Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

@Reglohln
Was soll das bitte?
Direkt nach einem warnenden Hinweis der Rennleitung muss das doch echt nicht sein.

@P4ge
Spaniens Entwicklung ist interessant. Ob das in Detschland Politisch gewollt ist, weiß ich allerdings wirklich nicht. Ohne Tarifvertrag kann man eine Menge Geld sparen (AG-seitig) und AN-seitig begrenzt ein Tarifvertrag die Möglichkeiten bei den Gehaltsverhandlungen.
So denken zumindest in Deutschand wohl viele.

Die Idee mit der "Gesuindschreibung" ist schön. Verstehe ich das richtig, dass es in Spanioen nach jeder "Krankschreibung" auch einen Folgebesuch und eine Art "Aufhebungsbescheinigung" geben muss, in der festgestellt wird, dass die diagnostizierte Krankheit bzw. das beschriebene Leiden auskuriert ist? Ist die AU in Spanien wohlmöglich sogar unbefristet?
Eigentlich eine gute Lösung. Aber das hat mit den Karenztagen tatsächlich wenig zu tun. Ein solches System könnte man auch in Deutschland einfach so etablieren ... natürlich gegen Widerstand ... den gibts in Deutschland aber ohnehin immer.

Dass Karenztage nicht bezahlt werden, baut Druck auf die Arbeitnehmer auf ... mehr tut das erstmal nicht.
Der AN hat immer das eigentlich sehr schlecht berechenbare Risiko, krankheitsbedingt auszufallen, und dadurch dann sofort Gehalt zu verlieren.
Jeder private Instrumental- oder Nachhilfelehrer in Deutschland kennt das. Ist man krank, muss man die Stunde ersetzen ... und das bedeutet: nachholen, oder Geld zurück (Preisnachlass). Das steht so in beinahe jedem Unterrichtsvertrag, den ich zu Gesicht bekommen habe ... als Schüler und als Lehrer.
Auch da sorgt das dafür, dass die Leute vor Krankheit Angst haben (alle haben da Angst vor, weil niemand gerebn krank ist ... für den normalen AN bedeutet das in DE aber nicht gleich weniger Geld).
Es sorgt aber zumindest in meiner bisherigen Wahrnehmung nur bei wenigen dafür, dass die besser auf ihre Gesundheit achten, als ich, der ich bezahlt werde, als hätte ich wie geplant gearbeitet, wenn ich krankgeschrieben bin. Bist du sicher, das es da nicht noch eine versteckte Variable gibt, die mit dieser Entwicklung viel mehr zu tun hat, als die Karenztage?

Es ist der spanischen Gewerkschaften und auch den Unternehmen hoch anzurechnen, dass diese den vom Gesetz ausgehenden Druck durch Tarifverträge aufzufangen versuchen.
Für Deutschland würde ich mich auf sowas aber lieber nicht verlassen wollen.
 
DerOlf schrieb:
Die Idee mit der "Gesuindschreibung" ist schön. Verstehe ich das richtig, dass es in Spanioen nach jeder "Krankschreibung" auch einen Folgebesuch und eine Art "Aufhebungsbescheinigung" geben muss, in der festgestellt wird, dass die diagnostizierte Krankheit bzw. das beschriebene Leiden auskuriert ist?
Dass kommt auf die Erkanung an.
In einigen Fällen erhält man dort die Gesundschreibung nach der Prognose beim Artzt, direkt auch mit der Krankschreibung selber, und ein folge termin bleibt aus. Zum beispiel bei einem Schnupfen.
DerOlf schrieb:
Bist du sicher, das es da nicht noch eine versteckte Variable gibt, die mit dieser Entwicklung viel mehr zu tun hat, als die Karenztage?
In Spanien sind die Fehltage in der angeführten Statstik höher, als die in Deutschland.
 
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Danke für die Aufklärung @Kyouko.
 
DerOlf schrieb:
Dass Karenztage nicht bezahlt werden, baut Druck auf die Arbeitnehmer auf ... mehr tut das erstmal nicht.
Der AN hat immer das eigentlich sehr schlecht berechenbare Risiko, krankheitsbedingt auszufallen, und dadurch dann sofort Gehalt zu verlieren.
Jeder private Instrumental- oder Nachhilfelehrer in Deutschland kennt das. Ist man krank, muss man die Stunde ersetzen ... und das bedeutet: nachholen, oder Geld zurück (Preisnachlass). Das steht so in beinahe jedem Unterrichtsvertrag, den ich zu Gesicht bekommen habe ... als Schüler und als Lehrer.
Das ist ja nicht nur bei der Berufsgruppe so. Im Endeffekt tritt das doch jeden Soloselbstständigen in der gleichen Weise. Wenn du nichts arbeitest, verdienst du kein Geld. Ganz einfache Rechnung.

Insgesamt ist der Punkt natürlich valide, dass durch das Risiko des Gehaltsverlusts doch mal darüber nachgedacht wird, ob man nun mit den Rückenschmerzen nicht doch zur Arbeit kann oder ob es bei den Kopfschmerzen nicht doch auch einfach eine Schmerztablette tut.
Wenn der Gehaltsverlust durch die Karenztage bleibt selbst wenn der AN dann mittels Krankschreibung eine Woche fehlt, wird das schon einige zum Überlegen bringen. Gerade dann, wenn das eigene Budget schon auch mal auf Kante genäht ist.

Man kann es mMn schon so sagen: Nicht zu arbeiten bei weiterhin vollem Lohnbezug ist schon ein Luxus und ein Privileg. Und aus Unternehmersicht bezahlt man hier häufig viel Geld für keine Gegenleistung.

Auf der anderen Seite sehe ich aber weiterhin nicht die Lösung darin, einfach den Druck durch negatives auf die AN zu erhöhen um sie zur Arbeit zu "motivieren". Ansonsten können wir doch auch direkt mal über "Hire & Fire" im Stile der USA diskutieren. Biste zu oft krank, wirst einfach rausgeworfen. Damit können wir uns auch die Karenztage-Diskussion ein Stück weit sparen, weil die Blaumacher dann schlicht und ergreifend einfach aussortiert werden, die man damit zu erwischen versucht.
 
Khaotik schrieb:
Das ist ja nicht nur bei der Berufsgruppe so. Im Endeffekt tritt das doch jeden Soloselbstständigen in der gleichen Weise. Wenn du nichts arbeitest, verdienst du kein Geld. Ganz einfache Rechnung.
Ich habe einfach das Berufsfeld gewählt, in dem ich selbst bereits gearbeitet habe.
Natürlich trifft das auf jeden, der auf eigene Rechnung arbeitet, ganz genau so zu.
Genau deswegen bin ich in DE auch viel lieber Angestellter, als Selbstständig ... das gibt einfach ein bisschen mehr Versorgungssicherheit.

Hire&fire führt leider auch zu "der letzte im Ranking wird ersetzt" und zu dem in den USA beliebten wettbewerb darum, wer am wenisgten Urlaubstage in Anspruch genommen hat.
Das führt eigentlich direkt zur Zucht von Selbstausbeutern ... eigentlich genau der Kurs der Merz-CDU.
 
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Khaotik schrieb:
Wenn du nichts arbeitest, verdienst du kein Geld. Ganz einfache Rechnung.
Gut, wenn jetzt das Prinzip auch auf abhängig Angestellte umgelegt werden soll, verlange ich aber auch meinen Anteil am Firmengewinn. Und nicht nur so'n bisgen, da gehört 50% Gewinn umgelegt auf die Angestellten. Oder anders ausgedrückt: Wer das Betriebsrisiko trägt, kann gern mehr Gewinn behalten, dafür bin ich als Angestellter aber auch abgesichert.
 
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Khaotik schrieb:
Insgesamt ist der Punkt natürlich valide, dass durch das Risiko des Gehaltsverlusts doch mal darüber nachgedacht wird, ob man nun mit den Rückenschmerzen nicht doch zur Arbeit kann oder ob es bei den Kopfschmerzen nicht doch auch einfach eine Schmerztablette tut.
Der Ländervergleich gibt diese Schlussfolgerung aber nicht her. Es wird sich am Krankenstand nichts signifikant ändern.

Aber eines wird sich ändern: Die geplanten Änderungen würden wieder einmal hauptsächlich die Menschen mit niedrigem Einkommen treffen. Und da diese Menschen quasi jeden Cent in die Geschäfte tragen, wird es die wirtschaftliche Situation Deutschlands weiter verschlechtern.

Khaotik schrieb:
Und aus Unternehmersicht bezahlt man hier häufig viel Geld für keine Gegenleistung.
Woran machst du das denn fest? Was genau bedeutet "häufig"?
 
Khaotik schrieb:
Nicht zu arbeiten bei weiterhin vollem Lohnbezug ist schon ein Luxus und ein Privileg. Und aus Unternehmersicht bezahlt man hier häufig viel Geld für keine Gegenleistung.
Schön das Betriebsrisiko auf die Angestellten abwälzen. Ich will alles Geld ganz ohne Risiko, Ja, kann man machen. Bessert sich aber nix, m.M.n..
 
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Bei uns müssen sich alle ab Tag 1 krank schreiben lassen, und niemand ist vor Ablauf der Woche, in der er krankgeschrieben wurde, wieder da.

Es wird halt aufgefangen ... über maximal 20 ausbezahlbare Überstunden (ich habe noch nicht ausprobiert, was passiert, wenn es mehr werden ... 120 Stunden reichen mir absolut) pro Teilzeit-Kraft.

Bei uns muss es ein solches System geben, weil "Tankstelle zu" einfach vollkommen indiskutabel ist.
Da macht der Kunde Stress (am nächsten Tag) und der Dachverband läuft Amok.
Zwischen 07:00 und 22:00 muss da immer jemand stehen, und notfalls eben aufpassen, dass keiner die Straße klaut.

Aktuell herrscht an der Tankstelle der Tankrabatt ... ich hatte am ersten Tag nichtmal Zeit, zwischendurch mal in Ruhe aufs Klo zu gehen. Von einer Zigarrettenpause konnte ich nur träumen.
Scheiß Tankrabatt ... in Verbindung mit der verschissenen 12-Uhr Regel hat mein Arbeitsplatz wirklich an gutem Klima verloren.
Was war so schwer daran, den Zeitpunkt auf 00:00 zu setzen?
Das hätte den allermeisten Menschen absolut nichts ausgemacht. Der Sprit wäre abends am günstigsten gewesen ... dann, wenn auch die arbeitende Bevölkerung tanken kann, und es hätte zur Stabilisierung beigetragen. Man hätte aber ncht mehr jeden Mittag diesen unglaublichen Preissprung vor Augen, denn der wäre dann Nachts passiert. Mehr noch: Aktuell gehen die Preise bis ca. 16:00 wieder stark nach unten ... beim Wechsel um Mitternacht würden die meisten also wahrscheinlich nur Änderungen im Bereich von maximal 10c im Tagesverlauf wahrnehmen.
Aktuell profitieren im Grunde ausschließllich die Unternehmen von den günstigsten Tagespreisen zwischen 11:00 und 12:00. Der arbeitende Rest zahlt drauf, weil er dann eben nicht tanken fahren kann (oder nur den Firmenbulli tankt).

Das ist klar die schlechteste Regierung, die ich in meinen 35 wahlberechtigten Jahren erleben musste. Das reinste Trauerspiel.
 
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Meiner Erfahrung ist unter 3 Tage verschriebene Abwesenheit vom Arbeitsplatz geht man nicht aus der Praxis, will heißen wenn ein Wochenende ansteht, fragt der Arzt explizit nach ob man da arbeiten muss um entsprechend diese Tage auch krankzuschreiben.
 
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Reglohln schrieb:
Der Ländervergleich gibt diese Schlussfolgerung aber nicht her. Es wird sich am Krankenstand nichts signifikant ändern.
Ja und nein. Ein Satz im Artikel beschreibt es für mich ganz gut:
Warum haben also manche großzügigen Länder hohe Fehlzeiten, während andere großzügige Länder niedrige Werte aufweisen? Das lässt sich nicht eindeutig beantworten, da mehrere Faktoren zusammenspielen

Ich denke das rein auf die Entgeltfortzahlung runterzubrechen greift etwas zu kurz, da durchaus noch andere Faktoren mit reinspielen können.
Reglohln schrieb:
Aber eines wird sich ändern: Die geplanten Änderungen würden wieder einmal hauptsächlich die Menschen mit niedrigem Einkommen treffen
Das ist leider immer so. Den Gutverdiener trifft es zwar absolut gesehen mehr, aber natürlich hat er (oder zumindest sollte er) mehr finanzielle Reserven um auch Einkommensausfälle abfedern zu können.
Reglohln schrieb:
Woran machst du das denn fest? Was genau bedeutet "häufig"?
Bedeutet für mich das, dass in dem Fall in der Regel während der Abwesendheit keine Gegenleistung erbracht wird. Es gibt aber auch Leute, die auch während der Krankheitsphase zumindest gewisse Dinge erledigen (können), was typischer weise primär auf Bürotätigkeiten zutrifft. So ist es in meinem Umfeld schon der Fall, dass man Kollegen auch im Krankenstand bei dringenden Themen mal erreichen kann und sie aushelfen. Da ist es dann eher der Fall, dass die Kollegen aufgrund der Krankheit (90% sind Infekte etc.) nicht voll arbeiten können aber durchaus eine telefonische Rückfrage geben können.
Daher meine subjektive Einschätzung, dass man bei passendem AG auch mal im Krankheitsfall bereit ist, zumindest gewisse Dinge für das Unternehmen zu erledigen oder trotzdem noch im Rahmen seiner Möglichkeiten erreichbar zu sein. Ist aber eine sehr individuelle Sache aus meiner Sicht und hängt auch sehr mit dem einzelnen Unternehmen und der Stimmung zusammen.

Samurai76 schrieb:
Schön das Betriebsrisiko auf die Angestellten abwälzen. Ich will alles Geld ganz ohne Risiko,
Naja, es ist ja jetzt nicht so, dass es abseits des potentiellen Ausfallrisikos des Mitarbeiters nicht noch weitere, erhebliche Betriebsrisken gibt, die man als Unternehmer eingeht.
Im Bereich von Dienstleistungshandwerkern ist das natürlich auch ein Faktor, der z.B. in den Stundensätzen für die Kunden mit eingerechnet werden muss.
Man kann natürlich noch darüber diskutieren, inwiefern man unterscheiden müsste zwischen Arbeitern, die einen tatsächlichen Stundenlohn haben und jenen, die ein monatliches Festgehalt (zzgl. Überstundenvergütung/-Regelung) haben.

DerOlf schrieb:
Hire&fire führt leider auch zu "der letzte im Ranking wird ersetzt" und zu dem in den USA beliebten wettbewerb darum, wer am wenisgten Urlaubstage in Anspruch genommen hat.
Das führt eigentlich direkt zur Zucht von Selbstausbeutern ... eigentlich genau der Kurs der Merz-CDU.
Ja, sehr richtig. Und das ist genau der Punkt, an dem man überlegen sollte, ob man sowas als Gesellschaft wirklich will. Man sollte dabei aber auch immer bedenken, dass es bei jedem selbst schnell so sein kann, das man auf die Abschussliste kommt auch wenn man sich aktuell womöglich gerade sehr weit oben sieht.
Gesundheitliche Probleme (körperlich, v.a. aber auch Psychisch) können selbst die fittesten und stärken Menschen sehr schnell treffen.

Für mich wäre es mehr als erstrebenswert, das man nicht in das Modell USA driftet und man sich die soziale Führsorge behält. Die Statisik von @Reglohln zeigt ja auch, das DE nicht der Spitzenreiter ist, für den Merz uns scheinbar hält.
Auch wenn mich natürlich ebenso jene Menschen stören, die das System für sich Ausnutzen und womöglich auch öfter mal krank sind ohne so richtig krank zu sein. Aber dafür wieder der großen Mehrheit eine Bürde aufdrücken wegen einem kleinen Anteil? Bin ich letztlich kein Fan davon.
Das Beispiel Portugal zeigt ja, das auch Länder ohne direkte Fortzahlung höhere Krankheitsstatisiken haben und damit nicht automatisch ins untere Drittel rutschen.

DerOlf schrieb:
Aktuell herrscht an der Tankstelle der Tankrabatt ... ich hatte am ersten Tag nichtmal Zeit, zwischendurch mal in Ruhe aufs Klo zu gehen. Von einer Zigarrettenpause konnte ich nur träumen.
Scheiß Tankrabatt ... in Verbindung mit der verschissenen 12-Uhr Regel hat mein Arbeitsplatz wirklich an gutem Klima verloren.

Blöde Frage, aber inwiefern ist es dadurch für euch denn schlimmer geworden? Klar, damit haben alle Tankstellen jetzt in der Regel Arbeitsspitzen beim Tanken am Vormittag, aber ab 12 Uhr sollte es doch deutlich ruhiger werden? Zumindest ist das meine Beobachtung seit der Einführung, dass sich dann zwischen 10:30 und 12 Uhr die Autos richtig stauen während dann um 12 Uhr schlagartig schluss ist und dann bis 15 Uhr nur noch vereinzelt getankt wird (logischer weise).
Ich habe mich auch erst geärgert, weil ich es häufig nicht nutzen kann aber womöglich war das auch ein Gedanke dahinter - hätte man den Wechsel zb. auf 15, 18 oder 20 Uhr gesetzt, hätten noch sehr viel mehr Menschen die Möglichkeit das auszureizen - mit all den Problemen die dann an den Tankstellen entstehen wegen des großen Andrangs.
Eine Anpassung auf 0uhr (und damit an vielen Tankstellen außerhalb der Öffnungszeiten) würde das Geschäft extrem auf die noch offenen Filialen reduzieren oder die Umstellungen werden ganz anders umgesetzt. Insofern halte ich eine Umstellung während der regulären Öffnungszeiten für durchaus sinnvoll aus Verbrauchersicht. Du als Angestellter wirst da vermutlich wiederum eine andere Ansicht dazu haben.

Ich persönlich sehe die Regelung eher positiv, weil man jetzt zumindest planen kann, wann Tanken sinnvoll ist. Früher war das immer das reinste Glücksspiel ob der Preis nun gut war oder nicht. Es gab zwar gewisse Trends, aber valide war das doch nie so richtig.
 
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Khaotik schrieb:
Naja, es ist ja jetzt nicht so, dass es abseits des potentiellen Ausfallrisikos des Mitarbeiters nicht noch weitere, erhebliche Betriebsrisken gibt, die man als Unternehmer eingeht.
Diese Risiken kalkulierst du als AG ein, mal ganz vereinfacht ausdrückt:
Ein Monat hat bei einer 5 Tage Woche ~21,75 Tage (kurz gegooglet), entsprechend 174 Stunden, und von diesen 174 Stunden ziehst du anteilig Urlaub sowie durchschnittliche Krankheitstage ab und hast dann die Stunden, die der Mitarbeiter tatsächlich arbeitet. (Bei uns im Unternehmen wird uns beispielsweise eine abrechenbare Stundenzahl genannt, an welcher wir uns orientieren sollen (aber abweichen können))

Wer das in seiner Kalkulation nicht berücksichtigt, hat kein Problem mit dem krankem Mitarbeiter, sondern mit seiner Kalkulation. Geht dieses Risiko nun auf den AN über, so sollte jeder AN drauf bestehen, dass dies entsprechend monetär berücksichtigt wird.
 
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@Besuz Ja, ist mir schon klar, dass das im Stundensatz brücksichtigt wird. Jetzt kommt aber die Fangfrage: Was ist denn der Durchschnitt? Durchschnitt des gesamten Betriebs? Nur von diesem Mitarbeiter? Wie handhabst du es, wenn er statt den "üblichen" 2 Wochen im Jahr dann plötzlich 6 Wochen oder noch länger krank ist?
Du kannst schon versuchen, immer alles direkt umzulegen aber irgendwann quittieren dir das dann halt die Kunden mit ausbleibenden Aufträgen weil die Konkurrenz günstiger ist. Wenn man sieht wo heute schon die Stundensätze liegen ist das als Privatperson schon teilweise schwierig wenn es hier hier und da schon 3-stellig wird.

Besuz schrieb:
Geht dieses Risiko nun auf den AN über
Es ist doch nicht die Rede davon, dass 100% des Risikos auf den AN gehen soll? Es ist halt der Gedanke, einen Teil des Risikos auch auf den AN zu legen um ihn in manchen Situationen zum Umdenken zu bewegen.

Besuz schrieb:
dass dies entsprechend monetär berücksichtigt wird.
Was ich hier zumindest im Tarifumfeld dagegen als Problem sehe, dass du bei Gehaltsverhandlungen ohnehin kaum Spiel hast. In mancher Firma gibt es wohl allgemeine "Gesundheitsboni" für Anwesenheit aber solche einzelvertraglichen Regelungen kenne ich in meinem Umfeld zumindest dann nur aus dem außertariflichen Bereich, nicht aber für den 0815-Bandarbeiter.
 
Khaotik schrieb:
Es ist halt der Gedanke, einen Teil des Risikos auch auf den AN zu legen um ihn in manchen Situationen zum Umdenken zu bewegen.
Das setzt aber voraus, dass es solche Situationen in signifikantem Ausmaß gibt. Und das wurde bisher nicht ausreichend belegt. Auch käme das einer Kollektivbestrafung gleich, die völlig über das Ziel hinausschießt und deren Wirksamkeit zudem nachweislich nicht gegeben ist. Ganz davon abgesehen, dass selbst "Blaumachen" seine Gründe hat und dessen Ursache nicht zwingend bei "den Faulen" liegt. Und was alles unter "Blaumachen" fällt, hat man hier im Thread ja schon lesen dürfen.

Es ist und bleibt Symbolpolitik, um sich gegenüber schwächeren Menschen erheben und überlegen fühlen zu können.
Ergänzung ()

Khaotik schrieb:
Ich denke das rein auf die Entgeltfortzahlung runterzubrechen greift etwas zu kurz, da durchaus noch andere Faktoren mit reinspielen können.
Das hat aber nichts mehr mit deiner ursprünglichen These zu tun.

Khaotik schrieb:
Bedeutet für mich das, dass in dem Fall in der Regel während der Abwesendheit keine Gegenleistung erbracht wird.
Wie schaut's dann mit der Abwesenheit im Urlaub aus?

Die Gegenleistung ist immer gegeben, meiner Meinung nach. Denn auch Krankheit ist einkalkuliert, so, wie auch Urlaub einkalkuliert ist.

Khaotik schrieb:
Es gibt aber auch Leute, die auch während der Krankheitsphase zumindest gewisse Dinge erledigen (können), was typischer weise primär auf Bürotätigkeiten zutrifft.
Das darf aber keine Bemessungsgrundlage für andere sein. Jede Krankheit ist anders, jeder Mensch empfindet Schmerzen und die Intensität der Erkrankung anders.

Und auch hier wieder: Im Urlaub ist sowas wohl für die meisten Menschen ein Tabu, bei Krankheit dann aber nicht, nur, weil es unvorhergesehen(er) ist?

Menschen sind keine Maschinen, aber ich habe das Gefühl, dass sie teilweise wie Maschinen funktionieren sollen. Dann sollen Unternehmer:innen eben Einzelunternehmen führen und echte Maschinen für sich arbeiten lassen, statt Menschen zu verdächtigen, weil man "seine Pappenheimer ja kennt".

Es wird gern auf "die da oben" (in Form der Politik) geschimpft, weil sie abgehoben sind und sich vom einfachen leben entkoppelt haben. Aber auf der anderen Seite werden"die da oben" (diesmal in Form der Unternehmer:innen, Überreichen etc.) in Schutz genommen, obwohl exakt das gleiche gegeben ist: Abgehobenheit, Entkopplung, herablassendes Verhalten.
 
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Khaotik schrieb:
@Besuz Ja, ist mir schon klar, dass das im Stundensatz brücksichtigt wird. Jetzt kommt aber die Fangfrage: Was ist denn der Durchschnitt? Durchschnitt des gesamten Betriebs? Nur von diesem Mitarbeiter? Wie handhabst du es, wenn er statt den "üblichen" 2 Wochen im Jahr dann plötzlich 6 Wochen oder noch länger krank ist?
Da gibt es keine universelle Formel für jedes Unternehmen oder Bereich. Wenn jemand 6 Wochen krank ist, ist das natürlich an der Stelle ein Problem, dafür hast du aber an anderer Stelle Mitarbeiter, die selten oder "nie" krank sind. Sollte mir bekannt sein, dass jemand gesundheitliche Problem hat, dann berücksichtigte ich das (u.a. dafür können wir ja vom vorgegebenen Wert abweichen).

Khaotik schrieb:
Du kannst schon versuchen, immer alles direkt umzulegen aber irgendwann quittieren dir das dann halt die Kunden mit ausbleibenden Aufträgen weil die Konkurrenz günstiger ist. Wenn man sieht wo heute schon die Stundensätze liegen ist das als Privatperson schon teilweise schwierig wenn es hier hier und da schon 3-stellig wird.
Bei eigenen Mitarbeitern musst du Fehltage einkalkulieren, denn davon auszugehen, dass niemand krank wird, ist nicht realistisch. Das ist das, was ich hiermit meine:
Besuz schrieb:
Wer das in seiner Kalkulation nicht berücksichtigt, hat kein Problem mit dem krankem Mitarbeiter, sondern mit seiner Kalkulation
Willst du solche Risiken nicht einkalkulieren, musst du mit externen Dienstleistern arbeiten, die dir nur die tatsächlich geleistete Arbeit in Rechnung stellen. Die Stundensätze sind dann aber natürlich höher, denn nun trägt der Dienstleister das Risiko. (Von anderen Risiken bei Zusammenarbeit mit Dienstleistern mal abgesehen.)

Khaotik schrieb:
Es ist doch nicht die Rede davon, dass 100% des Risikos auf den AN gehen soll? Es ist halt der Gedanke, einen Teil des Risikos auch auf den AN zu legen um ihn in manchen Situationen zum Umdenken zu bewegen.
Und wenn es teilweise übergeht, muss es teilweise berücksichtigt werden.

Khaotik schrieb:
Was ich hier zumindest im Tarifumfeld dagegen als Problem sehe, dass du bei Gehaltsverhandlungen ohnehin kaum Spiel hast. In mancher Firma gibt es wohl allgemeine "Gesundheitsboni" für Anwesenheit aber solche einzelvertraglichen Regelungen kenne ich in meinem Umfeld zumindest dann nur aus dem außertariflichen Bereich, nicht aber für den 0815-Bandarbeiter.
Ich persönlich halte von Gesundheitsbonis wie auch unbezahlten Karenztagen (um mal irgendwie zum Thema zurück zu kommen) nix und das aus folgenden Gründen:
  • Wer krank wird/ist, soll sich schonen, um die Krankheit nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
  • Ich kann jemanden nicht dafür bestrafen, wenn er krank ist.
  • Kommt jemand krank zur Arbeit, können durch ihn weitere Mitarbeiter krank werden.
  • Beschwerden von Kunden, wenn Mitarbeiter krank in Kontakt mit eben jenen sind.
Und mal etwas weiter gedacht:
  • Ich kann der Frau, die sich wegen starken Zyklusbeschwerden krank meldet, nicht dafür bestrafen, dass sie eine Frau ist.
  • Ich kann ihr aber auch keine "Bonustage" einräumen, denn dann bestrafe ich den Mann, weil er ein Mann ist.
 
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Reglohln schrieb:
Das hat aber nichts mehr mit deiner ursprünglichen These zu tun.
Es hat aber insofern damit zu tun, dass eine Änderung der Entgeltfortzahlung nicht einen 1:1 Einfluss auf die Statistik haben wird. Es wird einen Einfluss haben, wie der aussieht ist aber eben von weiteren Faktoren abhängig. Und darum ging es meinem Verständnis nach dir mit der Statistik, dass die Fortzahlung nicht zwingend eine Reduzierung der Krankheitstage zur Folge hat.
Reglohln schrieb:
Wie schaut's dann mit der Abwesenheit im Urlaub aus?
Ich finde, man kann ungeplante Abwesenheit wegen Krankheit nicht mit geplanter und gesetzlich geregeltem Urlaub vergleichen? Wenn ich darüber hinaus Urlaub möchte, kann ich den Unbezahlt erhalten. Ebenso wie z.B. Elternzeit auch vom AG nicht bezahlt wird.
Dann können wir auch die Frage stellen, warum nicht Fahrzeit zum AG bezahlt wird?
Reglohln schrieb:
Das darf aber keine Bemessungsgrundlage für andere sein. Jede Krankheit ist anders, jeder Mensch empfindet Schmerzen und die Intensität der Erkrankung anders.
Richtig, ich habe auch nicht behauptet, dass man das immer kann, bei Infektkrankheiten z.B. auch nicht in der akuten Phase wenn man kaum ein Wort rausbringt oder mit Fieber und Schüttelfrost im Bett liegt.
Wenn man aber ein paar Tage später auf dem Weg der Besserung auf dem Sofa sitzt und TV schaut sehe ich kein großes Problem darin, halt auch mal Mails zu beantworten oder per Telefon etwas Support zu geben. Halt in dem Rahmen, den der aktuelle Zustand hergibt.
Ich pers. bin dazu bereit, weil ich dem gegenüber auch viele Freiheiten genieße und mir dessen auch bewusst bin, dass in vielen anderen Firmen das so nicht möglich ist. In anderen Firmen kann das auch wieder ganz anders aussehen - ist halt eine individuelle Sache des AN und der Stimmung im Unternehmen/im direkten Team ob man dazu bereit ist oder nicht.


Reglohln schrieb:
Dann sollen Unternehmer:innen eben Einzelunternehmen führen und echte Maschinen für sich arbeiten lassen, statt Menschen zu verdächtigen, weil man "seine Pappenheimer ja kennt".
Da ich genau in dem Bereich arbeite ist der größte Hebel für neue Investitionen immer, wenn man damit Menschen ersetzen kann. Weil es ist genau der Punkt: Maschinen werden nicht krank, streiken nicht für mehr Lohn, brauchen keinen Erziehungsurlaub, bringen ihre Leistung konstant, diskutieren nicht rum und drohen nicht mit dem Betriebsrat.
Nichts genehmigt eine Investition so schnell wie 4 Arbeitsplätze, die man damit ersetzen kann ohne produktive Einbußen oder im Gegenteil sogar noch Produktivitätsgewinne zu erreichen. Gerade in den Bereichen, in denen man die "Pappenheimer" hat.
Gibt hier sogar Bereiche, die unter verhaltener Hand Lazarett oder Resterampe genannt werden. Da sind halt die Krankheitstage pro Mitarbeiter jenseits der 50 Tage pro Jahr. (Also nicht wegen der Arbeit selbst sondern weil die Mitarbeiter eben grundsätzlich häufig ausfallen und deswegen dort hin versetzt wurden, da es sehr einfache und unkritische Tätigkeiten sind)

Besuz schrieb:
Willst du solche Risiken nicht einkalkulieren, musst du mit externen Dienstleistern arbeiten, die dir nur die tatsächlich geleistete Arbeit in Rechnung stellen. Die Stundensätze sind dann aber natürlich höher, denn nun trägt der Dienstleister das Risiko.
Wird auch immer mehr gemacht. Viele große Firmen streichen die Stellen intern und vergeben die Aufgaben an Extern. Gerade in IGM- und anderen hochbezahlten Gewerkschaftsbereichen.
Besuz schrieb:
Bei eigenen Mitarbeitern musst du Fehltage einkalkulieren, denn davon auszugehen, dass niemand krank wird, ist nicht realistisch.
Klar, das ist in keinster weiße realistisch. Gibt nicht viele, die nicht mal ein paar Tage im Winter ausfallen wegen der typischen Krankheitszeit. Selbst wenn es nur mal 2 Tage+Wochenende für einen Infekt sind.
Besuz schrieb:
  • Wer krank wird/ist, soll sich schonen, um die Krankheit nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
  • Ich kann jemanden nicht dafür bestrafen, wenn er krank ist.
  • Kommt jemand krank zur Arbeit, können durch ihn weitere Mitarbeiter krank werden.
  • Beschwerden von Kunden, wenn Mitarbeiter krank in Kontakt mit eben jenen sind.
Stimme ich dir im Wesentlichen komplett zu, sehe ich auch so. Es bleibt immer die Frage ob es sich dabei z.B. um einen netten Bonus handelt, den man halt mitnimmt wenn es geht (sagen wir niedriger 3-stelliger Bereich) oder wirklich bedeutende Zahlungen.
Es sollte halt nicht den Effekt haben, dass man sich mit Fieber in die Arbeit schleppt aber womöglich soweit motiviert, das man mit leichten Problemen doch kommen würde. Es muss ja keine Regelung sein, dass man einen Bonus nur mit 0 Abwesendheitstagen erhält. Aber einen kleinen Anreiz kann ich nachvollziehen.
Für mich wird mit sowas auch niemand bestraft, da man nicht weniger erhält als vorher, es kann aber eine Belohnung sein für jene, die immer da sind und dann nicht selten auch für die ausgefallenen einspringen müssen.
 
Khaotik schrieb:
Und darum ging es meinem Verständnis nach dir
Es kann sein, dass wir etwas aneinander vorbeigeschriebenen haben, weil ich dein erstes Statement falsch interpretiert habe. Daher nur noch eines:
Khaotik schrieb:
Es wird einen Einfluss haben, wie der aussieht ist aber eben von weiteren Faktoren abhängig.
Das ist eine faktischen Behauptung und genau die gibt die Statistik eben nicht her. Egal, wie du sie verwässerst. Es scheint, als wolltest du dich nicht festlegen, um für den Fall der Fälle einen Ausweg zu haben.

Khaotik schrieb:
Wenn man aber ein paar Tage später auf dem Weg der Besserung auf dem Sofa sitzt und TV schaut sehe ich kein großes Problem darin, halt auch mal Mails zu beantworten oder per Telefon etwas Support zu geben.
Ich sehe es insofern als ein Problem, dass diese maximal unspezifischen Aussagen, wie "ein paar Tage" oder "auf dem Weg der Besserung", eine voranschreitende Normalisierung mit sich bringen, wenn sie oft und vor allem öffentlich getätigt werden.

Ja, du kannst und darfst das für den einen spezifischen Moment für dich natürlich so handhaben. Das hat dann aber nichts in der Diskussion zu suchen.

Khaotik schrieb:
Ich pers. bin dazu bereit, weil ich dem gegenüber auch viele Freiheiten genieße
Das freut mich, denn ich weiß selbst, was es heißt, diese Freiheiten zu haben. Dennoch arbeite ich nicht, wenn ich krank bin. Egal, wie weit die Genesung vorangeschritten ist.

Khaotik schrieb:
der größte Hebel für neue Investitionen immer, wenn man damit Menschen ersetzen kann.
Damit machst du aber einen neuen Punkt auf, um den es mir nicht ging.
 
Ich soll also, sobald es wieder geht, wieder an die Kasse?

Sorry, aber an den Postings sieht man, wie weit einige hier von der Arbetsrealität entfernt sind. Wer von Sofa aus fernsieht, kann sicherlich auch am HO-PC arbeiten. Das ist aber ein Luxus den nicht wirklich viele Leute haben.

In Vielen Jobs ist Homeoffice technisch unmöglich. Sollen die auch wieder zur Arbeit, sobald es irgendwie wieder geht oder geht es hier wirklich nur um dieses kleine Luxusproblem?

Reformen bei en Krankheitstagen oder ihrer Vergütung werden allerdings deutschlandtypisch restlos alle treffen. Und das bedeutet, dass in den Kiosken, Tankstellen und Dönerbuden dann verschnupfte Leute arbeiten, weil es ja wieder geht, und man durch krank arbeiten weiter seinen Lohn bekommt.

Hätte man sowas schon während Corona durchgezogen, wir wären wohl nie da raus gekommen. Arbeit als "Multispreading-Event" hätte das verhindert ... einfach, um das unternehmerische Risiko noch ein bisschen weiter zu drücken ... da kann doch niemand was dagegen haben.
 
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DerOlf schrieb:
Wer von Sofa aus fernsieht, kann sicherlich auch am HO-PC arbeiten.
Sicherlich? Das halte ich für sehr fragwürdig.

Schreibtischtätigkeit bedeutet nicht, mit Ruhepuls rumzudümpeln. Das Hirn leistet dauerhaft seine Arbeit.

Und beim TV-Schauen kann ich zum Beispiel auch einfach einschlafen, wenn es der Körper verlangt.

DerOlf schrieb:
In Vielen Jobs ist Homeoffice technisch unmöglich. Sollen die auch wieder zur Arbeit, sobald es irgendwie wieder geht
Das hat Khaotik nicht gefordert, sofern du dich darauf beziehst.

DerOlf schrieb:
Und das bedeutet, dass in den Kiosken, Tankstellen und Dönerbuden dann verschnupfte Leute arbeiten, weil es ja wieder geht
Noch mal: Das geht aus den zuvor gezeigten Zahlen so nicht hervor.

Rein intuitiv könnte man das natürlich denken und es wird hier und da bestimmt auch Fälle geben. Die gibt's bestimmt auch heute schon wegen der "Anwesenheitsboni". Das einzige, was Karenztage gesichert mit sich bringen, ist, dass Menschen weniger Geld in der Tasche haben werden, denn krank wird jede:r irgendwann einmal.
 
Ich weiß, dass Khaotik das so nicht gemeint hat @Reglohln ... ich fand es nur sehr seltsam, dass sich in den letzten Postings alles ums Homeoffice gedreht hat.
Wie ich schrieb, ist das ein Luxusproblem nur recht weniger Büroarbeiter. Es sollte also nicht als "Argument" genutzt werden, warum man Karenztage oder ein härteres regime mit Krankschreibungen einführen sollte.

Nur darum ging es mir ... ich will nicht, dass das, was für eine kleine Minderheit funktioniert, für alle zur Regel erhoben wird.

Dass das irgendwie zu einer Verringerung der Fehltage führen würde, halte ich auf Basis der hier genannten Zahlen ohehin für sehr utopisch ... eher friert die Hölle ein.
 
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