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News Modern Warfare 4: Activision nutzt Bilder von echter tödlicher Katastrophe

Protogonos schrieb:
Man spielt doch ein Kriegsspiel
Das war kein Krieg sondern eine zivile Katastrophe, die da zu sehen ist.

 
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Ok, also reale Daten soll man nicht verwenden, aber AI generaten soll man auch nicht. Einfach kein Spiel verkaufen, dann ist jeder happy. :daumen:
 
TechFA schrieb:
Die Verwendung des Materials mit reellem Hintergrund ist absolut pietätlos, Menschenverachtend, wirklich obszön und sowas darf nicht passieren!
Magst du über deinen ersten Satz nochmal nachdenken?
 
NeerG schrieb:
Uff... was lese ich da bitte für Kommentare? Ziemlich bedenklich solche Aussagen, wer so schreibt muss auch mit der folgenden Moralkeule klarkommen. Nachrichten mit einem fiktiven Werk wie einem Spiel, das hauptsächlich der Unterhaltung dient, zu vergleichen ist schon ein ganz "spezieller Balanceakt".

Edit:
Whataboutismus und "das war schon immer so!?!" ist halt auch kein Argument für irgendwas. Natürlich gehts hier auch nicht um Gesetze sonder um Moral, wer das nicht versteht...na ja. Mal davon abgesehen, dass man auch in Nachrichten nicht alles zeigen sollte/muss.
Danke, dass du und andere das geschrieben haben. Dachte auch ich Fall hier noch vom glauben an die Menschheit ab.
Wer so ein Vorgehen wie von Activision in Ordnung findet hat entweder wirklich kaum Empathie oder führt einfach ein wahnsinnig behütetes (und naives) Leben. Oder ist alles OK für den Umsatz?
 
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microproz schrieb:
die meisten in dieser Situation in die Hosen machen würden!
Die meisten würden sich schon in die Hose machen wenn sie plötzlich starke Rückenschmerzen bekommen und dir die Luft weglbeibt und du nicht sitzen, nicht stehen, nicht liegen kannst, nicht lachen kannst. DAS ist der Moment wo dir die Realität bewusst wird.

Hatte ich heute früh. Wollte mich bücken um was aufzuheben, auf ein mal muss sich ein Nervt eingeklemmt haben. Da bleibt dir erstmal die Luft weg.
 
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Gibt’s doch schon ewig, dass reale derartige Videoschnipsel eingesetzt werden, warum juckt das jetzt erst jemanden?
 
DerMond schrieb:
Kein Wunder dass Studios pleite gehen und Entwickler entlassen werden, das scheinen ja oftmals völlig inkompetente und faule Amateure zu sein.
Welcher Entwickler kann denn keinen ausgedachten Kriegsschauplatz kreieren, malen, darstellen oder was auch immer.

Mal ganz abgesehen von der fehlenden Empathie die wieder nur Klischees bedient.

Irgendwie hab ich wohl das Sarkasmus Tag überlesen. Du solltest nicht so pauschalisieren. Der Unterschied zwischen Entwickler und PC Game Designer scheint dir auch absolut unklar. Es gibt Entwickler die schreiben Code für Waschmaschinen, die können garantiert nicht alle Kriegsschauplätze designen
 
Verstehe ich das richtig.

Es ist vollkommen in Ordnung und nicht pietätlos, die Bilder und Videos in Nachrichten, X und Co., durch die Welt zu schicken. Das wird die Hinterbliebenen kaum stören.

Aber sobald diese Bilder für 3 Sekunden in einem Spiel sind geht das gar nicht mehr?
 
Kriegsspiele können an sich schon moralisch differenziert diskutiert werden. Eine 3-Sekunden-Szene verändert diesen Diskurs nicht eklatant. Der Kontext ist auch immer entscheidend.
 
Zhenwu schrieb:
Verstehe ich das richtig.

Es ist vollkommen in Ordnung und nicht pietätlos, die Bilder und Videos in Nachrichten, X und Co., durch die Welt zu schicken. Das wird die Hinterbliebenen kaum stören.

Aber sobald diese Bilder für 3 Sekunden in einem Spiel sind geht das gar nicht mehr?
Ich denke, der Unterschied besteht darin, dass das eine Nachrichten sind, die einen Bildungs- und Informationsauftrag haben, und das andere ein Unterhaltungsprodukt. Über X könnte man auch schon diskutieren, weil es in erster Linie kein Nachrichtenportal ist und auch keine entsprechenden, journalistischen Standards verfolgt (wenn dort private Accounts etwas teilen).

Auch bei Nachrichten gibt es Grenzen , die abzuwägen sind, wie detailliert man etwas zeigt. Ab wann gilt der Informationsauftrag als (ausreichend, aber umfänglich genug) erfüllt? Das wird in entsprechenden Sendeanstalten regelmäßig diskutiert (bei denen einen mehr, bei den anderen weniger...).

So schwarz und weiß, wie die meisten user hier kommentieren ist die Welt nicht. Wäre schön, sehr einfach und mega bequem. Wenn's nach mir ginge, wäre es auch so.
 
Vigilant schrieb:
Korrekt. Und hast du auch abseits deiner eigenen Einschätzung eine Vorstellung, warum das so sein könnte?
Ich hab doch jetzt nur eine Frage gestellt...
ThreepQuest64 schrieb:
Ich denke, der Unterschied besteht darin, dass das eine Nachrichten sind, die einen Bildungs- und Informationsauftrag haben, und das andere ein Unterhaltungsprodukt. Über X könnte man auch schon diskutieren, weil es in erster Linie kein Nachrichtenportal ist und auch keine entsprechenden, journalistischen Standards verfolgt (wenn dort private Accounts etwas teilen).
Ein Argument war: Was macht das mit den Angehörigen, wenn sie die Bilder und Videos im Spiel sehen.
Moralisch betrachtet dürfte darüber auch nicht berichtet werden
ThreepQuest64 schrieb:
Auch bei Nachrichten gibt es Grenzen , die abzuwägen sind, wie detailliert man etwas zeigt. Ab wann gilt der Informationsauftrag als (ausreichend, aber umfänglich genug) erfüllt? Das wird in entsprechenden Sendeanstalten regelmäßig diskutiert (bei denen einen mehr, bei den anderen weniger...).
Na ja, die 3 Sekunden zeigen genau das, was auch in den Nachrichten gezeigt wurde.

Auch Spiele können einen Bildungs- bzw. Aufklärungsauftrag haben.
Wieso sonst gibt es so viele Filme und Spiele über den Zweiten Weltkrieg, 9/11.

Mit dem Argument, dass Angehörige verletzt werden, müssten auch alle Dokumentationen unterbunden werden.
 
Pandora schrieb:
Sowas ist seit Jahren gängige Praxis bei Filmen und auch Spielen, und ich finde das auch völlig legitim.
Aber bei allem gibt es irgend jemanden der sich daran stört und durch die sozialen Netzwerke gibt es dann ganz schnell eine Empörungsspirale...
Frauen gegen ihren Willen zu verheiraten ist in manchen Ländern auchh gängige Praxis. Kinderarbeit woanders auch. Todessrrafe auch. Politische Inhaftierung ebenso. Willst Du das auch alles legalisieren?
 
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Kirche bitte im Dorf lassen… 🤦🏼‍♂️
 
Muntermacher schrieb:
Frauen gegen ihren Willen zu verheiraten ist in manchen Ländern auchh gängige Praxis. Kinderarbeit woanders auch. Todessrrafe auch. Politische Inhaftierung ebenso. Willst Du das auch alles legalisieren?
Das Verwenden von bereits veröffentlichtem Material (nein, es wurde nicht für den Zweck produziert) steht für dich auf der selben Stufe wie Kindermissbrauch oder das Töten von Menschen?
 
...die haben doch echt nur noch Grütze im Hirn ^^

echte Bilder/Video's zeigen? verroht unsere Gesellschaft nicht schon genug? 🤮
 
@Zhenwu
Die Kritik besteht halt darin, dass diese Szenen vom eigentlichen Kontext befreit, dem zivilen Unglück in Seoul mit über 150 Toten und noch mehr Leicht- bis Schwerverletzten, in einem kommerziellen Kriegs-Videogame in einem gänzlich anderen Kontext verwendet wurden.

Darin besteht auch der große Unterschied zur kontextuellen Verwendung in öffentlicher Berichterstattung und Dokumentation.

Die Angehörigen haben sich gegen Verwendung in einem Videogame u.a. mit dem Hinweis auf die Würde der Opfer verwehrt. Activision hat das anerkannt und wird diese Szenen entfernen.

Die Frage ist halt, warum bei Activision das nötige Fingerspitzengefühl für eben jenen Aspekt fehlt? Dazu gibt es, wie hier gut zu beobachten, halt allerhand unterschiedliche Reaktionen, Meinungen und Haltungen, die wiederum Reaktionen bei den Diskutierenden bewirken.

Am Ende dreht man sich wieder in der häufigen Verteidigung eigener und dem Infragestellen anderer Meinungen im Kreis.

Wie jemand hier schon mehrfach anmerkte, ist das alles für den Gegenstand selbst ohne Relevanz, weil bereits eine Einigung und Lösung zwischen den Betroffenen gefunden wurde und vor hier aus eh kein Einfluss darauf genommen werden kann. Eigentlich könnte man die Diskussionen, zumindest zu diesem Aspekt, beenden.
 
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Weil hier einige schreiben, dass das ja kein rechtliches Problem wäre: In Deutschland könnte es § 201a StGB betreffen, weil es die Hilflosigkeit einer Person zeigt. Ob die Ausnahmen wirklich greifen müsste erst geklärt werden. Bei Nachrrichtensendungen wäre das viel eher der Fall und darum sind diese Beispiele auch vollkommen unsinnig weil ein komplett anderer Zusammenhang.
 
@CwUVaN Was haben die Moral und den Schmerz der Angehörigen mit dem Zusammenhang zu tun?
Für die spielt es absolut keine Rolle, ob sie die Bilder in Nachrichten sehen, in einer Dokumentation oder in einem spiel.
Es schmerzt ohnehin, ganz gleich in welchem Zusammenhang.
 
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