Moralität des Ungeimpften

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Robocopy schrieb:
Mit solchen Anreihungen an Kampfbegriffen um sich zu schmeißen zeugt von Unreife, nichts weiter.
Bitte im Zusammenhang lesen. Das troff doch nun wirklich nur so vor Ironie.
 
Niyu schrieb:
Klinikchefs, Klinkkonsortien, Politik & Co.
Wie hilft es uns in der aktuellen Lage weiter, wenn wir an dieser Stelle ansetzen? Was ist der kurzfristige Benefit? Darum geht es derzeit vordergründig. Alles andere sind Themen für die nächsten Monate und Jahre. Jetzt gerade ist aber die Hütte am Brennen, da muss erst der Brand gelöscht werden, einen Schuldigen kann man hinterher noch suchen.

Was den Wintersportler angeht: Bisher habe ich noch nichts davon gehört, dass eine Klinik einen Aufnahmestopp von Patienten verhängt hätte, weil sie mit verunglückten Wintersportlern volllaufen würde. Klär mich da gerne auf, falls mir da was entgangen sein sollte, danke.
 
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Miuwa schrieb:
Und wieso zählt das Argument nur, wenn der Schutz bei nahe 99,9% (oder was auch immer) ist und nicht z.B. bei 50%? oder 30%? Sollte das Argument nicht trotzdem zählen, nur eben schwächer gewichtet?
Das Argument zählt natürlich schon.

Es spricht ja nichts gegen die Impfung, nur wird dadurch die Übertragung inzwischen nicht mehr verhindert.
Lt. Drosten war bei Geimpften ca. 3 Monate nach der Impfung die Übertragung stark eingeschränkt. Nach 3 Monaten dann leider nicht mehr. Die Aussage war noch zu Delta Zeiten.

Früher hat man noch von Herdenimmunität gelesen. Leider wird es diese nicht geben. Impfpflicht wurde ja auch so argumentiert, dass man andere damit schützt. Leider sinkt der Schutz vor Übertragung mit der Zeit ab und durch Omikron ist er sowieso schon stark eingeschränkt.
 
Robert. schrieb:
In Österreich überlegt man, ob das Personal nicht ganze 500€ im Jahr zusätzlich bekommen soll, damit es nicht wegläuft. 500€ für harte Arbeit an der Front, das ist asozial! 500€ im Monat wären absolut vertretbar.
500€ im Jahr dagegen eine Beleidigung. Wertschätzung?
Ja, diese Aktion halte ich auch für unangebracht. Wenn ich politisch was zu sagen hätte würde ich zumindest schon mal das überflüssigste, wie z. B. Entwicklungshilfe für China, streichen, und es in die Krankenhäuser pumpen.
 
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nun... man darf es ned unerwähnt lassen....
leider ist es tatsache, daß schon so manches passiert ist, historisch.
und niemals war irgendeine moral der medizin an sich irgendein hinderungsgrund.
im gegenteil, nichts aus dem zwanzigsten jahrhundert, an dem gesamtakademia ned zentral dabei war.

vieles, in das oft "die erste welt" auf täterseite, und überwiegend die "dritte welt" als opfer, test/versuchs gebiet, etc. leider fakt.

insofern darf man es leuten niemals vorwerfen, mißtrauisch zu sein.

und man braucht nedmal irgendwelche verschwörungstheoriehen, garned.
mißtrauen ist schon angebracht, wenn etwas unter hochdruck und mit einem bruchteil der üblichen entwicklungszeit und auch einem bruchteil der sonst ja ned umsonst vorgeschriebenen längerfristigen beobachtung versucht wird ohne viel diskussion durchzupeitschen.

und historisch ganz schwierig ist es, wenn judikative, exekutive und akademia ein triumvirat bilden, daß den anspruch auf alleinige wahrheit reklamiert. ein minenfeld.
leider eines, das schon öfters hochging, bis in neuere zeit.

das ist ned so weil meine person das will/vertrete/wasauchimmer... es ist so, weil wir die geschichte haben, die wir eben haben.
 
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Erkekjetter schrieb:
Unabhängig davon erschließt sich mir nicht, warum eine Impfpflicht von der Dauer des Schutzes abhängen sollte. Was ändert sich denn an der Sinnhaftigkeit, wenn ich mehr als 1-2 Geimpft werden müsste?
Die Risikoabwägung ändert sich. Die Statistiken im Internet geben eine durchschnittliche Wahrscheinlichkeit für einen schweren Impfschaden bei Covid-Impfungen bei ca. 1 zu 5000 raus. Die Zahl ist dabei eigentlich egal. Es geht eher darum:
Wenn ich mich 1-2 Mal impfen lasse und dann "frei" bin, dann ist das Risiko überschaubar - wenn ich mich aber 2-3 Mal im Jahr für die nächsten 30-40 Jahre impfen lassen muss - dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es einen erwischt.
 
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Robocopy schrieb:
Mir ist bekannt, das derartige Szenarien vor etlichen Monaten auftraten, hauptsächlich aber auch nicht wegen der Pandemie, sondern wegen Maßnahmen die vorsahen Kapazitäten freizuhalten, die im Nachhinein zu hoch bemessen wurden. Spielen sich denn heute solche Szenarien immer noch ab in Deutschland?
In der 4. Welle war das definitiv noch der Fall: https://www.kma-online.de/aktuelles...iertel-aller-kliniken-verschieben-ops-a-46748

Und derzeit melden zumindest weit über die Hälfter der Intensivstationen eingeschränkten oder teilweise eingeschränkten Betrieb: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Man darf bei der Frage auch nicht den fehler machen immer nur auf die Hospitalisierungsraten/Intensivbelegung für ganz Deutschland zu schauen. Oft sind die einzelnen Bundesländer oder Landkreise ja viel stärker betroffen als anderer und wärend es in der Einen Klinik noch viele freien Betten gibt ist die andere schon im Notbetrieb. Ne (Intensiv-) patientenverlegung zwischen zwei Krankenhäusern quer durch Deutschland oder auch nur innerhalb eines Bundeslandes/Kleeblatt ist ja keine Kleinigkeit.
 
NikoNet schrieb:
Warum verweigert man so einen kleinen Pieks, weil man Angst davor hat was da drin ist.
Andererseits isst und trinkt man Sachen, die auch mit allen möglichen Inhaltstoffen voll gepackt sind.
Man schmiert sich Cremes, man benutzt Kosmetikas, verwendet (hoffentlich) Reinigungsmittel usw.
Rauchen ist auch nicht so ganz gesund. Andere Tabletten sind doch auch ok.
Welche Ängste muss man den Impfskeptikern nehmen damit sie diese Impfung akzeptieren?
Die Sache ist ja, dass es mehrere Gründe gibt, weshalb Menschen sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Die Gründe sind vielfältig und nicht jeder hat Angst vor dem Impfstoff. Ebenso ist kein Kritiker der Coronaimpfung automatisch ein "Impfskeptiker" (auch wenn es die natürlich gibt). Das impliziert, dass man Impfungen generell skeptisch gegenüber steht. Woher weißt du zudem, ob die von dir betitelten "Impfskeptiker" rauchen oder massenhaft Ungesundes zu sich nehmen? :confused_alt:

Es geht auch gar nicht so sehr um den Pieks (das wird immer so niedlich dargestellt, ala "nur ein kleiner Piecks"), sondern um das, was damit verbunden ist und diese Palette ist sehr umfangreich. Die geht von staatlicher Kontrolle, über Diskriminierung bis hin zur Aufgabe seiner körperlichen Hoheit an den Staat. Was in den letzten 2 Jahren diesbzgl. gelaufen ist, lässt viele Menschen zudem an der Kompetenz der Politik zweifeln.

Was ist, wenn die Politik irgendwann der Meinung ist, dass es z.B. alle 3 Monate notwendig ist, sich gegen Corona impfen zu lassen und man selbst dies dann aber anders sieht? Aussteigen ist dann nicht mehr so einfach drin.

Ebenso wären in meinen Augen auch mehr Menschen zur Impfung bereit, wenn ein paar Voraussetzungen gegeben wären:

Die Impfung macht einen immun (aktuell nicht der Fall)
Durch die Impfung schütze ich andere (nur sehr bedingt der Fall)
Der Impfschutz hält eine lange Zeit an (aktuell nicht der Fall)
Corona ist für den überwiegenden Teil der Bevölkerung eine schwere Bedrohung (aktuell nicht der Fall)

Es denken immer alle, dass je mehr geimpft wird, desto eher ist das Ganze wieder vorbei. Davon ist aber weder bei uns, noch in den Ländern mit deutlicher höherer Impfquote etwas zu sehen. Das Einzige, wovor die Impfung wirksam zu schützen scheint, ist ein schwerer Verlauf, den die allermeisten Menschen (damit meine ich die Jüngeren und Nichtrisiko Patienten und die sind in der Überzahl), sowieso niemals hätten. Auch der bereits für 2 Winter vorausgesagte Untergang des Gesundheitssystems hat sich nicht bewahrheitet. In der Zeit hätte man das System weiter stärken müssen, und was ist in diesem Bereich passiert? Gar nichts! Obwohl, hgar nichts stimmt nicht so wirklich, es wurden immerhin Krankenhäuser geschlossen...:freak:
Das dürfte auch ein Grund sein, weshalb Menschen der Politik nicht wirklich vertrauen, zusätzlich zu den Maskendeals, falschen Zahlen, etc.

Die Impfung wird niemals die Lösung des Problems sein, auch wenn das viele gerne hätten, dass es so einfach wäre, wir haben gesehen, dass dem nicht so ist. Corona ist in weiten Teilen ein politisches Problem, also kann es auch nur so wieder gelöst werden. Die Politik nutzt gerne den Trick die Maßnahmen mit der Krankheit gleichzusetzen und zu erzählen, dass diese alternativlos sind, was natürlich völliger Mumpitz ist, weil viele davon keinerlei Sinn machen, wie z.B. 2 G im Einzelhandel oder 2G generell. Geht nicht von einem Ungeimpften frisch getesteten weniger Infektionsgefahr aus als von einem ungetesteten Geimpften? Und ist es nicht abstrus seit 2 Jahren anzunehmen, dass jeder Mensch grundsätzlich krank und/oder ansteckend ist, bevor er das Gegenteil beweisen muss? Das ist eine völlige Umkehrung der Grundsätze der modernen Medizin.

Es geht hier in großen Teilen um die (körperliche) Selbstbestimmung und in Ausnahmesituationen wäre ein heftiger Eingriff des Staates evtl. auch gerechtfertigt, jedoch in meinen Augen niemals in der aktuellen Situation sowohl seitens der Krankheit als auch seitens der Impfstoffe.
 
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Niyu schrieb:
dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es einen erwischt.
Nein. Denn hier ist es nicht wie beim Glücksspiel bei jedem Versuch die gleiche Wahrscheinlichkeit. Entweder man hat eine Abweichung, die Folgen nach sich zieht oder nicht. Jeder Mensch ist anders. Umhin kann es eben sein, dass jeder Mensch anders auf einen Stoff (hier die Impfung) reagiert. Vorab lässt sich das eben nur bedingt klären, es bleibt ein Restrisiko, dass man in den Tests eine Abweichung, die einer oder mehrere Menschen haben können und die dann zur einer Komplikation mit explizit diesen Stoff führt, in der TEstgruppe nicht erwischt hat.

Hat man den Stoff aber einmal bekommen und es ist nichts passiert, dann habe ich nicht bei der nächsten Impfung wieder das selbe Risiko auf Nebenwirkungen sondern an sich gar keines mehr. Ein ganz minimales Restrisiko (weit unter dem Erstrisiko) besteht immer, da sich ein Körper ja auch verändert. Auf jedenfall habe ich eben nicht bei erneuter Einnahme das selbe Risiko wie bei der Ersteinnahme, die durch eben solche Zahlen dargestellt wird.

Bestes Beispiel dafür: DIe Influenzaimpfung. Deiner Logik folgend müsste jemand, der sich regelmäßig dagegen impfen lässt, ja unweigerlich eine Nebenwirkung haben früher oder später. Das ist aber nicht der Fall.
 
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Robert. schrieb:
Da wo ich wohne, steht selbst auf den Milchpackungen drauf "frei von Gentechnik".

Was hat jetzt Gentecknik damit zu tun? Und jetzt antworte um Gottes Willen nicht, dass mRNA Impfstoffe Gentechnik sind oder die DNA verändern können...

Aber wieso solltest Du das nicht antworten...
Grippevergleich, AN oder MIT, Suchtkranke, Extremsportler und sonstiger Unsinn sind ja auch schon wieder hoch im Kurs...
 
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DekWizArt schrieb:
Nein, aber Alkoholiker die Du genannt hast. Aber das wusstest du ja..
Ich habe mehrere Beispiele gebracht und es gibt noch viele viele mehr. Ihnen allen gemein ist es, dass eine ENTSCHEIDUNG dahinter stand. Ein Mensch hat sich entschieden Alkohol zu trinken - er wurde evtl. ALKOHOLKRANK (oder er hat sich einmalig abgeschossen - egal) - er kam am Ende ins Krankenhaus. Unter Einfluss von Alkohol kann er zudem eine Gefahr für andere werden. Als Alkoholsüchtiger könnte man in Therapie gehen (als schräges Equivalent zur Impfung) etc. Wie gesagt: Mehr oder weniger gute Beispiele.

Es geht dabei nur darum aufzuzeigen, dass in keinem Fall den Menschen die Schuld gegeben wird die da im Krankenhaus landen -außer bei Covid. Regelmäßig lese ich sogar, das diesen Menschen der Tod gewünscht wird. So weit sind wir inzwischen. Hier dann noch von irgendeiner Moral zu reden ist reiner Sarkasmus.
 
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Ich hoffe jetzt findet langsam eine Durchseuchung statt damit es kein Geimpft und Ungeimpft mehr gibt, bzw. interessiert es dann irgendwann keinen mehr. Wie mit der Grippe...
 
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NedFlanders schrieb:
Es denken immer alle, dass je mehr geimpft wird, desto eher ist das Ganze wieder vorbei. Davon ist aber weder bei uns, noch in den Ländern mit deutlicher höherer Impfquote etwas zu sehen.
Doch ist es. Beispiele wie Portugal habe ich bereits aufgezeigt. Aber habe auch erwartet, dass bestimmte User, die mir hier inzwischen alles andere als unbekannt sind, dass erwartungsgemäß ignorieren.

snickii schrieb:
Auch Genesene halten ihre Immunität nicht dauerhaft. Daher wird es keine Durchseuchung geben... Das unterschlagen die HErrschaften, die auf die nicht dauerhafte Impfwirkung verweisen nämlich ebenso beharrlich.
 
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NedFlanders schrieb:
Ebenso wären in meinen Augen auch mehr Menschen zur Impfung bereit, wenn ein paar Voraussetzungen gegeben wären:

Die Impfung macht einen immun (aktuell nicht der Fall)
Durch die Impfung schütze ich andere (nur sehr bedingt der Fall)
Der Impfschutz hält eine lange Zeit an (aktuell nicht der Fall)
Corona ist für den überwiegenden Teil der Bevölkerung eine schwere Bedrohung (aktuell nicht der Fall)

Heißt das, dass alle die sich nicht gegen Covid impfen lassen sich auch generell nicht impfen lassen? Auch "die alten" Impfstoffe erfüllen das zumeist nur bedingt und siehe da, auch alte Impfungen muss man auffrischen...

Wieso kommt hier eigentlich regelmäßig das Märchen von der Covid Impfstoff wirkt nur 3 Monate? Er baut dann ab, ja, aber er ist nicht 0 und Gedächtniszellen usw. hat man auch noch. Aber hey, wenn die youtube Uni was anderes sagt...

Ich frag mich wo die ganzen Ärzte und das Krankenhauspersonal ist bei den ganzen geschlossenen Kliniken eigentlich sind. Die müssten ja einen großen Teil des Arbeitslosenmarktes stellen. Wieso ist das nur nicht so?
 
Erkekjetter schrieb:
Hat man den Stoff aber einmal bekommen und es ist nichts passiert, dann habe ich nicht bei der nächsten Impfung wieder das selbe Risiko auf Nebenwirkungen sondern an sich gar keines mehr.
Nein. Das wäre der Fall, wenn sich der Impfstoff nicht mehr verändert. a.) haben wir verschiedene Impfstoffe. und b.) werden diese wenn wir von Pandemie auf Endemie kommen jährlich verändert werden müssen um sich den jeweiligen Mutanten anzupassen. Klar sind es dann "ähnliche" Stoffe aber eben nicht die selben.
Dann sind es anfangs eben 1 zu 5000 -und später dann vielleicht 1 zu 10000 z.B.

DAS ist jetzt natürlich gefasel von mir - da es schlicht noch nicht erforscht ist, zumindest konnte mir google hier mal nichts ausspucken. Bin jetzt nur die Logikkette weitergegangen.
 
Ich bin seit kurzem 2g (geimpft und genesen).
Wo die Infektrion herkam, lässt sich nicht sicher sagen ... die wahrscheinlichste Antwiort ist aber "Testcenter" (mein Mitbewohner betreut einige davon ... er ist nicht geimpft).

Als er ein positives Testergebnis bekam, habe ich mich sofort in Quarantäne begeben und habe noch eine Schicht auf Arbeit abgesagt.
Ich habe dann beim örtlichen Gesundheitsamt angerufen, um zu erfahren, was ich nun tun soll.
Die haben nur eine Frage gestellt ... "sind sie geimpft?" Und da ich das mit "Ja" beantworten konnte, wurde mir gesagt, dass ich eigentlich nicht in Kontaktquarantäne muss.
Ich bin sicherheitshalber trotzdem einfach zuhause geblieben, habe Bekannte gebeten, für mich einkaufen zu gehen, und unsere Wohnung nur noch mit ffp2-Maske verlassen (zum Müll rausbringen und um den Briefkasten zu leeren).
Dann der positive POC-Test am 27. Dezember.
Am 28. gleich noch der PCR-Test hinterher - ebenfalls positiv.
Also 2 Wochen Quarantäne.
Am 11.01.2022 (und damit einen Tag NACH Quarantäneende) kam dann endlich von Gesundheitsamt die offizielle Anweisung mit Hinweisen zum Verhalten usw..
Ich habe eigentlich vor allem von einem die Nase voll.
Warum sind unsere offitziellen Stellen immer wieder damit überfordert, auf die zu erwartende höhere Nachfrage nach ihren Diensten vor jahrhundertealten Familienfesten adäquat zu reagieren?
Weder Ostern noch Weihnachten oder Karneval kommen irgendwie überraschend, und wenn man Menschen dazu verpflichtet, sich vor Familientreffen testen zu lassen, dann kann man doch eigentlich sogar mit nur 3 Gehirnzellen drauf kommen, dass der Andrang steigt und dann auch die Meldeinfrastruktur mehr zu tun haben wird. Sowas regt mich einfach nur auf aber ich befürchte, dass das bei den nächsten Gelegenheiten wieder genauso laufen wird, wie Ostern, Karneval und Weihnachten 2021 ... also Lockerungen gefolgt von einem erneuten Anstieg bei den Fallzahlen.

Aber zurück zu meiner Infektion.

Hatte ich Symptome ... ja ... vergleichbar mit einem hartnäckigen grippalen Infekt (wahrscheinlich wegen der Impfung).
Meinen Mitbewohner hat es da auf jeden Fall härter erwischt (der liegt seit knapp 3 Wochen nur im Bett ... erst mit Erkältungssymtomen ... und seit Quarantäneende (negativer PCR-Test) ist es einfach nur Erschöpfung (wahrscheinlich eine Kreislaufbeeinträchtigung).

Auch ich hatte ein paar Tage mit Müdigkeit zu kämpfen ... der erste Gedanke war natürlich "longCovid".
Allerdings musste ich dann ja auch wieder arbeiten ... und zumindest bei mir hat das die Müdigkeit komplett vertrieben.
Erst nach meinem ersten Arbeitstag n.Q. bin ich gefühlsmäßig genesen ... davor war ich lediglich Cov-negativ, aber "angezählt".
Mein Mitbewohner ist an seinem ersten Arbeitstag n.Q. zusammengebrochern (schwarz vor Augen) und hat sich daher gleich wieder befreien lassen. Nun verbringt er seine Zeit wieder im Bett und wirkt jedesmal, wenn er vom Einkaufen zurückkommt, als hätte er einen Marathon hinter sich (der Supermarkt ist keine 500m entfernt und wir wohnen im 1. OG.).

Noch die Altersangaben ... ich bin ende 40 ... mein Mitbewohner ist Anfang 30.

Ich kann nicht sicher sagen, ob die Impfung andere schützt (aber ich glaube da ganz fest dran), mir hat sie in jedem Fall geholfen, eine Infektion mit Delta gut zu überstehen, obwohl meine Impfung bereits 5 Monate zurück lag und ich mich damals für den "schlechtesten" Impfstoff (J&J) entschieden hatte.

Nun zu der Moralfrage.
Ich finde es nicht unmoralisch, wenn sich jemand nicht impfen lassen will ... er trägt die Konsequenzen, und die sind nicht ganz ohne.

Ich finde es allerdings unmoralisch, wenn man in einer globalen Pandemie dringend Handelsvertreter um die ganze Welt fliegen muss, während man allen anderen das Reisen verbietet.
Besonders unmoralisch finde ich den Ausschluss einer Impfpflicht mit Blick auf die nächsten Wahlen ... aber diese beiden Arten von Unmoral bin ich von unserer Gesellschaft gewöhnt.

Was ich aber wirklich überhaupt nicht verdauen kann, ist die Schwarz.-Weiß Einstellung einiger.
"Wer nicht der gleichen Meinung ist, wie ich, der ist ein Feind". Das gibts auf beiden Seiten und genau das ist auch der Grund für eine irgendwie beobachtbare Spaltung der Gesellschaft. Wer dafür einzig die Impfskeptiker verantwortlich machen will, der ignoriert dabei, dass er selbst ebenfalls seinen teil dazu beiträgt, indem er Menschen in "pro-" und "contra"-Corona einteilt, und als einziges Zuordnungsmerkmal den Impfstatus heranzieht.

Mein eigener Status (geimpft, getestet, genesen) ist mir ehrlich gesagt total egal. Solange mir nicht mindestens 90% der Experten sagen, dass die Pandemie vorbei sei, werde ich weiterhin meine Kontakte reduzieren, mich von Massenveranstaltungen fern halten und überall dort, wo ich Menschen begegnen muss, eine Maske tragen.
Ich werde mir weiterhin mehrmals stündlich die Hände waschen oder desinfizieren ... auch wenn die Haut an den Knöcheln aufplatzt.
Denn das ist mir persönlich einfach lieber, als irgendwen mit dieser Pest zu infizieren ... um Leute ohne Maske oder ohne ein Bewusstsein für den angemessenen Abstand mache ich ganz generell einen großen Bogen ... und auch deren Impfstatus ist mir dabei komplett egal.
Wenn mein Hausarzt sich darauf eingelassen hätte, dann hätte ich jetzt schon Impftermine bis 2030 ... alle 6 Monate einmal boostern bitte.

Einen PCR-Test werde ich dennoch nur dann machen lassen, wenn bereits ein positives Ergebnis eines Schnelltests vorliegt ... und das hat finanzielle Gründe. Tägliche Tests kann ich mir mit meinem Gehalt einfach nicht leisten und das Gesundheitsamt will für die Kostenübernahme für den PCR-Test nunmal einen positiven Schnelltest.
 
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FrankenDoM schrieb:
Was hat jetzt Gentecknik damit zu tun? Und jetzt antworte um Gottes Willen nicht, dass mRNA Impfstoffe Gentechnik sind oder die DNA verändern können...
Natürlich ist das Gentechnik, was denn sonst? Das BotenRNA DNA verändert, habe ich ja auch nie behauptet.
Aber es ist Gentechnik. Ich finde das ja auch nicht schlecht. Gentechnik ist gut. Nur viele Menschen lehnen Gentechnik ab. Das war mein Punkt.

FrankenDoM schrieb:
Und genau das ist es. Gegen die influenza gibt es seit Jahrzehnten eine gut verträgliche Impfung. Influenza sorgt für tausende Tote jährlich, falls es zu einer Grippewelle kommt. Außerdem einen großen volkswirtschaftflichen Schaden durch Krankenstände.
Wenn es asozial sein soll, nicht Corona Impfen zu gehen, dann ist es genauso asozial, nicht Grippeimpfen zu gehen.
Nachdem die Impfquote bei Influenzaimpfungen immer sehr niedrig war, sind die meisten Menschen sowieso asozial. Oder es ist ihre freie Entscheidung und man ist dadurch nicht asozial.
 
Niyu schrieb:
Doch. Grade im Falle von mrna. Denn der Impfstoff ändert sich eben nicht wirklich. Das einzige was sich ändert, ist ja die Information, die übertragen wird. Und genau die kann keine Nebenwrikung erzeugen. Wie auch, das würde nämlich bedeuten, das der neue Virusstamm den selben effekt haben müsste, denn die Information die übertragen wird, ist ja, wie das Virus aussieht bzw. ein bestimmter Teil davon.

Die Mittel, wie diese Information übertragen wird, bzw. die Hilfsstoffe, bleiben ja gleich. was soll ergo dann im "neuen" Impfstoff wieder für eine Nebenwirkung erzeugt werden? Zumal ich gern mal eine Quelle zu den 1 zu 5000 hätte. Denn die Zahlen die mir dazu vorliegen, sind erheblich kleiner.
Ergänzung ()

Robert. schrieb:
Natürlich ist das Gentechnik
Gentechnik ändern Gene. Mrna ändert keine Gene. Folglich ist es keine GEntechnik...
 
Miuwa schrieb:
Und wieso sind Todesfälle die einzig relevante Größe?

Als Bundesregierung wäre es der erste Schritt gewesen, die Risikogruppe zu schützen. Wir haben über 1 Jahr Impfstoffe und es geschieht immer noch nichts.

Der Tod ist ja die schlimmste Folge. Wenn die Risikogruppe zu 99% geimpft ist, dann kann man gerne weiter schauen, aber aktuell sehe ich nicht den Willen der Regierung, die Leute vom Tod zu schützen.



Miuwa schrieb:
Als Mindestmaß ist doch die Hospitalisierungsrate relevant. Also der Anteil der Fälle, der zu einer Belastung des Gesundheitssystems führt.

Wäre bei mir dann im Schritt 2 - wer erkrankt noch, wie schlimm etc. Aber jemand vor Long Covid zu schützen steht der Todesfolge erst mal hinten an.

Aktuell gibt es ja gar kein klares Ziel, was wie wo geschehen soll.

Miuwa schrieb:
Wieso sollte es die nicht geben? Die Schwelle ist höher, aber das Prinzip funktioniert weiterhin (bei Delta definitiv, bei Omikron bin ich mir nicht ganz sicher, aber auch hier reduziert eine Boosterung die Übertragungwahrscheinlichkeit signifikant)

Ich hatte mich Anfangs impfen lassen um auch Andere zu schützen. Mit den neuen Mutationen die da sind und auch in den nächsten Monaten noch kommen werden, sehen wir ja aber, dass auch geimpfte Personen weiterhin zu einen gewissen Teil ansteckend sind.
Eine Herdenimmunität kann somit nicht mehr gegeben sein.

Miuwa schrieb:
Ich denke es ist unbestritten, dass eine ungeimpfte 35-Jährige Person ein wesentlich kleineres Problem ist als ein ungeimpfte 70 Jährige, aber in der momentanen Situation sehe ich keinen Grund zu der Annahme, dass der Effekt zu vernachlässigen wäre.

Ich möchte nichts vernachlässigen, nur Priorisieren:
1) Schutz vor Todesfolge
2) Reduzierung der Hospitalisierung
3) Bekämpfung/Behandlung von Long Covid

Niyu schrieb:
Jeder kennt oder könnte die Zahlen kennen um zu dem Schluss kommen, dass man sich spätestens ab 50 dringend impfen sollte - aber die Leute dazu zwingen?

Die Kinder werden zu der Masernimpfung gezwungen. Hier droht 1.500 EUR Bußgeld, schickst du dein Kind ungeimpft in die Schule oder Kita.

Warum dürfen wir Kinder zwingen und Erwachsende über 50 Jahren nicht? Nur weil Kinder nicht wählen dürfen? Weil sie keine Lobby haben?

Selbst ein partieller Impfschutz der nur ein paar Monate vorhält, hält zumindest für ein paar Monate und schützt vor signifikanten Folgen einer Erkrankung!
 
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