Die meisten 3,5mm-Inputs rauschen so stark, weil die geleistete Versorgungsspannung deutlich zu gering ist. Infolge ist das Signal zu schwach und muss softwareseitig angehoben werden. Problem bei der Sache: durch den digitalen Boost von bis zu +30 dB verstärkt man eben nicht nur das Nutzsignal (die eigene Stimme), sondern auch sämtliche von der Elektronik ausgehende Inteferenzen einschließlich des Eigenrausches des Mikrofons.
Eine simple USB-Soundkarte kann in der Regel bis zu 4,5V von der USB-Leitung abzweigen und das Signal somit besser verstärken. Zudem wird hier meist besser von den Inteferenzen der umliegenden Hardware im Gehäuse entkoppelt.
Soweit die Theorie.
In der Praxis kann es passieren, dass die Anbieter solcher extrem billigen USB-Karten vom einen auf den anderen Moment den verbauten Chip wechseln und den Wirkungsgrad somit deutlich verschlechtern. Bandrew vom YouTube-Channel "
Podcastage" hat das nach einem größeren Roundup einmal ganz exemplarisch bewiesen.
Wer Probleme mit dem Input seines Onboards oder gar seiner Soundkarte hat, kann es durchaus mit einer kleinen USB-Soundkarte versuchen. Man sollte sich nur vor Augen halten, dass die Fertigungstoleranz in diesem Preisbereich äußerst variabel ist. Wenn einmal Lieferengpässe bestehen, wird halt der nächstbessere (oder in dem Fall schlechtere ^^) Wandler verbaut und somit auch die Signalqualität gefährdet. Was in den ganzen Amazon-Rezensionen zu verfolgen ist, ist daher auch mit äußerster Vorsicht zu genießen, da sich die Produktionsbedingungen nunmal jeden Moment verändern können.
Bezüglich des ModMic:
Die Kapsel ist in der Produktion vermutlich keine 20 Cent wert. Den Löwenanteil zahlt man für den Ansteckmechanismus, welcher derzeit leider immernoch ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. So lange niemand Konkurrenz macht, kann Antlion dafür verlangen, was sie wollen.