Bärbone
Cadet 4th Year
- Registriert
- Apr. 2011
- Beiträge
- 121
Hallo Leute,
Danke fürs reinschauen
Ich möchte mich im Moment mit einem Problem meiner Mutter beschäftigen. Ich hoffe hier ein paar Anregungen zu bekommen bzw. hoffe ich, hier für eine meiner geplanten Vorgehensweisen ein feedback zu bekommen, ob das so auch möglich ist bzw. ich da auch alles richtig mache/verstanden habe...
Das vorab: Hätte ich das Geld zur Verfügung, würde ich ihre Schulden ohne nachzudenken ausgleichen, doch das habe ich leider nicht, weshalb ich nach einer anderen Lösung suche...ich möchte ihr da unbedingt helfen, da es für sie schon seit Jahren eine Belastung ist, von der ich bis vor kurzem nichts wusste.
Das ist die momentane Situation/Entstehung dieser in möglichst chronologischer Reihenfolge:
- Sie ging arbeiten und hat im zuge einer erwarteten Erbschaft - bevor diese eintraf - einen Dispo von damals 3000,- DM, also heute exakt 1500,-€ von der Citibank (heute Targobank) erhalten um vor dem eintreffen der Erbschaft einen finanziellen Spielraum zu bekommen. Das ist nun gut 15 Jahre her.
- Job verloren, aufgrund fehlender Ausbildung und dem hohen Alter (sie ist knapp über 60, bald steht Rente an!) hat sie daraufhin, obwohl sie sich bemüht hat, nie wieder einen Job bekommen. Das heisst also, dass sie letztendlich bis heute HartzIV (hearts fear) beziehen muss, um lebensfähig zu bleiben. Daran wird sich bis zur Rente wahrscheinlich auch nichts mehr ändern...mit der Rente wird sie leider auch kein höheres Einkommen erzielen...
- Leider kann sie überhaupt nicht mit Geld umgehen, weshalb sowohl die Erbschaft futsch ist (war jetzt auch nicht viel, aber dennoch), als auch der Dispo immer ausgereizt ist. Könnte sie mit Geld umgehen, hätte Sie den Dispo rechtzeitig gekündigt, doch das hat sie leider nicht. Sie hat schon grob über den Daumen gute 3-4000,- € an Zinsen an die Bank gezahlt. Im zuge des Dispos hatte sie mit der Bank eine Versicherung abgeschlossen, welche ich mir noch anschauen muß, die, soweit ihr bekannt, einerseits für Transporte (z.B. Hubschrauber) bei einem Unfall finanziell eintritt (Sinn?) als auch andererseits, wahrscheinlich, als Ausfallschutz beim Dispo greift (hier muss ich noch schauen, unter welchen Umständen dieser Schutz überhaupt greifen würde - da kenne ich mich überhaupt nicht aus).
Das heisst also, dass sie momentan alle drei Monate gut 60€ an Zinsen bezahlt (exkl. des Versicherungsbeitrags) und immer zu 1500,-€ in der Miese ist, womit sich das Leben mehr als nur schlecht anstellt. Wie sie das bisher geschafft hat, ist mir ein Rätsel...nur wusste ich auch nicht, dass es so schlecht um ihre Finanzen steht.
Was habe ich mir gedacht, was man nun tun könnte ?
1.) Mein erster Vorschlag war, dass sie mit der Bank sprechen sollte, um den Dispo-Kredit in einen normalen Kredit mit geringeren Zinsen umzuwandeln und sie damit ihr reguläres Konto im Guthaben führen kann. - Absage der Bank, obwohl ich mir hier nicht sicher bin, ob sie den Unterschied zwischen Kredit beantragen und umwandeln eines bestehenden Dispo-Kredites so richtig verstanden und in diesem Sinn so mit der Bank besprochen hat. Ich könnte da einen Brief verfassen um das Anliegen zu verdeutlichen...
Kann natürlich sein, dass die Bank einfach sieht, dass sie durchaus in der Lage ist, die Zinsen über Jahre hinweg zu Zahlen und daher kein Bedarf besteht, daran etwas zu ändern und damit den Gewinn zu mindern. Das der Dispo über die Zinszahlungen eigentlich schon mehr als zweimal "Rückgezahlt" wurde, kann man so natürlich nicht sehen, aber es ist nunmal so, dass diese Tatsache der Bank wahrscheinlich egal ist.
2.) Wenn sich die Ausfallschutz-Versicherung als das heraustellen sollte, was der Name vermuten lässt, würde ich ihr raten es "drauf ankommen" zu lassen. Also bei einer anderen Bank ein reines Guthaben-Konto eröffnen, alles dorthin umzuleiten und warten bis sich die "Dispo-Bank" regt - und auf die Versicherung hinzuweisen im Zuge der unpfändbaren Einkommen durch H4. Wenn diese dann greift, wären die Schulden Vergangenheit...
3.) Ebenso wie 2.), doch unter Berücksichtigung, dass die Ausfallschutz-Versicherung nicht greifen sollte, im Anschluss der Umleitung zum neuen Konto, der Bank nach Forderung des Gesamtbetrags des Dispo, eine geringe Ratenzahlung anzubieten. Ob die "Dispo-Bank" darauf eingeht und ob sich das letzten Endes als günstiger erweisen würde, ist meinerseits im Moment rein spekulativ.
4.) Privatinsolvenz anmelden. Aber bei 1500€ ?
5.) Privatkredit nehmen - bei gleicher Rate, also 60€ alle drei Monate / 20€ monatlich, jedoch halbiertem Zinssatz im vergleich zum Dispo, so dass sie mit der gleichen Rate zumindest die Schulden abbaut. Doch wer gibt einer H4-Empfängerin einen Privatkredit, obwohl sie nachweislich seit gut 15 Jahren diese Rate geleistet hat. Das ist vermutlich so nicht möglich...
Soweit meine Überlegungen....
Ich würde mich über weitere Anregungen bzw. Klarstellungen über die Möglichkeit meiner Überlegungen sehr freuen.
Vielen Dank schonmal
Danke fürs reinschauen
Ich möchte mich im Moment mit einem Problem meiner Mutter beschäftigen. Ich hoffe hier ein paar Anregungen zu bekommen bzw. hoffe ich, hier für eine meiner geplanten Vorgehensweisen ein feedback zu bekommen, ob das so auch möglich ist bzw. ich da auch alles richtig mache/verstanden habe...
Das vorab: Hätte ich das Geld zur Verfügung, würde ich ihre Schulden ohne nachzudenken ausgleichen, doch das habe ich leider nicht, weshalb ich nach einer anderen Lösung suche...ich möchte ihr da unbedingt helfen, da es für sie schon seit Jahren eine Belastung ist, von der ich bis vor kurzem nichts wusste.
Das ist die momentane Situation/Entstehung dieser in möglichst chronologischer Reihenfolge:
- Sie ging arbeiten und hat im zuge einer erwarteten Erbschaft - bevor diese eintraf - einen Dispo von damals 3000,- DM, also heute exakt 1500,-€ von der Citibank (heute Targobank) erhalten um vor dem eintreffen der Erbschaft einen finanziellen Spielraum zu bekommen. Das ist nun gut 15 Jahre her.
- Job verloren, aufgrund fehlender Ausbildung und dem hohen Alter (sie ist knapp über 60, bald steht Rente an!) hat sie daraufhin, obwohl sie sich bemüht hat, nie wieder einen Job bekommen. Das heisst also, dass sie letztendlich bis heute HartzIV (hearts fear) beziehen muss, um lebensfähig zu bleiben. Daran wird sich bis zur Rente wahrscheinlich auch nichts mehr ändern...mit der Rente wird sie leider auch kein höheres Einkommen erzielen...
- Leider kann sie überhaupt nicht mit Geld umgehen, weshalb sowohl die Erbschaft futsch ist (war jetzt auch nicht viel, aber dennoch), als auch der Dispo immer ausgereizt ist. Könnte sie mit Geld umgehen, hätte Sie den Dispo rechtzeitig gekündigt, doch das hat sie leider nicht. Sie hat schon grob über den Daumen gute 3-4000,- € an Zinsen an die Bank gezahlt. Im zuge des Dispos hatte sie mit der Bank eine Versicherung abgeschlossen, welche ich mir noch anschauen muß, die, soweit ihr bekannt, einerseits für Transporte (z.B. Hubschrauber) bei einem Unfall finanziell eintritt (Sinn?) als auch andererseits, wahrscheinlich, als Ausfallschutz beim Dispo greift (hier muss ich noch schauen, unter welchen Umständen dieser Schutz überhaupt greifen würde - da kenne ich mich überhaupt nicht aus).
Das heisst also, dass sie momentan alle drei Monate gut 60€ an Zinsen bezahlt (exkl. des Versicherungsbeitrags) und immer zu 1500,-€ in der Miese ist, womit sich das Leben mehr als nur schlecht anstellt. Wie sie das bisher geschafft hat, ist mir ein Rätsel...nur wusste ich auch nicht, dass es so schlecht um ihre Finanzen steht.
Was habe ich mir gedacht, was man nun tun könnte ?
1.) Mein erster Vorschlag war, dass sie mit der Bank sprechen sollte, um den Dispo-Kredit in einen normalen Kredit mit geringeren Zinsen umzuwandeln und sie damit ihr reguläres Konto im Guthaben führen kann. - Absage der Bank, obwohl ich mir hier nicht sicher bin, ob sie den Unterschied zwischen Kredit beantragen und umwandeln eines bestehenden Dispo-Kredites so richtig verstanden und in diesem Sinn so mit der Bank besprochen hat. Ich könnte da einen Brief verfassen um das Anliegen zu verdeutlichen...
Kann natürlich sein, dass die Bank einfach sieht, dass sie durchaus in der Lage ist, die Zinsen über Jahre hinweg zu Zahlen und daher kein Bedarf besteht, daran etwas zu ändern und damit den Gewinn zu mindern. Das der Dispo über die Zinszahlungen eigentlich schon mehr als zweimal "Rückgezahlt" wurde, kann man so natürlich nicht sehen, aber es ist nunmal so, dass diese Tatsache der Bank wahrscheinlich egal ist.
2.) Wenn sich die Ausfallschutz-Versicherung als das heraustellen sollte, was der Name vermuten lässt, würde ich ihr raten es "drauf ankommen" zu lassen. Also bei einer anderen Bank ein reines Guthaben-Konto eröffnen, alles dorthin umzuleiten und warten bis sich die "Dispo-Bank" regt - und auf die Versicherung hinzuweisen im Zuge der unpfändbaren Einkommen durch H4. Wenn diese dann greift, wären die Schulden Vergangenheit...
3.) Ebenso wie 2.), doch unter Berücksichtigung, dass die Ausfallschutz-Versicherung nicht greifen sollte, im Anschluss der Umleitung zum neuen Konto, der Bank nach Forderung des Gesamtbetrags des Dispo, eine geringe Ratenzahlung anzubieten. Ob die "Dispo-Bank" darauf eingeht und ob sich das letzten Endes als günstiger erweisen würde, ist meinerseits im Moment rein spekulativ.
4.) Privatinsolvenz anmelden. Aber bei 1500€ ?
5.) Privatkredit nehmen - bei gleicher Rate, also 60€ alle drei Monate / 20€ monatlich, jedoch halbiertem Zinssatz im vergleich zum Dispo, so dass sie mit der gleichen Rate zumindest die Schulden abbaut. Doch wer gibt einer H4-Empfängerin einen Privatkredit, obwohl sie nachweislich seit gut 15 Jahren diese Rate geleistet hat. Das ist vermutlich so nicht möglich...
Soweit meine Überlegungen....
Ich würde mich über weitere Anregungen bzw. Klarstellungen über die Möglichkeit meiner Überlegungen sehr freuen.
Vielen Dank schonmal
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