News Milliarden für Computerchips: Deutschland lockt die Chipindustrie mit Zuschüssen

SVΞN

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Finde ich gut so, wären auf jeden Fall besser, als Milliarden für neue Waffen. Schade, dass wir in Europa es nicht mal hinbekommen, ein eigenes Intel, Microsoft oder Google auf die Beine zu stellen.
 
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Man kann nur hoffen das sich noch mehr in Deutschland ansiedelt.
 
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BorstiNumberOne schrieb:
Finde ich gut so, wären auf jeden Fall besser, als Milliarden für neue Waffen. Schade, dass wir in Europa es nicht mal hinbekommen, ein eigenes Intel, Microsoft oder Google auf die Beine zu stellen.

Das würde auch keiner kaufen, einfach weil der Benchmarkbalken der anderen erstmal länger wäre, nichtmal seine docx Dokumente gescheit bearbeiten werden könnte und bei einer Marktposition von über 95% eh keiner eine Alternative kennen wird.
Die einzigen die es wirklich schaffen dahingehend ihre eigenen Ökosysteme aufzubauen sind die Chinesen. Sie haben einen ausreichend großen Markt um ihre Lösungen gut kultivieren zu können und schütze diese auch konsequent bis sie groß genug sind.
Stell hier mal Whatsapp ab und sag den Menschen sie sollen was anderes benutzen: pure Anarchie mit Mord und Totschlag. Nein, der Zug ist abgefahren. In diesen Technologien haben wir nix mehr zu melden. Fabriken zum Bau fremder Technologie ist das Höchstmaß was hier noch möglich ist.
 
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Die Unabhängigkeit von der Chipindustrie aus den USA und Asien kann aber nicht damit erfolgen, dass die dort ansässigen Unternehmen gefördert werden. Qualcomm produziert auch in China und darf nicht einfach so jeden Chip an Huawei verkaufen.

Was wir brauchen ist eine europäische Chipindustrie, dann macht die Strategie auch Sinn
 
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43 Milliarden klingt nach viel, man hat aber auch viele viele Jahre geschlafen und dann sind 43 Mrd plötzlich ziemlich wenig. Wenn man da wirklich mitspielen wollen würde müsste man wohl mindestens nochmals ne 0 hinten dran hängen
 
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naja bei den steuern ist das nicht wirklich viel oder ein bonus
 
Beelzebot schrieb:
In diesen Technologien haben wir nix mehr zu melden. Fabriken zum Bau fremder Technologie ist das Höchstmaß was hier noch möglich ist.
Das ist purer Quatsch, Du solltest Dich mal mit der Industrie 4.0 beschäftigen und der ganzen Thematik inkl. der Forschung und Investitionen dahinter. Wir spielen in der Nanotechnologie mit, ebenso speziell im Maschinenbau und in der Mikroelektronik per se.

Wir bekommen hier kein zweites Intel mehr, aber Dein Satz , dass wir in den Technologien nix mehr zu melden haben, ist purer Unsinn.
 
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Beelzebot schrieb:
Das würde auch keiner kaufen, einfach weil der Benchmarkbalken der anderen erstmal länger wäre, nichtmal seine docx Dokumente gescheit bearbeiten werden könnte und bei einer Marktposition von über 95% eh keiner eine Alternative kennen wird.
Die einzigen die es wirklich schaffen dahingehend ihre eigenen Ökosysteme aufzubauen sind die Chinesen. Sie haben einen ausreichend großen Markt um ihre Lösungen gut kultivieren zu können und schütze diese auch konsequent bis sie groß genug sind.
Stell hier mal Whatsapp ab und sag den Menschen sie sollen was anderes benutzen: pure Anarchie mit Mord und Totschlag. Nein, der Zug ist abgefahren. In diesen Technologien haben wir nix mehr zu melden. Fabriken zum Bau fremder Technologie ist das Höchstmaß was hier noch möglich ist.
Das wäre ziemlich schnell möglich. Es gibt in Deutschland sicherlich Millionen Bürorechner in Behörden, die an sich wohl auch mit nem Smartphone Chip genutzt Leistung hätten. Wenn man wollte könnte man wie die Russen und Chinesen einfach sagen, dass da keine CPUs aus Drittstaaten verbaut werden dürfen.

Aber hey, wir schaffen es ja nicht mal uns von MS zu lösen und da gibt es sehr sehr viele sehr weit entwickelte Lösungen.

Von daher, wenn man will geht das schon. Man will nur nicht... 👎
 
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Finde ich die richtige Richtung. Investitionen in Chips sind Investitionen in die Zukunft.
Ohne Halbleiter geht gar nichts und wenn USA oder Asien Lieferungen stoppen sind wir zurück in der Steinzeit.

Nur wird Europa mit 43 Mrd noch lange nicht unabhängig. Da müssten schon 430 Mrd. fließen.
 
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Imho "zu spät", "zu viel" und ironischerweise zeitgleich auch "zu wenig" (weil "in der Sache").
Das alles (auf Bundesebene wie auch auf EU Ebene) wäre nötig und mit damals geringeren Summen möglich gewesen, bevor z.B. Siemens und Nokia ihre Handyproduktion in NRW einstampfen wollten, Nixdorf als Computerhersteller noch existent gewesen wäre, Infinion mehr als nur den Verwaltungssitz in Deutschland hatte...

Und es wäre vor allem nötig gewesen, dass die Glasfaserpläne nicht in den ersten paar Jahren der Kohl Ära, als Akt der Freundschaft zu Leo Kirch, eingestampft wurde. Diese Entscheidung damals die Glasfaserpläne zu canceln, kommt uns erheblich teurer als man es auch nur in den finstersten Träumen hätte erahnen können, alleine schon aufgrund der zeitlichen Verzögerungen die dadurch entstanden sind.
Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, solange nicht eine echte flächendeckende Infrastruktur für wirklich schnelle Internetzugänge vorliegt, ist es ziemlich egal was und wen wir mit beliebig hohen Geldsummen anlocken, denn mehr als die, die aktiv angelockt wurden, werden kaum kommen, womit es fraglich ist, ob sie bleiben werden, wenn die Subventionen ausgelaufen sind, sobald jemand anderes mit neuen Geldern lockt und einfach nicht eine echte gesunde lebende "IT Industrie mit allem drum und dran" (also auch in den Bereichen, Bildung, Forschung und Entwicklung) in der EU heimisch ist, die für sich genommen bereits ein Argument ist, sich hier anzusiedeln.
 
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Skysnake schrieb:
Aber hey, wir schaffen es ja nicht mal uns von MS zu lösen
Abwarten.
Der CIO der Bundes treibt mit den Eignern das Mehrländerverbunds der AöR Dataport den Open Source Arbeitsplatz im public sector. Da sind diverse Ministerien beteiligt.

https://twitter.com/cio_bund/status/1455847661291122688

Und ja, diesen Arbeitsplatz gibt es, ich durfte ihn letzten Herbst schon testen :)
Das POC war erfolgreich.

Der Hashtag #DigitalSouverän ist der Tritt in den Unterleib Microsofts.
Ich erlebe (kein Hörensagen, ich arbeite selbst u.a. in diesen Projekten), wie panisch Microsoft gereade ihre Sales - und Partner-Direktoren durch den public sector jagen, weil genau das passiert: Das Lösen von MS.
 
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Ich habe immer ein wenig Bauchschmerzen bei solchen Subventionen.
Im Endeffekt werden ausländische Firmen mit Geld "zugeschissen", dass sie hier etwas produzieren. Dies wird dann oft mit den Steuereinnamen aus den Gehältern schöngerechnet, was schon sehr grenzwertig ist. Die Unternehmen ansich zahlt oft sehr wenig Steuern.
Oft wird dann in den Standorten nichts mehr von den Unternehmen selbst investiert und nach einiger Zeit wenn die Fabrik "totgefahren" wurde, zieht man an den nächsten Standort wo wieder massig Geld fließt.

Unabhängigkeit schafft man so nicht.

Ich würde mich eher über die Förderung von deutschen Unternehmen freuen, welche hier auch bleiben wollen und etwas voranbringen.

Es müssen ja nicht immer die Highend- Chips sein, die Krise hat ja gerade gezeigt, dass es häufig an an den billigsten Bauteilen liegt, dass ein Highend- Produkt nicht fertiggestellt werden kann.
 
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Ich frag mich wann Rechenzentren zu den Privilegierten Stromkunden zählen. Die bekommen auf Umlagen bis zu 99,8% Rabatt.
Ich kenne Firmen die zahlen netto (also ohne MwSt) weniger als 7 ct/kwh
 
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Beelzebot schrieb:
Nein, der Zug ist abgefahren. In diesen Technologien haben wir nix mehr zu melden. Fabriken zum Bau fremder Technologie ist das Höchstmaß was hier noch möglich ist.
In dem Artikel ging's aber sowieso nicht um Softwarekonzerne wie Facebook oder Google. Und wozu sollten die überhaupt Fabriken haben?
Beim im Artikel erwähnten IPCEI weren u.a. Leistungshalbleiter und Sensoren aufgeführt. Was Sensoren anbelangt, haben wir mit Bosch einen Pionier der MEMS-Technik mit riesigem Marktanteil. Was Leistungshalbleiter anbelangt, sind wir mit Infineon Weltmarktführer. Hier sind es eher die Chinesen und die Amis, die da mal nicht viel zu melden haben. Deutschland und Japan sind hier am wichtigsten.
 
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Laphonso schrieb:
Der Hashtag #DigitalSouverän ist der Tritt in den Unterleib Microsofts.
Ich erlebe (kein Hörensagen, ich arbeite selbst u.a. in diesen Projekten), wie panisch Microsoft gereade ihre Sales - und Partner-Direktoren durch den public sector jagen, weil genau das passiert: Das Lösen von MS.
Und da MS Lobbyisten wie Sand am Meer hat, bin ich da wenig zuversichtlich. Egal wie gut es wird.

Ohne ein harte gesetzliche Vorgabe , also ein Lex MS, sehe ich da eher schwarz
 
Naja, ich weiss nicht so recht was Unabhängigkeit bedeutet. Dann übernimmt der Asiate eben in 5 Jahren die fertige Fabrik.
 
Laphonso schrieb:
Wir spielen in der Nanotechnologie mit, ebenso speziell im Maschinenbau und in der Mikroelektronik per se.

Cool, wirklich cool. Aber solange wir es nicht schaffen damit deutsche Produkte auf den Markt zu bringen ist das alles nix wert. Wir finanzieren Forschung und Aufbau, abkassieren mit den Produkten tun dann doch wieder Amis. Eben weil:

Laphonso schrieb:
Wir bekommen hier kein zweites Intel mehr
 
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