ich erzähle mal wie ich die ms sache sehe, ist völlig meine meinung und muss nicht stimmen. aber vielleicht erklärt es, warum ich mit vista nicht so glücklich bin. ich möchte aber betonen, dass ich nie geschrieben habe, vista ist scheisse oder sowas in der art. ich kritisiere gerne und lobe auch gerne. die idee von vista war gut, nur der zeitpunkt der entwicklung war völlig falsch.
als xp geplant wurde, hat man zwei teams gebildet, das eine team waren die NT entwickler von win2000, dass andere team waren leute, die sich profilieren mussten, mit neuen ideen, ehrgeizigen ideen. da xp nur sehr kurz existieren sollte, würden die ursprünglichen NT entwickler später das vista team ergänzen, die sich dann auf vienna konzentrien könnten. xp war nur als schnellschuss geplant und hat deswegen einige konzeptionelle fehler, das sind interne funktionen, die nach aussen für den user kaum sichtbar sind. da gibt es probleme mit währung und datumfunktionen und noch ne ganze reihe, einfach weil bereiche falsch dimensioniert sind und schnittstellen teilweise wiedersprüchlich sind, und das zieht sich durch das ganze system durch.
xp war fertig, 2003? sollte vista kommen, die entwicklung von vista war aber ein fehlschlag, es gab da nichts wo die NT entwickler mitcoden konnten, großteil umsonst, viel geld verpulvert. ok, vista wurde entschlackt und neu desinged, team 1 musste was neues bringen, win 2003 wurde geboren, hat diesmal die fehler von xp vermieden, daher top system, aus fehlern gerlernt. win2003 war fertig, und vista? eigentlich sollte vienna schon wieder vista ablösen. ok, dann halt noch ein zwischenschritt, win2003 entschlackt und mit 64bit compiler neu gemacht und für den anwender rausgebracht, damit nicht zuviele zu linux abspringen (vorallem wissenschaftsgebiete, die auf mehr ram angewiesen sind und auch die vorzüge von 64bit nutzen wollten). xp64 basiert auf ner guten basis, in der jahrelange erfahrung steckt. und nun? die öffentlichkeit (aktionäre) warten auf vista, also jetzt der letzte crashversuch, xp entwickler nun zum vista projekt. und die haben respekt verdient, xp, win2003, win2003 64 / xp64 entwickelt während vista sich zum alptraum entwickelt hat. ein gutes system ist nun zum sterben verurteilt, wegen vista.
was war nun das problem von vista? es wurde auf den konzeptionellen schwächen von xp designed. neue ideen auf ner wackligen basis, von vornerein zum scheitern verurteilt. auch war der stand der hardware damals noch nicht so weit, kein 64bit, kein direct x 9, kein TPM und nun hat die hardware vista eingeholt!
64bit, TPM, HDMI, directx 10, quadcore-architektur und dieses permanente hinterherhinken und redesign der schnittstellen verschlingt geld, unser geld! was sich ms durch die verschärfte lizenzpolitik vom anwender zurückgehollt hat. wenn ms gewinne vorzeigen musste, wurde immer die preisschraube bischen angedreht, in allen ms produkten. die aktionäre sind zufrieden, die anwender kotzen.
die vistaplanung war ein disaster, weil zu früh passiert und meiner meinung nach waren da träumer am werk, nicht aber softwareingeneure. und die entwicklungskosten schön auf uns abgewälzt... und der alptraum ist immer noch fertig. was können wir erwarten? ein völlig zusammengeflicktes werk, wo hunderte was gebastelt haben - ich hab mal gelesen, im schnitt sind programmierer zwei jahre bei microsoft, danach sind sie "ausgebrannt".
der code wird bombastisch sein, jede funktion wird durch 10 workarounds geschützt sein, nur damit kein bluescreen kommt. nach 6 jahren permanenter flickerei kann niemand ein gutes system rausbringen, nicht bei der masse an köchen. am ende wirds natürlich irgendwie laufen, nur der preis ist zu hoch.
... und die neuerungen für die lange zeit und kosten viel zu gering.