Mehrparteienhaus - Bandbreite aufteilen

chemistry

Cadet 3rd Year
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Feb. 2006
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Hallo zusammen!

Ich brauche mal euren Rat...

Folgende Sachlage:
4 Parteienhaus - angebunden über eine 100Mbit Leitung ans Internet. Ich möchte nun die Bandbreite für die 4 Wohnungen limitieren - nicht jeder braucht 25Bit - eine Einheit dafür mehr.
Ich würde konkret am liebsten haben, dass min. 80% der Bandbreite für deinen einen Anschluss fix reserviert sind - wenn die komplette Bandbreite frei ist steht sie aber für alle zu Verfügung...

Jetzt suche ich einen Router, mit dem ich das passend machen kann. Bei der DDWRT Firmware gibt es ja QOS - bei dem man auf IP/Macadresse bzw. einfach auch den Port am Router eine bestimmte max. Bandbreite zuweisen kann.
Jetzt kann ich mich aber noch aus meinen früheren Tagen erinnern, dass das Traffic Shaping ganz schön hardwarlastig war und frühere Router da in die Knie gegangen sind, weil die CPU einfach zu schwach war.

Ist das bei heutigen Routern immer noch so?

Konkret hab ich im Blick den TL-WDR3600 - der kostet nicht allzuviel, hat idealerweise 4GB Ports und wird von DDWRT unterstützt....

Gibt es da Einwände? Braucht es mehr oder reicht das?

Danke
 
Was du brauchst sind 4 Router und Traffic Shaping. Jeder der 4 Router wird an den "Hauptrouter"/Modem angeschlossen.
 
Simanova schrieb:
Was du brauchst sind 4 Router und Traffic Shaping. Jeder der 4 Router wird an den "Hauptrouter"/Modem angeschlossen.
5 Router, 4 Transfernetze und der Traffic der User wird dann zweimal hintereinander geNATed? Wozu? Was gewinnst du dadurch? Wenn die vier Wohneinheiten voneinander getrennt werden sollen, reicht es diese vier in unterschiedliche VLANS zu packen. Ein Router vermittelt dann mit einem WAN-Interface und vier VLAN-Interfaces zwischen Internet und den fünf Bereichen. Wenn die Endgeräte der Wohneinheiten im selben Subnetz sein dürfen, kann man auch darauf verzichten, die Bewohner sollten dies dann aber auch wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Könntet ihr ein wenig ins Detail gehen?

Warum 4 Router? Wie soll das Traffic shaping dann funktionieren?

fLi4l? du meinst einen alten PC verwenden als Router?
 
@chemistry: es wäre hilfreicher, wenn klar ist, wie das ganze organisiert wird. Stelen die sich dann in den Wohnungen nioch mal einen eigenen Router hin oder wollen die sich einfch nur in ein WLAN einbuchen oder an eine Netzwerkdose anschliessen?
 
Ich habe von der Software "NetLimiter" gelesen, die solche Aufteilungen herstellen kann, auch nach Gruppen, was hier wohl die richtige Lösung sein könnte, kostet aber. Selber habe ich keine praktischen Erfahrungen mit dieser Software, da kein Bedarf.

http://netlimiter.com/
 
OpenWRT unterstützt wohl auch Traffic Shaping.

Der TL-WDR3600 hat "nur" 560Mhz und 128MB RAM, nicht Grade der Renner, für 4 Personen parallel dürfte das vermutlich knapp werden.
Der Linksys WRT1900AC hätte 2x 1.2GHz und 256MB RAM, aber am besten schaust du einfach mal selbst:
http://wiki.openwrt.org/toh/start
 
Also ein Router im Keller auf dem 4 Kabel in die jeweiligen Wohnungen gehen - also der Hauptrouter vergibt fixe IP's für die 4 Parteien.

Wie das dann in den Wohnungen weiterverteilt wird, das ist verschieden. Eine Wohung hat eine komplette Verkabelung - da läuft die eingehende Leitung in einen Switch der dann verteilt.
Die anderen Wohungen werden an die eingehende Leitung wohl einen WLAN Router hängen um das Signal in den Wohnungen nutzen zu können.
 
Ich würde mir da auch ehr eine Lösung mit VLANs suchen. Hat den Vorteil, dass die 4 Netze voneinander getrennt sind und da keiner auf die Rechner des Nachbarn zugreifen kann.
Dazu dann einen alten PC (oder einen neuen günstigen) und dort eine Firewall-Lösung die das Routing und Shaping übernimmt.

zB ein günstiges Board mit J1900 CPU & Gehäuse, eine Intel NIC und einen günstigen VLAN Switch (zb Netgear ProSafe Plus GS108E). Auf dem Rechner installierst du dann zB IPFire, baust 4 virtuelle Interfaces auf die Intel NIC (je eine pro VLAN) und an den onBoard steckst du den "Hauptrouter" der dann nur für die Verbindung nach außen zuständig ist.
 
Die müsste man dann auf jedem Rechner installieren und wenn jemand mal keinen Bock auf die Limitierung hat, lässt er es weg, oder?
 
deveth0 schrieb:
Ich würde mir da auch ehr eine Lösung mit VLANs suchen. Hat den Vorteil, dass die 4 Netze voneinander getrennt sind und da keiner auf die Rechner des Nachbarn zugreifen kann.
Dazu dann einen alten PC (oder einen neuen günstigen) und dort eine Firewall-Lösung die das Routing und Shaping übernimmt.

zB ein günstiges Board mit J1900 CPU & Gehäuse, eine Intel NIC und einen günstigen VLAN Switch (zb Netgear ProSafe Plus GS108E). Auf dem Rechner installierst du dann zB IPFire, baust 4 virtuelle Interfaces auf die Intel NIC (je eine pro VLAN) und an den onBoard steckst du den "Hauptrouter" der dann nur für die Verbindung nach außen zuständig ist.

Soweit ich das sehe, kann ich mit Open-WRT ja auch VLANS definieren (auf den Ports des Routers) - also im Prinzip ähnlich zu deinem Vorschlag..? Muss halt vermutlich nur ein etwas potenterer Router sein, damit er den Traffic stemmen kann, oder?

computerbase107 schrieb:
Wie schon gesagt, es gibt neben Hardware auch Software-Lösungen z.B. mit NetLimiter

Softwarelösungen würde ich mal nicht bevorzugen. Ist zwar günstig, aber ob das so funktioniert wie ich es mir vorstelle ist die andere Frage - und es ist letztlich ähnlich viel Aufwand wie die Geschichte mit VLANs und Softwarefirewall...
 
Ja, du brauchst da noch nichtmal OpenWRT, viele bessere Router können sowas auch von haus aus (inkl QoS).
 
Danke für den Tipp - der würde ganz gut passen vom Budget....
Leider kann man halt darauf kein DDWRT/Tomato verwenden.... vielleicht kenn noch jemand einen potenten Router mit diesen Funtionen....
 
nicht unbedingt... aber als Option nie verkehrt, oder?
Bei DDWRT kann man zudem den Inbound Traffic limitieren... das ist ja eigentlich das was ich möchte.
Beim Ciscio bzw. generell bei QOS geht es ja eher um den Upload, soweit ich das Prinzip richtig verstanden habe.

Ich will ja eigentlich nur einer Leitung mehr Download/Upload reservieren - der Rest sollte sich dynamisch regeln je nach Verfügbarkeit.
Und VLANs sind halt notwendig - würden sich habe auch hinter dem Router mit einem kleinen (5 Port) managed Switch realisieren lassen, oder?
 
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