Mit dem Chef per du oder sie?

surfix schrieb:
...Ein Chef der sich mit du anreden läst verliert in meinen augen jedliche Autorität.

Mit welcher Begründung?Wie geasgt, bei mit in der Firma werden die 4 Vorstände inkl des Vorsitzenden mit Du angesprochen und alle werden respektiert und haben weiterhin Autorität.
 
Das kann von mir aus jeder handhaben wie er will. Ich seh es hald so.
 
Mein Chef will geduzt werden und ich finde das zum Kotzen. Ich würde ihn lieber siezen...aus persönlichen Gründen, die hier nix zu suchen haben. ;)

Muss surfix übrigens zustimmen.

Eine gewisse Distanz sollte in bestimmten Beziehungen einfach vorhanden sein, und sei es durch die Anrede.

Duzen darf man mich, wenn man ein gutes, insbesondere persönliche Verhältnis zu mir hat.
 
Duzen darf man mich, wenn man ein gutes, insbesondere persönliche Verhältnis zu mir hat.

ganz genau so sehe ich das auch. Ich hab nichts gegen duzen. Aber Irgendwo sollte einfach eine gewisse Distanz herschen.
 
Ich käme niemals auf die Idee, den Captain oder Chief zu duzen. Gleiches gilt für den Personalchef, Schiffseigner und Geschäftsführer der Reederei.

Es funktioniert viel über Respekt, teil dieses Respektes ist eben auch wie angesprochen Distanz und das wird von persönlicher Anrede nicht unterstützt.

Ich fand es damals in der Schule schon unerträglich mit den Lehrern auf du zu sein.

In meiner Branche ist es sicherlich extremer als in anderen Bereichen, wenn ich mir vorstellen mit 2-3 Leuten, einer davon als Chef, in einem kleinen Designstudio etc. zu sitzen, könnte ich es mir auch leichter vorstellen aber auch nur wenn man schon auf etwas aufbauen kann. Jahrelange gemeinsame Arbeit z.B.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, mit meinem Chef bin ich per du, wie auch mit den meisten in meiner Firma. Ausgenommen sind vielleicht der Generaldirektor oder einige sonstige hohe Authoritäten (Finanzchef oder Werksleiter). Aber auch selbst mit dem Personalchef bin ich per du :)
 
Mein aktueller Vorgesetzter hat mir (und meinen Kollegen) von Anfang an das "Du" angeboten und es haben auch alle angenommen. Ansonsten herrscht das allgemeine "Sie" zwischen den Mitarbeitern, die nicht direkt miteinander zu tun haben.

Mitglieder aus der Geschäftsleitung werden generell bei uns gesiezt. Es ist allerdings auch schon mehrfach vorgekommen, dass ich mit den entsprechenden Personen in einer Konferenz in englischer Sprache gesessen habe, wo man sich dann paradoxerweise dann wieder mit dem Vornamen anspricht. :freak:

Prinzipiell ist das "Sie" zwar eine Art des Respektes gegenüber dem anderen aber gerade in international operiernden Unternehmen, wo man vielleicht den direkten Vorgesetzten in Deutschland "siezt" und im Gegenzug jedoch den obersten Geschäftsführer aus dem fernen Osten oder Übersee auf englisch "duzt", wird das "Sie" mehr oder weniger ad absurdum geführt. :)

mfg Simon
 
Schon richtig, wenn es jedoch umgedreht ist, d.h. deutsche Geschäftleitung und lediglich die Offiziere ->"Abteilungsleiter" sag ich mal, aus dem Ausland sind, verstärkt es die Position der Führungebene umso mehr.

Wenn ein nicht dt. Crewmitglied hier mit dem dt. cpt spricht sagt er selbstverständlich you, fügt allerdings alle drei Sätze noch ein sir an den Satz an.
 
Prinzipiell ist das "Sie" zwar eine Art des Respektes gegenüber dem anderen aber gerade in international operiernden Unternehmen, wo man vielleicht den direkten Vorgesetzten in Deutschland "siezt" und im Gegenzug jedoch den obersten Geschäftsführer aus dem fernen Osten oder Übersee auf englisch "duzt", wird das "Sie" mehr oder weniger ad absurdum geführt.
Im Englishen gibt es doch auch die Höflichkeitsform. In "You" kann sowohl Sie als auch Du dahinterstecken.
Aber das stimmt schon, Vorname ist daneben.
 
Cheffe sie

Zum Gesellen und Azubi Du.

Aber unser geselle sagt auch Du zum Cheffe naja ist ja auch schon älter der mann^^
 
Da ich bei der Bundeswehr bin, ist ein "SIE" fürm ich bei allen Laufbahnhöheren Soldaten natürlich Pflicht. Die mir weisungsbefugten Mannschafter kann man aber durchaus duzen.
 
"You" im Englischen ist übetragen das "Sie". Die Englische DU-Form ist ausgestorben und lautete "Thou". Also versuch mal lieber jemanden auf Englisch zu duzen ;-)
 
Aus Prinzip erstmal mit jedem Sie, wenn der Chef das Du anbietet gerne (soweit der ansonsten i.O. ist) - hängt aber auch ab wie groß die Firma ist in der man gerade arbeitet.
 
Siezen schafft eine im Arbeitsleben notwendige Distanz. Es vermittelt Respekt und die nötige Höflichkeit, wodurch das angebotene Du zwischen Kollegen und Bekannten wertvoller wird.

Neue Leute, die mich sofort duzen wollen, kommen mir komisch vor. Schwierig wird's, wenn man in eine jeder-zu-jedem-per-Du-Firma kommt, da sollte man sich nach ein paar Tagen anpassen.
 
Da ich ja noch Azubi bin, habe ich quasi versch. "Chefs" um es mal so auszudrücken.

Zum einen meinen Ausbilder im (wir nennen es) "Lehrlabor", der macht mit uns Lehrgängen, Prüfungsvorbereitung usw. usw.

Er ist zwar noch recht jung, so Mitte-Ende 30, aber wir siezen ihn.

Unseren Ausbildungsbeauftragten in einer Abteilung/Betrieb, bin Azubi bei ner sehr großen Firma und bei uns sagt man "Lehrwerkstatt/Lehrlabor" und halt draußen im Betrieb, da kommts drauf an. Einige haben mir das Du angeboten, was ich natürlich sofort angenommen habe andere Wiederrum nicht.
Was ich eigentlich immer hasse, wenn ich von einem Ausbildungsbeauftragen geduzt werde er mir aber irgendwie das Du selbst nicht anbietet...er duzt mich und ich sieze ihn halt...das ist immer so ne Zwicklage...ein Beispiel war als ich in einer Abteilung war, da war ich ca. 6 Monate lang..mein Abba hat mich geduzt aber er hat mir selbst nicht das Du angeboten...als die 6 Monate fast rum waren habe ich ihn dann auch geduzt bzw. mit Vornamen angesprochen...
 
Das Duzen hat nichts mit respektlosigkeit zu tun.
Viel mehr ist es für viele Chefs ein Zeichen dafür, dass man sich nicht von der Führung distanziert.

Ich habe in der Vergangenheit öfters gemerkt, dass wenn Chefs gesiezt werden möchten - und ich sie duze - sie mehr Respekt für mich und sich empfinden.

Ganz einfach weil das Siezen an sich unpersönlich und "kalt" rüberkommt'.
Beim Duzen hat man einen direkteren Draht und kann im besten Fall sogar eine Art von kollegialem Verhalten zu seinem Vorgesetzten aufbauen.

Am Besten ist es natürlich, wenn man sich das von anfang an "erschleicht". So, dass es mit der Zeit selbstverständlich wird.

mfg,
Markus
 
Ich finde duzen vollkommen in ordnung solenge es der ranghoehere anbietet.

Wenn es der Chef einem nicht anbietet, wuerde ich auf jedenfall beim Sie bleiben.
(wobei ich es ok finde, wenn der Ranghoehere einen duzt, diesen auch zu dutzen- ausgenommen BUND vielleicht)
Anderst herum geht gar nicht und man kommt unhoeflich rueber.
Selbst das Ansprechen mit dem Vornamen heisst nicht umbedingt das man schon per Du ist.

@markus

Da hast du Glueck gehabt - sowas geht in 99% der Faelle nach hinten los.
Wenn der chef dich Sietzt heisst das meist das auch er gesiezt werden moechte und distanz wahren will.
Wenn du Ihne nun unaufgefordert duzt kommt das meist sehr unhoeflich/ ungebildet / respektlos rueber. Die wenigsten werden deinen Mut bewundern das du dich das traust - sondern werden davon ausgehen das Dir dir die noetige erziehung und der noetige respekt fehlt um in der Firma aufzusteigen.

natuerlich hat Duzen nichts mit respektlosigkeit zu tun - es geht nur darum wie man dazu kommt jemanden zu duzen (ob man es einfach ungefragt macht oder es im einverstaendnis festlegt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich muss man an jeden Chef anders ran gehn.
Aber ich verwette meinen Rechenknecht darauf, dass ich mich mit jedem problemlos Duzen würde ;)

mfg,
Markus
 
markus1234 schrieb:
So nebenbei, niemand kann oder darf dich zum "Siezen" zwingen.

Hm, müsste das nicht umgekehrt sein? Niemand kann oder darf dich zum "Duzen" zwingen.

Ich bin schon etwas älter und bin eigendlich der Meinung das jeder darauf bestehen kann von den anderen "gesiezt" zu werden.

Gruß Schaby
 
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