Monitor für Bildbearbeitung

zandermax

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Wie installiere ich den ein Monitorprofil und warum reicht es nicht einfach den Farbraum des Monitors auf sRGB für office zu verwenden und in Photoshop auf Adobe RGB umzustellen. Camera Raw arbeitet ja mit Adobe RGB.

Ich begreife einfach nicht, was du meinst:
Der Eizo hat nativ einen sehr großen Farbraum. Na und? Die Software sollte doch vorgeben welche Farben gezeigt werden. Der Eizo sollte damit doch keine Probleme haben.
 
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~HazZarD~

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"Liegt ein passendes Monitor-Farbprofil vor, kann man es unter Windows 10 ganz einfach durch einen Doppelklick installieren oder auch einen Rechtsklick machen und "Profil installieren" auswählen. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, das Profil in den entsprechenden Windows-Systemordner (C:WindowsSystem32spooldriverscolor) zu kopieren. Das bietet sich natürlich an, wenn man mehrere Profile auf einmal auf das System übertragen möchte. "

Quelle: notebookcheck.com

Wenn der Monitor auf AdobeRGB steht und ein entsprechendes Profil im Farbmanagement hinterlegt ist musst du eigentlich nichts mehr umstellen. Außer Software für Farbkritische Anwendungen nutzen die Farbmanagement beherrschen.
 

jubey

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Wie installiere ich den ein Monitorprofil und warum reicht es nicht einfach den Farbraum des Monitors auf sRGB für office zu verwenden und in Photoshop auf Adobe RGB umzustellen. Camera Raw arbeitet ja mit Adobe RGB.

Ich begreife einfach nicht, was du meinst:
Der Eizo hat nativ einen sehr großen Farbraum. Na und? Die Software sollte doch vorgeben welche Farben gezeigt werden. Der Eizo sollte damit doch keine Probleme haben.
Farbraumemulation ist gedacht für Umgebungen in denen kein Farbmanagement möglich ist.
Wie z.B. Photoshop damit umgeht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht beantworten, da ich als erstes immer den Ist-Zustand definiere, also dem OS sage wie der Monitor Farben darstellt. Danach übernimmt meine Bildbearbeitungssoftware den Rest der Arbeit.
Ich vermute, dass wenn du kein Profil hinterlegt hast, der Monitor im aRGB-Modus, mit aRGB profilierte Dateien korrekt anzeigt, auch in Photoshop. Problematisch wird es aber in jedem Fall wenn ein anderes oder kein Profil im Bild eingebettet ist.

Schau doch einfach wie weit du mit deinem Workflow kommst. Wenn es passt, warum nicht...

In der Zwischenzeit kann ich dir diese Seite als Lektüre empfehlen, wobei "für Hobbyfotografen" zu tief gestapelt ist.
 

~HazZarD~

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Ich begreife einfach nicht, was du meinst:
Der Eizo hat nativ einen sehr großen Farbraum. Na und? Die Software sollte doch vorgeben welche Farben gezeigt werden. Der Eizo sollte damit doch keine Probleme haben.
Das Problem ist nur, dass z.B. 0,255,0 bei AdobeRGB ne andere Farbe als bei sRGB ist (selbiges gilt auch für andere Farbräume). Ohne ein Monitorprofil weiß das Betriebssystem nicht welche Farbe der Monitor tatsächlich darstellt wenn die bits durchs Displaykabel purzeln. Bei Windows vermute ich, dass es ohne Monitorprofil davon ausgeht, dass es mit einem Display verbunden ist, das maximal sRGB schafft und die Farben entsprechend ohne "Korrektur" an den Monitor weitergibt.
Kennt das Betriebssystem dank einer Profilierung nun den Farbraum des Monitors und geht dieser z.B. über sRGB raus werden angepasste Farbwerte an den Monitor weitergegeben, damit die Farbe am Monitor so wiedergegeben wird wie es vorgesehen ist.

Der Monitor verabeitet nur die Daten die er von der Grafikkarte geschickt bekommt ohne das weiter zu "hinterfragen".
 

Apocalypse

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Die Software sollte doch vorgeben welche Farben gezeigt werden. Der Eizo sollte damit doch keine Probleme haben.
Nur Software die Colormanagment beherrscht hat keine Probleme damit und auch nur, wenn der Anwender auch Colormangement beherrscht. Imho ist das ganze ein einziger großer Schmerz im Hintern. Oder zumindest war das letzte mal als ich mich damit beschäftigt hatte, aber damals konnte aber auch fast kein Browser überhaupt Farbmanagment, Windows auch nur eingeschränkt und nicht Global für alle Anwendungen und Wide-Gamut Monitore waren das neue Geile Zeug für Consumer. Oh und Adobe CS4 war die aktuelle Version … die hab ich dann auch noch hier. ;-)

Anyway, sobald irgendwo ein Glied in der Kette kein Colormanagment kennt, bekommt man eben nur Müll raus. Irgend ein Teil der Software Kette, irgend ein Teil der Ausgabekette …

Hmm: http://www.fotovideotec.de/farbmanagement/ kommt mir sehr bekannt vor. seufs
Ich mag gutes 100% SRGB ;-)
 

jubey

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Apocalypse

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Naja, so lang ist die Kette nun auch nicht :D
Kamera>Software+Monitor>Ausgabe
Wissen was rauskommen soll, daran scheitert es am ehesten :p
Es ist halt oft Kamera - Software, andere Software, noch ne andere Software, etc
Wenn das mit der Software so einfach wäre das jede Software das kann und es damit eine breite Unterstützung gäbe.
Ist halt nicht, und davon ab, vor der Ausgabe als Print, kommt ja meistens nochmal Software, selbst die Profis vergeigen aber des öfteren das mit dem Farbmanagement.

Und jetzt aus Neugierde, welche der aktuellen Browser machen das eigentlich mittlerweile richtig? Also in den default settings.
 

~HazZarD~

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Was für ne Software nutzen denn die meisten für Bildbearbeitung?

Die üblichen Verdächtigen (Lightroom, C1, PS, Affinity Photo, Gimp) sind allesamt farbmanagementfähig und wenn ich die Bilder in einem der Programme bearbeite, warum sollte ich die dann nochmal durch ne nicht farbmanagementfähige Software ziehen?

Und wenn ich die Bilder bei nem Druckdienstleister drucken lasse, dann suche ich mir doch einen aus der Farbmanagement anbietet. Oftmals bekommt man vom Druckdienstleister sogar Profile der Drucker mit denen man über einen Softproof abgleichen kann welche Änderungen sich an den Bildern durch den Druck geben (falls Monitorfarbraum>Druckerfarbraum). Wenn man die Geschichte natürlich blauäugig angeht muss man sich nicht wundern, dass am Ende irgendwas Vermurkstes rauskommt.

Ich glaube Chromes kann das inzwischen, das letzte Mal als ich Firefox installiert habe hab ich Farbmanagement noch über die config erzwungen, IE benutze ich nicht, daher keine Ahnung ob der das inzwischen kann.
 

zandermax

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Habe jetzt beide ICC Profile des 2731 in der Windows Farbwiedergabe installiert (5000 und 6500K) und eines davon als Standard gesetzt.
Bringt keine Veränderung.

Eine Kalibrierung dürfte auch nichts ändern, da nach der Kalibrierung ja auch nur ein neues ICC Profil hinterlegt wird.
 
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jubey

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Hast du denn auch beide jeweils miteinander verglichen? Ist das Bild dann das gleiche?
Windows handhabt Farbmanagement ziemlich verwirrend... unter der verlinkten Seite von Fotovideotec ist beschrieben, wie man vorgehen muss.
Am wahrscheinlichsten ist aber, dass die ICC Profile gar keine Kalibrierziele enthalten, sondern reine Monitorprofile sind.

Ein Kalibrierprogramm wie ColorNavigator übernimmt die Arbeit der Farbverwaltung natürlich selbstständig.
 

zandermax

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Es war bereits ein Profil geladen.
Wechsel zu den ICC-Profilen, die man auf der Eizo-Seite zum CS2731 findet, brachte keine Veränderung.
Soweit ich das verstanden habe, ist die Farbsättigung doch ohnehin deutlich höher, wenn man in größeren Farbräumen arbeitet, weil insbesondere die stark gesättigten Farben im s-RGB Raum gar nicht fargestellt werden können.

Für die Farbreproduktion scheint es ja erstmal kein Problem zu sein, Ich bin ja aktuell mit den Drucken zufrieden und sehe jetzt tatsächlich auch die Problemstellen, die vroher gar nicht sichtbar waren.
 

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Lieutenant
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Es wird doch schon am Montag gekauft! Entschieden haben wir uns für diesen hier und dazu ein SpyderX Elite wenn dieser überhaupt benötigt wird? Ich habe nämlich gelesen das der Monitor eine Hardwarekalibrierung hat und benötige somit keine zusätzliche Hardware zum Kalibrieren, oder habe ich etwas falsch verstanden?
Ich habe für den Monitor direkt auf der Benq HP eine Anleitung zum kalibrieren gefunden. Wäre das die richtige herangehensweise?

Und wie sieht es mit dem switchen von Bildschirmen aus? Ich habe am selben PC dann 3 verschiedene Bildschirme angeschlossen und werde ja vermutlich einige treiber installieren und auch kalibrieren. Geben die anderen bildschirme dann auch andere farben wieder oder ... ?
 
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~HazZarD~

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Auch für ein hardwarekalibrierbaren Bildschirm brauchst du nachwievor noch ein Colorimeter (Ausnahme sind hardwarekalibrierbare Monitore mit integriertem Colorimeter). Hardwarekalibrierbar bedeutet nur, dass die Korrekturwerte in den Bildschirm eingetragen werden. Aufgrund von häufig 12 bis 16bit LUTs im Bildschirm geht das bei einer Ausgabefarbtiefe von 8 bis 10bit ohne Tonwertverlust einher. Monitore die nicht Hardwarekalibrierbar sind werden über Software Kalibriert indem die RGB Ausgabekurven der Grafikkarte "verbogen" werden, was zwangsläufig (geringfügig) Tonwerte kostet. Wobei hier gilt je besser ein Monitor ab Werk vorkalibriert ist, desto geringer die Verluste. Der BenQ PD2700U ist nicht hardwarekalibrierbar, zumindest finde ich auf der Produktseite von BenQ keine Info dazu.
 
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Lieutenant
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OK, somit wird in der Nvidia Systemsteuerung wahrscheinlich ein Profil erstellt und jedes mal wenn ich auf meinem Monitor zocken will oder sie auf ihrem Bilder bearbeiten möchte, müssen wir das NVIDIA Profil umstellen, oder?

Wenn der Monitor jedoch eine HW-Kalibrierung hat wird er kalibriert und speichert das auf dem Monitor selbst. Und immer wenn ich diesen einschalte und alle anderen ausgeschaltet sind, brauche ich nicht zwischen Profilen switchen sondern kann gleich damit arbeiten?
 

jubey

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Nein, die Profilierung und Kalibrierung erfolgt global, in beiden Fällen.
Die ICCs beinhalten ja in erster Linie das Profil, das den Ist-Zustand des Monitors beschreibt, das ist auch der Grund warum bei @zandermax sich nichts tut wenn er zwischen den Profilen seines hardwarekalibrierbarem Monitors umschaltet. Da müssen keine Korrekturdaten gespeichert werden, die sind in der Hardware (Monitor hinterlegt). Bei softwarekalibirerten Monitoren enthält das ICC auch Korrekturdaten für dei LUT der Grafikkarte. Sie werden bei Systemstart geladen. Umschalten musst du da nichts.
Ich empfehle nochmal sich dazu Fach-Tutorials (wie z.B. das von mir verlinkte) durchzulesen. Das würde hier eine Menge Fragen beantworten und bietet eine umfassende Übersicht die ein Q/A Pingpong nicht bieten kann.
 
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Lieutenant
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Ich empfehle nochmal sich dazu Fach-Tutorials (wie z.B. das von mir verlinkte) durchzulesen
Darf ich dich (euch) bitten mir einen oder 2 Links zu schicken wo ich mich am besten etwas einlesen kann? Nach 2 maliger Durchsicht habe ich kein Tutorial Link gefunden den du gepostet haben sollst. Habe nur einen Link über das BT.2020 gefunden.
 
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Lieutenant
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War anscheinend zu schnell und habe es deshalb nicht gefunden, danke!

Bin übrigens auch schon auf die HP gestoßen und habe eine Erklärung für "LUT einer Grafikkarte" gesucht. TOP Homepage!
 

Squirrel2

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Hast du die dort empfohlenen Einstellungen schon ausprobiert? Bin auf dein Feedback gespannt und kann mir vorstellen, dass man damit schon noch einiges rausholen kann. Ich persönlich habe mir vor geraumer Zeit extra einen Computer für Bildbearbeitung gegönnt. Da ich mittlerweile immer häufiger Bilder bearbeite, eine ganz gute Investition, wie ich finde. Vor allem, weil der Monitor, aber auch der Prozessor usw. speziell darauf ausgelegt sind. Aber bei mir liegt der Fall auch so, dass ich mit dem Gedanken spiele, Bildbearbeitung/Videobearbeitung nebenberuflich als Einnahmequelle zu nutzen. Insofern ist ein extra Laptop dafür, bei mir eine sinnvolle Investition.
 

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Lieutenant
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Nein, ich habe leider noch keinen Monitor gekauft.

Habt ihr noch Empfehlungen für einen Monitor mit und ohne Kolorimeter bzw HW-Kalibrierbarkeit? Lässt sich in Geizhals herauslesen ob ein Monitor einen Kolorimeter hat oder HW-Kalibrierbar ist? HW-Kalibrierbarkeit wäre mir mittlerweile schon wichtig weil ich glaube das dies die bessere Lösung ist.

Ein paar habe ich ja in meiner Geizhals liste.

Wenn ich mal einen Monitor habe werde ich mich mehr einlesen und herumexperimentieren.
 
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