Niyu schrieb:
Jeder kennt oder könnte die Zahlen kennen um zu dem Schluss kommen, dass man sich spätestens ab 50 dringend impfen sollte - aber die Leute dazu zwingen?
Nochmal: es lebt nicht jeder in seiner eigenen hübschen kleinen Blase, in der man konsequenzlos tun und lassen könnte, was man möchte. Was immer jemand tut oder nicht tut, hat Auswirkungen auf das Umfeld und damit letztlich die Gesellschaft als Ganzes.
Wenn Ungeimpfte nun die Krankenhäuser füllen und deshalb Krebspatienten nach Hause geschickt werden und jemand mit einem Schlaganfall stundenlang im Krankenwagen durch die Gegend geschippert werden muss, bis mal ein Krankenhaus mit Kapazitäten gefunden wird, hat das eben nichts mehr nur mit der eigenen Situation zu tun.
Es gibt auch keine Möglichkeit, sich aus der daraus resultierenden Verantwortung irgendwie herauszureden. Jeder Ungeimpfte, der im Krankenhaus landet, ist vollkommen unnötig. Jeder, der auf die Impfung verzichtet, erhöht seine Chancen auf Hospitalisierung dramatisch, unabhängig vom Alter. Und ja, die Politik hat dabei versagt, Kapazitäten aufzubauen oder bestehende aufrechtzuerhalten. Diese unfassbar neue Erkenntnis hilft uns bei der Bewältigung der aktuellen Lage aber halt auch nicht weiter. Dass die Politik munter lügt und versagt, ist nun wirklich keine bahnbrechende Neuigkeit. Wem das stinkt, der kann sich selbst politisch engagieren. Auf sogenannten Spaziergängen mit Kindern als Schutzschild auf Polizisten einzuprügeln ist allerdings ganz explizit kein politisches Engagement.
Wenn jemand sich der Impfung schon verweigert, dann soll er oder sie doch bitte den Arsch in der Hose haben, zu seiner fehlenden Solidarität und dem Fokus auf sich selbst zu stehen. Wenn das auch noch schöngeredet wird, wird einem halt einfach schlecht. Besonders, wenn man selbst im Umfeld Betroffene hat, die ohne diesen furchtbar unsinnigen Aufstand eine bessere Behandlung erhalten hätten. Für solche Menschen ist die ganze Diskussion der blanke Hohn.