Mehr Lohn weniger Freizeit vs Weniger Lohn und gemütliches Leben

@Dönertier

Abschalten ist nicht gleichzusetzten mit nicht aufmerksam.

Ich denfiniere Abschalten mit Musik hören und je nach Wetter, Sitzheizung an oder Fenster auf bzw. wenn es zu warm ist Klima an. Da ich selber Jahre Motorrad gefahren bin kenn ich die Tücken des MOtorrad fahrens nur zu gut, nach dem ich mich wegen nem Autofahrer auch schon auf die Fresse gelegt habe - einglück war das nur in der Stadt mit ~ 15 KM/h.
 
Ich verdiene zwar auch nicht viel, habe aber nen unbefristeten Arbeitsvertrag und kann mir alles leisten was ich benötige, zudem lege ich Geld zurück und habe keine Schulden, mit einem Teilzeitjob von 140 Stunden bezahle ich meine Miete laufende Kosten etc.

Vollzeit war einfach zu stressig und so entschied ich mich irgendwann nach 4 Jahren für diesen Weg, der mir aus gesundheitlicher Sicht mehr wie gut tut, ein wenig mehr Freizeit, sich nicht ausbrennen lassen, und da ist man auch schneller mal bereit ein paar Überstunden zu machen.

Wer Auto fahren will/muss, eine Familie zu ernähren hat, mal in den Urlaub fahren will, und Wünsche erfüllen möchte, wird um einen gut bezahlten, stressigen Job nicht drum herum kommen, es sei denn man ist von Beruf Sohn oder Tochter.

Ich sehe das bei meiner Schwester, sie wird richtig gut bezahlt (stellv. Werksleitung), aber auch bis aufs letzte ausgebrannt, den Balsam für die Seele bekommt Sie gerade in Form einer Kur, zähneknirrschend mußte ihr Chef das akzeptieren :lol:
 
Glaub die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Muss jeder selber wissen, mit was er mehr glücklich ist.
 
Vor allem finde ich die Eingangsfrage irreführend, sie müsste lauten:

Mehr Lohn weniger Freizeit vs Weniger Lohn und mehr Freizeit.

Das "gemütliche Leben" lenkt die Diskussion bereits in eine Richtung die evtl gar nicht stimmt, denn heißt mehr Freizeit auch gleich gemütliches Leben?
 
Fu Manchu schrieb:
denn heißt mehr Freizeit auch gleich gemütliches Leben?

Eigentlich ja. Weil Freizeit habe ich nur wenn ich nichts anderes machen muss und somit hat man ein "gemütliches" Leben :)
 
Also ich bin am glücklichsten wenn ich einen "vollen" Tag habe und dann einfach ins Bett fallen und schlafen kann ^^ Wenn ich zu viel Freizeit habe, mache ich absolut nichts produktives und dementsprechend quält mich mein schlechtes Gewissen... Aber vielleicht liegt es auch daran das ich in keiner Beziehung bin und auch nicht zu gerne ausgehe, höchstens 1 Mal im Monat und vor allem weil ich noch jung bin... Wenn ich mein Studium hinter mir habe (arbeite noch nebenbei und pendel täglich 140 km) möchte ich auf jeden Fall einen Knochenjob haben.. klingt das verrückt? Ich will ihn ja nicht für immer, aber ich möchte meine Grenzen austesten und wenn ich genug beiseite gescheffelt habe kann ich mir ja noch was anderes suchen und für den nächsten jungen motivierten Kandidaten platz machen :-)
 
Cool Master schrieb:
Eigentlich ja. Weil Freizeit habe ich nur wenn ich nichts anderes machen muss und somit hat man ein "gemütliches" Leben :)

Gut das du "eigentlich" schreibst ;).

Freie Zeit zur Verfügung zu haben ist IMO nicht das gleiche wie ein gemütliches Leben. Viele arbeitslose Menschen leiden unter zu viel freier Zeit die sie nicht füllen können, von "gemütlich" sprechen die wohl nicht. Gemütlichkeit ist eine innere Haltung und eine Art Aktivität (oder Inaktivität), die man sich selber aussucht. Da stellt sich die Frage, ob Freizeit gleich freie Zeit ist. Oder wird unter Freizeit der Zeitraum gesehen, der aktiv gefüllt wird mit einer gewollten Tätigkeit, und sei es die gewollte Untätigkeit.

Also ist die freie Zeit auch Freizeit? Ich weiß es nicht, IMO könnte man das mit ja und nein beantworten.
 
Eine gewisse Zeit kann man das sichelrich machen und auf Freizeit verzichten, um mit einem besseren Job mehr Geld zu verdienen und was auf die Seite zu legen. Auf dauer ist das aber sicherlich ungesund auch meines erachtens auch nicht Lebenswert. Was bringt dir viel Geld, wenn du keine Zeit hast um die Vorteile davon zu genießen.
 
@Fu Manchu

Klar man könnte natürlich jetzt alle möglichkeiten durch gehen aber ich denke mal von einem normalen Arbeitnehmer wird Freizeit auch ein entspantes/gemütliches Leben sein solange man natürlich nicht auf 20 Krediten sitzt.

Ich muss z.B. nur mein Auto abbezahlen. Miete muss ich keine Zahlen nur eben Nebenkosten wie Wasser, Strom daher sage ich mal ich habe ein gemütliches Leben trotz 40h Woche :)
 
Ungesund ist es mit Sicherheit im Moment reicht mir die wenige freie Zeit um mal ordentlich auszuspannen... Ich glaube das ist auch ein bisschen Gewöhnungssache, es gibt ja auch noch glückliche Arbeitslose zum Beispiel, genauso wie es noch mit 60 glückliche Arbeitnehmer gibt, trotz 40 Stunden Woche + Überstunden
 
gemütliches Arbeiten + kaum Verantwortung + mehr Freizeit + Gesundheit schonen = gemütliches Leben

Nachteil ist = weniger Lohn, dafür arbeite ich auch gerne :D

p.s. die Arbeit macht kein Spaß, die Arbeit macht Freude und Zufriedenheit
 
Das hängt sicher sehr von den persönlichen Neigungen und Möglichkeiten ab.
Wenn ich mit einem 40h Job mein Leben so finanzieren kann wie ich es mit vorstelle, dann werde ich das sicher tun. Ich würde jedenfalls nicht 20h drauflegen für Sportwagen und Pool oder sowas.
Ich würde eher 10h weniger machen und die in einen Garten investieren. ;-)
 
Ich hätte lieber weniger Lohn und mehr Freizeit, da ich kein Mensch bin der sich über die Arbeit defniert. Meine Freizeit verbringe ich bei der Feuerwehr.

Und mir macht keine Arbeit der Welt Spaß da ich meinen Traumberuf (Polizeivollzugsbeamter) nie ausüben kann/ nie ausüben konnte.

Von daher ist arbeit für mich ein notwendiges Übel und die tägliche Quälerei und der Kampf bis zum Wochenende ist zum Alltag geworden.
 
Also ich halte 30h für die beste Arbeitszeit, auf vier oder fünf Tage verteilt. Da könnte man je nach Bedarf mal 5 Tage arbeiten und dann eine Woche drauf zwei Tage frei haben. Oder auch mal jeden Tag nach sechs Stunden gehen, das wäre Klasse. In der Realität ist das natürlich eher schwer zu finden. Aktuell bin von meiner Wunschvorstellung weit entfernt, die Regel sind leider 45h+.
 
Das_Gott schrieb:
Wählt ihr lieber ein Leben wobei ihr zur unteren Einkommensschicht gehört dafür aber immer wisst das ihr fast immer pünktlich Heim kommt und auch euch keinen Kopf privatlich über den Job macht da ihr nur minimale Verantwortung trägt.

Das kommt auf das Alter des Betroffenen an und wie viel er schon besitzt. Ich arbeite noch 25 Stunden und ärgere mich über die vielen Steuern, die ich zahlen muss. Grundsätzlich würde ich einen Einheitssteuersatz begrüßen :D Ist aber in keinster Weise auf jemanden übertragbar, der noch Haus und co abbezahlen muss.
 
Ich bin zwar erst 18 Jahre jung und ab August IBE Student, habe aber auch schon eine ganz klare Position zu dieser Fragestellung.

Nicht jeder hat das Glück bzw. die Rahmenbedingungen gehabt, den Beruf ausüben zu können, den er auch wirklich gerne ausüben möchte.
Ich bin so froh darüber, dass ich das studieren kann, was ich möchte und nicht einen Plan B verfolgen muss, der mir nicht wirklich zusagt.
Ich gehöre wohl zu den Personen, die man "workaholic" nennen könnte, weil ich später einfach meinen Beruf leben möchte.

Für mich wäre es einfach nichts von 10 Uhr bis 17 Uhr arbeiten zu gehen und dann abends mit 'nem Bierchen in der Hand Fußball zu gucken oder montags aufzustehen und nur das Wochenende im Auge zu haben.

Ich habe große Ziele und auch Ansprüche:
Ja, ich bin sehr materialistisch.
Mir ist ein edles Auto und ein großes Anwesen wichtig - vielleicht auch, weil ich durch meine Eltern an sowas gewöhnt bin und diesen Standard auch in meinem "eigenen Leben" aufrecht erhalten möchte.

Ich persönlich würde mich also ganz klar für "mehr Lohn, weniger Freizeit" entscheiden.
Allerdings finde ich nicht, dass es "weniger Freizeit" ist, weil ich meinen Beruf leben möchte... zum Beispiel als gut verdienender Manager wie mein Vater z.B.
 
S3ebasTian™ schrieb:
Mir ist ein edles Auto und ein großes Anwesen wichtig - vielleicht auch, weil ich durch meine Eltern an sowas gewöhnt bin und diesen Standard auch in meinem "eigenen Leben" aufrecht erhalten möchte.

Kenn ich auch. Mein Dad hat zu spitzenzeiten rund $480k verdient. Aber von ihm habe ich am Tag ~ 30 Minuten gesehen da er morgens um 4 ausm Haus ist und abends un 21 Uhr gekommen ist.

Sollte man Familie haben muss man das auch bedenken :) Ich für mein Teil bin lieber bei der Familie - wenn es den mal soweit ist, als ein 10k+ € Gehalt mit zu bringen.

Ich bin auch schon alle "Edel Autos" - zumindest von Mercedes gefahren da wir sie hatten. Von nem kleinen A160 über CLK 43 AMG bis S600 alles dabei gewesen. Ich fahr nun ein Hyundai i30 und der bringt mich wunderbar von A nach B und das beste daran sogar sau Sparsam :) Kleiner 1,6 Diesel mit 90 PS langt für alles. Heute morgen erst wieder gesehen Schnell fahren lohnt sich einfach nicht. Klar auf der Autobahn ist man schneller keine Frage aber sobald man in der Stadt ist habe ich idR 90% der Fahrzeuge wieder ein paar Wagenlängen vor mir. Ich mit meinen 90-100 KM/h habe aber nur ein Verbrauch von ~ 3,7 Liter/100 KM bin dafür aber nur 5 Min später auch am Ziel und bin nicht gestresst. Viele geben es zwar nicht zu aber Schnell fahren ist stress ohne ende, weil man immer mit dem Idiot rechnen muss der mit seinen 100 KM/h nen LKW übeholen will und man selber kommt mit ~ 200 von hinten...

Dazu kommt mein Auto hat alles was man brauch. Klima, Elek. Fenster und Spiegel anklappbar, 8xAlu (Sommer und Winter), Teil-Leder, Sitzheizung usw... Ich mein könnte ich mir auch was großes leisten? Klar brauch ich aber nicht auch wenn ich rund 25k KM im Jahr fahre. Ich habe auch mal geschaut mein Traumwagen - 550 Maranello, würde ich für 50k € bekommen eigentlich ein Schnäpchen, aber mal noch ein paar Jahre warten bis ich unter SF4 bin :D

Edit:

@timurinamanu

Ganz klar Öffentlicher Deinst ist das wirklich. Freizeit+Gut bezahlt :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok ich oute mich mal:

Ich hätte gern viel Freizeit und viel Lohn :D

Klar, in der Regel ist es so, dass man bei viel Lohn wenig Freizeit hat.
Das stimmt aber nicht zu 100%

Je nach Ausbildung ist man in einer bestimmten Lohnspanne. Je nachdem wo man angesiedelt ist, hat man mehr oder weniger Freizeit. Mit Bildung kann man diese Spanne heben.

Zusätzlich spielt die Firma indem man arbeitet einen sehr wichtige Rolle, es gibt Firmen, wo auf die Freizeit sehr geachtet wird und wiederum andere Firmen bei denen Überstunden alltäglich und gewöhnlich ist (man hat schon fast ein schlechtes Gewissen wenn man dort keine ÜSt. macht).

Fazit: Ich glaube, dass man mit einer guten Ausbildung bei bestimmten Firmen (Vater Staat lässt Grüßen) sehr wohl viel Freizeit und viel Lohn bekommen kann.
 
Wie schon manch einer schrieb, wenn einem sein Job spass macht, dann hat man ggf auch kein Problem damit, ein bisschen mehr zu arbeiten. Habe eigentlich auch ne 40h Woche und bekomme keine Überstunden bezhalt. Netterweise hat man uns dieses Jahr dafür alle Brückentage(also den Fr nach dem Do.Feiertag) geschenkt.

Aber mir macht mein Job Spass, hab super Kollegen, wenns dann halt mal länger dauert oder(sehr selten) mal am WE ist, find ich, ist das kein Problem. Davon ab, soll es Vorgesetze geben, die sowas sehen und einem dann auch gerne eine andere Position weiter oben auf der Leiter anbieten ;) (natürlich auch von vielen anderen Dignen abhängig)
Es mag auch damit zu tun haben, das ich im Idealfall in unter 10 Minuten auf der Arbeit bzw. zu Hause bin und Gleitzeit habe ohne Kernabeitsstunden. Ich würde, im jetzigen Falle, auch gerne eine 50h Woche mit entsprechender Vergütung machen.
 
Zurück
Oben