dateien/Ordner auf die SSD zu verschieben und in das entsprechende Verzeichnis zu mounten.
Die Frage wäre noch interessant, mit wie viel Verlust man rechnen müsste um zu überlegen, ob sich die Mehrkosten lohnen.
 
PCIe 2.0 x4 sind 2 GB/s in beide Richtungen.
Laut den Specs der SSD verlierst du also theoretisch ~1 GB/s beim lesen und ~400 MB/s beim Schreiben.

In der Praxis kommt es natürlich stark darauf an wie groß die Dateien sind und wie groß die Queue am Controller ist, denn davon hängt letztendlich die Lese- und Schreibrate ab.
Wenn du die SSD nicht im Dauerfeuer auf Maximallast betreibst wirst du vermutlich keinen Unterschied merken.

Wie gesagt ansonsten versuchen eine Adapterkarte aufzutreiben, dann hast du auch keinen Verlust. Aber keine Ahnung ob es sowas gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es möglichst schnell sein soll, dann gib das Geld halt aus. Die Alternative wäre halt eine SATA SSD.

Laut dem Dokument ist der zweite physikalische x16-Steckplatz mit 4 Lanes PCIe 2.0 beschaltet. Die linearen Transferraten werden also auf knapp unter 2000MB/s limitiert werden. Abzüglich etwas Protokoll Overhead eher 1600-1700MB/s.
 
Mihawk90 schrieb:
Bandbreitentechnisch PCIe 2.0 x4 = PCIe 3.0 x2.
Richtig, also dürften netto um die 1600 bis 1800MB/s, je nach Benchmark und ob lesend oder schreibend, drin sein.
Mihawk90 schrieb:
Ansonsten kannst du versuchen einen PCIe 2.0 x8 auf M.2 (PCIe 3.0 x4) zu finden, keine Ahnung ob es sowas gibt (vermutlich nicht).
Sowas wäre mit einem der Adapter möglich die für mehrere SSDs sind und einen PLX Chip haben, die sind aber kaum zu finden und kosten ein Vielfaches dessen was hier die SSD alleine kosten, es würde ich also nicht lohnen danach zu suchen.
neo-logism schrieb:
Bootbarkeit wäre kein muss.
Das ist gut, denn die kannst Du auch gleich vergessen, einzig eine Samsung 950 Pro wäre in dem alten Rechner, der ist ja noch aus der Sandy Bridge Generation, bootfähig.
neo-logism schrieb:
Die SSD ist für Docker Container gedacht, und die müssen möglichst schnell seín, die aktuelle 5400RPM Platte da drin ist einfach nicht für virtualisierung gedacht.
Nimm doch eine ordentliche SATA SSD wie die 850 Evo, dann hast Du weniger Probleme und kannst auch das System drauf packen und davon booten.
neo-logism schrieb:
Die Frage wäre noch interessant, mit wie viel Verlust man rechnen müsste um zu überlegen, ob sich die Mehrkosten lohnen.
Wo sollen denn die Dateien her kommen, die so schnell auf die SSD geschrieben werden sollen bzw. wo sollen sie hin? Die vollen Transferraten erzielen solche PCIe SSDs erst bei sehr langen Zugriffen bzw. sehr vielen parallelen Zugriffen, bei kurzen Zugriffen und wenig Parallelität sind sie auch nicht schneller als SATA SSD.
 
Holt schrieb:
Wo sollen denn die Dateien her kommen, die so schnell auf die SSD geschrieben werden sollen bzw. wo sollen sie hin? Die vollen Transferraten erzielen solche PCIe SSDs erst bei sehr langen Zugriffen bzw. sehr vielen parallelen Zugriffen, bei kurzen Zugriffen und wenig Parallelität sind sie auch nicht schneller als SATA SSD.

Der Rechner ist umgebaut worden, der Xeon ist drin geblieben, 32GB RAM und dient als Docker-Host. Auf diesem ist Jenkins-CI (als Docker-Image) am laufen, welcher (z.T. viele) parallelen Jobs ausführt. Jeder Job spawnt wieder ein oder mehrere Docker Container um die Prozesse auszuführen.
Sollte der Node nicht mehr gebraucht werden, kann die Platte ja in einem anderen (moderneren) Rechner wandern.
 
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