Ne Cool Master, das stimmt so nicht. Raid 1 erzeugt keine Parität. Der Vorgang, der bei einem Raid 1 die Redundanz erzeugt, unterscheidet sich grundlegend vom Raid 5.
Beim Raid 1 werden die Daten relativ stupide beim Schreiben gedoppelt. Der Controller schreibt die Daten nicht nur auf Platte 1, sondern parallel dazu auch noch auf Platte 2. Da dabei keine zu leistende Rechenarbeit anfällt läuft sowas auch mit den ranzigen Onboard Controllern oder einen sehr simplen Software Raid noch recht performant.
Beim Raid 5 hingegen muss aktiv berechnet werden wie die Paritätsdaten aussehen. Das bricht den günstigen Raid Implementationen dann das Genick, während Hardware Raid Controller das eben in Hardware berechnen.
Der Grund für die Verteilung der Parität ist eher die Vermeidung von viel Rechenarbeit bei der Wiederherstellung der Paritätsdaten des ganzen Arrays, wenn die Paritätsplatte ausgefallen ist.
JamesFunk schrieb:
JEde Datei wird dann aber komplett in 1er und 0er kleingemacht und immer nur eine 1 oder 0 auf eine HDD geschreiben, ja`?
Nein, das wäre von der Performance her eine Katastrophe, weil man unfassbar viele, winzige Zugriffe erzeugen würde.
Es werden Stripes gebildet:
http://en.wikipedia.org/wiki/Data_striping
Je nach Setup liegt die Stripegröße so zwischen einigen 10 Kilobyte (z.B. 32 kb) und einigen 100 Kilobyte (z.B. 256 kb). Das wäre zumindest der gängige Bereich. Manche Controller, bzw. generell Implementationen von Raid, lassen auch noch etwas kleinere und größere Größen zu, z.B. 16, 512 und 1024 kb.
Diese Stripegröße ist in der Konfiguration des Arrays einstellbar und bestimmt die Charakteriska mit, die das Array im Betrieb dann aufweist. Man wählt die Stripegröße entsprechend seines normalen Workloads, wobei sich unpassende Stripegrößen negativ auf die Performance auswirken können.