mobile GPU genau so undervolten wie Desktop-Variante

Schulausstatter

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Hallo an alle OC/UV-Spezialisten,

gibt es bei der Vorgehensweise für eine 5070Ti mobil (mit 12GB) die gleiche Kurvenvariante zum UV wie bei der Desktopversion oder gibt es generell bei mobilen Chips andere Anpassungen? Die KI gab auf meine Suchanfrage direkt an, dass das nicht ginge, weil:
nicht direkt auf mobile GPUs übertragbar, da diese unterschiedliche Hardware, Kühlkonzepte und Treiber-Optimierungen aufweisen.

Ist das KI Geblubber oder undervolte ich die mobile 5070Ti genau so wie meine mobile 4060 (8GB) von 2023?


Viele Grüße

Update: Laut PCGH geht das mit aktuellen GPUs nicht mehr so gut wie damals. Also lieber lassen auf dem Gaming-Laptop? 10-15% weniger Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung bei kaum spürbarem Performanceverlust war in der Vergangenheit immer ein großer Motivator.

https://www.pcgameshardware.de/Gefo...ebertakten-OC-Tuning-Undervolting-UV-1470563/
 
Ich würde behaupten es gibt keine allgemeingültige Aussage dazu weil bei mobiler Hardware es oft davon abhängig ist was der Hersteller denn an Veränderungen zu lässt, also ob den OC/UV möglich ist. Aber das Prinzip ist und war, mehr oder weniger, immer das gleiche
 
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Mal davon absehen, dass du Dich aufgrund der per se geringeren TDP in anderen Takt/Spannungsbereichen befindest, ist das Unvervolting mit Afterburner genau gleich.

Nach meiner Erfahrung mit einer RTX 4080 Laptop sind die mobilen GPUs allerdings schon relativ gut "ausoptimiert" ich konnte nicht mehr viel rausholen, wenn es um Min/Maxing geht.

Zum allgemeinen Stromsparen aber immer noch sinnvoll.
 
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Schulausstatter schrieb:
Ist das KI Geblubber oder undervolte ich die mobile 5070Ti genau so wie meine mobile 4060 (8GB) von 2023?
Darauf gibt es keine einfache Antwort. Das ist von Notebook-Hersteller zu Notebook-Hersteller verschieden und es kommt auch immer auf die eingebaute mobile GPU an, die ist meist auch ein Produkt des Notebook-Herstellers. Und auf deren eingestellte TDP, sowie das verwendete Netzteil.

Die Unterschiede von Desktop-GPU zu mobiler GPU sind gravierend. In der Regel stimmt alleine der in etwa gleich klingende Name überein. Die GPUs sind aber völlig verschieden zueinander. Bei mobil zu mobil aus verschiedenen Generationen KANN es ganz ähnlich sein. Da muss man sich tief in deren technische Daten einarbeiten.

Früher war das einfacher, als es von Nvidia zum Beispiel für Notebooks noch die allgemeinen mobil-Grakas und die Max-Q-Grakas gab. Aber dieser Unterschied ist mittlerweile Geschichte, jeder Notebook-Hersteller darf mittlerweile sein eigenes Süppchen kochen und die Spanne reicht dann mitunter von 50 Watt TDP bis zu 150 Watt TDP für die gleiche mobile Graka. Das Studium der technischen Daten eines Notebooks ist daher sinnvoll und auch das Hoffen darauf, dass der Hersteller diese Angaben tatsächlich auch veröffentlicht.
 
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SuperHeinz schrieb:
Darauf gibt es keine einfache Antwort.
Eigentlich schon. Am Prozess selber (Curve über MSI Afterburner) hat sich absolut nichts geändert. Nur bist Du halt je nach GPU und TDP in anderen Spannungen/Taktbereichen. Kannst also nicht einfach irgendein UV von einer 5070 Ti Desktop von einem anderen User kopieren. Aber das war ja eigentlich noch nie so, weil jede GPU etwas anders ist.
 
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Ich bezog mich auch auf diese Frage:
...gibt es bei der Vorgehensweise für eine 5070Ti mobil (mit 12GB) die gleiche Kurvenvariante zum UV wie bei der Desktopversion oder gibt es generell bei mobilen Chips andere Anpassungen?
 
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Schulausstatter schrieb:
gibt es bei der Vorgehensweise für eine 5070Ti mobil (mit 12GB) die gleiche Kurvenvariante zum UV wie bei der Desktopversion oder gibt es generell bei mobilen Chips andere Anpassungen?
Sicherlich nicht, denn erstens nutzt die 5070Ti mobile den Chip der 5070 non Ti Desktopversion und zweitens sind Powerlimits, Spannungen und Taktraten auf den mobile Varianten viel niedriger. Eventuell werden die Chip auch selektiert und näher an der Grenze betrieben.
Letztendlich muss man einfach ausprobieren, was möglich ist.
 
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Schulausstatter schrieb:
10-15% weniger Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung bei kaum spürbarem Performanceverlust war in der Vergangenheit immer ein großer Motivator.
Das hat's noch (fast) nie gegeben.

Bei den Mobile GPUs war fast immer schon so, dass die gleichnamige mobile GPU den Chip der nächstkleineren Desktop GPU verbaut hatte und dazu dann noch deutlich niedriger getaktet hat.

Versuch mal, die 300W der 5070 Ti in einem Laptop unterzubringen...

Desktop 5070 Ti: 300W, GB203 mit 8.960 Shader, 256-Bit Speicherbus
Mobile 5070 Ti: 60~115W, GB205 mit 5.888 Shader, 192-Bit Speicherbus -> beschnittene und untertaktete RTX 5070

That said...
Schulausstatter schrieb:
nicht direkt auf mobile GPUs übertragbar, da diese unterschiedliche Hardware, Kühlkonzepte und Treiber-Optimierungen aufweisen.
Quatsch. Undervolting hat eigentlich immer funktioniert in Laptops.
Overclocking ist was schwieriger, da die Kühlung (und teils auch Stromversorgung) meistens auch im Werkszustand schon am Limit ist.
 
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Rickmer schrieb:
Undervolting hat eigentlich immer funktioniert in Laptops.
Overclocking ist was schwieriger, da die Kühlung (und teils auch Stromversorgung) meistens auch im Werkszustand schon am Limit ist.
So wie heutzutage Grafikkarten undervoltet werden, ist es doch quasi ein Overclocking. Es ist ja nichts anderes, als das ich die gesamte Kurve Takt zu Spannung nach oben schieben und dann bei einem beliebigen Takt ggfs. "glätte". Das Glätten ist quasi das "Begrenzen" auf eine Spannung.
Aber defacto fahre ich bei der Spannung jetzt einen höheren Takt als er ursprünglich für diese Spannung vorgesehen war.

Will ich die Leistung erhalten und das nur effizienter, versuch ich die Kurve soweit zu erhöhen, dass bei der gewünschten Spannung halt der Takt anliegt, den die Karte normalerweise bei der maximalen Spannung hätte.
Will ich das frei gewordene Budget ggfs. für mehr Leistung aus nutzen, spare ich mir das glätten einfach.
 
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@kachiri OC und UV waren schon immer dasselbe Prozedere mit anderem Endziel...

OC will mehr Takt für seine Spannung, UV will weniger Spannung für seinen Takt. In beiden Fällen muss man den Betriebspunkt näher ans Limit bringen, nur das Ziel der Übung unterscheidet sich.
 
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kachiri schrieb:
So wie heutzutage Grafikkarten undervoltet werden, ist es doch quasi ein Overclocking.
Sehe ich auch so, da Notebook GPUs in der Regel durch das Powerlimit begrenzt werden, erreicht man durch UV höhere Taktraten. Um nur die Effizienz zu verbessern, müsste man das Powerlimit entsprechend absenken bzw. den Takt limitieren. Klassisches OC lässt das Kühlsystem gar nicht zu.
 
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@Rickmer
Und halt das Vorgehen.
Egal ob UV oder OC - auch beim UV will ich ja quasi die Leistung konservieren. Weil wenn ich einfach nur Strom sparen will und auf Leistung verzichten kann, dann setze ich im Grunde nur das Powerlimit herab.
Dann sage ich der Grafikkarte halt einfach: Du darfst nur noch x Watt verbrauchen und sie wird innerhalb der Stock Curve (Takt zu Spannung) sich entsprechend verhalten.
Das ist aber im Grunde kein Undervolting. Denn es kann durchaus sein, dass je nach Lastzustand innerhalb des Powerlimits die maximale Spannung anliegt.

Undervolting und Overclocking hängt für mich direkt miteinander zusammen. Nur am Ende unterscheidet sich das vorgehen.
Beim Overclocking schiebe ich die gesamte Spannung/Takt-Kurve nach oben. Sagen wir mal meine 5080 boostet bei 1.030V auf 2750 MHz und bei 0.950V nur auf 2450 MHz. Ich ziehe die gesamte Kurve um 300 MHz nach oben, dann habe ich halt die 2750 MHz bereits bei 0.950V.
Wenn ich jetzt aber nicht die Taktpunkte danach "glattbügle", wird die Karte im Rahmen des Powerbudgets höher takten, weil sie weiterhin bis zu 1.030V (das ist quasi das harte Limit, höher geht die Spannung nicht) an Spannung haben darf.

Der Unterschied besteht also nur im Endschritt.
Aber im Grunde ist auch schon Undervolting perse ein Overclocking und insofern: Wenn ich eine mobile GPU undervolten kann, kann ich sie auch overclocken.
Gerade bei mobilen Chips wird durch das undervolten ja direkt Powerlimit frei.


Kurz:
UV ist Overclocking mit dem Ziel, die Stock Leistung bei niedrigerer Spannung (einhergehend mit niedrigerer Leistungsaufnahme) zu konservieren oder vielleicht sogar ein Tick mehr Leistung rauszuholen.
Die Grenzen zum reinen OC sind hier ja im Grunde fließend: Denn beim reinen OC spare ich mir einfach das Glätten der Kurve.
(UV kann ich natürlich auch so betreiben, dass ich für noch mehr Energieersparnis bei aber möglichst wenig Leistungsverlust auch einen Spannungspunkt fixiere, der unter den Stock Boost liegt)


Aber gerade bei einer mobilen Grafikkarte, die häufiger im Powerlimit hängt, kann da ggfs. mehr Leistung herausgeholt werden, als bei einer Desktop Karte die ohnehin überwiegend eher ein gutes Stück von seinen Powerlimit-Reserven entfernt ist.

Oder sagen wir so: Klassische OC würde eigentlich bedeuten, dass ich nicht nur an Kurven rumfuchtle, sondern eigentlich auch ordentlich an Powertarget und Spannungsmaximum herangehe. Nur das wird bei modernen Karten ja ziemlich hart limitiert in der Regel.
 
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Hat jetzt nicht unbedingt mit dem Thema direkt zu tun und wird dann wahrscheinlich ins Aquarium verbannt, trotzdem mein Beitrag...
Warum wird ständig zuerst die KI befragt und nicht erst lebendige Menschen in unseren Foren?
Wir beschweren uns auch hier über den KI-WAHN und die daraus resultierenden Preise im Hardware-Markt. Die KI "zerstört" unser Hobby!
Dennoch benutzt es fast jeder.
Warum?
Okay, das ist jetzt nur ein Gedanke von mir, aber feuern wir nicht damit die ganze Misere an?
 
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danke für euer feedback. laut PCGH ist es aber nicht so einfach wie früher, denn: "Eine genaue Steuerung ist deshalb aktuell nur bedingt möglich, weshalb der Prozess viel Geduld und eine gewisse Fehlertoleranz erfordert. Dies liegt am neuen Taktverhalten der Blackwell-Architektur, bei der die Frequenz dynamisch an den jeweiligen Workload und die Auslastung angepasst wird. Eine saubere Kontrolle über die Spannung-Frequenz-Kurve ist damit schwieriger als bei früheren Generationen."

zum Thema KI: Hätte ich direkt hier geschrieben, wären User gekommen, die mich darauf verwiesen hätten, doch bitte mal vorher die KI dazu zu befragen. man kann es nie jedem recht machen. ;)
 
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Schulausstatter schrieb:
Eine genaue Steuerung ist deshalb aktuell nur bedingt möglich, weshalb der Prozess viel Geduld und eine gewisse Fehlertoleranz erfordert. Dies liegt am neuen Taktverhalten der Blackwell-Architektur, bei der die Frequenz dynamisch an den jeweiligen Workload und die Auslastung angepasst wird. Eine saubere Kontrolle über die Spannung-Frequenz-Kurve ist damit schwieriger als bei früheren Generationen.
Ja, der Takt springt quasi ein wenig. Funktioniert aber fast noch genauso
 
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Schulausstatter schrieb:
bei der die Frequenz dynamisch an den jeweiligen Workload und die Auslastung angepasst wird
War das vorher den anders? (RTX 4000) - ist aber erstmal kein Problem. Die GPU mag den Takt zwar dynamisch nach Last anpassen, aber wenn dann nur nach unten mit weniger Spannung. Der wichtige Punkt ist ja der obere Punkt von Takt/Spannung im Curve Editor und da hat sich nichts geändert.

Und da gehen dann immer noch als OC/UV z.B. 2500@0,85V statt z.B. 2350@0,925V (ausgedachtes Beispiel)

Schulausstatter schrieb:
und die Spannungskurve um 50mV runterziehen auf den Takt?
Du machst 3D Mark an (am besten TimeSpy Test 2 im Loop, nicht Test 1) und schaust erst einmal wo deine GPU unter Volllast genau liegt. (z.B. 900mV)

Dann entscheidest du wieviel Einsparung es sein soll. (z.B. 850mV) und versuchst auf diesem Punkt den maximal lauffähigen Takt zu ermitteln. Danach verläuft die Curve gerade, sodass die GPU Takt/Spannung nicht mehr weiter erhöht.

Im regulären GPU Limit wird dieser Punkt dann gehalten, auch wenn es mit weniger Last mal nach unten gehen kann.

Das ganze sieht dann optisch z.B. so aus
1769847298414.png
 
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