möglichst günstiger PC für Blender 2.80, 2.81

freifacht

Ensign
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Hallo zusammen,
nachdem mein Rechner gerade die Grätsche gemacht hat, muss ich mir baldigst etwas neues besorgen.
Da ich mich zudem auch in Blender (2.8/2.81) einarbeiten möchte, sollte das System ausreichend Reserven haben, damit es nicht direkt in die Knie geht, wenn man etwas komplexere Objekte/Szenen bearbeiten möchte. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich erwarte, superaufwändige Szenen einfach mal so „aus dem Ärmel geschüttelt werden" können.
Früher habe ich regelmäßig PCs zusammengestellt und -gebaut, bin aber schon seit längerem komplett raus aus der „Szene".
Daher wollte ich fragen, ob Ihr mir ein paar Empfehlungen, möglichst günstig :D, für eine passende MoBo-CPU--GraKa-Kombi geben könnt..
Es darf von den Modellen her auch etwas älter oder gebraucht sein (es muss also nicht die teuerste High-End Variante für Profis sein), sofern sie in die Spezifikationen: Blender-Specs passen.
Vielleicht könnt Ihr mir den einen oder anderen Tipp geben, auch wenn meine Vorgaben nicht sonderlich konkret sind.

Jedenfalls Danke schon mal :)

PS: Spieletauglichkeit ist für mich irrelevant
 

ghecko

Rear Admiral
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Welches OS nutzt du? Und was möchtest du an Geld ausgeben?

Und liste mal dein altes System komplett auf, scheinbar willst du ja nur die Kernkomponenten tauschen, also ein Upgrade machen.
 

freifacht

Ensign
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danke,
OS ist Win 10, vorhandene (relevante) Komponenten sind 2 x 8GB G.Skill Ripjaws DDR 3 -1600 PC3 - 12800 - Riegel.
MoBo ist ein Asrock 880 GM-LE (Onboard-Grafik) mit einem Athlon II X4 (genaues Modell habe ich aktuell nicht im Kopf).
Nach heutigen Maßstäben schon eine etwas lahme Gurke.
Die genauen Bezeichnungen der Komponenten wie Gehäuse oder Festplatten erspare ich mir, weil diese eher weniger Einfluss auf die "Blender-Tauglichkeit" haben.
Allerdings könnte ich mir eine SSD als Systemplatte gut vorstellen, sowie eher 32 anstelle der vorhandenen 16 GB RAM.

Da sich beim Einschalten außer dem CPU-Lüfter und Netzteillüfter nichts anderes zur „Mitarbeit" überreden lässt (alle gängigen Empfehlungen ausprobiert), kein Piepsen ertönt und auch die Resettaste null Auswirkung hat, gehe ich davon aus, dass das MoBo „durch ist", weshalb eine Weiterverwedung des selbigen unwahrscheinlich scheint.

Wieviel ich ausgeben möchte?
Wie gesagt, so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Deshalb auch der Hinweis, dass es auch etwas betagtere Komponente oder gar gebrauchte sein dürfen. Es muss kein Profisystem werden.
Mir würde es reichen, flüssig im aktuellen Blender unter Nutzung der aktuellen Features im Darstellungs- und Renderbereich arbeiten zu können.
Es geht nicht um megakomplexe Szenen mit „Gazillionen" Polygonen und Shadern etc., aber er sollte auch nicht gleich in die Knie gehen, wie der jetzige, wenn sich das eine oder andere Extra-Polygon in der Szene tummelt.
K.A., könnte da man schon mit ca. 500€ etwas anständiges zusammenstellen?
Wie gesagt, gebraucht und nicht das allerneueste Modell wäre völlig OK
 

chithanh

Commander
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Relevant wäre auch noch welches Netzteil du hast.

Relativ viel Blender-Leistung fürs Geld gibt es beim Ryzen 3600 und bei der Vega 56. Beides gleichzeitig ist aber eher außerhalb deines Budgets, weil du auch noch RAM brauchst.

Mögliche Konfiguration:
AMD Ryzen 5 2600, 6x 3.40GHz ~123€
Gigabyte B450M S2H ~56€
Crucial Ballistix Sport LT grau DIMM Kit 16GB, DDR4-3000, CL15-16-16 ~71€
Sapphire Pulse Radeon RX Vega 56, 8GB HBM2 ~267€
Zusammen ~517€

Eine günstige Alternative zur Vega 56 ist eine gebrauchte R9 Fury für ~120€ in der Bucht. Dann könntest du dir auch noch eine SSD und 32 statt 16 GB RAM leisten:
(CPU/Mainboard wie oben)
Crucial Ballistix Sport LT grau DIMM Kit 32GB, DDR4-3200, CL16-18-18 ~142€
Kingston A2000 NVMe PCIe SSD 500GB, M.2 ~63€
Zusammen ~504€
 

ghecko

Rear Admiral
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https://geizhals.de/amd-ryzen-5-2600-yd2600bbafbox-a1804462.html?hloc=at&hloc=de
https://geizhals.de/sapphire-pulse-radeon-rx-570-8g-g5-11266-66-20g-a1995991.html?hloc=at&hloc=de
https://geizhals.de/crucial-ballistix-sport-lt-grau-dimm-kit-16gb-bls2c8g4d32aesbk-bls2k8g4d32aesbk-a1971755.html?hloc=at&hloc=de
https://geizhals.de/asrock-b450m-pro4-f-90-mxbab0-a0uayz-a2014944.html?hloc=at&hloc=de
https://geizhals.de/crucial-mx500-500gb-ct500mx500ssd1-a1745351.html
https://geizhals.de/be-quiet-pure-power-11-400w-atx-2-4-bn292-a1910200.html

525€, das ganze könntest du theoretisch in dein altes Gehäuse packen.
32GB ist aber bei dem Budget nicht drin, dazu müsstest du etwas mehr Geld bereitstellen:
https://geizhals.de/crucial-ballistix-sport-lt-grau-dimm-kit-32gb-bls2c16g4d32aesb-bls2k16g4d32aesb-a1971756.html

Eine APU wäre auch ne Möglichkeit, mit dem 2400G kann man bereits realistisch an so etwas arbeiten:

Mit dem Prozessor würde man sich auch die GPU sparen und Budget wäre frei für 32GB RAM, Sinn macht diese Menge aber in der Konfiguration noch nicht. Eine Szene die mehr RAM benötigt, ist auch zu viel für die APU.
Aber wenn man die APU nur als Platzhalter für einen späteren 3700X+Vega56 sieht, kann man das so machen. Hier sollte aber das Netzteil eher aus der 550+ Wattklasse kommen um den Aufrüstungen Stand zu halten:

https://geizhals.de/amd-ryzen-5-2400g-yd2400c5fbbox-a1758261.html
https://geizhals.de/crucial-ballistix-sport-lt-grau-dimm-kit-32gb-bls2c16g4d32aesb-bls2k16g4d32aesb-a1971756.html
https://geizhals.de/asrock-b450m-pro4-f-90-mxbab0-a0uayz-a2014944.html?hloc=at&hloc=de
https://geizhals.de/crucial-mx500-500gb-ct500mx500ssd1-a1745351.html
https://geizhals.de/be-quiet-pure-power-11-600w-atx-2-4-bn294-a1910227.html?hloc=at&hloc=de

451€ und mit Biosupdate Zen2 und Vega-Ready.
 
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DJ2000

Ensign
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Das sind alles gute Vorschläge zu denen ich nichts hinzunehmen kann oder möchte, da wirst du schon eine Entscheidung treffen müssen ob dir eine dedizierte Gpu wichtig ist oder nicht. (ich würde für eine GPU plädieren)

Also möchte ich dir nur eine weitere Alternative nennen, die aber dein Preisrahmen noch sprengen wird.
AMD Ryzen Threadripper 1900X, 8x 3.80GHz, boxed ohne Kühler (YD190XA8AEWOF) ab € 200,86 oder
AMD Ryzen Threadripper 1920X, 12x 3.50GHz, boxed ohne Kühler (YD192XA8AEWOF) ab € 250,90

ASRock X399 Phantom Gaming 6 (90-MXB9B0-A0U) ab € 253,95

Dazu käme ein Kühler deiner Wahl von 30-80€
RAM, SSD, GPU, PSU wie bei Beitrag 6.

Kaufen würde ich aber noch nicht jetzt, sondern abwartend erst nach der Veröffentlichung der neuen TR Generation, um die günstigeren Preise der o.g. ersten TR Generation abstauben zu können.
 
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freifacht

Ensign
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danke für die vielen Anregungen. Jetzt habe ich wenigstens ein paar Anhaltspunkte, an denen ich „ansetzen" kann. .👍
Werde mal in Ruhe Eure Vorschläge abarbeiten.:schluck:
 

LegeinEi

Ensign
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Oh, dann gebe ich trotzdem nochmal meinen Senf dazu:

Die neuen Blender Versionen nutzen CPU + GPU sehr effizient gemeinsam - früher gab es ja nur CPU oder CUDA.

Bei dem begrenzten Budget würde ich auch auf die APU AMD Ryzen 5 2400G setzen. Ist vom Preis-/Leistungsverhältnis wirklich toll!

Da beim Rendern dann CPU und GPU voll ausgelastet werden, würde ich auf jeden Fall mind. 35 Euro für einen vernünftigen CPU-Kühler einplanen. Die integrierte GPU mit ihren 704 Shadern kann schon gut unterstützen. Der GPU-Einsatz bedingt etwas CPU-Overhead. Nicht viel aber schon etwas und von daher macht der 2400G (gegenüber z.B. dem 2200G) Sinn, denn der 2400er hat SMT und kann für den Overhead einen Thread (anstelle eines ganzen Kerns) zur Verfügung stellen. Gerade bei der Arbeit mit Partikelsystemen braucht es schon etwas Leistung, damit die Arbeit nicht zu zäh wird.

Dafinitiv würde ich von Anfang an auf 32 GB setzen. Die integrierte GPU knappst sich etwas vom Speicher ab und die Größe des Arbeitsspeichers kann zum limitierenden Faktor bei der Szenengestaltung werden.

Dazu ein MAinboard, welches dann noch eine Ram-Bank über hat für eine zukünftige Aufrüstung.

Alles was mit Blender zu tun hat (Programm, gespeicherte Szenen, Texturen, Objekte usw.) bitte auf einer SSD ablegen!
 

freifacht

Ensign
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danke auch an @LegeinEi

also an ein paar Euro mehr oder weniger soll es nicht scheitern, wenn sich dadurch ein signifikant besseres System zusammenstellen lässt.
Muss mir da noch durch den Kopf gehen lassen, ob ich die Variante, erst mal mit dem 2400G zu starten, in die nähere Wahl nehmen soll, oder nicht.
Die Frage ist hier halt, wie sinnvoll das ist, falls ich dann doch mehr Leistung benötigen sollte, was dann eine Aufrüstung erforderlich machen würde. (man sagt ja, dass wer billig kauft, zweimal kauft...)

Mal eine andere Überlegung: ich könnte den PC meines Bruder übernehmen;
MoBo: GigaByte P55-UD5 mit einem Xeon 3440, 16 GB DDR3-RAM und einer ATI Radeon HD 4600 - GraKa.
Wie würde sich denn dieses System, mit einem passenden Graka-Upgrade, im Vergleich mit den hier genannten Varianten mit den diversen Ryzen-CPUs schlagen?
 

ghecko

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Welche HD4600 genau?
Aber eigentlich sekundär, sowohl Prozessor als auch Grafikkarte können schon mit der CPU und GPU auf der APU nicht mehr mithalten. Zumal das aktuelle Blender Features von Grafikkarten nutzt, die auf der HD 4600 noch gar nicht existieren.
Der Vergleich mit einem R5 2600 + RX 570 braucht man gar nicht stellen, da sind Welten dazwischen.
https://cpu.userbenchmark.com/Compare/Intel-Xeon-X3440-vs-AMD-Ryzen-5-2600/m6655vs3955
https://cpu.userbenchmark.com/Compare/Intel-Xeon-X3440-vs-AMD-Ryzen-5-2400G/m6655vsm433194

Ob man den alten PC mit einer Grafikkarte aufrüsten kann, die man dann irgendwann ins neue System übernimmt kommt auf das Netzteil an. Aber der alte Quadcore ist schon ziemlich weit von der APU entfernt. Mit der hast du mehr Spaß. Und beim Upgrade kann man diese mit etwas Verlust wieder verkaufen.
 
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freifacht

Ensign
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danke
. Zumal das aktuelle Blender Features von Grafikkarten nutzt, die auf der HD 4600 noch gar nicht existieren.
deshalb erwähnte ich ja ein GraKa-Upgrade
Aber der alte Quadcore ist schon ziemlich weit von der APU entfernt.
sind 38 % wirklich soo weit weg?
Die Frage wäre halt, wie sich der Xeon schlagen würde, wenn er von einer entsprechend leistungsstarken GraKa unterstützt würde.
Problem, das ich hierbei sehe: das MoBo hat, soweit ich das überblicke, einen PCI Express 2.0-Slot, was die Frage aufwirft, ob es PCIe2-Karten gibt, die die aktuellen Blender-Features unterstützen.


PS: hier habe ich einen recht interessanten Praxisvergleich gefunden:
https://www.gamedev-profi.de/rechner-fur-blender-bauen-teil-9-benchmark-leistungstest-cycles-und-eevee/
interessant finde ich den Test, wo die Szene einmal nur mit CPU, einmal nur mit Graka, und einmal mit Graka & CPU-Unterstützung berechnet wird: nur CPU: 4:53 min, nur GraKa: 1:52 min, GraKa mit zusätzlicher CPU-Unterstüzung: 1:30 min.
Eine entsprechend leistungsfähige GraKa vorausgesetzt, scheint es so zu sein, dass die GPU die etwas wichtigere Komponente ist.
Allerdings muss man bei diesem Beispiel auch sehen, dass die verwendete Graka in einer völlig anderen, als von mir anvisierten Preisregion angesiedelt ist.
 

ghecko

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Problem, das ich hierbei sehe: das MoBo hat, soweit ich das überblicke, einen PCI Express 2.0-Slot, was die Frage aufwirft, ob es PCIe2-Karten gibt, die die aktuellen Blender-Features unterstützen.
Das ist kein Problem, PCIe ist abwärtskompatibel. Problematischer ist das Bios, hier gibt es mitunter probleme bei älteren Boards. Sollte aber hier noch nicht zutreffen. Was hingegen wirklich ein Stolperstein ist: Das Netzteil. Bei alten Netzteilen ist die Ausfallwahrscheinlichkeit höher wenn sie stärker belastet werden. Und noch wissen wir gar nicht ob es überhaupt mit einer stärkeren GPU zurechtkommen würde, du hast uns noch keine Daten genannt.

Die Frage wäre halt, wie sich der Xeon schlagen würde, wenn er von einer entsprechend leistungsstarken GraKa unterstützt würde.
Blender braucht auch im Viewport viel CPU-Leistung. Besonders EEVEE reitet noch auf einem einzigen Kern herum, was bei älteren CPUs zur Geduldsprobe wird. Da machen 38% schon viel aus, aber das ist immer noch wenig im Vergleich zu einem R5 3600.
 
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