News Memory Extension Drive: Western Digital macht NVMe-SSD zur RAM-Ergänzung

MichaG

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#1

Holt

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#2
Habe ich was falsch verstanden oder sind dies einfach nur normale NVMe SSDs mit PCIe Anbindung? Dann können sie vielleicht eine Alternativen zu den Optane SSDs sein, niemals aber zu den Optane DIMM (Apache Point), die direkt in den RAM Slots sitzen. Immer zeigt die News, dass der Bedarf an RAM im Serverumfeld derzeit wirklich grenzenlos zu sein scheint, wenn Hersteller nun schon NVMe SSDs mit dem Hinweis der RAM Ergänzung bewerben, was praktisch jedes OS in Form von Auslagerungsdateien schon wenig unterstützt.
 

kullakehx

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#3
Warum muss es denn der neueste DRAM sein? DDR2 gibt es für unter einen Euro pro GB, sogar mit integriertem ECC, und ist immer noch deutlich performanter als Flash. Klar, TB erreicht man so nicht, da sollte es schon DDR3 sein. Mit RAM wäre auch das Thema Haltbarkeit vom Tisch. Wenn etwas kaputt geht könnte der Anwender es selbst repar... Oh, da fällt mir auf, das ist alles gar nicht gewollt. Alte RAM-Technologie (die kaufen Kunden könnten ja gebraucht kaufen!), Fehlerkorrektur ohne Extrapreis und Erweiterungsmöglichkeiten ohne Monetarisierung durch den Anbieter. Schade.
 
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#4
Man überlege sich das mal bildlich... die InMemory-Technologie wurde "erfunden", um die Geschwindigkeitsnachteile bei der Nutzung von "persistent memory" (Flash, HDDs) zu überbrücken. Jetzt brauchen die Dinger aber SO viel RAM, dass man mit SSDs wieder Swapping betreibt. Damit das überhaupt sinnvoll möglich ist, soll also jetzt ein Maschinenlern-Algo - die Dinger scheint heute sogar jeder Bleistiftspitzer zu brauchen - die Daten separieren können, was wo hin soll. Etwas, was die klassischen DB-Entwickler (Oracle, DB2, Postgres, MariaDB) schon seit Jahren halbwegs beherrschen... - mit dem Risiko von InMemory, dass der ganze Kram bei einem harten Crash von den falschen Teilen des Clusters schlicht weg ist.

Es is echt so traurig, dass es schon fast wieder lustig ist.

Regards, Bigfoot29

Nachtrag:
Bevor jetzt jemand kommt: Ja, IBM hatte mit den Z-Systemen (glaube ich wars) schonmal ein OS-Konzept, bei dem für die Programme das RAM und der Festspeicher ein Zielobjekt waren. Dort hat auch das OS die reale Verwaltung übernommen.
 
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#5
Warum muss es denn der neueste DRAM sein? DDR2 gibt es für unter einen Euro pro GB, sogar mit integriertem ECC, und ist immer noch deutlich performanter als Flash. Klar, TB erreicht man so nicht, da sollte es schon DDR3 sein. Mit RAM wäre auch das Thema Haltbarkeit vom Tisch. Wenn etwas kaputt geht könnte der Anwender es selbst repar... Oh, da fällt mir auf, das ist alles gar nicht gewollt. Alte RAM-Technologie (die kaufen Kunden könnten ja gebraucht kaufen!), Fehlerkorrektur ohne Extrapreis und Erweiterungsmöglichkeiten ohne Monetarisierung durch den Anbieter. Schade.
Der neuste RAM muss sein weil die Geschwindigkeit und Kapazität sein muss. RAM hängt doch immer mehr hinter den CPUs her (deswegen haben ja moderne Chips teils schon knapp unter 100Mb Cache). Und dann füll mal einen 2TB (Ram allein) Server mit DDR2/DDR3. Die größten DDR2 DIMMs sind vielleicht ~4GB groß.... DDR3 16-32GB?
 
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#6
Swap?

Schon vor zig Jahren forderte man 4 GB RAM an, bei einem Rechner in dem nur 64 MB RAM verbaut war? Dann hieß es beten, dass der Rechner sich nicht totswappt sondern unter dem Strich mehr Rechenleistung rauskam.

Ist das hier etwas anderes als schneller Swapspace? Ansonsten, peinlich, dass der Begriff KI fallen musste...
 
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#7
Ich kapiere den Mehrwert nicht. :freak:

Das Geld ist in einer größeren SSD deutlich besser verplant.
Abgesehen davon haben immer mehr Leute nicht mal mehr HDDs im Einsatz, oder nur noch als Datengrab.
Ich selber habe eine SSD für meine Spiele und eine NVME für mein System.
Im Leben würde ich kein Geld für son Gedöns ausgeben :freak::freak:
 
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#9
Ja aber jetzt mal ganz ehrlich - wer ist denn die Zielgruppe?

Leute die was von der Materie verstehen fühlen sich von son nem Zeug nicht angesprochen, die haben viel RAM und in jedem Fall längst eine SSD verbaut. Selbst meinen Großeltern habe ich im Laptop ne SSD nachgerüstet.

Und Leute die sich gar nicht mit der Hardware beschäftigen, naja da ist schon die erste Hürde. Sie beschäftigen sich nicht damit, denen ist das völlig Wurst, entweder weil sie die Mehrleistung nicht brauchen und/oder nicht wissen wie. Und wenn Sie sich dann Rat im Fachhandel holen oder eben bei einem kündigen Verwandten oder Bekannten, dann empfiehlt der doch nie im Leben sowas.

Aus meiner Sicht kann es für so ne Technik überhaupt keine richtige Zielgruppe geben.

Selbst in Storage-Umgebungen würde ein Systemadmin sowas nicht verbauen. Da kommen große Enterprise SSDs mit SAS Anschluss rein, mit 1TB oder mehr, als SSD-Cache und kein 32GB Optane Memory. :freak:

Oder übersehe ich irgendeinen Vorteil der Technik?
 

Metalyzed

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#11
Ich kapiere den Mehrwert nicht. :freak:

Das Geld ist in einer größeren SSD deutlich besser verplant.
Abgesehen davon haben immer mehr Leute nicht mal mehr HDDs im Einsatz, oder nur noch als Datengrab.
Ich selber habe eine SSD für meine Spiele und eine NVME für mein System.
Im Leben würde ich kein Geld für son Gedöns ausgeben :freak::freak:
Auch wenn im Artikel von Datenbanken geredet wird, ist damit nicht deine Spiele-Datenbank auf Steam gemeint. Wenn bei B2B Produkten hier im Forum immer ein Gamer ums Eck kommen muss um festzustellen, dass er das Produkt nicht braucht. :freak:
 

Holt

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#12
Gebraucht, neu geht es bei 3,40€/GB los.
Alte RAM-Technologie (die kaufen Kunden könnten ja gebraucht kaufen!)
Der globale Bedarf an RAM steigt aber, würde die RAM Technologie stehen bleiben, wäre gar nicht genug verfügbar damit jeder gebraucht kaufen können, gebrauchtes RAM wäre wegen der hohen Nachfrage dann nicht so billig und es müsste trotzdem neue RAM gefertigt werden und da wäre dann auch nicht billiger das lahme alte DDR2 statt des neuen DDR4 RAMs zu produzieren, im Gegenteil, da die Kapazitäten dort eingeschränkt sind, wäre es sogar teurer.

Es hat ja schon Gründe warum man immer wieder neue Standards einführt, beim RAM war DDR2 ja bei weitem nicht der erste Standard für PCs und auch bei den Laufwerken hat sich über die Zeit viel geändert, ebenso bei den Slots für Erweiterungskarten. Würde man immer an den alten Standards festhalten, wäre die Leistungsfähigkeit der heutigen Rechner gar nicht machbar und es ist auch weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll einen Standard zu weit in die Zukunft auslegen zu wollen. Einmal wären der Aufwand und damit die Kosten dann höher ohne davon überhaupt erstmal einen Nutzen zu haben und dann kann man einfach nicht absehen wie sie technische Entwicklung über eine längere Zeit hinweg aussehen wird und welche Anforderungen die Technik dann stellt.
 
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#15
Wobei ich sagen muss, dass der Markt für sowas - mindestens gefühlt - wirklich sehr klein ist. Die größten Datenbanken, mit denen ich es bisher zu tun hatte, waren im Bereich von 150GB und da hatten die Server schon 384GB RAM, was also mehr oder weniger die komplette DB in den RAM cachen müsste.
Während damals aber der Storage noch mit lahmen Magnetplatten mit ca. 150 IOPS pro HDD gelaufen ist und da durchaus Potenzial für sowas gewesen wäre, sind heute die Performance Storage Systeme All-Flash und das auch noch halbwegs "bezahlbar".

Gibt sicher auch hier anspruchsvollere Umgebungen, aber zumindest im typischen Mittelstand mit 5k Mitarbeiter sehe ich hier wenig Anwendungsfälle
 

kullakehx

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#16
Kenn ich nicht, brauch ich nicht, muss also nutzlos sein.
Wenn bei B2B Produkten hier im Forum immer ein Gamer ums Eck kommen muss um festzustellen, dass er das Produkt nicht braucht.
So sieht es aus. Der Tellerrand ist bei CB mitunter ziemlich hoch. Fast schon eine Suppenschüssel.
Und dann füll mal einen 2TB (Ram allein) Server mit DDR2/DDR3.
Die Transferraten sind nicht berauschend, das stimmt. Worauf es doch aber ankommt sind die Latenzen. Und die sind, im Vergleich mit DDR4, gar nicht so schlecht. Gab doch letztens erst einen Test von DDR3 zu DDR4. DDR2 zu DDR3 verhält sich ähnlich, die Speicherzellen können halt nicht beliebig schnell schalten. Aus gutem Grund gehen die Timings beständig nach oben.
Die Transferraten ließen sich doch über parallele Anbindungen ausreizen, oder sehe ich das falsch? Dann wird der PCIe-16-Schnittstelle eben ein Quadchannel-Memorycontroller zur Seite gestellt der das ganze in einer Art RAID anspricht. (Ja, das D in RAID steht für Disks. Mir geht es darum meinen Gedanken rüberzubringen.) Sollte doch nicht der Akt sein.
 
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#17
Wer ne Single 10TB DB hat, sollte sich mal um seine Weiterbildung Gedanken machen. Aber naja. Man versucht einfach das gesparte Geld durch mittelmäßiges Personal in Hardware oder „Die Cloud“ zu stecken. Dann noch das Schild „DevOps“ dran, Agil ins Jobprofil und fertig ist der Mumpitz 🤮
 
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#19
man stelle sich schnelle SharePoint Server und vor alle Oracle Datenbanken vor...ein Traum...
 
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#20
Im Regelfall partitioniert man solch Große DBs. Mag sein, das im Gesamten viel mehr rum kommt (wenn ich an DWH DBs aus manchen StartUp denke kein Problem), aber man teilt die Daten und kann somit über Masse InMemory arbeiten.

PS: Ich selbst bin kein DBA aber ich würde NIEMALS auf einen verzichten wollen.
Wenn man aber mal das deutsche Durchschnittsunternehmen (IT Only) nimmt wird auf folgendes verzichtet:
- DBAs
- Security Engineer
- und leider oftmals sogar QA und sauberes Projekt Management.. aber wird aber zu OT jetzt :D
 
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