Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

JMP $FCE2 schrieb:
Warum werden z.B. Flugkilometer nicht auf 100 pro Jahr und Person begrenzt ? Da das natürlich nicht für einen Urlaub reicht, könnte ein Flugwilliger entweder sparen, oder seine Flugkilometer auf einer Börse mit freier Preisbildung handeln. Dann könnten zur Abwechslung mal die Geringverdiener Spekulationsgewinne einfahren, indem sie einfach auf die Fernreisen verzichten, und ihre Flugkilometer an der Börse versilbern.
Finde das ein sehr interessantes Konzept, obwohl 100km nicht passen wird.
Das Problem wäre, dass da jedes Land mitziehen müsste. Und spätestens die Länder, die durch Flugtourismus stark profitieren, werden da nicht mitmachen.
Ich glaube auch, dass da viele anfangen würden ihre Flüge als Dienstreisen zu deklarieren, ggf. über ein Nebengewerbe oder die Firma des Schwagers oder sonstwas.

Obwohl ich selbst grade per Flieger in der Türkei im Urlaub war, finde ich auch, dass die Fliegerei eigentlich total absurd ist bzw. viel zu günstig.
 
h00bi schrieb:
Das Problem wäre, dass da jedes Land mitziehen müsste. Und spätestens die Länder, die durch Flugtourismus stark profitieren, werden da nicht mitmachen.
Warum müsste ganz Europa mitziehen? Flughafengebühren sind m.W.n. jeztt schon lokal unterschiedlich, und eine Zusatzabgabe (bei Abflug aus D) wäre auch nichts anderes.

Gleichzeitig könnte man noch Kurzstreckenflüge, für die es einen akzeptabelen Ersatz per Bahn gibt, unterbindenn. Also quasi das Modell aus Frankreich, nur noch etwas ausgeweitet.

Das ganze müsste natürlich für alle Passagierflüge mit Abflug in D gelten und nicht nur für Privatflüge.

JMP $FCE2 schrieb:
Dann könnten zur Abwechslung mal die Geringverdiener Spekulationsgewinne einfahren, indem sie einfach auf die Fernreisen verzichten, und ihre Flugkilometer an der Börse versilbern.
Daran zweifele ich allerdings. Wenn die Leute jetzt schon nicht in der Lage sind, mit geringen Beträgen durch recht einfaches langfristig investment zu profitieren, sind sie es mit einem solchen Konstrukt auch nicht.
 
gymfan schrieb:
Warum müsste ganz Europa mitziehen?
Ganz einfach: Wenn ich nur in D ein begrenztes Kontingent für Flugkilometer habe, fahre ich einfach zum nächsten größeren Flughafen im benachbarten Ausland und fliege ab da. Ganz ohne Limitierungen.
 
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Man sollte bei der Überlegung in Betracht ziehen das Mindestens 6 EU Länder ökonomisch auf den Tourismus angewiesen sind der sich kaum anders als mit dem Flugzeug realisieren lässt. Es würde Gift und Galle gespuckt werden, wenn das wohlhabene "Nordland" Deutschland sowas einführen würde und nein, es lässt sich nichtmal eben per Schalter eine solche Abhängigkeit lösen, zumal es in vielen dieser Regionen kein anderes, realistisches Geschäftsmodell gibt.
 
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Also wieder mehr oder weniger das Totschlagargument "Arbeitsplätze".

Ich liefere mal das Gegenargument ... wie lange werden die Südeuropäischen Länder noch von Tourismus leben können, wenn die globale Dutrchschnittstemp. um 2 - 5 grad celsius ansteigt?
Das Standbein Tourismus könnte dank der globalen Klimaveränderungen sehr bald ein sehr wackeliges sein ... und die viel zu billige Vielfliegerei wird das eben nicht aufhalten (die tut eher das Gegenteil).

Normale Mineralölsteuer auf Kerosin ... europaweit ... dann hat sich das eh erledigt.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Also wieder mehr oder weniger das Totschlagargument "Arbeitsplätze".
Selbstverständlich geht es nur um Arbeitsplätze, um was soll es in der Realität denn sonst gehen ?
Irgendwie müssen die Häuser und Wohnungen, die man seinen Kindern vererbt, verdient werden.

DerOlf schrieb:
... wie lange werden die Südeuropäischen Länder noch von Tourismus leben können, wenn die globale Dutrchschnittstemp. um 2 - 5 grad celsius ansteigt?
Bis der letzte das Licht ausmacht.

DerOlf schrieb:
Das Standbein Tourismus könnte dank der globalen Klimaveränderungen sehr bald ein sehr wackeliges sein ...
Es gibt Länder (Landstriche) in denen es nicht die berufliche Auswahl wie in Deutschland gibt und wo der Tourismus (neben Landwirtschaft/Fischerei) die größte und oft einzige Einnahmequelle darstellt.

Grüße Tomi
 
foo_1337 schrieb:
Ganz einfach: Wenn ich nur in D ein begrenztes Kontingent für Flugkilometer habe, fahre ich einfach zum nächsten größeren Flughafen im benachbarten Ausland und fliege ab da. Ganz ohne Limitierungen.
Das Argument hat schon beim Benzin nie gezogen. Tanktourismus gibt es nicht unr nach LUX, AT, CZE (teilweise auch CH).

Da aber für den Deutschen Urlaub das wichtigste ist (nachdem einigen schon das freistehende Einfamilienhaus ohne Eigenleistung genommen wurde) wird er auch gewillt sein, für seinen Wochenentripp erst einmal ein paar Stunden mit dem Auto in ein Nachbarland zu fahren. Wer nahe genug an der Grenze lebt, der macht das sowieso schon seit Jahren.

Tomislav2007 schrieb:
Selbstverständlich geht es nur um Arbeitsplätze, um was soll es in der Realität denn sonst gehen ?
Ich dachte, Deutschland wird wegen der Klimakrise gegen die Wand gefahren ujnd nicht wegen Arbeitsplätzen im Ausland.

Tomislav2007 schrieb:
Es gibt Länder (Landstriche) in denen es nicht die berufliche Auswahl wie in Deutschland gibt und wo der Tourismus (neben Landwirtschaft/Fischerei) die größte und oft einzige Einnahmequelle darstellt.
Also das selbe Scheinargument, das lange (oder u.U. immer noch) für Landstriche im Osten oder das Ruhrgebiet gegolten hat. Veränderung (und ein paar Ideen) darf es nicht geben. Hauptsache, die drei 50€ Urlausreisen pro Jahr bleiben dem Bundesbürger erhalten, das ist wichtiger wie alles andere.

Man sollte mal eine Gesamt-CO2-Kontingent für jeden Bundesbürger einführen, dann kann jeder selber entscheiden, ob er das Klima für sein tägliches Leben oder fürs Vergnügen kaputt macht.
 
DerOlf schrieb:
Also wieder mehr oder weniger das Totschlagargument "Arbeitsplätze".

Ich liefere mal das Gegenargument ... wie lange werden die Südeuropäischen Länder noch von Tourismus leben können, wenn die globale Dutrchschnittstemp. um 2 - 5 grad celsius ansteigt?
Das Standbein Tourismus könnte dank der globalen Klimaveränderungen sehr bald ein sehr wackeliges sein ... und die viel zu billige Vielfliegerei wird das eben nicht aufhalten (die tut eher das Gegenteil).

Normale Mineralölsteuer auf Kerosin ... europaweit ... dann hat sich das eh erledigt.
Bisher habe ich in der Regel nur mitgelesen, aber echt respekt, dass du nach wie vor in manchen Topics posten tust. Insbesondere bei Menschen wie @Tomislav2007

Den Vorschlag mit der Mineralölsteuer auf Kerosin finde ich tatsächlich ganz gut :daumen:

Tomislav2007 schrieb:
Selbstverständlich geht es nur um Arbeitsplätze, um was soll es in der Realität denn sonst gehen ?
Irgendwie müssen die Häuser und Wohnungen, die man seinen Kindern vererbt, verdient werden.
Arbeitsplätze bringen dir tendenziell nichts mehr, wenn der Planet Erde nicht mehr bewohnbar ist.

Tomislav2007 schrieb:
Bis der letzte das Licht ausmacht.

Tomislav2007 schrieb:
Es gibt Länder (Landstriche) in denen es nicht die berufliche Auswahl wie in Deutschland gibt und wo der Tourismus (neben Landwirtschaft/Fischerei) die größte und oft einzige Einnahmequelle darstellt.
Typische kapitalistische Argumentation. Beispielsweise weil es in anderen Ländern keine berufliche Auswahl gibt, soll es in Deutschland besser sein? :freak:
Zumal in Deutschland auch vieles davon abhängt, wie und wo du geboren bist. Aber dafür reicht der Intellekt bei vielen Kapitalist:innen nicht aus bzw. es wird einfach ignoriert.

Viele Grüße
 
JX666 schrieb:
Zumal in Deutschland auch vieles davon abhängt, wie und wo du geboren bist.
srsly? Weltweit gesehen wird ein Schuh draus aber doch nicht innerhalb Deutschlands. Und glaube mir, ich weiß das aus eigener Erfahrung.
 
@foo_1337
https://www.tagesspiegel.de/politik/die-soziale-spaltung-der-stadte-nimmt-zu-5523103.html
In etwa 80 Prozent dieser Kommunen hat die räumliche Ballung von Menschen, die von Sozialleistungen wie Hartz IV lebten, zugenommen: am stärksten dort, wo viele Familien mit kleinen Kindern und viele arme Menschen leben.
Es findet eine Ballung statt ... gleich und gleich gesellt sich eben recht gern.
Es gab immer mal wieder Versuche, der sozialen Segregation in deutschen Städten entgegenzuwirken ... meist scheiterten diese Versuche am freien Wohnungsmarkt. Man kann den Leuten, die sich das leisten können, eben auch nicht verbieten, in eine "bessere" Wohngegend umzuziehen ... und manche stören sich eben daran, wenn ihre Kinder auf dem selben Spielplatz spielen, wie die vom Dauerhartzer aus dem 10. Stock des benachbarten Plattenbaus.
Mensch neigt scheinbar zur Ghettobildung - sogar relativ unabhängig vom Einkommen.

In meiner Heimatstadt gab es ebenfalls einen solchen Versuch ... auch in den EFHs und Doppelhäusern zwischen den Plattenbauten mit Sozialwohnungen leben mittlerweile eher ärmere Menschen (natürlich keine Hartzer, die können sich das nicht leisten) ... seit gut 30 Jahren ist dort nicht mehr wirklich investiert worden ... und das sieht man.
Wer sich was besseres leisten kann, der zieht da nicht freiwillig hin.
Auffällig ist in den Zahlen der Untersuchung auch, dass vor allem junge Familien mit Kindern und alte Menschen immer seltener Nachbarn sind. Junge Leute zwischen 15 und 29 Jahren leben zunehmend in bestimmten Wohnvierteln, in anderen wiederum Ältere ab 65 Jahren. „Diese Entwicklung kann sich negativ auf die Lebenschancen armer Kinder auswirken“, sagt Stefanie Jähnen, Promotionsstipendiatin am WZB. In der Forschung sei klar, „dass die Nachbarschaft auch den Bildungserfolg beeinflusst“.
(Hervorhebung von mir).
Die Nachbarschaft beeinflusst den Bildungserfolg ... auch mitten in Deutschland.
Segregation gilt in der Soziologie und in der Stadtplanung als ein Indiz für eine mögliche Polarisierung der Gesellschaft. Durch die zunehmende Trennung gesellschaftlicher Gruppen nehmen betroffene Menschen andere Lebensverhältnisse als die eigenen immer weniger wahr – wodurch das Risiko wächst, dass sich Teil- und Parallelgesellschaften entwickeln.
Wer "Reiche" nur aus dem Fernsehen kennt ... bzw. im direkten Bekanntenkreis eben nur "Arme" hat, der wird sich nicht unbedingt daran orientieren, wie viel Geld ein zukünftiger Beruf einbringen wird ... der will zunächst mal ein gesichertes Einkommen, weil er nämlich genau das in seinem Umfeld nicht als Selbstverständlichkeit erlebt.

Ganz unten im Artikel findet ihr den Link zum Forschungsbericht.

Um das ganze abzurunden hier noch ein Artikel zu "sozialräumlicher Segregation" und "Bildungsungleichheit" ... sinnvollerweise am Beispiel der Grundschule (die ehemals als "Schule für alle" gegründet wurde ... spätestens seit den Ergebnissen von PISA und IGLU ist fraglich, inwiefern dieses Versprechen eingelöst werden konnte).
https://link.springer.com/article/10.1007/s42278-020-00080-w
Wo du lebst, bzw. wo deine Eltern leben, hat einen profunden EInfluss darauf, welche Schule du besuchst, welche Vorbilder du erlebst, was dir von deinem Umfeld als "wichtig" vermittelt wird. Und natürlich können dir Eltern mit einem höheren Schulabschluss auch besser dabei helfen, selbst so einen zu erlangen (in der Pädagogik spricht man von unterschiedlichen Anregungsleveln im sozialen Umfeld ... auch das korrelliert mit dem Haushaltseinkommen).
Viele Kinder bräuchten Nachhilfe ... aber nicht alle Eltern können sich das auch leisten.
Viele Kinder bräuchten Hilfe bei Hausaufgaben ... schwer machbar, wenn alle im Umfeld mehrere Jobs haben müssen, um über die Runden zu kommen.

Du liegst also falsch mit deiner Einschätzung ... Deutschland beansprucht sogar einen der Plätze in den globalen Top-Ten, wenn es um soziale Segregation im Bildungssystem geht. Unser Bildungssystem reagiert nicht nur auf soziale Ungleichheit ... durch die Art, wie es darauf reagiert, zementiert und verstärkt es diese Ungleichheiten sogar.

Es geht dabei ja nicht darum, dass die Individuen je nach Wohngegend garkeinen Zugang zu Bildung haben ... solche Situationen trifft man tatsächlich in Deutschland nicht an.
Es geht alleredings auch nicht darum, ob jemand Zugang hat, oder nicht (bringe jemandem bei, bis 10 zu zählen, und er hatte Zugang zu "Bildung") ... es geht darum, innerhalb eines Systems mit allgemeiner Schulpflicht allen Schülern Chancengleichheit zu ermöglichen.
Wer sich als wohlhabendes Land mit Drittweltländern vergleichen muss, um "gut" dazustehen, der stellt sich damit selbst ein Armutszeugnis aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DerOlf ja das stimmt. Aber wenn man wirklich will, dann kann man in Deutschland "was werden". Egal wo man aufwächst. In vielen anderen Gegenden der Welt hast du nahezu keine bzw. wirklich null Chance, egal wie sehr du dich anstrengst.
Daher finde ich solche Aussagen eher befremdlich.
DerOlf schrieb:
Wer sich als wohlhabendes Land mit Drittweltländern vergleichen muss, um "gut" dazustehen, der stellt sich damit selbst ein Armutszeugnis aus.
Nö, ich muss keine Drittweltländer dafür als Beispiel nehmen. Es reicht sich dafür in Europa umzuschauen. Oder in Amerika, oder oder oder. Warum wohl ist D so ein beliebtes Zuwanderungsland?
https://de.statista.com/statistik/d...tgliedsstaaten-nach-dem-social-justice-index/
Wir liegen hier auf Platz 10. Aber du kannst ja gerne in eines der Länder auf Platz 1-9 ausweichen wenn es hier so schlecht ist ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
foo_1337 schrieb:
Wir liegen hier auf Platz 10.
:lol:
Auf Seite 8 dieses pdf siehst du, wie Deutschland 2019 in den einzelnen Kategorien abschnitt.
Bei der Bildung reichts für Platz 14, bei der Gesundheit für Platz 13. In keiner Einzelkategorie kommt Deutschland auch nur in die Nähe des 10. Platzes.
Bei sozialer Integration (Platz 18) und Generationengerechtigkeit (Platz 22) liegen wir im Mittelfeld der 41 betrachteten Staaten.

Mir ist rechnerisch nicht ganz klar, wie der 10. Platz hier zustande kommt ... ich gehe aber davon aus, dass die Gewichtung hier stark zugunsten der deutschen Platzierung gearbeitet hat.
Ohne Gewichtung schneiden wir deutlich schlechter ab.
 
Ja, wie gesagt, feel free to move. Ich bin mir sicher, dass es den Leuten in Slovenien und der Tschechei viel besser geht nur weil sie hier einen höheren Platz im Ranking haben. Und die im Vergleich zu Deutschland hervorragende Healthcare in IT oder ES, wer kennt sie nicht :)
Da werden halt Dinge sehr positiv bewertet, die zumindest für mich fragwürdig sind. Z.B. dass in Italien die medizinische Grundversorgung für alle kostenlos ist. Auf die Defizite in Qualität und vor allem Hygiene wird natürlich nicht eingegangen. Und dass durch die gesetzliche KV in D quasi auch jeder eine Behandlung erhält wird dann viel schlechter bewertet. Ja mei, kann ja jeder selbst entscheiden, was ihm wichtig ist.
 
DerOlf schrieb:
Du liegst also falsch mit deiner Einschätzung ... Deutschland beansprucht sogar einen der Plätze in den globalen Top-Ten, wenn es um soziale Segregation im Bildungssystem geht.
Hast du eine Quelle dazu? [vllt ja vorher schonmal hier reingesetzt?]
DerOlf schrieb:
Die Nachbarschaft beeinflusst den Bildungserfolg ... auch mitten in Deutschland.
Dann ist es ja klug und richtig, nicht in ärmere Gegenden zu ziehen und die Segregation ist zum Teil auch ein Ausdruck davon, dass wir hier sehr freiheitlich leben (können).
DerOlf schrieb:
Mir ist rechnerisch nicht ganz klar, wie der 10. Platz hier zustande kommt
Unten steht das:
Methodik
Die Bewertungen nach dem Social Justice Index werden anhand von 36 Indikatoren in sechs Kategorien vorgenommen, welche unterschiedlich stark gewichtet werden: Armutsprävention (dreifach), Bildungsgerechtigkeit (zweifach) Arbeitsmarktzugang (zweifach), sozialer Zusammenhalt und Gleichbehandlung, Gesundheit und Generationengerechtigkeit (jeweils einfach).

---
foo_1337 schrieb:
Ja, wie gesagt, feel free to move. Ich bin mir sicher, dass es den Leuten in Slovenien und der Tschechei viel besser geht nur weil sie hier einen höheren Platz im Ranking haben.
Soweit ich das mitkriege kommen innerhalb und außerhalb der EU sehr sehr viele Menchen (wenn sie können) sehr gerne nach Deutschland, also insbesondere Fachkräfte wie Ärzte. Ich kenne jemand der im Krankenhaus arbeitet und ein wesentlicher Teil der Assistenzärzte kommt aus dem (in diesem Fall EU) Ausland. Also das Fazit der Menschen, die außerhalb von Zentraleuropa leben ist mMn recht deutlich.
 
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foo_1337 schrieb:
srsly? Weltweit gesehen wird ein Schuh draus aber doch nicht innerhalb Deutschlands. Und glaube mir, ich weiß das aus eigener Erfahrung.
@DerOlf hat es sehr treffend zusammengefasst meiner Meinung nach:daumen:

foo_1337 schrieb:
In vielen anderen Gegenden der Welt hast du nahezu keine bzw. wirklich null Chance, egal wie sehr du dich anstrengst.

foo_1337 schrieb:
Nö, ich muss keine Drittweltländer dafür als Beispiel nehmen. Es reicht sich dafür in Europa umzuschauen. Oder in Amerika, oder oder oder. Warum wohl ist D so ein beliebtes Zuwanderungsland?
Ja, watt denn jetzt? Einen Absatz darüber hast du doch genau das Beispiel angeführt.

Viele Grüße
 
Whataboutism hilft niemandem.

Meiner Meinung nach bleibt Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, gerade wenn es um soziale Gerechntigkeit im Bildungswesen geht.
BeBur schrieb:
Also das Fazit der Menschen, die außerhalb von Zentraleuropa leben ist mMn recht deutlich.
Natürlich ... wer das große Glück hat, dass seine Bildungsabschlüsse in Deutschland nicht sofort entwertet werden, der kommt gerne nach Deutschland ... der Rest wird halt dann Taxifahrer, Paketbote, Dönerbäcker u.s.w oder hangelt sich von Job zu Job in irgendeiner Zeitarbeitsklitsche.
Einige wenige leben sogar einfach von Hartz4, weil sie sich vielleicht fragen, wozu sie denn Arbeiten sollen, wenn das nur wenig mehr bringt, als die halbjährigen Folgeanträge beim JC.
BeBur schrieb:
Hast du eine Quelle dazu?
In der Nachlese der internationalen Vergleichsstudien (PISA und IGLU sind nur 2 Beispiele) gab es dazu recht viele Artikel.
Leider nur ein blog
https://international-education.blo...erung-der-chancengleichheit-im-bildungswesen/
Im oberen Post hatte ich ein pdf verlinkt, in dem es ebenfalls um die soziale Segregation im deutschen Schulsystem geht ... der blog bietet eine internationale Übersicht und ein Ranking ... und in diesem Ranking schneidet deutschland unterdurchschnittlich ab.

Ich habe in den letzten vielleicht 30 Jahren viele solcher Rankings gesehen, Deutschland schneidet dabei IMMER unterdurchschnittlich ab und hat immer wieder Rügen der OECD kassiert, weil es die MIsstände eben nicht beseitigt, obwohl seit Jahrzehnten klar ist, welche Aspekte unseres Schulsystemes dafür verantwortlich sind.
BeBur schrieb:
Dann ist es ja klug und richtig, nicht in ärmere Gegenden zu ziehen und die Segregation ist zum Teil auch ein Ausdruck davon, dass wir hier sehr freiheitlich leben (können).
Zumindest scheinst du verstanden zu haben, warum die Experimente zur Verminderung sozialräumlicher Segregation immer wieder scheitern.
Und du hast sogar Recht, dass das ein Indiz für Freiheit ist (nur Freizgigkeit im Bezug auf den Wohnort ermöglicht das).

Am Ende ist das aber auch nur der Aufbau von Echokammern ... sowohl bei den Wohlhabenden, als auch bei den Mittellosen, die sich blockweise zusammenschließen.

Das Ergebnis sieht man im PuG-Bereich immer wieder ... geht es um Unterschiede, dann kann das hier für einige nur Neid als Grund haben.
 
JX666 schrieb:
Ja, watt denn jetzt? Einen Absatz darüber hast du doch genau das Beispiel angeführt.
ich hab von vielen Gegenden der Welt geschrieben. Dazu zählen natürlich auch die Drittewelt Länder aber nicht nur diese. Dazu muss man sich aber die Frage stellen, was man als Drittweltland ansieht und was nicht. Je nach Definition zählte da z.B. bis vor kurzem auch Polen dazu.
 
DerOlf schrieb:
Ich habe in den letzten vielleicht 30 Jahren viele solcher Rankings gesehen, Deutschland schneidet dabei IMMER unterdurchschnittlich ab und hat immer wieder Rügen der OECD kassiert, weil es die MIsstände eben nicht beseitigt, obwohl seit Jahrzehnten klar ist, welche Aspekte unseres Schulsystemes dafür verantwortlich sind.
Kenne ich auch so und ist auch meine Wahrnehmung. Ich persönlich war auf einer Gesamtschule, habe gute Erfahrungen damit gemacht, hätte ohne Gesamtschule vermutlich nie Abitur gemacht und nie studiert. Aber schon eine etwas spätere Aufteilung nach 6 Jahren anstatt 4 Jahren Grundschule hätte bei mir vermutlich schon gereicht, dass ich auf ein Gymnasium gekommen wäre.
 
Und bei mir, dass ich auf keins gekommen wäre ;) Ist halt bei dem einen so, beim anderen so. Aber grundsätzlich stimme ich zu, dass es deutlich sinnvoller wäre, es nach der sechsten Klasse zu entscheiden.
 
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foo_1337 schrieb:
Aber grundsätzlich stimme ich zu, dass es deutlich sinnvoller wäre, es nach der sechsten Klasse zu entscheiden.
Warum nicht erst, wenn man sich dem Ende der Schulpflicht nähert (Klassen 8, 9 und 10)?

Ich war ebenfalls an einer Gesamtschule, und eine Einteilung fand an dieser Schule garnicht statt.
Wer in den letzten drei Halbjahren ausreichende Noten hatte, der bekam auch seine Gymnasialqualifikation und konnte Abitur machen (ohne Q-Vermerk dann eben an einem Kolleg oder einer Gesamtschule).

Ich befürworte das Gesamtschulsystem ... gerade weil es helfen kann, verschiedene Sozialschichten zu integrieren.
 
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