Manche Links und Seiten lassen sich nicht mehr öffnen.

bistroler

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Nov. 2007
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Liebe Spezialisten und Kopfzerbrecher, folgendes kompliziertes Problem:

Meine Tochter, keine Ahnung von PC und Technik, eigentlich nur ein E-Mail User und Nutzer von Lern-Software für meinen Enkel will sich auch manchmal informieren darüber, was so auf der weiten Welt alles los ist. Ich bilde mir ein, mich schon gut auszukennen und helfe diversen Bekannten bei PC Problemen weiter, vor Allem durch logische Problemverfolgung, meist durch Ausschlussverfahren oder lange, leidvolle Erfahrung. 100 PCs mit der gleichen Ausstattung reagieren 100x verschieden.
Ich bin zu meiner Tochter gefahren und habe mich mit dem PC (XP) befasst: Es geht um die Reaktionen diverser Internetseiten, die m. E. mit Skripts zu tun haben. Z. B. die Seite „GMX.de“ wird anstandslos geöffnet und dargestellt, der Link: „Nachrichten“ funktioniert ebenso, der weiterführende „Ausland“ funktioniert ohne Probleme aber dann weitere Seiten zu öffnen ist meist (einige doch) nicht möglich.
Der obere Bereich, meistens Werbung, wird dargestellt. Doch der redaktionelle Teil, also Text und Bilder bleibt unsichtbar. Undeutlich, mattgrau, kann man auf der leeren Seite ein Datum sehen (wahrscheinlich das Erstell-Datum“ und rechts davon, mit einigen Abstand das Wort „twittern“ oder „Twitter“. Das Seiten Ladesymbol oben dreht und dreht sich (Internet Explorer und Firefox und Chrome ohne Unterschied) und unten links steht fas immer: „warten auf plattform.twitter.com“. obwohl die angeforderte Seite einen anderen Namen hat.
Nun, meine Tochter und auch mein Enkel hat bisher mit twittern nichts am Hut und auch keine derartigen Programme installiert. Eine Desktop-Suchaktion blieb erfolglos.
Jetzt erst kommt das mir unerklärliche. Ich hatte mein Notebook (Vista) dabei, habe es an`s Ethernet-Kabel angeschlossen und hatte genau die gleichen Phänomene. Desgleichen auch über W-Lan.
Da ich nicht gerne aufgebe machte ich weiter, habe das Problem „warten auf plattform.twitter.com“ gegooelt, konnte aber den Link wegen der hier geschilderten Probleme nicht öffnen. Ich habe den Quelltext der betroffen Seiten geöffnet, habe aber mangels Ahnung nicht viel damit anfangen können. Habe aber festgestellt, dass z. B. der fehlende Teil im Quelltext vorhanden war und dass ziemlich oft „Script“ vorkommt. Habe aber leider versäumt nach dem Wort „Twitter“ zu suchen.
Die Nacht war schon fortgeschritten und mein letzter Versuch war, im Firefox Javascript auszuschalten. Und siehe da, die betroffenen Seiten funktionierten. Beim Internet Explorer hat das nichts bewirkt. Aber ich dachte: „Geht nicht gibt’s nicht“ und fühlte mich als Gewinner.
Heute hat mich meine To0chter angerufen und beklagte sich über andere Probleme mit den Internetseiten. Ich habe ihr empfohlen, „Noskript“ für Firefox zu installieren. Die Benutzung empfand sie als noch umständlicher. Dieses Add-on zu personalisieren wollte ich ihr nicht mehr zumuten.
Dann fiel mir ein: mein PC hatte ja auch diese Seiten-Pest erfasst als ich in der Wohnung meiner Tochter in`s Netz gegangen bin. Ich habe mein Notebook bei mir in der Wohnung angeworfen und alles war in Ordnung. Also (Ausschlussverfahren) die Software kann demnach gar nicht schuld an diesem Desaster sein.
Jetzt aber bin ich mit meinem Latein am Ende. Es bleibt also nur noch die "Fritz-Box 3170" oder der Provider "M-Net". Aber wie das feststellen? Deshalb suche ich eure Hilfe!
In bester Hoffnung
bistroler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte mal vor einiger Zeit (mit einem früheren Router) ein ähnliches Problem. Das Problem hatte sich dadurch geäußert, dass ich (und meine Eltern an Windows XP-PCs) manche Webseiten nicht aufrufen konnte. Sie fingen an zu Laden, aber es wurden keine Elemente auf der Seite angezeigt. Auch nach längerem Warten zeigten sich keine Ergebnisse.

Das Problem lag damals an einem falschen (zu hohen) MTU-Wert des PCs. Also der Maximalen Transfer-Einheit für Pakete zwischen Client und Router/Server. Dabei hat mir diese Seite hier (http://www.gschwarz.de/mtu-wert.htm) sehr geholfen.
Der verwendete Router konnte scheinbar mit zu großen Paketen nichts anfangen und hat diese komplett verworfen, oder so weitergeleitet dass der PC nichtsmehr damit anfangen konnte. D.h. die zurückgelieferten Seiten konnten nicht geladen werden.

Aufgrund der Beschreibung, dass auch dein Notebook die Seiten nicht richtig geladen hat und der einzige Unterschied der Internet-Anschluss+Router ist gehe ich davon aus, dass hier ein ähnliches/dasselbe Problem vorliegt.

Zur Behebung des Problems:

1. die Maximale MTU bestimmen: http://www.gschwarz.de/mtu-wert-ermitteln
Hier beim Ping Befehl am besten eine Seite angeben, die nicht vollständig geladen wird.
Der größtmögliche Wert bei dem eine Antwort zurückkommt ist die richtige MTU.

Auf den ermittelten Wert muss dann noch 28 addiert werden (28 Byte für Protokolle). Das Ergebnis muss im 2. Schritt dann eingetragen werden.

2. die verwendete MTU anpassen: http://www.gschwarz.de/mtu-wert-router
Hier sollte der erste Abschnitt bis zu "Tipp: ..." reichen (danach einen Neustart).

Dieses Vorgehen muss allerdings für jeden Computer im Netzwerk ausgeführt werden, der diese Probleme hat. Inwiefern die 2. Lösung auf dieser Seite (anpassen der MTU im Router) funktioniert kann ich nicht sagen, da ich das noch nicht ausprobiert habe und da es auch vom Router abhängig sein dürfte.

Grüße

Denara
 
Hallo Denara,
vielen Dank für die ausführliche und möglicherweise weiterführende Antwort zu meinem Thema. Da ich, wegen der Entfernung, nicht häufig bei meiner Tochter bin und ich ihr nicht zutraue, allein im System herumzufummeln, muss ich noch meinen nächsten Besuch - voraussichtlich am Wochenende oder anfang der nächsten Woche - abwarten.

Toll, wie gut und auch nachvollziehbar Deine Erklärung ausgefallen ist. Also, nochmals vielen Dank und ich werde mich nach meinen Besuch wieder melden.

bistroler.
 
Hallo Denara und sonstige Grübler,

nochmals vielen Dank für die Beteiligung. Die Seiten und Links im Browser meiner Tochter lassen sich seit letzten Donnerstag plötzlich wieder uneingeschränkt öffnen.

Irgenswie Schade, denn ich wäre gerne durch Ausprobieren hinter den Fehler gekommen.

Bis bald
bistroler.
 
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