Mehr Lohn weniger Freizeit vs Weniger Lohn und gemütliches Leben

selbst die angesetzten 100k€ für ein kind sind schon sehr viel... 100.000 durch 18 jahre = 5555€/jahr = 465€ pro monat

wenn ich jetzt das gehalt meiner eltern nehme (nein, ich verrate es hier nicht ;) ), dann weiß ich 100%ig, dass die niemals knapp 1000€ im monat für mich und meine schwester aufbringen könnten und konnten...
 
@gh0

Ich spielte auch eher auf die Energiekosten an ;)

@::1

Na ja überleg mal was alles auf einen kommt. Gehen wir nur mal von der Schule aus. Alleine die Bücher welche gut alle 3 Jahre ausgetauscht werden dürfen. Ich musste mir z.B. für die Ausbildung auch div. Bücher kaufen nur für die Berufsschule da waren auch für 4 Bücher mal eben kanpp 300 € fällig.

Dazu kommt noch Bus/Bahn Fahrkarten, welche nicht wirklich sooo viel günstiger sind als Monats Karte. Klar es ist nicht überall gleich. Ich bin z.B. in BaWü aufgewachsen (Böblingen) zumindest bevor ich in die USA bin. Da zahlst halt alleine für ~120 M^2 schon rund 1800 € an Miete. Dazu kommt noch Strom, sind wir mal ehrlich bei einem 12-18 Jährigen mit unter das wichtigste (Handy, PC, Konsole etc.) und diverse andere Sachen.

Ich schieb mal den Link ins Spiel:

http://www.zdf.de/ZDFzeit/Was-kostet-ein-Kind-26913660.html

Also wie gesagt sind es in ganz Deutschland überall 550 €? Nein natürlich nicht. Man kann auch BaWü nicht mit Sachsen oder Thühringen vergleichen.
 
Eben das sagte ich ja schon Kindergeld, Steuerliche Vorteile etc. auf dem Papier mag ~150k stehen aber unter strich am ende von Tag ist es weniger. Es kommt halt echt drauf an wo man Wohnt das macht sehr viel für die Ausgaben aus.
 
bei mir damals gabs bücher umsonst als leihgabe von der schule, man musste einzig für die busfahrkarte was bezahlen (vergünstigt, ~30DM im monat)... handy gabs noch nicht, konsole hab ich nie eine gehabt (ausnahme war der gameboy), und zum 14ten durfte ich mir dann einen pc kaufen (von meinem geld)...

das leben scheint heute teurer zu sein als früher ;)
 
::1 schrieb:
das leben scheint heute teurer zu sein als früher ;)

Seit dem Euro ganz klar :)

Ich mein ich fahr immer sehr Sparsam aber selbst bei ~ 1,36/L Diesel ist es sau teuer (pro Monat rund 120 € bei mir). Wenn man mal Inflation etc. nicht mit berechnet so sind das Kosten von rund 2,72 DM pro Liter Diesel. Auch wenn ich mich aktuell nicht mehr soooo super dran erinnern kann (da ich nen Motorrad hatte :P) ich wüsste nicht das wir Diesel Preise von über 2,50 oder gar 3,- DM hatten.

Von Lebensmittel will ich gar nicht sprechen ;)
 
Könnte ich es würde ich es aufteilen.

In den jungen Jahren, wenn man noch willig und fleißig ist, einen Job wo man hart und viel arbeiten muss, dafür aber gut Geld bekommt.
Später dann etwas was locker ist, zum Beispiel Lehrer (ist vllt sogar zu locker).

Sowas wäre klasse, ist aber leider schwer machbar.
 
Auf jeden Fall weniger Lohn und dafür weniger Stress.

Niemals würde ich für 1500 brutto mehr im Monat 10 Std. mehr pro Woche arbeiten. Mein Ziel ist eigentlich immer meine 40 Std. beizubehalten und damit so viel es geht zu verdienen. Wie viel das dann irgendwann mal sein wird, wird sich noch zeigen.
 
Ich kenne eher den Teil -> wenig Verdienst und wenig Freizeit. Könnte ichs mir aussuchen würde ich vermutlich jetzt noch ne weile mehr schaffen für weniger Freizeit und je älter ich bin dann versuchen umzuschwenken. Klingt aber im Handwerk auch eher nach nem Wunschtraum als Realität.
 
Cool Master schrieb:
Seit dem Euro ganz klar :)

Ich mein ich fahr immer sehr Sparsam aber selbst bei ~ 1,36/L Diesel ist es sau teuer (pro Monat rund 120 € bei mir). Wenn man mal Inflation etc. nicht mit berechnet so sind das Kosten von rund 2,72 DM pro Liter Diesel. Auch wenn ich mich aktuell nicht mehr soooo super dran erinnern kann (da ich nen Motorrad hatte :P) ich wüsste nicht das wir Diesel Preise von über 2,50 oder gar 3,- DM hatten.

Von Lebensmittel will ich gar nicht sprechen ;)
Ich wüsste allerdings auch nicht, wo man zu DM-Zeiten als Berufsanfänger (ohne Studienabschluss, im Büro) mit 3000DM (~1500€) netto bei SKL I heimging ;)
Klar ist vieles teurer geworden, aber wir verdienen auch mehr. Das Problem: der Lebensstandard hat sich entsprechend entwickelt, man kauft einfach auch mehr und das kostet nunmal. Handy, Tab, NPC, Desktop, TV, MP3 will finanziert werden.

Das gabs früher einfach nicht in dem Maße, daher scheint es so, als würden wir heute weniger verdienen bzw. uns weniger leisten können, was de facto nicht stimmt. Wir können uns nur weniger von dem leisten, was angeboten wird ;)

Gefühlt stimmt das und wenn man nur die Zahlenwerte nimmt, kommts auch so rüber. Das Einkommen muss man allerdings dagegenhalten und schon relativiert sichs wieder. Wir jammern ganz einfach auf höherem Niveau als "damals" ;)

Heute wird über Konsolenpreise von 300€ gestöhnt, mein Amiga 500 hat damals in der Metro 800DM gekostet... und es war was Besonderes, was eben nicht jeder hatte. Heute "muss" man alles haben und gibt logischerweise mehr Geld aus, wodurch man weniger übrig hat. Würde man nicht alles kaufen, gäbs auch keinen Grund zum Jammern ;)

Anderes Beispiel: Spiele und CDs
Die guten alten Bravo Hits-Sampler haben Mitte der 90er um die 40DM gekostet, ne Maxi (mit ~4-5 tracks) 11-15DM. Heute bekommt man einzelne Songs für 99 cent als MP3 bzw. 6-8€ als Disc, Sampler für 15-20€ als Disc und Alben für 12€... als DL sogar noch billiger. Umgerechnet ist der Preis also gleich geblieben, wir verdienen mehr, aber dadurch, dass wir mehr Geld für andere Konsumgüter ausgeben, kommts uns so vor, als wärs teurer geworden.

Games genauso. Konsolenspiele (PC Engine, Mega Drive etc. ... von NeoGeo red ich nicht, das wär zu extrem :D) haben teils weit über 100DM gekostet, heute kosten sie (neu) 50-60€, PC-Spiele (Lemmings ftw!!) gingen für 80-130DM übern Ladentisch, heute bezahlt man 70€ nur noch für Collector's Editions. Oder man importiert, was zu DM-Zeiten Mehrkosten bedeutete und heute nicht selten 50% spart.

Deswegen: Man MUSS die Preisentwicklung in Relation sehen, sonst kann man nicht vergleichen.

Wie gesagt: Der Sprit hat in den 80ern und 90ern 80-90 Pfennig (~40-45 Cent) gekostet (Diesel), aber man hat auch weniger verdient...

Wir verdienen also unterm Strich genausoviel wie früher (da die Preise für alltägliche Dinge auch gestiegen sind), es gibt aber mehr zu kaufen, was wir dann auch tun (wollen) - und schon können wir uns "weniger" leisten.

Daher empfinde ich diesen Index realitätsnäher: http://www.t-online.de/wirtschaft/i...verbraucher-in-deutschland-fuer-ein-bier.html

Wie Bookstar schon gut zusammenfasste: Der Lebensstandard ist ein höherer. Heute hat jeder Dödel ein Handy, Rechner, Lappi, mehrere TVs, mit 18 ein eigenes Auto, am besten ne eigene Wohnung, geht mehrmals pro Wpche aus, fährt in Urlaub usw. Dafür musste man "früher" teils richtig lange sparen... heute ist alles sofort verfügbar und jeder will alles sofort haben. Kann man sich was nicht umgehend leisten, verdient man sofort zuwenig oder alles ist teurer geworden.

Alles subjektiv und induziert. Real gehts uns so gut wie nie.

@Topic
Freizeit ist unbezahlbar... zumindest fast.
Kommt natürlich auch auf den Job an, der einem schon Spaß machen sollte.
Es gibt auch Leute, die ihren Job als Freizeit erleben, eben weil er sie ausfüllt.
Ich persönlich mag meinen Job, auch wenn ich anderswo sicherlich mehr verdienen könnte. Aber hier habe ich meine Freiheiten, nette Kollegen und ein sehr angenehmes Arbeitsklima. Oft WILL ich mehr arbeiten, einfach weils angenehm ist. Aber 60 Stunden und mehr die Woche arbeiten, so dass man das WE zwingend braucht, um die nächste Woche verkraften zu können? Nein danke. Das höchstens bei einer Lohnsteigerung von 150% ^^ und dann auch nicht auf Dauer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Lebensstandard ist ein höherer. Heute hat jeder Dödel ein Handy, Rechner, Lappi, mehrere TVs, mit 18 ein eigenes Auto, am besten ne eigene Wohnung, geht mehrmals pro Wpche aus, fährt in Urlaub usw. Dafür musste man "früher" teils richtig lange sparen... heute ist alles sofort verfügbar und jeder will alles sofort haben. Kann man sich was nicht umgehend leisten, verdient man sofort zuwenig oder alles ist teurer geworden. Alles subjektiv und induziert. Real gehts uns so gut wie nie.

Nein es ist genau falsch herum gedacht.

Man könnte hier wunderschön die Keule auspacken: "Früher war alles besser." Das stimmt natürlich kein bisschen, der richtige Ausspruch müsste einfach heißen:"Früher war alles anders."

Wir, das heißt die meisten, die auf jedenfall nach dem Krieg geboren wurden, haben von den Problemen der damaligen hiesigen Bürgern keine Ahnung. Da ging es noch um überleben. Der Aufbau hat vielen Menschen Arbeit beschert, auch deshalb, weil alles aufzubauen war, viele Männer im Krieg gefallen waren oder sonst was mit denen gemacht, und es herrschte einfach einen Arbeitermangel. Da konnte man sich aussuchen welche Arbeit man wo machte. Eine Situation die wir uns heute nicht vorstellen können. Damals lebte man von dem was man tat, von der Hand in den Mund. Es wurde gespart, um auch für später zu sorgen. In dieser Zeit haben entweder unsere Eltern, oder deren Eltern (ich gehe mal nicht vom Durchschnittlichen Alter von 70 Jahren in diesem Forum aus) vermehrt Grundstücke kaufen können, Häuser wurden aus altem Schutt und zerstörten Gebäuden gebaut, an Baumaterial knauserte es nicht. In den 60-70er Jahre rum, boomte es in Dland. Kinder wurden geboren, die meisten Familien bestanden aus den Eltern, Kindern und vielleicht sogar noch deren Eltern im selben Haus, in der selben Wohnung. Die Kinder haben draußen gespielt. In dieser Zeit konnten die Eltern Geld sparen, keine Miete, die Mutter nebenbei was Geld verdienen, weil die Großeltern haben auf die Kinder aufgepasst. So kam es zu einer Art Wohlstand in dieser geschichtlichen Epoche.

Und dann geschah genau das, was unvermeidbar war. Durch die Industriealisierung, durch die Globalisierung, Europa, Wirtschaft, Macht, ist genau das eingetreten, nämlich der Kapitalismus. Die Denkweise: Du definierst dich durch Geld. Du definierst dich durch Arbeit. Du definierst dich durch Macht. Konsum.

Das was ihr ansprecht ist der Konsum. Weil es den Eltern gut geht, geht es einem selber gut. Wer kocht heute noch selber? Wer stellt sich an den Backofen? Wer wäscht seine Wäsche, bügelt, wischt den Boden, putzt die Fenster, kümmert sich um den Garten, um die eigenen Eltern, Kinder? Am besten alles auslagern. Jemand anderes soll es tun. Ich gehe arbeiten. Ich bin über 200 Stunden im Monat weg, und verdiene richtig gut Geld.

Ja und wofür? Wenn einen die Arbeit ausfüllt, man seinem Lebenspartner (sofern man einen hat), der selber Freiraum will hat, dann ist es ok, und wenn die Arbeit Spaß macht und auch ein Hobby ist: Ok. Wenn aber Arbeit das Leben bestimmt, wenn Arbeit nur noch Leben IST, dann ist man in der Spirale gefangen.
Nicht: Arbeiten um zu leben. Sondern: Leben um zu arbeiten. Und das muss umgekehrt werden. Das alles ist aber eine permanente Veränderung. Ein Wandel. Dieses "Hätte wäre wenn" ist für keinen von uns beantwortbar. Was man aber sagen kann ist:
Jeder hat seine Prioritäten. Ich für meinen Teil käme nie auf die Idee, länger zu arbeiten, wenn es nicht einen immensen Vorteil bringt. Und wenn man mich anruft, privat, und ich bin auf der Arbeit, werde aber gebraucht, dann ist mir meine Arbeit egal! Arbeit finde ich immer, sterben werde ich auch nicht, wenn ich entlassen werde. Aber ich würde innerlich sterben wenn etwas zu hause passiert und ich wegen meinem Job weiter arbeiten würde.

Es ist genau wie in 3 sehr guten Liedern. Nummer 1 ist der Sinn des Lebens: Patrick Hernandez - Born to be alive. Noch nie soviel Weisheit gehört bei einem Lied ;) . Mag nicht jedem gefallen die Erkenntnis, aber genau so ist es. Nummer 2 ist: Louis Armstrong - What a wonderful world. Das Lied, bei dem man sich die unglaublichen Dinge, die auf der Welt passieren vorstellen kann. Bei dem man weiss: Ich weiss Dinge, die vor mir keiner wusste, und die nach mir werden Dinge wissen, von denen ich nichts weiss. Wer weiss was alles noch kommen mag? Die Zukunft ist da, wir müssen sie nur formen. Und Nummer 3 ist ein erschreckendes Lied, wenn es auch ne tolle Melodie und einen Text hat, den man eigentlich positiv sehen kann. Es ist von Harry Chapin - Cat's in the cradle. Dieser Song ist so dermaßen frustrierend, denn er zeigt genau den Fehler auf:
Der Vater ist immer beschäftigt, hat immer was zu tun, Arbeit. Er zieht am Leben des eigenen Sohns vorbei. Er hinterlässt nur einen Eindruckt, nämlich den, immer beschäftigt zu sein. Später dann hat der Vater im Alter Zeit. Er möchte Zeit mit seinem Sohn verbringen. Aber es ist zu spät. Sein Sohn ist genau wie er, er hat keine Zeit, und das wenige an Zeit welche der Sohn hat, verbringt dieser lieber mit seinem Leben und seinen Kindern.

Und so merkt der Vater, dass sein Sohn genau wie er ist. Aber diese Erkenntnis ist traurig, denn er ist und war daher immer einsam. Zuerst hat er sich selber einsam gehalten, und ist deswegen kaum jemals Vater gewesen. Und später kann er es nicht mehr sein, weil sein Sohn nun denselben Weg beschreitet.

Für mich ist der Song ein Aufschrei, wie es nicht sein sollte. Und so etwas BEGINNT, indem man sich völlig von seiner Arbeit vereinnahmen lässt und eben nicht mehr lebt. In dem das Geld das Wichtigste ist. Klar, wir müssen alle essen und trinken. Aber der von oben angesprochene Konsum macht blind vor den wirklich wichtigen Dingen und Werten, die wir uns selber geben. Werten wie Partnerschaft, Freundschaft (Ein Freund, ein guter Freund - Comedian Harmonists lassen grüßen, und der Text ist eigentlich eine Hommage an das Wort Freund, weil es genau wiedergibt wie es sein sollte), ein wenig Skepsis, Verantwortung und Liebe (der fünfte Ring bringt immer Captain Planet ;) ). Und dieser Wertewandel macht auch sehr viele Menschen einfach blind vor dem, was sie eigentlich wollen. Lassen sie auch sarkastisch und ironisch, unzufrieden mit der Welt werden. Weil wir wissen: Das wollten wir doch gar nicht. Wie ist es dazu gekommen? Und die Antwort ist: Weil wir es zugelassen haben, weil wir unseren Geist verschlossen haben vor etwas, was wir vielleicht als Kitsch bezeichnen, was uns aber wichtiger erscheinen sollte. Werte.
 
Onkelhitman schrieb:
Arbeit finde ich immer, sterben werde ich auch nicht, wenn ich entlassen werde. Aber ich würde innerlich sterben wenn etwas zu hause passiert und ich wegen meinem Job weiter arbeiten würde.

Arbeit ist aber nicht gleich Arbeit. Wenn man gerne für eine Firma arbeitet ist man auch emotional damit verbunden und bleibt auch gerne mal in der Firma, obwohl es Privat z.b. ein Grillfest gibt, dass man halt sausen lassen muss.

Familie ist wichtig und Freunde auch, aber dennoch würde ich das niemals über Arbeit stellen. Die Arbeit erfüllt einen und sichert das alltägliche Leben. Familie kann auch richtig schlimm sein, wenn es viel Streit gibt. Kinder z.B. können dich einfach mal sitzen lassen wenn diese groß sind, dann hast du viel Geld investiert und dein Benefit (nüchtern betrachtet) ist gleich null.

Es gibt dazu interessante Bücher und Studien, was bei mir hängen geblieben ist: Alles ist im besten Fall gleich wichtig und muss in der richtigen Relation zueinander stehen, nur dann ist man Glücklich. :)
 
Bookstar schrieb:
Die Arbeit erfüllt einen

Sie füllt den Tagesplan. Erfüllen tut sie mich nicht ;)

Es mag Berufe geben, wo sowas zutrifft. Aber welche sind das? Formel 1-Fahrer? Fussballspieler? Mit Sicherheit kein Bürojob.
Man hat Spaß, wenn man es schafft, das Hobby zum Beruf zu machen. Ein Bankkaufmann lügt, wenn er sagt, dass ihm sein Beruf Spaß macht.

Habe selbst so einen Bürojob (Wirtschaftsprüfung) und würde niemals auf die Idee kommen, Arbeit an erster Stelle zu positionieren. Denn ich mache die Arbeit nicht, weil sie mir so unheimlich viel Spaß macht, sondern in erster Linie, weil sie, wie du sagst, das alltägliche Leben sichert.
 
Familie ist wichtig und Freunde auch, aber dennoch würde ich das niemals über Arbeit stellen. Die Arbeit erfüllt einen und sichert das alltägliche Leben.

Ist völlig in Ordnung, ich verstehe den Standpunkt, ich teile ihn nur nicht, weil ich ihn persönlich für egoistisch halte.

Familie kann auch richtig schlimm sein, wenn es viel Streit gibt. Kinder z.B. können dich einfach mal sitzen lassen wenn diese groß sind, dann hast du viel Geld investiert und dein Benefit (nüchtern betrachtet) ist gleich null.
Du lebst für dich und nur für dich. Du kannst genauso deine Kinder schlecht behandeln ;) . Es wird auch immer Streit geben, weil jeder Mensch anders ist. Und es geht ja nicht darum, Kinder in die Welt zu setzen, um SICH SELBST weiter zu erhalten, das ist nur der natürliche, der egoistische Genwunsch, aber nicht der eigene, persönliche gedachte. Der gedachte ist eine Art weiterleben in seinen Kindern. Geistig. Und auch das geht nicht. Jedes Kind ist eben einzigartig. Und daher sind auch alle Wege anders. Wenn ich aber nach genau dem vorgehe, was du vorschlägst, nämlich die Arbeit ist wichtiger, komme ich zu genau dem was oben von mir zu dem Lied steht:
Du arbeitest, auch weil es dir Spaß macht, vernachlässigst dadurch aber alles und jeden um dich herum. Die dann wiederum genauso handeln werden, und dann ihrerseits arbeiten werden etc. etc.

Glücklich sein ist relativ. Der eine ist glücklich wenn er arbeitet. Und der andere ist glücklich wenn er neben jemanden aufwacht, und jeden Tag wie ein Geschenk ansieht, weil die Wahrscheinlichkeit, genau neben demjenigen aufzuwachen so unverschämt und unsagbar minimal ist, dass so etwas banales wie: Arbeit, Essen, Trinken zur Nebensächlichkeit wird. ;)

@GiGaKoPi
Ein Bankkaufmann lügt, wenn er sagt, dass ihm sein Beruf Spaß macht.
Das sind alles so pauschale Aussagen. Das weisst du doch gar nicht.

Nochmal ein Sprung zurück:
Wenn man gerne für eine Firma arbeitet ist man auch emotional damit verbunden und bleibt auch gerne mal in der Firma, obwohl es Privat z.b. ein Grillfest gibt, dass man halt sausen lassen muss.
Ich habe kein Problem damit länger zu arbeiten wenn eh nichts anstand. Ich habe auch kein Problem damit mal länger zu arbeiten. Ebenfalls habe ich kein Problem mich mit einem Unternehmen zu verbinden, wenn es denn so wäre. Da dem aber nicht so ist, und ich keinem Unternehmen in den Hintern krieche denke ich, ist meine Freizeit und die Personen mit denen ich meine Freizeit verbringe wichtiger als die Arbeit. Mich macht das Leben glücklich, und nicht die Arbeit die ich für das Leben brauche.
So emotional könnte ich nie mit meiner Arbeit verbunden sein. Ich schließe eine solche Bindung auch nicht aus. Und ich würde mich freuen in einem solchen Betrieb arbeiten zu können, wenn es so locker ist und Spaß macht. Aber auch dafür würde ich nie mein Privatleben hinten anstellen.
 
Bookstar schrieb:
Ideal sind 40h die Woche bei gutem Lohn (>6000 Euro Brutto/Monat). So kann man ein schönes Leben führen und hat auch Zeit etwas zu unternehmen :).

4000 brutto im Monat sind also nicht gut? Das sind 2400€ netto, mehr als genug um auch davon gut zu leben. Wenn man natürlich unbedingt eine Villa haben und A8 fahren will, dann reicht es vielleicht nicht ganz...
 
Onkelhitman schrieb:
@GiGaKoPi

Das sind alles so pauschale Aussagen. Das weisst du doch gar nicht.

Doch ;)

Nur muss man differenzieren bzw. definieren. Und zwar vor allem das Wort "Spaß".
Ich schreibe ja oben, dass man Spaß am Beruf in erster Linie hat, wenn man sein Hobby zum Beruf macht. Da kann man wieder die Beispiele Fussballer, etc. nennen.

Wer also Spaß am Beruf hat, würde den Beruf in einer Reihe mit seinen favorisierten Hobbys nennen.
Das ist meine Defintion bzw. mein Verständnis von Spaß am Beruf.
Und ich glaube kaum, dass ein durchschnittlicher Bankkaufmann lieber arbeitet, als Fussball zu gucken, zu spielen, oder sonst was hobbymäßiges zu unternehmen.

Wenn ein Bankkaufmann also sagt, er habe Spaß am Beruf, will er in der Regel eher darauf hinaus, dass er seine Arbeit nicht als Belastung, als Qual, als lästig ansieht. Das ist was anderes.

Die wenigsten Leute haben das Glück, ihr Hobby zum Beruf machen zu können. Deswegen sollte man dann zusehen, irgendwas zu machen, und dies vor allem bei einem Unternehmen zu machen, was einem passt, sodass man letztendlich zufrieden mit dem ist, was man macht.
Wenn der Buchhalter zufrieden ist, dann ist das schön. Aber ganz sicher hat er beim Buchen nicht unheimlich viel Spaß. Wenn doch, würde ich mir Sorgen machen.
 
Wenn jemand gerne rechnet, dann wird er Spaß daran haben als Bankkaufmann zu arbeiten.

Wenn doch, würde ich mir Sorgen machen.
Wieso das denn? Wenn ein Bäcker Spaß am Brötchen backen hat, und ein Bankkaufmann an Transaktionen, ist doch ok.

Vor allem ist der Threadtitel schon etwas falsch gewählt. Guckt man sich ihn an, sieht man die Wertung deutlich:
Mehr Lohn weniger Freizeit vs Weniger Lohn und gemütliches Leben
Das heißt, zuhause sein oder weg von der Arbeit = unproduktiv, "gemütlich", langweilig, öde, eintönig
Und das ist das Leben keineswegs.
 
Zurück
Oben