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News Modern Warfare 4: Activision nutzt Bilder von echter tödlicher Katastrophe

- Faxe - schrieb:
@Pandora Wir reden hier von Hinterbliebenen. Glaube die haben durchaus ein Mitspracherecht.
Ja, es gibt auch viele Opfer die von einem Tiger-Panzer getötet worden sind und ihre Nachkömmlinge, nehmen wir jetzt den Tiger aus dem Spiel wenn dessen Texturen/Strukturen abfotografiert wären?

Oder darf man überhaupt ein Kriegsspiel spielen was den zweiten Weltkrieg als Hintergrund hat? Wär der Untergang der Lusitania oder der unzähligen zivilen Frachter in einem U-Boot-Spiel verboten wenn sie Fotos als Grundlage für Texturen/Strukturen hätten?

Für mich wäre vielleicht ne Grenze erreicht wenn ein Opfer persönlich identifizierbar wäre.
 
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@Zhenwu Was die Moral damit zutun hat? Meist sollten Gesetze auf moralische Werte Aufbauen. Du kannst das Gesetz bis zurück zum Grundgesetz zurück fuhren, dass der Staat die Würde des Menschen schützen kann und darum eben auch Aufnahmen von Menschen in einer Notsituation nur unter sehr begrenzten Bedingungen erlaubt. Erkläre mir warum das Gesetz nicht auf Moralische Werte Aufbauen soll und die betrifft?

Und deine andere Frage ist genauso Unsinnig. Einerseits habe ich hier nicht begonnen zu behaupten, dass das ja total legal wäre sondern habe das nur mal eingeordnet, dass das eben durchaus nach deutschen Gesetz verboten sein könnte und andererseits zeigt es auch, dass du noch nicht im geringsten den Unterschied verstanden hast wenn eine Nachrrichtensendung über tagesaktuelle Ereignisse des öffentlichen Interesse berichtet oder eben ein kommerzielles Computerspiel zu Unterhaltungszwecken etwas zeigt. Aber gern suche raus, dass die Angehörigen sich gegen das Zeigen in den Nachrrichten gewehrt haben. Vermutlich haben die aber auch den Unterschied erkannt.

Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass das Problem der Angehörigen ist, dass man mit ihnen so böse umgeht sondern deren Peobken ist, dass man pietätlos mit ihren verstorben Verwandten/Freunde/Bekannten umgeht.
Edit: Schon aus dem Artikel: "noch auf die Würde der Verstorbenen Rücksicht genommen worden sei"
 
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Taigabaer schrieb:
Ja, es gibt auch viele Opfer die von einem Tiger-Panzer getötet worden sind
Ja stimmt und wenn man diese Szenen mit realen Personen im Spiel abbilden (oder 1zu1 nachbilden) würde, dann wäre das verwerflich, oder? Wir sprechen hier eben nicht von einem fiktiven Beispiel wie du es genannt hast... Im guten Glauben, nehme ich einfach mal an du hast da etwas überlesen? Denn ansonsten ergibt deine "Argumentationskette" gar keinen Sinn. Da werden reale Personen abgebildet, sonst gäbe es ja keine Beschwerde... Das ist auch keine Killerspieldebatte, bei der generell Gewalt in Spielen angeprangert wird... Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.
 
Pandora schrieb:
Sowas ist seit Jahren gängige Praxis bei Filmen und auch Spielen, und ich finde das auch völlig legitim.
Es gibt viele Dinge die irgendwie gängige Praxis und trotzdem moralisch verwerflich sind. Vor allem wenn sich wie hier die Angehörigen beschweren, dann ist das auch einfach zu respektieren und es erübrigt sich jede Diskussion. Nur eine Sekunde mal daran denken wie man sich selbst fühlen würde, träfe das einen eigenen Angehörigen und der moralische Kompass eines jeden halbwegs normalen Menschen sollte wieder nach Norden ausgerichtet sein..
 
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Janoe schrieb:
Es gibt viele Dinge die irgendwie gängige Praxis und trotzdem moralisch verwerflich sind. Vor allem wenn sich wie hier die Angehörigen beschweren, dann ist das auch einfach zu respektieren
Aber genau das ist doch passiert, der Entwickler hat sofort reagiert.
Ergänzung ()

CwUVaN schrieb:
@Zhenwu Was die Moral damit zutun hat
Du hast doch den Zusammenhang mit der Moral verknüpft, nicht ich.

Und du scheinst nicht zu verstehen, dass Schmerz nichts mit einem Zusammenhang zu tun hat.
 
@Zhenwu, nun, der Punkt ist, es hätte erst gar nicht so passieren sollen/dürfen. Für einen Klipp, der sowieso so kurz ist, hätte man ohne irgend einen Verlust an Qualität, einen fiktiven/erstellten verwenden können, die Geschichte wäre absolut gar nicht schlechter erzählt worden. Einen Zusammenhang oder eine historische einordnung wie es zB eine Dokumentation oder Nachrichten machen, gibt es hier einfach nicht. Spätestens jetzt ist das Argument "Aber die Medien und Dokus machens doch auch" also hinfällig (mal davon abgesehen, dass man zumindest hier in D und auch Ö, als Journalist nicht einfach irgendwelceh Bilder und Vdieos von Opfern zeigen darf). Ich frage mich schon, wozu man so was überhaupt einbaut?

Persönlich glaube ich zwar, dass das keine "böse Absicht" oder "Kalkül" gewesen ist, wie hier einige unterstellen, allerdings glaube ich, dass da einfach jemand schlampig oder ohne zu hinterfragen gearbeitet hat. Und ja, so etwas ist halt auch ein Fehler, der einem professionell arbeitenden Menschen nicht passieren sollte (aber natürlich kann). Moralisch kann man das trotzdem ohne Probleme hinterfragen. Ist ja Schön, dass sie reagiert haben, finde ich gut, aber es nicht zu tun, wäre aus reiner PR Sicht (aka aus Moralischen Gründen) gar keine Option gewesen.

Ich gehe zwar von der "Unschuldsvermutung" aus, werde es aber nicht einfach so verteidigen und bin auf einer moralischen Ebene einfach dagegen, dass so etwas GENERELL abseits von historischen oder dokumentarischen und gut eingeordneten Spiele/Filmen/Medien gemacht wird, außerdem ist ein "zeitlicher" Abstand wichtig. Es geht ja auch nicht darum, zu verbieten, darüber zu reden oder zu berichten.

Wir sprechen hier durchwegs von Moral was nichts mit dem "Recht" zu tun haben muss (aber kann), weil einfach niemand hier (behaupte ich jetzt einfach mal ganz dreist) ein Jura Studium mit nem Fokus auf südkoreanischem oder amerikanischem Recht abgeschlossen hat... Wer also irgendwas davon redet, dass das Legal sei, sollte das eigentlich auch irgendwie verifizieren. Muss man natürlich nicht, dann muss man halt mit den Konsequenten aka Antworten klar kommen und dann nicht herum heulen, wie unfair es nicht sei, dass man keine echten Opfer einer Katastrophe in ein fiktives (nicht historisches/dokumentarisches) Spiel einbauen darf/soll.

Ich weiß, ich hab einiges eh schon einmal so ähnlich geschrieben, aber scheinbar muss man das immer wieder tun, damit die Leute es überhaupt lesen...
 
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NeerG schrieb:
Ich weiß, ich hab einiges eh schon einmal so ähnlich geschrieben, aber scheinbar muss man das immer wieder tun, damit die Leute es überhaupt lesen...
Ja, so ist das in einem Forum: Man bekommt nicht alle Beiträge mit oder hat nicht die Zeit, alles von Anfang an akribisch zu lesen, und steigt dann irgendwo ein.


Definitiv ein komplexes Thema und du hast recht, vielleicht ist das in Südkorea sogar erlaubt …
 
NeerG schrieb:
Da werden reale Personen abgebildet, sonst gäbe es ja keine Beschwerde... Das ist auch keine Killerspieldebatte, bei der generell Gewalt in Spielen angeprangert wird... Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.
Hast Recht, das mit der Rettungskraft ist bei mir untergegangen. Kommt drauf an ob man sie und das/die Opfer erkennen kann.
 
Finde ich schwierig, einerseits klar das man das als Angehöriger nicht gut findet, andererseits die Frage ab wann es ok wäre sowas zu nutzen, oder ab wann es quasi einen so "historischen" Hintergrund hat, dass es "egal" ist was jemand dazu sagt.
Dann kommen noch solche Dinge hinzu wie abstrakt der Ausschnitt ist, hier z.B mit der Wiederbelebungsmaßnahme:
Ich würde es anders einordnen wenn man in dem Ausschnitt z.b ganz klar erkennen könnte wo es sich abspielt, z.B direkt vor irgendeinem Restaurant.

Hier habe ich mal eine Umfrage erstellt:
https://www.computerbase.de/forum/t...n-katastrophen-in-spielen-siehe-news.2281215/
 
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Nunja, wenn es tatsächlich keine Absicht war, dann ist die Sache aus meiner Sicht mit der Entschuldigung und dem entfernen „gegessen“, wenngleich mir die Hinterbliebenen trotzdem leidtun.

Sollte sowas aber nochmal passieren, wäre es Absicht. Und das ist aus meiner Sicht zu verurteilen.
 
NeerG schrieb:
das Thema ist komplex und deshalb wollen viele wieder einfach Antworten (wobei es die in dem Fall eigentlich gibt, aber scheinbar muss man es trotzdem weiter ausführen
NeerG schrieb:
Als Grundlage zitiere ich einfach mal Wikipedia:

"Als Moral wird der Teil der Handlungskonventionen bzw. -regeln bezeichnet, deren Befolgung im zwischenmenschlichen Miteinander als „gut"/„richtig" und deren Nichtbefolgung als „böse"/„falsch" bewertet wird. Dies hängt von der jeweiligen Kultur ab. "
Nein, bei dem Thema gibt es in der Tat keine einfachen Antworten, was dein Wikipedia-Zitat auch schön aufzeigt: Moral ist also Handlungskonvention, bei der zwischen gut und schlecht unterschieden wird - und was ist gut und schlecht? Dinge, die wir auf moralischer/ethischer Basis als solche bewerten?

Nennt man dann idem per idem, auf deutsch auch Zirkeldefinition.

Hat schon seine Gründe, warum Philosophen seit einigen tausend Jahren nach einer befriedigenden Begründung und Definition der Ethik und Moral suchen, aber noch keine gefunden haben.

NeerG schrieb:
Natürich kann ich darauf verweisen, dass es ein allgemein Moralisches Verständnis gibt. Nur weil du oder jemand anderes in diesem Kulturkreis ein anderes moralisches Verständnis hat, wird dadurch nicht automatisch das allgemeine revidiert.
Also um bei deiner Definition zu bleiben: Wenn es ein allgemeines deutsches Moralverständnis gibt, und wir das Jahr 1941 schreiben, dann ist es gute Sitte, judenfeindlich zu sein. Das heißt wenn du das nicht bist, dann handelst du unmoralisch, denn nur weil ein paar Ausreißer ein Problem damit haben, hebt das ja noch nicht das allgemeine Moralverständnis auf - stimmst du dem soweit zu?

NeerG schrieb:
Also, weiter im Text, es ist nun wirklich nicht weit hergeholt, dass solche Materialien (also welche wo echte Menschen tatsächlich in Gefahr waren/sind oder tatsächlich gestorben etc.) in Spielen (laut Pressekodex
sogar in Medien, was darunter fällt, darf man gerne selbst auf Wikipedia nachlesen) zu zeigen, in einigen Kulturen - besonders auch der "deutschsprachigen"/europäischen und scheinbar auch der südkoreanischen Kultur -, wenn nicht "böse" dann zumindest als "nicht erwünscht" aka "moralisch falsch" zu werten ist (dazu braucht es übrigens kein Gesetz und auch kein Studium).
Der Pressecodex ist auch der Meinung, dass man Selbstzensur üben und Nationalitäten von Straftätern verschweigen sollte; Damit hat man eine offene Absicht die öffentliche Meinungsbildung durch Weglassen von Informationen zu beeinflussen, was es als moralische Instanz von irgendeinem Wert direkt rauskegelt.

Ich finde es indes lustig, dass du immer wieder die Kultur als Basis für Moral nimmst: Die deutsche Kultur hat nicht nur Nazis und die Stasis hervorgebracht, sondern ist zusammen mit anderen europäischen Nationen vor allem durch eins geprägt: Das Christentum. Leitbild? Jesus, wie er am Kreuz hängt.

Ich halte dabei noch einmal fest, dass du bisher nichts begründet hast: Du hast die Moralvorstellungen vieler als Basis für eine allgemeine Moral genommen, was automatisch subjektiv und eben nicht allgemeingültig ist, und verweist am Ende auf die moralischen Wertungen einzelner, was erneut nichts mit allgemeiner Moral oder irgendwelchen Rechten zu tun hat.

Meine Fragen danach, wer genau zu den Angehörigen zu zählen ist, und wie eine Entscheidung dieser aussehen muss, hast du dabei ignoriert.

MaverickM schrieb:
Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen dem Inhalt der Bilder, der Verwendung in diesem Kontext und vor allem auch die zeitliche Nähe zum eigentlichen Ereignis.
MaverickM schrieb:
dann ist das ein Himmelweiter Unterschied zur Verwendung von Bildern des Seoul-Ereignisses so wie sie hier im Spiel verwendet werden.

Mir ist schleierhaft, warum so mancher diesen Eklatanten Unterschied hier nicht begreifen will.
Mach es doch etwas weniger schleierhaft und erkläre auch, warum es dort so einen eklatanten Unterschied geben soll. In beiden Fällen wird das Leid nicht verwässert, und beiden Fällen will jemand damit Geld verdienen. Wo also kommt da die Spaltung her?
 
Gerade die realistische Umgebung und Hintergrund macht bei einem Spiel den Spielwert, Optik, Spaß. Das war schon bei "Medal of Honor" so, als man den D-Day mit der Landung der Allierten nachspielen durfte. Aber solche Ereignisse liegen halt Jahrzehnte zurück, da kräht kein Mensch mehr danach. Bei der koreanischen Geschichte liegen halt nur 4 Jahre dazwischen, da ist es halt schon sehr schwierig, solche Themen mit einzubinden.
 
Erst die wohl bis dato umstrittensten Szene in einem Game (MW2, Flughafen Mission 'No Russian'), jetzt dieser stilistische & moralische Griff ins Klo.

Was kommt als nächstes?

Spielen wir demnächst für Achievements das Massaker von Butscha (Ukraine, 2022) durch? Oder sammeln wir Highscores beim Replay des Massakers in Israel am 7. Oktober 2023?

Who The F winkt so etwas durch?
 
Fragger911 schrieb:
Spielen wir demnächst für Achievements das Massaker von Butscha (Ukraine, 2022) durch? Oder sammeln wir Highscores beim Replay des Massakers in Israel am 7. Oktober 2023?
Oder in Battlefield Angriffe auf Tanklaster wie in 2009. Oder wir beschützen eine israelische Baggerkolonne, die ins Westjordanland einrückt. Oder wir spielen den Einsatz in Haditha 2005 nach. Oder wir spielen einen Drohnenpiloten, der "Signature Strikes" durchführen darf.

Das Potential ist unglaublich.
 
NissinSama schrieb:
Wo also kommt da die Spaltung her?

Das habe ich bereits. Weiß nicht, wie ich es noch deutlicher schreiben kann.
 
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