_killy_ schrieb:
Als Ossi - noch in der DDR geboren - werfe ich mal meine Meinung rein.
Was Ost & West unterscheidet, ist primär bei der Parteienbevorzugung - ist, dass der Osten deutlich flexibler ist bei Wahlen. Die Wähler die mit 18 Jahren mal Links gewählt haben, können mittlerweile Grün oder Rechts wählen. Sie haben dort nicht diese "extreme" Fixierung der Partei, wie es im Westen der Fall ist.
Es sei denn es sind die heutigen Rentner. Seit der Wende ist Sachsen z.B. ein strammes CDU Land. Das Schmilzt jedoch Schritt für Schritt dahin. Den Wende-Bonus haben die SPD und CDU überwiegend vergeigt und wirklich nur noch Ü60-70 hält die Parteien da nennenswert am Leben.
Ich komme ursprünglich aus Sachsen und wie richtig geschrieben ist das selbtverschuldet durch das Auftreten und der Kommunikation der Parteien wie es sich entwickelt hat.
Allerdings ist meine Erfahrung mit "Ossis" im ländlichen Raum meist von zweifelhafter Natur, gerade älteren Menschen fehlt es an "modernen" Grundlagenverständnis.
Die Menschen dort sind eindeutig empfänglicher für einfache Antworten bzw. einfache Schuldige.
Zur Erinnerung, die 60er und 70er Ost-Generation haben kein Bildungsauffrischungskurs nach der Wende erhalten, stattdessen erlebten auch einige Menschen eine gewisse Schockkur durch die Treuhand und Abwicklung vieler Firmen und der Arbeit, mit der man sich identifizierte.
Bevor jemand kommt und sagt die sollten sich nicht so haben, die Abwicklung war nicht begleitend mit einer sanften Überführung in eine neue Arbeit wie z.B. bei der Abwicklung der Kohleindustrie in Deutschland.
Hier ein kurzer Q&A Überblick zur Treuhand:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/treuhand/treuhand-fragen-antworten-100.html
Man könnte meinen die nachfolgenden Generationen haben die Kurve bekommen aber meiner Erfahrung ist nicht gut, ein gewichtiger Grund warum ich mein weites gesucht habe.
Das anzugehen ist ein Prozess und vor allem sollten die Parteien endlich mal miteinander im Sinne von was Allgemeinwohl und dem Land hilft arbeiten und nicht weiter gehabt deren einzln köchelndes Süppchen/Profil kochen und den Lobbyisten nicht blind vertrauen.
Leitlinien und Ziele für die Zukunft setzen und dabei bleiben und nicht alle Jahre die Richtung ändern, mehr Klartext, Volkswirtschaftlichen Unsinn/Wählergeschenke/Prestigeprojekte reduzieren oder gar stoppen.
Wenn die Wirtschaft schrumpft, so muss man auch schon was kann man zusammenstreichen - leider geht es zuerst an die Substanz der Sozialwirtschaft denn sozial Schwache haben keine starke Stimme - für ein paar läppische Millionen und wenige Milliarden und auf Kosten des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Wie wäre es z.B. Provinzflughäfen streichen (die uns nur Geld kosten)?
Den Bau neuer Straßen streichen, sondern nur noch sanieren was wir haben, usw. usf.
Wenn wir weniger Geld haben, die Kosten aber steigen dann sollte auch ein "Weiter so" da klar hinterfragt werden.
Hier ein Beispiel
https://www.orh.bayern.de/berichte/jahresberichte/jahresberichtsbeitraege/2025/2025_50/index.html
z.B. Ortsumgehung Adelsried, 217% Baukostensteigerung