Moralität des Ungeimpften

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"Der Sprecher sagte zudem, dass Patienten bei der Aufnahme häufig angeben würden, dass sie geimpft seien – was sich dann bei näherer Befragung oder durch die Kontrolle von Nachweisen als falsch herausstellt. Das kann ein durchaus gefährliches Vorgehen sein, denn es sei für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtig, den genauen Impfstatuts zu kennen, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten."

https://www.welt.de/regionales/hamb...ionaeren-Aufnahme-sagt-ein-Klinikkonzern.html

Welch Niedertracht!

So viel zum Thema Moral.
 
@wolve666

Ich würde primär erst einmal die Gruppe schützen, die an Covid "stirbt wie die Fliegen". Damit haben wir dann ja weniger Tote durch Covid. Das Gesundheitssystem wird ebenfalls mit entlastet.

Danach muss man schauen, ob eine breitere Impflicht von Nöten ist oder nicht.

Ich habe ja auf die Impflicht für Masern bei Kinder verwiesen. Dort wurde ebenfalls von der Regierung eine Personengruppe nach Alter definiert, für die eine Impflicht gilt.
Deshalb verstehe ich nicht, jetzt als ersten Schritt eine Impflicht nach Altersgruppe für Covid19 zu beschließen.

Aktuell versucht man ja eher alles bzw. nichts zu lösen. Für Arbeitnehmer sind härtere Regeln eingeführt worden für den Besuch am Arbeitsplatz - für Rentner und Pensionäre allerdings gibt es keine besonderen Schutzmaßnahmen.

Der Tod ist ja eine extreme Folge durch die Covid19 Erkrankung. Deshalb würde ich dieses Problem als Erstes angehen - und betroffen sind hiervon nun mal primär Personen ab 50+.
 
nebulein schrieb:
Schaut man sich mal in Ländern um die höhere Impfquoten als wir zu verzeichnen haben wie z.B. Portugal, dann sieht man dass die höhere Inzidenzwerte als wir haben, trotz einer Impfquote von 90%.
Was du dabei übersiehst bzw. ignorierst: Die Hospitalisierungsrate ist weitaus niedriger (1,54 zu 3,09 in DE und das obwohl die Inzidenz massiv höher als in DE ist)) und zwar so niedrig, dass sie kein großes Problem mehr darstellt. Die Sterblichkeitsrate ist ebenso gering (vorallem wenn man die hohen Todesraten von vor den Impfungen herausrechnet). Die Impfung mit den AKTUELLEN Impfstoffen bringt also sehr viel. Man könnte auch auf die Inzidenzwerte weitgehend verzichten, gäbe es nicht eben jene ca. 15% Verweigerer.

So wird ein Schuh draus und jeder, der sich die Zahlen der Länder anschaut und in Relation setzt, merkt schnell, wie entscheidend der Einfluss der Impfquote und somit der Impfstoffe ist.Daran gibt es wirklich so rein gar nichts zu rütteln, die Faktenlage dazu ist erschlagend.

PS: Wer zahlen sucht, diese Seite ist übersichtlich und gut aufbereitet: https://corona-zahlen-heute.de/
 
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Ich kann Erkekjetter da nur Zustimmen, die Inzidenz ist eine Kennzahl, die absolut an Wert verloren hat. Wäre die Bevölkerung ungeimpft, hätte sie noch eine Aussagekraft. Aber so muss man sich primär die Hospitalisierungsrate anschauen.

Ich bin schon geboostert. Infiziere ich mich würde ich bei der Inzidenz mit gezählt werden. Kommt es aber nicht zu einem Impfdurchbruch, so ist meine Infektion völlig egal für das Gesundheitssystem etc.

Gleiches gilt ja auch bei Kinder. Da gibt es Landkreise wo extrem hohe Inzidenzen bei Kindern herschen, die Hospitalisierungsrate aber nicht ansteigt. Einfach weil bei Kindern Covid selten ein Verlauf hat, der behandelt werden muss.
 
_killy_ schrieb:
Auch halte ich die Einstellung der Bundesregierung - die Personengruppe 50+ - nicht in den Impfzwang zu nehmen, für extrem unmoralisch.

War nicht vom genauem Gegenteil die Rede? Alternativ zur Impfpflicht für alle die Impflicht 50+ erstmal auf den Weg zu bringen. Also ich meine schon das gelesen zu haben. Italien hat es ja sogar schon so getan.
 
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_killy_ schrieb:
Bezogen auf die Eingangsfrage:
-> erwachsende Personen zwischen 25 und 45 Jahren sind - bezogen auf die Todesfälle - ja kaum von Covid betroffen
Und wieso sind Todesfälle die einzig relevante Größe? Als Mindestmaß ist doch die Hospitalisierungsrate relevant. Also der Anteil der Fälle, der zu einer Belastung des Gesundheitssystems führt. Dazu kommen aber wie ich schon geschrieben habe ja auch so Themen wie Arbeitsausfall durch Quarantäne oder Krankheit, Verwaltungsaufwand beim Gesundheitsamt, Testkapazitäten oder Belastung der Familie durch Bettlägrigkeit.

Im Wochenbericht des RKI sieht man z.B. ganz schön, dass in absoluten Zahlen zwischen den Hospitalisierten im Alter zwischen 18 bis 60 Jahren und denen über 60 das Verhältnis "nur" ungefähr 2:3 ist. Und selbst bei den Intensivfällen ist das Verhältnis noch 1:2. Sprich, wenn es um die Belastung des Gesundheitssystems gibt sind die unter 60 Jährigen hier mitnichten aus der Verantwortung - einfach weil es viel mehr davon gibt. *)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...bericht_2022-01-06.pdf?__blob=publicationFile

_killy_ schrieb:
-> spätestens seit Delta und Omikron gibt es ja auch keine Herdenimmunität
Wieso sollte es die nicht geben? Die Schwelle ist höher, aber das Prinzip funktioniert weiterhin (bei Delta definitiv, bei Omikron bin ich mir nicht ganz sicher, aber auch hier reduziert eine Boosterung die Übertragungwahrscheinlichkeit signifikant)


_killy_ schrieb:
-> ob sich somit jemand impfen lässt oder nicht, bleibt damit sein persönliches Risikoempfinden
Wenn deine Prämissen nicht fehlerhaft/unvollständig wären würde ich dir hier zustimmen.

Ich denke es ist unbestritten, dass eine ungeimpfte 35-Jährige Person ein wesentlich kleineres Problem ist als ein ungeimpfte 70 Jährige, aber in der momentanen Situation sehe ich keinen Grund zu der Annahme, dass der Effekt zu vernachlässigen wäre.

*) Edit: Nur zur Erkläreung: Leider gibt das RKI nicht die Gesamtzahl an hospitalisierten Fällen in der jeweiligen Altersgruppe an, sondern für die, für die der Impfstatus (Ungeimpft, Grundimunisierung, geboostert) bekannt ist weil es bei der Tabelle eigentlich um Impfdurchbrüche geht.
 
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Ich bin geimpft. Astra Zeneca, Biontech und Moderna. Also so richtig schön Cross-Geimpft. Außerdem habe ich die Vermutung, dass ich im November 2020 bereits Corona hatte. Ich lag zu Hause und habe es auskuriert- ich wurde erst später getestet als ich längst wieder gesund war: Meine Frau war damals positiv - bei mir schlug der PCR Test nicht an.

Das ich dies schreibe hat einen Grund. Ich habe das Gefühl mich vor Angriffen schützen zu müssen - denn ich bin dafür, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen darf und die Gesellschaft keinen moralischen Druck ausüben sollte. Wie teilweise militant einige Pro-Impfer auf Ungeimpfte losgehen finde ich extrem bedenklich.

Leider empfinden sich viele Geimpfte in einer moralischen Überlegenheit gespeist durch Halbwahrheiten und aufgestachelt durch die Medien und meinen daher Richter & Henker spielen zu müssen. Dabei wäre es angebrachter denn je zu verinnerlichen, dass man gerne auch mal Nichts sagen darf. Die Allerwenigsten dieser Leute haben nämlich überhaupt das Fach- und Hintergrundwissen um ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können. Merkwürdigerweise glaubt aber ein großer Teil, nur weil er 5 Spiegel-Artikel und 3 Mailab-Videos gesehen hat er wüsste alles was es zu wissen gibt inkl. der Situation jedes Einzelnen.

Ich fühle mich seit Monaten so unheimlich an das Buch "1984" erinnert: Die Gedankenpolizei die überall wacht...

Um die Threadfrage zu beantworten. Jeder soll selber entscheiden, nach eigener Risikoabwägung und in Eigenverantwortung - wie es einem mündigen Bürger eben zusteht. Ich halte es weder für moralisch noch für unmoralisch sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

Eine generelle Impfpflicht halte ich nur für sinnvoll bei Impfungen die dauerhaft - oder zumindest auf Jahre hinaus wirken. Polio, Masern etc. Nicht für eine Impfung die bereits wenige Monate nach Gabe kaum mehr 50% Wirkung hat.
 
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Sorry aber @Niyu "wir" ziehen nicht durch die Straßen, mit Parolen wie "wir sind das Volk" und Judensternen auf der Kleidung. Das sind irgenwelche "Spaziergänger", ohne Abstand und eben ohne Impfung.
 
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_killy_ schrieb:
Auch halte ich die Einstellung der Bundesregierung - die Personengruppe 50+ - nicht in den Impfzwang zu nehmen, für extrem unmoralisch. Hier gibt es ja wirklich ein deutlichen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Todesfolge. Warum man diese Personengruppe noch eine freie Wahl bei der Impfentscheidung lässt, erschließt sich mir nicht. Hier gilt es m.E. nach, die Personen vor sich selbst zu schützen.
Das sehe ich anders. https://www.bundesverfassungsgerich...idungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html
Wir haben nach vielen Jahren der Grauzone 2020 festgestellt, dass jeder Mensch sich selbstbestimmt das Leben nehmen darf - wollen jetzt aber die Leute "vor sich selbst schützen"?

Jeder kennt oder könnte die Zahlen kennen um zu dem Schluss kommen, dass man sich spätestens ab 50 dringend impfen sollte - aber die Leute dazu zwingen?
 
Damien White schrieb:
Wer sich nicht impfen lässt ist nicht gegen die Impfung, er ist FÜR Corona.
Demnach bin ich dafür das die Menschen in Afrika nichts zu essen haben weil ich nicht aktiv was dagegen unternehme? Interessante Ansichten, finde ich mindestens genauso schlimm wie die Leute die Fake News über die Impfungen verbreiten.
 
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Niyu schrieb:
die Gesellschaft keinen moralischen Druck ausüben sollte.
Wieso sollte sie das denn nicht?
Niyu schrieb:
Merkwürdigerweise glaubt aber ein großer Teil, nur weil er 5 Spiegel-Artikel und 3 Mailab-Videos gesehen hat er wüsste alles was es zu wissen gibt
Das tut die Gegenseite doch in noch größerem Umfang ebenso?
Niyu schrieb:
sinnvoll bei Impfungen die dauerhaft - oder zumindest auf Jahre hinaus wirken
Das tut Corona doch bewiesener Maßen.

Ich war auch kein aktiver Befürworter der Impfpflicht. Doch je mehr ich mich damit befasse und je weiter die aktuelle Situation sich auswirkt, umso mehr hinterfrage ich meine Einstellung dazu. Warum? Weil offensichtlich zu viele an der Mündigkeit scheitern... Denn ein mündiger Bürger müsste in der aktuellen Situation und bei der aktuellen Faktenlage zu dem Schluss kommen, dass man sich impft. Weil die Impffolgen in Relation, zu dem was die Impfung bringt, in keinem Verhältnis stehen und es keinen rational logischen Grund gibt, sofern keine gesundheitlichen sonstigen Gründe vorliegen, die Impfung zu verweigern.

Sowohl bei Corona als auch bei den Masern, wo wir defacto eine Impfpflicht haben, aber auch bei Polio usw. geht es dann eben auch ganz oft um den Schutz 3., insbesondere bei Masern, Polio und Co, wenn die Impfung durch die Eltern verweigert wird. Das einzig probate Mittel, dass dem Staat hier zur Verfügung steht, diese 3. vor den Fehlentscheidungen anderer zu schützen, was seine ureigenste Aufgabe darstellt, ist die Impfpflicht.
 
Niyu schrieb:
Das sehe ich anders. https://www.bundesverfassungsgerich...idungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html
Wir haben nach vielen Jahren der Grauzone 2020 festgestellt, dass jeder Mensch sich selbstbestimmt das Leben nehmen darf - wollen jetzt aber die Leute "vor sich selbst schützen"?

Jeder kennt oder könnte die Zahlen kennen um zu dem Schluss kommen, dass man sich spätestens ab 50 dringend impfen sollte - aber die Leute dazu zwingen?

Naja was wäre denn die Konsequenz? Die Intensivstationen noch weiter über das Limit laufen zu lassen? Oder diese Menschen dann die Hilfe im Krankenhaus verweigern? Das musst Du dann aber auch konsequent weiter denken.
 
DekWizArt schrieb:
Sorry aber @Niyu "wir" ziehen nicht durch die Straßen, mit Parolen wie "wir sind das Volk" und Judensternen auf der Kleidung. Das sind irgenwelche "Spaziergänger", ohne Abstand und eben ohne Impfung.

- 3 Sekunden Google - es ist nicht so reißerisch und bringt weniger Klicks als die Fackel- und Mistgabeltragenden geifernden Naziquerdenker (wie sie so gerne bezeichnet werden) - aber hier...
https://www.noz.de/lokales/osnabrue...nschen-bei-der-pro-impfung-demo-in-osnabrueck
https://www.kn-online.de/Region/Ploen/Pro-und-Contra-Impfen-Demos-in-Preetz-bleiben-friedlich
https://www.merkur.de/lokales/weilh...nitiative-fuer-corona-impfungen-91227759.html
 
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Ich bin hier raus, jetzt wird mir von der Moderation auch noch Verschwörungstheorien unterstellt, nur weil ich die derzeitige Regierung für unfähig halte lol Lächerlich
 
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Niyu schrieb:
- 3 Sekunden Google - es ist nicht so reißerisch und bringt weniger Klicks als die Fackel- und Mistgabeltragenden geifernden Naziquerdenker (wie sie so gerne bezeichnet werden) - aber hier...
https://www.noz.de/lokales/osnabrue...nschen-bei-der-pro-impfung-demo-in-osnabrueck
https://www.kn-online.de/Region/Ploen/Pro-und-Contra-Impfen-Demos-in-Preetz-bleiben-friedlich
https://www.merkur.de/lokales/weilh...nitiative-fuer-corona-impfungen-91227759.html

Und wann kamen die auf? Da spazierten die anderen schon seit Ewigkeiten durch die Städte und haben die Polizei verarscht. Du versuchst hier, komischerweise, Querdenker den Weg zu bereiten und diejenigen die endlich wieder ein normales Leben führen wollen, schlecht dastehen zu lassen.

Ja, die Querdenker und Impfgegner sind das Problem das so etwas verhindert.
 
Erkekjetter schrieb:
Aha, und wie schütze ich mich, wenn jemand infiziertes mit deiner Einstellung durch die Gegend rennt? Soll ich in Vollquarantäne, damit diese Person sein Ego ausleben kann?
Du gibst der Person die Schuld. Du könntest dich impfen lassen, dann ist ja die Sache gut. Du willst die totale Sicherheit? Die wird es niemals geben. Wenn du ins Restaurant gehst, hast du dank 2G Regelung quasi überall potentielle Überträger rund um dich. Ist das auch ein Problem für dich? Und da kann niemand Maske beim Essen tragen!

Wir haben eine ideologische Zero Covid Politik am Laufen. Der Staat und die Behörden schickt dich dann als gesunden Menschen in Quarantäne. Wir werden mit dem Virus lernen müssen zu leben. Irgendwann wirst du das auch schaffen (müssen).

DekWizArt schrieb:
Die Lockdowns und 2G+ Regelungen für die Geschäfte haben wir einfach auf Grund von 20 Millionen Ungeimpften die unsere Gesellschaft als schützenswert erachtet, obwohl ein Teil aus genau dieser Gruppe alles andere egal ist. Das ist doch das absurde daran..
Denkfehler. Den Lockdown haben wir, da die Politik ihn beschlossen hat. Die Politik macht die Maßnahmen!

DekWizArt schrieb:
Personen die sich nicht impfen lassen auf Grund von.. ja keine Ahnung wie ich das schreiben soll, persönlicher Informationsblockade.. sind in meinen Augen asozial. Denen sind ihre Mitmenschen egal und genau das ist eben asozial, gegen die Gemeinschaft als funktionierender Staat wo die Schwächsten geschützt gehören.
Warst du jedes Jahr bei der Grippe/Influenzaimpfung um deine Mitmenschen zu schützen? Oder hast du das Impfen erst jetzt für dich entdeckt? Für mich klingt das sehr nach Schubladendenken. Auch Menschen ohne Impfzertifikat sind soziale Menschen. Pauschal zu sagen, die sind asozial ist grundverkehrt.
 
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Robert. schrieb:
Auch Menschen ohne Impfzertifikat sind soziale Menschen. Pauschal zu sagen, die sind asozial ist grundverkehrt.
Wenn sie sozial wären, würden sich sich um Ihre Mitmenschen und die Gesellschaft kümmern. Tun sie nicht. Aber schön das Dich das stört, ein Schritt..
 
Erkekjetter schrieb:
Sowohl bei Corona als auch bei den Masern, wo wir defacto eine Impfpflicht haben, aber auch bei Polio usw. geht es dann eben auch ganz oft um den Schutz 3., insbesondere bei Masern, Polio und Co, wenn die Impfung durch die Eltern verweigert wird.
Ja, das stimmt voll! Nur der Unterschied ist leider, dass eine Impfung gegen Masern & Polio auch eine Übertragung verhindert Leider ist das bei den Covid Impfstoff (aktuell) nicht der Fall.
 
Niyu schrieb:
Jeder kennt oder könnte die Zahlen kennen um zu dem Schluss kommen, dass man sich spätestens ab 50 dringend impfen sollte - aber die Leute dazu zwingen?
Nochmal: es lebt nicht jeder in seiner eigenen hübschen kleinen Blase, in der man konsequenzlos tun und lassen könnte, was man möchte. Was immer jemand tut oder nicht tut, hat Auswirkungen auf das Umfeld und damit letztlich die Gesellschaft als Ganzes.

Wenn Ungeimpfte nun die Krankenhäuser füllen und deshalb Krebspatienten nach Hause geschickt werden und jemand mit einem Schlaganfall stundenlang im Krankenwagen durch die Gegend geschippert werden muss, bis mal ein Krankenhaus mit Kapazitäten gefunden wird, hat das eben nichts mehr nur mit der eigenen Situation zu tun.

Es gibt auch keine Möglichkeit, sich aus der daraus resultierenden Verantwortung irgendwie herauszureden. Jeder Ungeimpfte, der im Krankenhaus landet, ist vollkommen unnötig. Jeder, der auf die Impfung verzichtet, erhöht seine Chancen auf Hospitalisierung dramatisch, unabhängig vom Alter. Und ja, die Politik hat dabei versagt, Kapazitäten aufzubauen oder bestehende aufrechtzuerhalten. Diese unfassbar neue Erkenntnis hilft uns bei der Bewältigung der aktuellen Lage aber halt auch nicht weiter. Dass die Politik munter lügt und versagt, ist nun wirklich keine bahnbrechende Neuigkeit. Wem das stinkt, der kann sich selbst politisch engagieren. Auf sogenannten Spaziergängen mit Kindern als Schutzschild auf Polizisten einzuprügeln ist allerdings ganz explizit kein politisches Engagement.

Wenn jemand sich der Impfung schon verweigert, dann soll er oder sie doch bitte den Arsch in der Hose haben, zu seiner fehlenden Solidarität und dem Fokus auf sich selbst zu stehen. Wenn das auch noch schöngeredet wird, wird einem halt einfach schlecht. Besonders, wenn man selbst im Umfeld Betroffene hat, die ohne diesen furchtbar unsinnigen Aufstand eine bessere Behandlung erhalten hätten. Für solche Menschen ist die ganze Diskussion der blanke Hohn.
 
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DekWizArt schrieb:
Wenn sie sozial wären, würden sich sich um Ihre Mitmenschen und die Gesellschaft kümmern. Tun sie nicht. Aber schön das Dich das stört, ein Schritt..
Halt stopp! Diese Menschen zahlen ins Sozialsystem ein, arbeiten im Krankenhaus etc.
Das sind meine/deine Mitmenschen. Einzig eine Impfung fehlt ihnen. Das klingt nach extremen Vorurteilen deinerseits leider.
Ob jemand sozial ist, an einer Impfung festmachen? Ich würde mich niemals moralisch so überlegen sehen, dass ich so über andere Menschen urteile.
"Asozial" ist ein Begriff mit wirklich sehr schlimmer Vergangenheit.
 
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