News Microsoft: 60.000 Mitarbeitern winkt Geld fürs Gehen

Man muss genauer hinschauen, was das „Angebot“ denn ist und ob es unbedingt ist. In Deutschland hatte ja z. B. Mercedes sowas, da musste man sich bekennen ob man gehen wollte, um eine Abfindung nur vielleicht zu bekommen.

Klar ist, LLMs werden eher die Chatter- und CallCenter Mitarbeiter (bei Dienstleistern) in Indien gefährden. Die Leistungsträger in den Kernbereichen der Entwicklung eher nicht.

Blutschlumpf schrieb:
Bekommen so ein Angebot dann pauschal alle in einer Abteilung oder haben die sich die schlechtesten rausgesucht?
Prinzipiell gehen ja vermutlich ansonsten die besten zuerst weil die am ehesten was neues finden.
Solche Angebote sind dann auch eine Vorstufe, so dass das Kalkül (bei unbedingten) Angeboten dazu führt:
  1. Rentennahe Gutverdiener (L4+?) gehen in Frührente…
  2. Leistungsträger und solche mit anderweitigen Angeboten versüßen sich den Wechsel
  3. Neugründungen nehmen das Geld auch mit
  4. Es bleiben definitiv diejenigen, die auf dem Arbeitsmarkt chancenlos wären oder deren Leistungen man nicht klar messen kann (Corporate Zombies, Scrum Master, …)
  5. … sowie diejenigen, denen gerade sozial oder finanziell den Ausstieg nicht passt (z. B. Jungeltern).
Vermutlich wird Microsoft bemüht sein, die guten zu halten. Man müsste auf die Details schauen.

StephenFalken schrieb:
warum macht sich Microsoft so einen Stress? ich dachte, in den USA ist hire-and-fire normaler Alltag?
Die Pressemeldung an sich schon macht Kündigungen in der Branche opportun.

Erkekjetter schrieb:
Man hat in dieser Euphorie des Wachstums eingestellt ohne Ende,
Exakt! Auch in Deutschland. Und dann ist es für manche traditionelle Manager sehr schwer, die Leistung zu sehen, richtig einzuschätzen, richtig einzusortieren, und eben den Mitarbeiter zur größten Wirkung zu „managen“. Besonders in Deutschland ein großes Problem – darf ich dir aus meiner Warte eröffnen. Fachfremde sind häufig überfordert, PM und Frontline-Management sind verschieden Skillsets, keine bzw. falsche Methoden (aus irgendwelchen Blogs?!), ….

Du hast da ganze Teams die “bad teams” sind, die dann irgendwie beschäftigt werden müssen. Besonders vom Manager, der bemüht ist dass nicht auffällt, dass auch er sonst gehen müsste (kein Kündigungsschutz ab gewisser Personalverantwortung).

ruthi91 schrieb:
Darf man sich selbst nicht als "gut" einschätzen während es Freunden, Kollegen, Familie usw. bereits schlechter geht oder die Aussichten definitiv düster sind?
Der @PhiE ist nicht auf dem Laufenden, und war vielleicht nicht arbeitslos. Gut für ihn.

Was du auch nicht hast: Gekürzte Bezugszeiten bei Eigenkündigung (vllt. i. V. mit einer Abfindung), so dass es ALG fast nur noch 6 Monate lang gibt, und Monate mit nichts (2–3 sogar gleich am Anfang!) – auch nicht HIV.
Dann die neuen Gängelungen, wie Offenlegung aller Konten per Kontoauszug (mittlerweile auch ohne Option zu Schwärzen) samt der damit verbundenen Erklärungswut.
Keine zwei Jahre ALG für Ü40 mehr, wie früher usw.

Wohnungen über 45m² oder solche überm Schnitt, in denen Alt-Mietverträge eingerechnet werden, musst du auch aufgeben, das finanziert das Amt bei HIV nicht unbedingt. Es ist also gut möglich, dass sich die Person fast sechs Monate aus dem Ersparten über Wasser gehalten hat (Kündigugnswelle in Probezeit?), in HIV rutscht, und dann sogar einen Umzug und eine höhere Neumiete stemmen muss. Parallel zur Jobsuche.

pseudopseudonym schrieb:
Bis da Geld rumkommt, müssen die erstmal ganz viel Wohlstand und Altersvorsorge (abgesehen von so Schrott wie Riester) abbauen und somit richtig weit abstürzen.
Richtig. Es geht hier zwar um Kündigungen außerhalb Deutschlands, aber hierzulande: Der Fondssparplan u. ä. muss aufgezehrt werden bevor es Geld gibt. Nur vom Staat anerkannte Vorsorge (Riester hehehe!) ist halbwegs sicher.

SuperHeinz schrieb:
Wem es denn um einen sicheren Job geht, der sollte sich eben einen solchen im Öffentlichen Dienst besorgen.
Langfristig werden wir uns einen Staatsanteil von über 50% nicht leisten können.

Mal davon ab, dass die Umgebung um dich herum immer mehr (latent) aggressiv und unangenehm wird.
 
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Tsu schrieb:
Richtig. Es geht hier zwar um Kündigungen außerhalb Deutschlands, aber hierzulande: Der Fondssparplan u. ä. muss aufgezehrt werden bevor es Geld gibt. Nur vom Staat anerkannte Vorsorge (Riester hehehe!) ist halbwegs sicher.
Genau deswegen hatte ich schon mehrfach Kollegen (gerade die, die nicht in DE aufgewachsen sind), die mich gefragt haben, ob man aus dem Sozialsystem genauso raus kann wie aus der gesetzlichen Krankenkasse. Schön wärs!
 
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subcontractor schrieb:
Die angedachte Erbschaftsteuer fällt nur auf Gewinne an und nicht auf den Wert des Unternehmens.
Von daher kann man das Erbe immer antreten und keine Firma macht dicht
Weil das das Ganze ja so viel besser macht.
Ändert im Grunde nichts an meinen Aussagen.

Und deine süffisante Art und Unterstellungen kannst du für dich behalten.

Willkommen auf meiner Ignore 👋
 
subcontractor schrieb:
"Altparteien" ist ein Begriff vom Rechtsextremen Rand
Keine Ahnung in welcher Bubble du dich aufhältst, aber du solltest dich eher fragen, wenn du sowas weißt.
Ganz davon ab hinkt dein Vergleich doch von vorne bis hinten. Die SPD gibt es schon mehr wie 150 Jahren und die CDU gibt es seit Ende des WW2.
Die AFD und Grünen gibt es wie lange? 15 und 50 Jahre?

Altparteien passt sehr passend zu den beiden.
 
Dr. MaRV schrieb:
Dein Lohn/Gehalt wird nur einmal besteuert, mit Lohnsteuer. Also musst du kein zweites Mal ran.
Was? Während deines Berufslebens bezahlst Du viele Jahre lang Rentenbeiträge aus bereits versteuertem Einkommen. Gleichzeitig greift im Alter aber schon ein hoher Steuersatz auf die ausgezahlte Rente (im Jahr 2026 müssen Neurentner bereits 84 % ihrer Rente grundsätzlich versteuern). Also bist Du vom Mond dass Du das nicht weißt ?
 
@NoNameNoHonor Das ist Unfug. Befasse dich damit und komm dann wieder. Wenn, sind davon wenige Menschen betroffen. Ist man davon betroffen kann man dagegen vorgehen. Dazu bedarf es einer Analyse der persönlichen Beitragshistorie. Betroffen können nur Menschen sein, die bereits vor 2005 Rentenbeiträge abgeführt haben. Also Geburtenjahrgänge vor ca. 1989. Die 84 % bedeuten auch nicht, dass 84 % der Rente besteuert werden.
 
catch 22 schrieb:
60000 Mitarbeiter in 4 Ländern (USA, Kanada, Großbritannien und Indien) wobei ich mal vermuten würde, dass die meisten der Betroffenen in den USA und Indien sein werden...
Wichtig ist vor allem der Satz:
Die neue Runde fällt mit rund 60.000 Berechtigten fast siebenmal so groß aus. Microsoft erwartet jedoch eine deutlich niedrigere Annahmequote als im Frühjahr.
 
TerraNomad schrieb:
Man muss sich ja schon fragen wie sinnvoll es ist so ein Angebot nicht anzunehmen, gerade in Ländern wo es keinen Kündigungsschutz gibt wie in Deutschland.
Insgesamt weiß man dann wohl mit Erhalt der Email was die Stunde geschlagen hat.
Kündigungsschutz in DE gibt es nur noch für Härtefälle. Ansonsten wurde bereits alles so weit abgebaut, dass es immer leicht ist jemanden los zu werden und sei es mit der minimal möglichen Abfindung, wo auch gerne der Staat dann die Hand aufhält ^. (USA copy/paste DE)
So ein Angebot nicht anzunehmen, hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Für manche rentabel, für andere eher der Untergang. Müsig darüber zu debattieren XD
 
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SuperHeinz schrieb:
Als ich mit 17 angefangen habe, mit monatlichen Beträgen eine Rücklage in Form einer privaten Rentenversicherung aufzubauen, haben alle gelacht. Ebenfalls kamen Lacher, als ich diese Kapitalversicherung nach einigen Jahren gekündigt habe und nunmehr mein Geld in den privaten Aktienmarkt investiert hatte.

Heute lacht von denen keiner mehr.
Na dann hoffen wir mal alle, dass nicht in Zukunft ne Regierung hergeht und die Vermögenssteuer wieder einführt und den Wohlhabenderen die Kohlen wegnimmt um damit einen Ausgleich zu schaffen.

Du weist, wer als letztes lacht, und so.
 
Eine Kapitalertragssteuer muss doch ein jeder abführen, der Beträge aus seinem Vermögen abzieht und auf ein privates (Giro-)Konto überweisen will. Abzüglich den 1000 Euro Freibetrag sind das 25 % Kapitalertragssteuer, plus Soli, plus Kirchensteuer, plus Soli. Jeweils auf den Gewinn, den man mit deinem Kapital erwirtschaftest hat. Also ganz einfach erklärt, in Wahrheit ist das schon noch ein bisschen komplizierter und macht die eigenen Steuererklärungen im darauffolgenden Jahr auch weitaus interessanter.
 
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Dr. MaRV schrieb:
@NoNameNoHonor Das ist Unfug. Befasse dich damit und komm dann wieder. Wenn, sind davon wenige Menschen betroffen. Ist man davon betroffen kann man dagegen vorgehen. Dazu bedarf es einer Analyse der persönlichen Beitragshistorie. Betroffen können nur Menschen sein, die bereits vor 2005 Rentenbeiträge abgeführt haben. Also Geburtenjahrgänge vor ca. 1989. Die 84 % bedeuten auch nicht, dass 84 % der Rente besteuert werden.
Na rate Mal welche Jahrgänge demnächst und die nächsten 25 Jahre in Rente gehen... das sind richtig viele Menschen. Und alle sind davon betroffen. Derjenige, der Unfug erzählst bist zweifellos Du selbst.
 
Deckimbal schrieb:
Heute schafft so ein Harnes mit mehreren Agents in einem Tag das, wofür ganze Teams vor zwei Jahren noch Monate gebraucht haben. In besserer Qualität, mit besserer Dokumentation und besser getestet.

Wo kann man davon profitieren? Aktuell ist die allgemeine Software Qualität so reudig wie noch nie. Sei es Windows, Treiber, Firmware für Multimedia Geräte, Software in Autos, überall ist die Qualität absoluter Scheiß geworden.
 
NoNameNoHonor schrieb:
Na rate Mal welche Jahrgänge demnächst und die nächsten 25 Jahre in Rente gehen... das sind richtig viele Menschen. Und alle sind davon betroffen. Derjenige, der Unfug erzählst bist zweifellos Du selbst.
Nein. Befasse dich damit. Offensichtlich hast du keinerlei Ahnung wovon du schreibst. Nur weil man zu den Übergangsjahrgängen gehört, bedeutet das nicht automatisch von einer Doppelbesteuerung betroffen zu sein! Das kann überhaupt nicht pauschal festgestellt werden.

Entscheidend ist, ob die voraussichtlich steuerfrei bleibenden Rentenzahlungen mindestens so hoch sind wie die aus versteuertem Einkommen geleisteten Rentenbeiträge.
Seit 2023 werden die Rentenbeiträge zu 100 % aus unversteuertem Einkommen geleistet.
 
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CMDCake schrieb:
Wo kann man davon profitieren? Aktuell ist die allgemeine Software Qualität so reudig wie noch nie. Sei es Windows, Treiber, Firmware für Multimedia Geräte, Software in Autos, überall ist die Qualität absoluter Scheiß geworden.
Das kommt halt auch drauf an welches Model man wie und wofür einsetzt. Vieles von dem was JETZT erscheint ist schon vor Monaten angefangen worden (schlecht) zu entwickeln.

Und am Ende muss man sehr viel testen oder oft auch was verwerfen wenn man merkt die eigene Spec war zu ungenau. Es ist viel mehr Management, Planung, Top-Level Verständnis über mehrere Felder was man jetzt braucht statt stumpf zu sagen "ich code immer React.js".

Man darf hier nicht den Fehler machen den leider fast jedes Management macht und denken: jetzt können wir noch schneller noch mehr Features raushauen. Man hat so nur mehr Baustellen. Aber wenn ich sehe was ich jetzt automatisiert hinbekommen hab an Testing und Fine-Tuning für kleine Schachnetze oder Quantisierungstools, da hättest mir drei Spezialisten früher Monate dran gesessen. Aber eben: testen, prüfen, in Frage stellen, auch mal was verwerfen und den Fokus bewahren - dann kann absurd geil optimierte Ergebnisse erzielen.

Und viele Coder sind so sehr sie "ihren" Code verstehen nicht imstande ein bisschen mehr Gartenübergreifend zu denken, verstehen die Infrastruktur darunter nicht oder die Systeme auf denen am Ende was laufen muss etc. ändert auch nix an ihrer Kompetenz in IHREM Bereich. Nur ist AI ein komplett anderes Game als lediglich "ich schreibe Code".
 
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Entlassungen und Freistellungen machen mir auch etwas Angst.

Im Endeffekt haben Deutschland und Europa mit ihrer Politik und ihren ständigen Vorgaben versagt. Speziell in der EU müsste das gesamte Führungspersonal ausgetauscht werden. Die Mitgliedsländer müssen für ihre fiskalischen Verfehlungen bestraft werden. Alle Vorgaben zu ESG und Nachhaltigkeit gehören gekippt. Mit den CO2-Vorgaben schiesst sich die EU seit Jahren selbst ins Bein, ohne einen positiven Effekt weltweit zu erzielen. Der Verbrauch fossiler Rohstoffe wie Öl und Gas steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Was die EU an CO2 spart, vor allem im Zuge von Deindustrialisierung, wird in anderen Ländern mehr erzeugt, da die Industrie dorthin abwandert (auch als Carbon Leakage bekannt). Da die EU weltweit keine Softpower hat, werden ihre Strategien für den Klimawandel ignoriert. Es ist ein Kontinent, der von Leuten regiert wird, die mit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr geeignet sind für ihren Job.

Das Gleiche gilt auch für Deutschland. Keine Partei ist geeignet, die aktuellen und zukünftigen Probleme zu lösen.
 
ragnarok666 schrieb:
das Rentenalter auf 48 zu senken
Die 4-Tage Woche und ständiges blau machen per Telefonkrankschreibung reichen wohl nicht, nun soll auch noch das Renteneintrittsalter gesenkt werden? Das geht so nicht, wir faules Pack arbeiten doch schon jetzt viel zu wenig! ;)
 
Jetzt wurde hier schon so viel von Finanzierung und so gesprochen...


Ernst gemeinte Frage:

Wo kommt Geld eigentlich her?
 
Fragt sich eigentlich noch wer, was dort die knapp 240.000 Angestellten eigentlich machen? Bilden die Menschenketten, um den Kaffee an die richtige Position zu befördern?

TerraNomad schrieb:
Das ist sogar gesetzlich verankert in Deutschland, dass er das muss und das ist auch gut und richtig so.

Du meinst wie bspw. als Audi seine Mitarbeitenden in Kurzarbeit schickte, aber gleichzeitig die Dividende erhöht hat? Eine Firma ist Ihren Eigentümern verpflichtet und niemand anderem.

Simanova schrieb:
Solange sie die Callcenter mit nuschelnden Fremdsprachlern austauschen, gerne.
Gestern wieder eine Stunde in der Microsoft Hotline gehangen aus beruflichen Gründen.

Was hilft hier eine "K"I, die dafür nicht nuschelnd nur Blödsinn quasselt und Null hilfreich ist? Jedes Mal, wenn eine "K"I beim Support annimmt, springt der Puls direkt auf 180, weil ich genau weiß, dass mir der Schwachsinn 15 Minuten Zeit klaut, die jeder nuschelnde Fremdsprachler in 3 Minuten erledigt hätte.
 
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H3rby schrieb:
Du meinst wie bspw. als Audi seine Mitarbeitenden in Kurzarbeit schickte, aber gleichzeitig die Dividende erhöht hat? Eine Firma ist Ihren Eigentümern verpflichtet und niemand anderem.
Hat unsere Firma auch ein paar Mal gemacht, sogar mit Absprache vom Gesamtbetriebsrat, für alle in Vollzeit-Jobs, die zu leistenden Wochenstunden auf 36 Stunden abgesenkt. Die Alternative wäre gewesen, eine adäquate Anzahl von Leuten zu entlassen. So haben das Gesundschrumpfen die natürliche Fluktuation und die Eintritte ins Rentenalter erfolgreich übernommen.

Und eine Dividende wird ja immer erst geraume Zeit nach dem Jahresabschluss ausgezahlt.
 

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