Maut und Deutschland

Soll Deuschland die Maut für alle einführen?

  • Auf jeden Fall dafür Kfz Steuer runter

    Stimmen: 21 56,8%
  • Um Gottes willen ja keine Maut

    Stimmen: 12 32,4%
  • Mir egal hab eh kein Auto

    Stimmen: 5 13,5%

  • Umfrageteilnehmer
    37

Psychodad29

Lt. Junior Grade
Registriert
Apr. 2007
Beiträge
339
Hallo Gemeinde,

habe diese Woche Galileo geschaut und war einem Ausraster nahe:mad:.
Da haben die 2 Kontrollpunkte der österreichischen Mautausichtsbehörde begleitet die kontrolliert haben ob denn die PKW´s eine Vignette besitzen.

So nun zu dem Punkt warum ich mich darüber so aufgeregt habe. Die Fahrer die keine Vignette hatten mussten 120€ Strafe ( mein lieber scholli das sind ca. 240 DM) bezahlen. Wollten Sie die Strafe nicht zahlen wollen oder wollten, hatten sie gleich ein Bußgeld von 400€ ( aber hallo das sind ca.800 DM) an der Backe. Die haben an 2 Kontrollstellen sage und schreibe ca. 30000€ an EINEM Tag eingenommen!

Dieser Bericht hat meine Einstellung über die Einführung der Maut für Pkw´s in Deutschland doch grundlegend geändert.
Als Galileo dann noch eine Karte von Europa eingeblendet hat wo zu sehen war wo es überall Maut gibt hab ich mich gefragt ob wir Deutschen denn wirklich so dumm sind:freak:
Alle kassieren ab nur wir nicht!
Preise zb. mal von Österreich:
Für Pkw (bis 3,5 Tonnen):
Jahresvignette: 72,60 Euro
Monats-Vignette: 21,80 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 7,60 Euro

Die Preise für Motorräder:
Jahresvignette: 29 Euro
Zwei-Monats-Vignette:10,90 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 4,30 Euro

Dazu kommt ja noch das unsere Nachbarn bei uns mal so richtig auf die Kacke hauen können und ordentlich gasgeben dürfen. Ich bin beruflich sehr viel in Österreich und in der Schweiz unterwegs und kann da mit 120 (Schweiz) bzw 130 (Österreich) herumkrebsen:streiten:

Ich wäre dafür das man in Deutschland die Maut für alle einführt und im gegenzug die KFZ Steuer senkt.

Wie seht ihr das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich sollte es ne Maut geben, dafür aber die Kfz steuer senken! So das es für einen Ottonormal verbraucher gleich bleibt und für nen Pendler nicht zu teuer kommt. Die Ausländer sollte kräftig Maut bezahlen, so wie wir es in Österreich, Italien usw. machen.

Hab den galileo Bericht auch gesehn und muss sagen das ist reinste Abzocke(ich sag nur Zehn-Tages-Vignette:freak:)

Der Thread sollte aber im "Politik und Gesellschaft" Forum geführt werden und nicht im OT;)
 
Zuletzt bearbeitet:
psychodad(Ger) schrieb:
... Die Fahrer die keine Vignette hatten mussten 120€ Starfe ( mein lieber scholli das sind ca. 240 DM) bezahlen. Wollten Sie die Starfe nicht zahlen wollen oder wollten hatten sie gleich ein Busgeld von 400€ ( aber hallo das sind ca.800 DM) an der Backe. Die haben an 2 Kontrollstellen sage und schreibe ca. 30000€ an EINEM Tag eingenommen!...

Worüber regst du dich auf? Darüber das eine Strafe gezahlt werden muss oder darüber, das der Staat so viel Geld einnimmt und Deutschland sich sowas entgehen läßt?

Ideal wäre IMO die KFZ-Steuer und Maut komplett in den Benzinpreis zu integrieren. Wer viel fährt zahlt viel, wer weniger fährt eben weniger. Es gäbe keine fixen Gebühren mehr sondern nur noch variable Gebühren abhängig von den gefahrenen km. Ein stehendes Auto würde so keine Kosten verursachen (außer Kaufpreis, Raten oder Abschreibung), nur das gefahrene Auto. Das würde z.B. auch viele Spaßfahrten unterbinden oder kurze Wege die man eigentlich nicht fahren müsste.
 
Fu Manchu, was macht denn dann die allein erziehende Mutter (Oder der allein erziehende Vater) der/die jeden Morgen 70Km und mehr zur Arbeit fahren muss um sich und sein Kind über die Runden zu kriegen?
Wenn es dann so aussieht, das KFZ-Steuern und Maut in den Spritpreis integriert werden guckt derjenige der weit fahren muss aber wenig verdient ziemlich blöd aus der Wäsche, oder?
Ob die Idee so gut ist, wage ich zu bezweifeln

Gruß, McHurtz
 
McHurtz schrieb:
Fu Manchu, was macht denn dann die allein erziehende Mutter (Oder der allein erziehende Vater) der/die jeden Morgen 70Km und mehr zur Arbeit fahren muss um sich und sein Kind über die Runden zu kriegen?...

Eine Besteuerung auf dieser Grundlage wäre volkswirtschaftlich aber die gerechtere, weil nur die Nutzung an sich besteuert wird, aber nicht das vorrätig halten eines KFZ. Denn die Nutzung von PKW schadet der Umwelt und belastet die Straßen und Städte. Klar, Parkplätze auch, aber da Benzin nun mal nicht endlos vorhanden ist und die Verbrennung gesundheitsbelastent ist muss man an diesem Punkt ansetzen.

Langfristig kann man diese Steuern selber senken durch sparsamere Autos und Fahrweise. Und es wird sich bei jeder Fahrt überlegt ob sie notwendig ist.

Natürlich muss im Umkehrschluss der Staat für bessere Nahverkehrsanbindungen sorgen, aber das ist ein anderes Problem.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was in Österreich noch dazukommt ist das man für gewisse Tunnels noch extra bezahlen muss. Wir hier in der Schweiz sind noch Human mit 40 Schweizerfranken für ein ganzes Jahr. Ich glaube in naher oder ferner Zukunft wird es solch eine Maut in Deutschland geben.
 
Fu Manchu schrieb:
Worüber regst du dich auf? Darüber das eine Strafe gezahlt werden muss oder darüber, das der Staat so viel Geld einnimmt und Deutschland sich sowas entgehen läßt?

Ich rege mich über beides auf..Die höhe der Strafe ist ja wohl nicht angemessen. Ich wohne bei Lindau also an der Grenze..Wenn ich ohne Maut zu bezahlen nach Bregenz will muss ich umständlich durch Lindau und durch diverse andere Käffer fahren.

Wenn die Österreicher nur die Strecke von der Grenze bis zum Pfändertunnel (ca.1 Km)frei von Maut machen würden wäre das eine Zeitersparniss von ca. 15 min pro Strecke und pro Auto..Was somit auch der Umwelt zugute kommen würde...

Aber nein die haben einen Erwischt der genau diesen einen Kilometer nutzen wollte ohne Maut zu bezahlen (vielleicht aus Zeitgründen oder auch der Umwelt zuliebe;) )und jetzt muss er für einen Kilometer strecke 120€ bezahlen....

Noch schlimmer ist es wenn man nach Dornbirn in den Messepark fahren will. Von der Grenze nach Dornbirn durch den Pfänder und auf der Autobahn ca. 15 min....Durch Bregenz usw. kann man schon mal 45 min bis eine Stunde rechnen das dort immer viel Verkehr ist..
 
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Folgendes Szenario: Du wohnst irgendwo aufm Land. Der nächst größere Ort ist 8 Km entfernt. Der Bus fährt jedoch nur alle 2 Stunden da es sich nicht wirklich für das Busunternehmen lohnt das Riesending (das sowieso schon viel zu oft fährt) noch öfter loszuschicken. Du musst jetzt gucken, da der Bus ab 19:00 Uhr nicht mehr fährt, wie du Abends noch zum einkaufen kommst. Oder dein Kind vom Sport abholst oder weiß der Geier was.
Das Auto hilft dir nicht weiter, da der Sprit zu teuer ist. (Du musst ja Morgens und Abends schon 70 Km mit dem Auto zur Arbeit und Zurück) du bist nun gegen 18:00 zuhause. Was machst du denn dann?
Die Rechnung geht nicht so ganz auf. Du kannst nicht sagen das man alles an weiteren Kosten in den Sprit packen sollte. Du erreichst damit nur eine ziemlich ungerechte Verteilung.

Geringes Gehalt + Weiter Weg zur Arbeit = Wenig Kohle
Hohes Gehalt + Kurzer Weg zur Arbeit = Viel Kohle
Hohes Gehalt + weiter Weg = n bisschen weniger als Viel Kohle aber locker ausreichend.
Geringes Gehalt + kurzer Weg zur Arbeit = Ich komm über die runden, schlimmer wäre es wenn ich nen weiten Weg zur Arbeit hätte.
 
@McHurtz: du hast ja recht mit deinen Beispielen, und das Einzelschicksal ist immer tragisch. Aber eine verbrauchsorientierte Versteuerung ist nun mal gerechter im volkswirtschafltichen Gesamtsystem und wirkt sich langfristig regulierend auf solche Beispiele aus, indem geschaut wird ob man nicht evtl dichter am Arbeitsplatz wohnt oder sich an öffentliche Nahverkehrsmittel orientiert oder andere Lösungen findet. Oder ob der Staat/Kommune nicht die öffentlichen Verkehrsmittel optimiert.
Klar ist es schlimm für den Einzelnen und ich persönlich würde mich auch ärgern. Was aber an der volkswirtschaftlichen Sache nichts ändert. Volkswirtschaft nimmt keine Rücksicht auf einzelne Personen, sondern sieht immer die Gesellschaft im ganzen, so schlimm das auch sein mag, da bin ich völlig auf deiner Seite.
 
Wird aber grade solch ein Vorhaben umgesetzt sollte man sich doch Gedanken darüber machen, ob dies nicht die Gesellschaft noch weiter Splittet und somit wirklich von Vorteil ist.
Mal gucken was in nächster Zeit so alles passiert. :)

Gruß, McHurz
 
@fu manchu
hast du ein auto? nur rein aus interesse!

@topic
bin auch für die maut, dann sollten allerdings die kfz-steuern gesenkt werden! ich fahr ca 40tkm p.a., wenn der sprit noch viel viel teurer wird kann ich besser den job aufgeben und von hartz4 leben; da hab ich am monatsende mehr von!
 
So ein brisantes Thema kam in dieser pseudowissenschaftl. Pro7-Sendung Galileo ? :rolleyes:



Habe mal vor geraumer Zeit eine Pro-Maut Sendung gesehen.
Die angerissenen Vorschläge waren dort nicht schlecht.
Deutschland könnte sein Strassennetz für 100 Mrd. Euro verpachten und zusätzlich dann noch rd. 5 - 6 Mrd. Euro jährlich Zinsen kassieren.
Ein gutes Beispiel eines funktionierenden Mautsystems und nicht geförderter Öffentlicher Verkehrsmittel ist Japan.


Nur wie ich das sehe, würde eine Maut kommen, doch eine Senkung der KfZ-Steuer würde nicht eintreten.
Am Autofahrer ist zu viel Geld zu verdienen.
Diese Einnahmequelle läßt sich doch der Staat nicht entgehen...

Unter solchen Umständen wäre ich gegen eine Maut.
Würde ein Vorteil für den Autofahrer entstehen, wäre ich dabei.



Viel eher würde ich es sehen, wenn die ausländischen Autofahrer zur Kasse gebeten werden.
Wir tun das durch unsere Steuerabgaben.
Doch werden unsere Strassen durch die Benutzung eines jeden beschädigt/beansprucht.
 
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