Motorradhändler dreht Tacho zurück

Der Anwalt meinte wie was zustande gekommen ist, ist vollkommen egal.
mit 27.000 laut Kaufvertrag und Aussage gekauft, 45.600 auf der Uhr, ist die Schuld vom Händler.
 
Ist dein Anwalt gelernter Motoradmechaniker um das so pauschal zu sagen? Vl. hat der Vorbesitzer den Tachostand zurückgesetzt um mehr herauszuschlagen? Was kann dann der Händler dafür? Dann wurde er ja auch betrogen. Vielleicht hat keiner den Tachostand verstellt und durch einen Elektronikfehler/Wasserschaden/Kurzschluss steht nun mal statt 2 eine 4 dort?

Außerdem: Den Unterschied zwischen 27000 und 47000 sollte doch jeder gute Motorrad-Mechaniker sofort erkennen. Wie viele Vorbesitzer? Wie alt? Ventilspiel? Originalbatterie? Produktionsdatum div. Teile überprüfen. Abnutzung von Griffen oder Rasten?

Halt uns trotzdem am laufenden ;)
 
Der Händler hat im Kaufvertrag aber eine LAUFLEISTUNG von 27.000km angegeben, was heißt das kein Teil mehr als 27.000km bewegt worden sein darf.
Mit dem Kaufvertrag garantiert er das, sollte die Maschine nun mehr runterhaben ist es ein Vertragsbruch.
Was zwischen Ihm und dem Vorbesitzer ist, ist mir egal, ich weiß nur was zwischen dem Händler und mir für ein Vertrag zustande gekommen ist.
Wie gesagt, ich kann mich auch einfach mit dem Tageskilometerzähler verguckt haben.
Keine Originalbatterie, Griffe und Rasten habe ich ausgetauscht, hatten schon Abnutzung. K4 = 2004er Baujahr.
Keine Ahnung ob die Ventile nen Spiel haben.
Elektronikfehler etc. Kurzschluss, oder was auch immer kann den Tachostand nicht verändern, habe mich ja extra bei Suzuki informiert.
 
Smash32 schrieb:
Elektronikfehler etc. Kurzschluss, oder was auch immer kann den Tachostand nicht verändern, habe mich ja extra bei Suzuki informiert.

Soso, aber ein Sprung von 27k auf 47k ist möglich? :rolleyes:

Smash32 schrieb:
Wie gesagt, ich kann mich auch einfach mit dem Tageskilometerzähler verguckt haben.

Das ist etwas kurios, denn im ersten Post hattest du noch 2 Zeugen die behaupten das 27k am Tacho standen...

Warte trotzdem mal auf die Reaktion vom Vorbesitzer ab (sofern du ihn erreichst). Wenn dir der Versichert das es 27k waren und ein Gutachten/Servicebeleg davon hat, sieht die Sache wieder anders aus...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Tageskilometerzähler stand auf 2690 Kilometer, wenn man sich um eine 0 verguckt also 26900, was genau mit dem Kilometerstand den das Motorrad hatte hinkommen würde.
Der Werkstattmeister meinte er hätte auch nochnie davon gehört.
Finde das mit dem Tageskilometerzähler am einleuchtensten, aber ein Händler muss das wissen.
Ja, leider meldet der Vorbesitzer sich nicht, ist im Außendienst tätig und kann nur darauf hoffen das er sich noch meldet, werde Montag nochmal in seiner Firma anrufen und sonst fragen ob ich eventuell seine Telefonnummer bekomme.
 
Tronix schrieb:
Ist dein Anwalt gelernter Motoradmechaniker um das so pauschal zu sagen? Vl. hat der Vorbesitzer den Tachostand zurückgesetzt um mehr herauszuschlagen?)

das kann dem TE doch völlig egal sein.
die Werkstatt müsste dann eben das gleiche machen wie Smash32 nur eben gegen den Vorbesitzer.
 
:lol: hat der Händler Tageskilometerstand mit Gesamtkilometerstand verwechselt? (und der Vorbesitzer hat ihn auch nicht korrigiert?) Nein, oder??
 
Heyho,

nach einem Jahrzent langer Bikeerfahrung incl. großer Clique und Racetrack Crew und vielen Bekannten aus diesem Umfeld kann ich dir sagen, dass ich noch nie von so einer Sache gehört habe.

Ein Tachostand der plötzlich um 20k springt o.ä. ist mir noch nie untergekommen.

Die Sache mit dem Tageskilometerstand (2.690 --> 27.000) klingt da am ehesten plausibel.

Der Verkäufer hat diesbezüglich vielleicht gar nichts mitbekommen.

War ja ein Unfallmotorrad und da siehts oft so aus dass der Verkäufer einen Händler kontaktiert, dieser das Stück begutachtet und ihm das Ding für XXXX,- vom Hof weg abnimmt, fertig... von Kilometerständen ist bei Unfallbikes dann eher selten die Rede respektive werden diese dann nicht großartig ausdiskutiert.... die machen das Kraut dann nicht mehr fett.

Der Händler stellt das Ding zum Verkauf bereit und liest den Tageskilometerzähler ab und vertut sich mit dem Stellenwert.

Darf ich mal Fragen wieviel du für das Bike gelöhnt hast ... 1500 -2000,-?

Du wirst durch das eventuelle Kilometermissverständnis nicht den großen Verlust haben.

Solltest du mal an Verkauf denken musst du ja fairerweise angeben dass es sich um ein Unfallbike handelt ...--> und das schmälert den Verkaufserlös weit mehr als +20k auf der Uhr bei einem dann vielleicht +10 Jahre alten Bike.... wenn ich davon ausgehe dass du dieses Ding ja auch eine Zeit fahren willst?

Schmeiss hier blos nicht einem Anwalt zuviel Kohle in den Rachen ... mein Tip.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab ne Rechtsschutzversicherung, bezahle also garnichts für den Anwalt.
Für mich sind 20.000 Mehrkilometer nen riesen Wertverlust, wenn nen Bike nur nen Rutscher hatte oder nach nem Unfall komplett wieder hergestellt wurde kann mir das ja egal sein, es ist ja schließlich kommplett heile.
20.000 Mehrkilometer bekommt man aber nichtmehr runter, ich würde mir NIE nen Motorrad mit mehr als 30.000km kaufen. Bei Motorrädern ist einfach der Verschleiß zu groß und Motorräder mit so nem Stand bekommt man auch nicht mehr gut verkauft.
Werde denke wenn der Fall geklärt ist das Motorrad direkt ohne es zu fahren verkaufen, umso mehr da rauf kommt umso schlechter wird mans wieder los.
Und wenn der Händler sich vertut, ist es trotzdem noch seine Schuld, ein MOTORRADHÄNDLER sollte schon noch zwischen Tageskilometerzähler und Kilometerstand unterscheiden können, dafür ist es ein Händler und kein Laie.
Bezahlt hab ich für die Maschine leider viel zu viel, über 2.000 waren es.
Ergänzung ()

Ein anderer Händler bei dem mein Bruder heute war meinte zu ihm, der Kilometerstand kann sich dadurch zurückgestellt haben, das die Maschine lange keinen Strom bekommen hat (hab die Batterie mehrere Wochen raus gehabt.) sollte der Tacho zurückgestellt worden sein.
Ergänzung ()

Mir wärs am liebsten ich geb die Maschine zurück und bekomme den vollen Kaufpreis wieder.
Leider geht das aber nicht, da ich die Maschine vollständig repariert habe und der Händler den Aufpreis für die Reperatur nicht bezahlen muss.
Ich hätt die Maschine so nie im leben gekauft und würd sie so auch nichtmehr fahren, da find ich 200€ die nur rein durch die Kilometerleistung an Wertverlust da sind enorm mager.
 
...da find ich 200€ die nur rein durch die Kilometerleistung an Wertverlust da sind enorm mager.

Für dich sind 20k ein riesen Wertverlust ... aber defacto bei einem 8 Jahre alten Unfallbike eben nicht ... wie du eben selbst schreibst.

Nunja, wenn du irgendwie nen deal raushandeln kannst dann machs... und mit kostenlosem Rechtschutz kann ja eigentlich nichts schiefgehen.

Wird aber verdammt schwierig da du ja jetzt auch Kohle reingesteckt hast.

Ich würd das Ding jetzt behalten ... und glaub mal, ob 27- oder 47k jucken eine gute alte Suzi Null.
Seit gut 10 Jahren haben die Dinger in Sachen Qualität zu Honda aufgeschlossen.

Ich hab mir damals mit paar Typen aus der Clique aufm Racetrack mit Suzis ala GSX-R600-1000 regelmäßig schöne Rennen geliefert ... und einige davon hatten 60K und mehr runter, und viel km davon im Rennstreckenbetrieb.

Behalte das Ding ... ich glaub mal du wirst damit viel Spass haben.

Natürlich verstehe ich deinen Ärger ... ging mir vermutlich auch so.

Bedenke aber für den Fall der Fälle dass du sofort wiederverkaufen willst:

Auch ein künftiger potentieller Käufer kann Nachforschungen anstellen ... und wehe dir wenn du dann so ein Ding als unfallfrei feil geboten hast.
 
Ich würd nie im Leben nen Unfallfahrzeug als Unfallfrei deklarieren, ich hab die Sachen die mit Aussehen zu tun haben auf der linken Seite auch nicht behoben, man sieht auf jeden Fall noch an der Verkleidung das sie gerutscht ist.
Ob es verunfallt ist oder nicht, macht bei der Kilometerleistung ja keinen Unterschied, 20k mehr sind fast das doppelte und bei nem Motorrad kann man das finde ich schon damit vergleichen als wenn man nen Auto mit 100.000km kauft und es dann mit einmal 200.000 runter hat.
Weiß selber noch nicht genau was ich nun tun werde, erstmal gucken was der Anwalt da raus holt, wenn überhaupt etwas.
 
Ja, sieh mal zu, was der Anwalt noch rausholt, aber ich würde mich in diese Sache nicht zu sehr reinsteigern.
Eine GSXR ist sogut wie unkaputtbar. In den diversen Foren habe ich noch nie jemanden gefunden, der wirklich den Motor abgeschossen hat. (bin im GSR Forum auch hin und wieder unterwegs)

2000€ ist allerdings für 47k Kilometer und Unfall eindeutig zu viel. Hier muss der Händler auf jeden Fall noch nachbessern.
So ein schlechtes Druckmittel hast du auch nicht: Der Händler bekommt die Maschine nämlich zu keinem Preis der Welt los. (eben 50k Kilometer und Unfall) Der wird alles versuchen, die Maschine nicht zurücknehmen zu müssen. (abgesehen davon ist eine GSXR ja nicht gerade eine Exot in D; (führte imho auch zeitweise die Zulassungsstatistik an))
 
Smash32 schrieb:
Und wenn der Händler sich vertut, ist es trotzdem noch seine Schuld, ein MOTORRADHÄNDLER sollte schon noch zwischen Tageskilometerzähler und Kilometerstand unterscheiden können, dafür ist es ein Händler und kein Laie.

Ich hab 2 Zeugen das die Maschine beim kauf 27000km aufem Tacho hatte.

Also wenn schon drei Leute den Kilometerstand falsch ablesen, dann glaube ich, darf sich der Händler wohl auch mal vergucken. Anscheinend ist das bei der Maschine nicht so Eindeutig zu sehen. Und somit ist es sicher kein Betrug. Höchstens noch ein Gewährleistungsfall. Aber auch nur, wenn der falsche Kilometerstand nicht nur im Kaufvertrag, sondern auch im Angebot, Werbung/Preisschild, stand. Denn bei Ausfertigung des Kaufvertrages mit falschem Kilometerstand, war man sich ja über den Kauf bereits zu den da Bekannten Konditionen einig.

Und mal dumm gefragt, hat der Händler das selbst für den Kaufvertrag abgelesen, oder du oder einer deiner Freunde haben dies Ihm nur vorgelesen damit der Kaufvertrag komplett ist.

Wenn das nur nach der Datliste gerechnet wird find ich 200€ extrem mager für soviel Mehrkilometer.

Ganz einfach, weil es noch mehr Faktoren für die Entstehung des Preises gibt. Insbesondere muß man hier ja auch Berücksichtigen, das die Maschine in so einen guten Zustand sein muß, das man Ihr die 20.000 Kilometer mehr gar nicht ansieht. Sonst hättest du sie ja wohl nicht zu dem Preis gekauft.
 
....und bei nem Motorrad kann man das finde ich schon damit vergleichen als wenn man nen Auto mit 100.000km kauft und es dann mit einmal 200.000 runter hat.

Sorry, das sehe ich anders.

Das war vielleicht so und ist aber schon lange nicht mehr.

20k mehr aufm Bike ist auch kein großer Unterschied zu 20k mehr auf dem Auto.

Das liegt vielleicht daran, dass ein Bike mit 20k mehr halt entsprechend der geringen km/Jahr Leistung paar Jahre mehr aufm Buckel hat.

Dahingehend lassen die Jahre dein Bike altern ... aber keinesfalls die 20k mehr. Die machen beim heutigen Stand der Technik so gut wie nichts mehr aus --> und diesbezüglich wird bei einem 8 Jahre alten Bike in Sachen 20k mehr oder weniger gerade mal +-200,- bewertet .... das kommt ja nicht von ungefähr.
 
ICH BIN TOTAL GESCHOCKT!
Ich hab endlich den Vorbesitzer erreichen können, der mir eine unfassbare Story erzählt hat.
Er hat das Motorrad selber schon mit über 40.000km gekauft und hatte damit einen schweren Unfall (ihm ist jemand mit 80km/h seitlich reingefahren.)
Es gibt Vermessungsprotokolle und Werkstattberichte über einen Totalschaden, alle diese Informationen und Belege hat der Händler beim Kauf als Kopie bekommen, auch den Tachostand wusste er genau.
Der Vorbesitzer meinte er ist bereit mir alle Unterlagen zu Faxen und eine Aussage zu machen, er meinte es ist lebensgefährlich mit dem Motorrad zu fahren da der Rahmen verzogen und die Gabelbrücke von unten gebrochen ist.
Der Händler hat die Maschine vom Vorbesitzer als Totalschaden gekauft.

Der Händler meinte zu mir, er hat keine Unterlagen zu dem Unfall, die Maschine wurde nur leicht mit Schritttempo beim abbiegen angefahren.
Die Fußraste wäre gebrochen und der Auspuff ist kaputt, aber sonst ist die Maschine in ordnung (2 Freunde standen daneben als er diese Aussage getätigt hat.)
Alle sichtbaren Schäden (verkleidung etc. hat der Händler beseitigt damit man den schweren Unfall nicht ansieht)
 
Alter Schwede.:freak:
Dem Motorradtandler würde ich, auch wenns nicht viel bringt, gleich Mal die Fresse polieren.

Das ist vorsätzlicher Betrug unter besonders gefährlichen Umständen. Der Händler wandert ins Gefängnis. Erklär dem Herren das Mal in aller Ausführlichkeit.
Stell dir vor, dir wäre bei 100km/h auf der Bundesstraße irgendetwas gerissen. (Gabelbrücke, Schwinge, Hauptlager,...)


EDIT: Komm nicht in Versuchung den Händler zu erpressen!! (das kann nämlich ebenfalls ganz schön ins Auge gehen)
EDIT2: Ja, Betrug ist immer eine vorsätzliche Handlung.
 
Ich bin froh das der Vorbesitzer so nett ist und meint er sendet mir alle Unterlagen und wird das auch Aussagen.
Hab direkt für morgen früh um 10 Uhr nen neuen Termin beim Anwalt bekommen.
Den Krümmer, den Heckrahmen und ein paar Kleinteile kann ich zwar nicht in den Ursprungszustand zurückversetzen, da ich die alten Teile davon auf den Schrott gebracht oder verkauft habe, aber darauf kommt es mir nicht an, dann schenke ich dem Lieber die paar hundert euro sollte da nichts zu machen sein.
Die Maschine will ich auf keinen Fall mehr so haben und ich werde auch niemand anders zumuten das Motorrad so zu kaufen.

Ich bin total geschockt! Und das sich der Händler nicht verguckt hat, steht jetzt ja auch fest.
Der Vorbesitzer meinte dem Händler war es total egal, dass die Maschine nen Totalschaden hat, er meinte er macht da schon noch was raus und hat die dann Nachts abgeholt ohne noch weitere Fragen zu stellen, aber über alle Umstände, Protokolle, Werkstattberichte etc. wusste der Händler bescheid und diese hat er auch erhalten.
 
Is ja ne nette Wendung in diesem Fall.
Da du ja sowieso schon beim Anwalt warst überlass diesen einfach den Rest.

Diese Geschichte ist wirklich dreist.
Einen Totalschaden verkaufen und dann auch noch den Tacho runterdrehen.
Da gehört schon ne gehörige Portion kriminelle Energie dazu.
 
Ich entschuldige mich beim TE für meinen Post in #11.

Da Du das Motorrad ja nicht behalten willst, solltest Du über Deinen Rechtsanwalt versuchen, vom Händler alle Deine Unkosten erstattet zu bekommen. Nachdem Du das erhalten hast, kannst Du ihn immer noch anzeigen.
 
Wahnsinn. Damit ist all der vorhergehende Spekulatius eh hinfällig, hier gehts nicht mehr um ein Motorrad sondern um einen Totalschaden inklusive gewerbsmäßigen Betrug.

Super dass du den Vorbesitzer auf der Seite hast. Lass jetzt den Anwalt mal ran und halt uns aufm Laufenden.
 
Zurück
Oben