Mainboard+CPU+RAM für Bildbearbeitung

Tee-Tasse

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Aug. 2012
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Hallo Forum!

Da mein PC langsam in die Jahre kommt, möchte ich nun das Innenleben austauschen. Neben dem "Üblichen" (Office) verwende ich ihn hauptsächlich für Bildverarbeitung (Photoshop) mit großen Dateien. Und da sollte er auch möglichst fix sein.

Nach etwas Recherche favourisiere ich AMD; das gesparte Geld investiere ich in 5 Jahren lieber in mehr Speicher oder was auch immer dann die Arbeit beschleunigt.

Nun habe ich mir ein System zusammengestellt, von dem ich denke, dass es für meine Zwecke recht gut sein sollte. Da ich aber mit Sicherheit was übersehen habe interessiert mich, wo es hakt und wo es ggf. Verbesserungen gibt.

Mainboard:
Gigabyte GA-970A-UD3

CPU:
AMD F4-4100 X4 (4x3.6GHz)

RAM:
2 x 4GB / 1.5V / 1866

Auf was muss man denn beim RAM-Kauf achten? Es gibt zu dem genannten RAM verschiedene Hersteller mit verschiedenen Preisen - wo lohnt sich der höhere Preis?

Stimmt es, dass der AMD-990FX-Chipsatz für meine Zwecke (nur eine Grafikkarte) keine Vorteile gegenüber AMD-970 bringt?

Danke schonmal für Antworten und Denkanstöße, ich bin gespannt :)
Teetasse
 
Hi,

ja, eine SSD sowieso! Und die temporären Dateien von PS landen auf einer RAM-Festplatte. Dann ist das "Nadelöhr Photoshop" beseitigt :)
 
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum :)

Ich möchte vorweg erwähnen, dass Intel mit ihrer Sandy- und Ivy Bridge Technologie bedeutend bessere Ergebnisse in professionellen Anwendungen erzielen können als ihre Konkurrenten von AMD. Selbst mit einem direkt vergleichbaren Preis - den FX-4100 würde ich mit einem i3-2120 vergleichen - liegt Intel vorne. Zwei Beispiele findest du in den Photoshop-Benchmarks von hardware.info und xbitlabs.com.

Schließlich ist AMD aber kein Fehlkauf, denn obwohl Intel ohne Gefahr die Leistungsspitze inne hat, gibt es für AMD Jünger durchaus akzeptable Produkte in den Kategorien darunter.

8GB RAM werden für den normalen Photoshop Betrieb ohne weiteres ausreichen, in der professionellen Anwendung kann dies aber knapp werden. Von zu großen Aufpreisen für besondere Module würde ich zudem abraten. In der Regel liegt der Geschwindigkeitszuwachs durch besseren RAM im niedrigen einstelligen Prozentbereich (Beispiel tomshardware.com), wenn es überhaupt einen messbaren Unterschied gibt.

Auf der anderen Seite stehen aber die wesentlich höheren Kosten, denn ein 8GB Kit DDR3-1600 kostet knapp 40 Euro, während man für DDR3-2133 einen Aufpreis von 20 bis 30 Euro bezahlen muss. Wenn du wirklich genug Geld hast, um so teuren RAM zu kaufen, kannst du dieses sehr einfach in bessere Alternativen investieren. Statt 8GB kannst du dir 16GB kaufen - dann wäre auch deine RAM-Festplatte einfach möglich - oder es in eine SSD investieren, wie hier schon von Concept2 empfohlen wurde. Richtig verwendet kann beides die (gefühlte) Geschwindigkeit deines Computers sehr stark verbessern.
 
Danke, Karol_ :)

Der i3 hat, wie ich sehe, die Grafikkarte dabei. Das heißt ja, dass er den selben RAM nutzt wie die CPU. Wird das System dadurch nicht langsamer?

Wenn die On-Chip-Grafikkarte allerdings sinnvoll und ausreichend ist, könnte der i3 (und fast auch der i5) durch die gesparte Grafikkarte sogar ähnlich teuer sein. Da werde ich gleich mal recherchieren. Ich bin jetzt nicht auf AMD fixiert und habe auch schon öfter gelesen, dass Intel zur Zeit die Nase vorn hat (und deren CPU auch weniger Strom brauchen), was aber meistens gleich wieder relativiert wird ("das betrifft nur wenige Anwendungen" etc.).
 
Es stimmt natürlich, dass die Verwendung der integrierten Grafikeinheit im Prozessor die verfügbare Speicherbandbreite im Prinzip negativ beeinflusst, weil die IGP keinen integrierten Grafikspeicher besitzt und somit auf den im System vorhandenen RAM zugreifen muss.

Im normalen Windows 2D Betrieb ist dieser Umstand komplett vernachlässigbar. Der verwendete Speichercontroller ist ja schon seit einiger Zeit im Prozessor integriert und wurde für den gemeinsamen Gebrauch durch CPU und IGP optimiert. Natürlich sollte nicht vergessen werden, dass die im 2D-Betrieb benötigte Bandbreite verschwindend gering ist, wenn man sie mit aktuellem DDR3-RAM vergleicht. Mit DDR3-1600 beziehungsweise DDR3-1866 Modulen beträgt die Dual-Channel Datenrate (lt. Spezifikation) 25 bis 30 GB/s.

Für den normalen Desktop-Betrieb (keine aufwändigen 3D Anwendungen oder Spiele) reicht die ältere HD2000 Grafikeinheit des Sandy Bridge Prozessors mehr als aus. Erst wenn du größere Mengen an 3D-Leistung benötigst, kann die Sache kompliziert werden.

Abschließend soll noch gesagt sein, dass ich hier einen Dual Core (i3-2120) mit einem Quad-Core (FX-4100) vergleiche. Ganz so einfach darf man es sich natürlich nicht machen, denn der Intel besitzt HyperThreading und kann somit vier Threads auf zwei echten Kernen optimiert ausführen. AMD ging mit dem Bulldozer den umgekehrten Weg und hat einen "Quad Core Light" produziert: dort wurden zwei Kerne in ein Modul zusammengelegt, welches sich bestimmte Komponenten teilen muss. Die recht geringe pro Kern Rohleistung des AMD Prozessors bedeutet, dass dieser seine volle Stärke nur unter optimalen Bedingungen ausspielen kann. Im größeren Teil der Anwendungen ist der i3 jedenfalls stärker.

Den Einwand, dass Intel nur in "wenigen Anwendungen" schneller sei, verstehe ich nicht ganz. Natürlich hat jede Person ihr eigenes Anwendungsprofil, daher kann es schon vorkommen, dass für einen bestimmten Nutzer der AMD die bessere Wahl darstellt. Im Schnitt ergibt sich aber ein anderes Bild und das machen die verschiedenen Hardware-Seiten im Netz mit dutzenden von direkt vergleichbaren Benchmarkergebnissen schon ganz gut. In einer ht4u.net Liste aus Benchmarks kannst du ja mal sehen wo die Stärken und Schwächen der beiden Prozessoren liegen.
 
Oh, noch mehr Lesestoff - super!!!

Für Intel sprechen eigentlich noch zwei andere Dinge: Erstens laufen, wie ich das verstehe, Single-Thread-Programme schneller (nicht alle meine Programme nutzen Multithreading); offensichtlich sind die Intel-Kerne wesentlich schneller als AMD (die das mit mehr Kernen versuchen auszugleichen). Und zweitens - der Stromverbrauch. Ich habe überschlagen, dass ein Intel-Prozessor in 5 Jahren Betrieb (10 Stunden täglich) für um die 100 EUR weniger Strom verbraucht als AMD (sowohl im Leerlauf als auch unter Last), was man ja ehrlicher Weise auf das Intel-Budget drauf schlagen muss.

Dann schaue ich mich mal weiter nach i3/i5 um und nach geeigneten Mainboards. Ich bin gespannt :)
 
Auf die Lebenszeit eines PC-Systems gesehen spielt auch die Stromaufnahme eine nicht zu vernachlässigende Rolle, ja.

Ein Intel i3-2120 verbraucht im Idle etwa 15 Watt weniger als ein AMD FX-4100, wenn in beiden Fällen eine dedizierte Grafikkarte verwendet wird. Nimmt man auf dem Intel System statt einer kleinen 20-30 Euro Karte (zB einer Radeon HD 5450) zusätzlich noch die IGP, kommt noch das eine oder andere Watt hinzu. Unter Last beträgt der Unterschied geschätzte 60 Watt.

Mit diesen Werten auf die von dir erwähnten 5 Jahre hoch gerechnet, spart man sich dabei 60 bis 120 Euro. Das ist keine Rechenspielerei, diese Differenz gibt es wirklich. Meine verwendeten Zahlen waren wie folgt: 90% Idle, 10 Stunden Betrieb pro Tag, 5-7 Tage pro Woche, ein Strompreis von 0,18 bis 0,25 Euro-Cent pro kWh und der Einfachheit halber eine konstante Netzteil Effizienz von 80%.

Nachtrag: MikelMolto erwähnt schon den tollen i5-3450 Ivy Bridge Quad-Core für knapp 180 Euro. Wenn du dich nach einem i5 umsiehst, ist das die erste und meiner Meinung nach auch beste Anlaufstelle. Die interessantesten i3 Ivys werden wahrscheinlich zum Preis von $117 bis $138 Dollar am 2. September dieses Jahres in den Handel kommen. Vielleicht möchtest du darauf ja noch warten.
 
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60 Watt Unterschied? Das ist 'ne Menge! Zwar läuft der Rechner eher selten unter großer Last, aber es spricht nicht gerade für die Energieeffizient von AMD :-D

Inzwischen habe ich auch mal INTEL durchgerechnet: Ein i5 mit einem Gigabyte-Mainboard (das billigste mit z77: GA-Z77M-D3H) kostet um die 40 EUR mehr. Der i5 (3450 - also bereits ein neuer Ivy) ist zwar verhältnismäßig teuer, aber dafür spart man sich die Grafikkarte und ein paar Euro beim Speicher. Dazu kommt die o.g. Stromeinsparung (wenn auch nicht ganz so viel, da der i5 mehr Strom braucht als der i3 - dafür kann man die nicht benötigte Grafikkarte noch mit einrechnen) und die vermutlich deutlich bessere Leistung des i5 gegenüber AMD.

Zum Speicher - zwei Argumente sprechen gegen 16GB: Erstens wird der Rechner vorerst unter 32 Bit laufen (nicht schlagen bitte...), alles >3.5 GB ist "nur" für die RAM-Festplatte. Und zweitens sind 8GB-Speicher noch verhältnismäßig teuer und 4x4GB will ich nicht, ich will noch zwei Speicherplätze frei lassen. Ich denke mit den 8 GB unter 32 Bit bin ich jetzt erst mal gut bedient :)
 
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