M4 Max vs M5 Pro – Erfahrungen aus der Praxis gesucht

shifty29

Lt. Junior Grade
🎅Rätsel-Elite ’25
Registriert
Aug. 2014
Beiträge
425
Moin Zusammen,

möchte aktuell mein Work / Gaming Notebook gegen ein MacBook tauschen aus diversen Gründen, hauptsächlich, da ich die Gaming Leistung zu selten ausspiele und es mir im Arbeitsalltag doch zu oft laut wird und der Akku natürlich auch grottig hält (1-2 Stunden ca. bei meiner Arbeit) war mir vorher klar.. alles gut, aber nun will ich lieber wechseln.

Es soll eines der neueren 16 Zoller werden (M4 oder M5) und ich tendiere zwischen dem M4 Max und dem M5 Pro.

Mein Use Case (90%): Entwicklung.. Java/Spring Boot, Web mit KI-Anbindung. Häufig Docker + ein paar VMs parallel, LLMs usw.. denke dafür sollten beide Chips super geeignet sein. Das Gerät sollte aufgrund des Preises 5-6 Jahre durchhalten, deshalb dachte ich an 48 GB RAM, ist das über / unterdimensioniert bei Apple? Ich kenne mich mit dem shared Memory nicht sonderlich aus.

Jetzt zum "Hauptproblem":
die restlichen 10% Use Case: Ich zocke gelegentlich, hauptsächlich wenn ich am Wochenende in der Heimat bin, und der Desktop nicht in Reichweite ist. Konkret: PoE 2, Helldivers 2, Diablo 4, WoW. Klar, richtiges Gaming bleibt am Desktop, aber wenn ich es dann schon mache, will ich nicht bei 30 FPS rumkrebsen im Idealfall. Ja Mac ist keine Gaming Maschine, ist mir bewusst.


Zur Auswahl stehen wie gesagt hauptsächlich:
  • M4 Max mehr Rohleistung, ältere Generation
  • M5 Pro neuere Architektur, längerer Support-Horizont

Auf dem Papier, soweit ich das analysieren konnte, ist der M4 Max dem M5 Pro in reiner GPU-Rohleistung vorraus. Aber meine Spiele laufen teilweise nicht nativ, sondern über CrossOver

  1. Wie schlägt die Mehrleistung des M4 Max wirklich durch die Translation Layer durch? Kann der M4 Max die GPU-Cores ausspielen oder ist es durch das Translation layer eher CPU limitiert? da wäre der M5 Pro sogar vorne.
  2. Wie viel ist die neue RT-/AI-Architektur des M5 wirklich wert, wenn man das Gerät 5+ Jahre nutzen will? Marketing oder real?
  3. Tun sich die beiden viel in der alltäglichen Lautstärke? (Gaming dürften ja beide aufdrehen, alles gut)

Falls jemand beide Chips schon in der Hand hatte oder konkret eines dieser Spiele auf einem der beiden unter CrossOver laufen lässt, wären eure Erfahrungen echt Gold wert, auch für sonstigen Input bin ich sehr dankbar.


Danke schon mal!
 
shifty29 schrieb:
PoE 2, Helldivers 2, Diablo 4, WoW. Klar, richtiges Gaming bleibt am Desktop, aber wenn ich es dann schon mache, will ich nicht bei 30 FPS rumkrebsen im Idealfall.
Dann brauchst du grundsätzlich einen "Max" Chip, erst recht wenn Spiele in 3-4 Jahren auch noch ansehnlich laufen sollen.
https://www.computerbase.de/artikel...enchmarks.96474/#abschnitt_gpuleistung_gaming
https://www.computerbase.de/artikel...5/#abschnitt_die_testergebnisse_der_community
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Burfi
Gaming im Zweifel einfach oder GF Now..!?

Ansonsten würde ich den M5 Pro nehmen, einfach weil neuer. Der sollte für deine Spiele reichen und wenn er das mal nicht mehr tut, dann eben mal nen Tagespass GF Now.
 
die single core leistung des M5 würde ich mir nicht entgehen lassen, ist schon deutlich vor dem M4... sinnvoll, zumindest wenn das Geld dafür da ist (was es zu sein scheint)
 
shifty29 schrieb:
  1. Wie schlägt die Mehrleistung des M4 Max wirklich durch die Translation Layer durch? Kann der M4 Max die GPU-Cores ausspielen oder ist es durch das Translation layer eher CPU limitiert? da wäre der M5 Pro sogar vorne.
Apple hat fuer Rosetta 2 auch ein wenig auf dem Chip implementiert, vor allem um die bei X86 im vgl zu ARM doch sehr andere speicherverwaltung mit gescheiter performance nutzen zu können.
Das meiste passiert noch in software und da ist die rohleistung entscheidend.
Aber verlass dich nicht darauf, dass windows spiele stressfrei funktionieren. Gerade GPU instruktionen koennen wackelig sein
shifty29 schrieb:
  1. Wie viel ist die neue RT-/AI-Architektur des M5 wirklich wert, wenn man das Gerät 5+ Jahre nutzen will? Marketing oder real?
derzeit ist der M3 Ultra das beste SoC fuer AI Workloads.
Die rechenleistung ist wenn du nur inferenz willst fast egal, die speicherbandbreite ist es was limitiert.
hier siehst du wie das Verhältnis grob ist:
https://www.hardware-corner.net/guides/gpu-benchmark-large-language-models/
Der M2 ultra ist schneller als der M3 und M4 Max.


shifty29 schrieb:
  1. Tun sich die beiden viel in der alltäglichen Lautstärke? (Gaming dürften ja beide aufdrehen, alles gut)
Apple hat den wahnsin mit ultra flachen laptops endlich aufgegeben. Die dicken sind einen bruchteil so laut, wie der ganze Retina kram zwischen 2015 und 2020.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: scheru
shifty29 schrieb:
Jetzt zum "Hauptproblem":
die restlichen 10% Use Case: Ich zocke gelegentlich, hauptsächlich wenn ich am Wochenende in der Heimat bin, und der Desktop nicht in Reichweite ist.
was mit Steam Remote?
 
Eigentlich sollte man immer Arbeit und Freizeit strikt trennen.
Mein Vorschlag wär auch Remote, hast ja ne fette Kiste, die sollte auch verwendet werden
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: derchris und madmax2010
Ich habe es ehrlich gesagt bei meinem Wechsel zum MAC auch aufgegeben am Notebook noch spielen zu wollen.
Ja ich kann einzelne ältere Spiele auch auf meinem neuen M4 Air mit 32GB laufen lassen. Aber Spass bringt das eher nicht. Wenn du wirklich spielen willst, dann sollte es wenn dann der M4 Max oder M5 Max sein, die haben die deutlich leistungsstärkeren GPUs.
Für mich war die Mobilität und das dünne Design deutlich mehr Wert - deshalb das Air.
Bei der Arbeit habe ich ein M4 Pro mit 48 GB - bei der Softwareentwicklung mit demselben Stack wie bei Dir macht es fast keinen Unterschied zwischen dem M4 Pro und dem normalen M4.
 
Ich würde das Augenmerk darauf legen:"Mein Use Case (90%): Entwicklung.. Java/Spring Boot, Web mit KI-Anbindung. Häufig Docker + ein paar VMs parallel, LLMs[...]".

Das schreit nach eins: RAM, RAM und noch mehr RAM. Nicht für Webentwicklung, aber Docker, VM, LLMs. Nicht vergessen, das ist Unified Memory, also CPU und GPU teilen es sich. Der M5 hat den Vorteil bei LLMs, dass die TTFT massiv reduziert wurde im Vergleich zum M4 (ca. 4 mal schneller). Danach ist das aber wieder hauptsächlich Bandwidth und da hat der M4 wieder mehr Durchsatz. Aber wer nutzt lokale LLMs für das Coding? Da ist man doch relativ beschränkt in Punkto Context-Size.

Die Hauptfrage ist: Wie viel RAM benötigst du? Wie viel RAM hat das jetzige System?

Gaming würde ich beim Mac ausklammern bzw. außen vor lassen wollen.

Wenn das Teil primär für das Coding genutzt wird, wäre mir Portability deutlich wichtiger. Dann reicht vlt. sogar ein 15" Air.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: def_ und steirerblut
Finde M4 Max oder M5 Pro für den Use Case übertrieben. Würde für deinen 90% Use Case den Ram vor CPU Upgrades stellen, wenn Ende des Jahres die ersten Börsengänge bei den KI Dienstleistern folgen werden die Preise sukzessive angehoben werden, lokale MOE LLMs werden immer besser -> je mehr man lokal abbilden kann desto besser ist es für die langfristige Beständigkeit deines Projekts. Daher eher 64gb oder mehr Ram andenken.
Es gibt zB auch von HP hübsche Zbooks mit Ryzen Max/8060s igpus. Die waren/wären eine Alternative die dich direkt Richtung Linux bringen könnte. Vorteile wäre die beste (native) Performance. MacOS hat halt in Docker lastigen Entwicklerszenarien den meisten Overhead, dafür aber auch die effizienteste Hardware.

Ich für meinen Teil hoste keine Entwicklungsprojekte mehr lokal, das liegt alles auf VPS/Firmenservern. Gerade weil man eben abwechselnd auf der Workstation, Notebook oder von zu Hause aus zugreift. Wenn man mal mit dem Rad oder Scooter unterwegs ist will man nicht das 2kg Macbook herumschleppen und das Setup sollte unabhängig vom Arbeitsplatz immer ident sein. Da reicht auch im Prinzip irgendein 700 € Business/Einstiegsmacbook oder eben ein StandPC, oder dein Gaming Rechner oder oder oder.
 
Steht eh schon oben aber für LLMs lokal unbedingt den MAX Chip. Speicherbandbreite geht bei tok/s über alles.

Wieviel unified memory hängt vom budget und den Wünschen ab. Unter 32 GB würde ich auf keinen Fall nehmen. Da läuft zB qwen 3.6:27b komfortabel.

Welche Modelle du betreiben willst und wieviel Kontext du brauchst, sollte vorab überlegt sein. Davon hängt der Unified Memory Bedarf ab.

Wie wichtig dir lokale Modelle sind musst du natürlich selbst abwägen.
 
Zurück
Oben