Puh, heikles Thema.
Wenn ich mir so das Handy meiner Mutter (~70) anschaue, wird mir auch manchmal angst und bange.
Was bei uns (!) geholfen hat: Man hat es ihr gezeigt, und sie hat es sich selbst beigebracht. Sie hatte aber auch den Willen dazu. Die Frau ist damals direkt von einem Sony Ericsson K750i auf ein Smartphone umgestiegen. Der Grund: Vorwerk/Thermomix hat es für Bestellungen etc. verlangt.
Gelegentlich kommt mal der Anruf, dass XY nicht geht. Im Worst Case, z. B. bei Überweisungen etc., machen wir es halt schnell. Und Fixen dann das Problem, sobald es geht.
Wovor ich aber mehr Angst habe: Die Frau klickt bei allem auf „Ja“. Ich hatte am Wochenende ihr Handy in der Hand, um ihr mal „KI“ für ihre Stricksachen zu zeigen. Da waren alle möglichen Benachrichtigungen offen ... Ich habe ihr jetzt klargemacht, mindestens einmal die Woche den Knochen neu zu starten und nicht überall auf „Ja“ zu klicken.
„Zum Glück“ hatten wir im Familienkreis einen Betrugsanruf mit Computer-KI-Stimme, welcher erfolglos war. Das hat ihr die Augen geöffnet, was mittlerweile alles möglich ist, und dass sie im Zweifel immer direkt die Polizei anrufen bzw. uns Kinder fragen soll, was sie machen soll.
Da muss ich immer an meine Ausbildung im Handwerk zurückdenken, erstes Lehrjahr, in einem Altenheim: Da sitzen fünf Rentner am Tisch, alle 80+, und erklären sich gegenseitig die Funktionen von ihrem iPhone und wie witzig doch diese sprechende Katze (Talking Tom) ist. Bestimmt 15 Jahre her...
Puh, aber meiner Mutter ein Seniorenhandy ohne ihre Apps in die Hand zu drücken – da wäre Polen offen ...
Long story short: Wenn der Lernwille noch da ist, kann man auch im Alter noch Neues lernen. Es geht zwar schwerer, aber es geht.
Aber wenn sie nicht will, will sie nicht.
@Ezeyer
Thema Eltern:
Es gibt einige, die haben zum Teil auch verdammt gute Gründe dafür. Es ist gesellschaftlich kein Problem, mit dem Vater zu brechen, bei der Mutter wird es schwierig... anderes Thema.
Thema Alter:
Alter hat mit Respekt nichts zu tun.