@aspro
Du denkst leider viel zu kurz, denke das Ganze einmal vom Ende her.
Wenn immer mehr Menschen kein oder zu wenig Einkommen haben, sinkt die Nachfrage rapide.
In der Folge schrumpft das Angebot, Unternehmen geraten durch den Konsumrückgang/Konsumverzicht in Schwierigkeiten, viele gehen pleite, Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze und damit ihr Einkommen.
Steuern und Sozialabgaben fallen aus, während die Sozialausgaben des Staates durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit stark ansteigen.
Der Teufelskreis beginnt sich dann immer schneller zu drehen.
Infolge der Krise halten die Leute ihr Geld zusammen, entweder gezwungenermaßen oder aus Angst, dass es noch schlechter werden könnte.
Die Wirtschaft schrumpft, die Nachfrage bricht ein, in ihrer Not senken die Unternehmen immer stärker ihre Preise und es droht eine Deflation bis hin zur Großen Depression.
Da können die Maschinen noch so produktiv Waren herstellen, wenn den Menschen das Geld zum Kauf fehlt, bleiben die Unternehmen auf ihren Waren sitzen.
Aktuell gut bei Markenwaren im Supermarkt zu sehen, die für viele Menschen mittlerweile zu teuer geworden sind und zu Ladenhütern werden.
Der Staat kann die Existenz der arbeitslos gewordenen Menschen nicht mehr sozial absichern, infolge soziale Unruhen und gesellschaftliche Verwerfungen, bis hin zu einem Bürgerkrieg, wenn es zu vielen Menschen richtig schlecht gehen sollte.
Welcher Durchschnittsverdiener kann heute noch einen Mittelklasse PKW eines deutschen Automobilherstellers bar kaufen?
Die meisten Autos die heute auf unseren Straßen fahren, sind finanziert oder geleast, oder Geschäftswagen aber eben nicht bar bezahlt.
Eine Elektro-Prämie für E-PKW nutzt auch wieder nur denen, die wohlhabend und reich sind und sich solche Fahrzeuge leisten können.
Das Problem mit der fehlenden Nachfrage auch in der Automobil-Industrie ist also hausgemacht, weil wir seit drei Jahrzehnten unseren Binnenmarkt totsparen!