Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

Khaotik schrieb:
Wenn man aber ein paar Tage später auf dem Weg der Besserung auf dem Sofa sitzt und TV schaut sehe ich kein großes Problem darin, halt auch mal Mails zu beantworten oder per Telefon etwas Support zu geben. Halt in dem Rahmen, den der aktuelle Zustand hergibt.
Dafür müsste mein Arbeitgeber mir ein dienst telefon oder ein Notebook bereitstellen mit dem man dann erreichbar ist. Da dies nicht der Fall ist, einfällt diese Möglichkeit vollständig.
 
Kyouko schrieb:
Dafür müsste mein Arbeitgeber mir ein dienst telefon oder ein Notebook bereitstellen mit dem man dann erreichbar ist. Da dies nicht der Fall ist, einfällt diese Möglichkeit vollständig.
Ja, stimme ich dir zu, ich hatte früher auch noch kein Diensthandy, da war ich dann auch nicht erreichbar.
Ich arbeite fürs Unternehmen weder vom Privat-PC noch Privat-Telefon aus. Da gibt es eine klare Grenze.
DerOlf schrieb:
Ich weiß, dass Khaotik das so nicht gemeint hat @Reglohln ... ich fand es nur sehr seltsam, dass sich in den letzten Postings alles ums Homeoffice gedreht hat.
Naja, ganz einfach weil das halt die einzige Gruppe von Personen ist, die eben theoretisch auch angeschlagen von Zuhause aus arbeiten könnte. Und hier bin ich der klaren Meinung, dass man das nur machen sollte, wenn man ohnehin im HO arbeiten kann und darf. Wenn der AG eine 0%-HO Quote fährt obwohl es vom Grundprinzip her möglich wäre, würde ich das ebenso nicht machen.
Vor Corona hatte ich mir mal den Fuß gebrochen - damals war HO aber noch nicht gestattet oder nur absoluten Ausnahmekreisen. Ich hätte hier leicht zumindest einige Stunden am Tag im HO arbeiten können und meine Kollegen unterstützen - da aber nach Vorgabe des Unternehmens mein Job nicht HO-geeignet, war, habe ich dann 6 Wochen den PC ausgelassen.
Wenn man mit dem viel zitierten Infekt krank ist kann man geistig schneller wieder tätig werden als körperlich. Das meine ich eben damit, dass man dann auch vom Sofa was machen könnte. Nicht, dass man direkt wieder 7-9h produktiv durcharbeitet. Oft ist schon viel getan, wenn man die nötigsten Dinge weiterlaufen lässt.

Reglohln schrieb:
Das freut mich, denn ich weiß selbst, was es heißt, diese Freiheiten zu haben. Dennoch arbeite ich nicht, wenn ich krank bin. Egal, wie weit die Genesung vorangeschritten ist.
Daher sage ich auch, dass das für mich persönlich gilt. Das kann jeder anders handhaben. Gibt bei uns auch Leute, die Sonntag Abend nach 2 Wochen Urlaub schonmal ihre Mails lesen um Montag früh vorbereitet zu sein. Würde mir jetzt auch nicht einfallen das zu machen.
Ich versuche nur, damit Wege zu finden die dem Prinzip von Geben und Nehmen nahe kommen.
Das ist halt wieder sehr abhängig vom Unternehmen, der Kultur und letztlich sogar dem einzelnen Vorgesetzten, ob das Funktioniert oder nicht. Der Weg von individuellen Lösungen finden hin zu "Dienst nach Vorschrift" ist nicht weit.
Wer im Gehalt nur etwas mehr als Mindestlohn gibt muss auch nicht viel mehr als Mindestleistung erwarten. Wer Urlaub sehr restriktiv handhabt braucht keine Flexibilität seiner Mitarbeiter erwaten.

Daher halte ich insgesamt wenig davon, eine "globale" Lösung seitens Gesetzgeber hier vorzuschreiben. Beim Thema Krankschreibung haben die Unternehmen diese Option ja bereits, für Karenztage sehe ich auch nicht genug Vorzeichen oder Anhaltspunkte, dass es die Krankheitstage signifikant reduzieren wird. Ob da eine Einzelregelung rechtlich haltbar wäre, kann ich nicht einschätzen (also das es auch hier Tarif- oder Einzelvertraglich eingeführt werden kann).
 
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auch wenn es nichts mit diesem Thema direkt zu tun hat, poste ich es trotzdem einmal, da es am Ende um das Gesundheitssystem geht und eventuell noch weitere Änderungen an dem GKV Spargesetz kommen.

Die Fixkostendegression wurde gekippt und die Entbudgetierung bleibt weiterhin bestehen. Diese sollte teilweise rückwirkend wieder abgeschafft werden. Somit hätte dies viele Rückzahlungen der Hausärzte verursacht. Ich bin sehr gespannt, was es weiterhin für Anpassungen geben wird.

Quellen:
https://www.hausaerztlichepraxis.di...ndestag-kippt-fixkostendegression-188547.html
https://www.haev.de/presse-medien/p...ungen-des-gkv-beitragsstabilisierungsgesetzes
 
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