Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

Ich verstehe nicht so recht, was das Problem daran sein soll, wenn ich als Kunde prüfe, ob die Eier im Karton beschädigt sind oder nicht.

Nachdem ich mehrmals das Vergnügen hatte, dass Eier beschädigt waren und ein kleiner Teil des Eiweiß ausgelaufen und bereits wieder getrocknet war, sodass Ei und Karton miteinander "verklebt" waren. Das führte dann jeweils dazu, dass ich das Ei zu Hause aus dem Karton nahm, um es in den Kühlschrank zu packen, der eingerissene Teil der Schale im Karton kleben blieb und der ganze Inhalt des Eis im Karton landete bzw. sich über diesen verteilte. Das war jedes Mal eine schöne Sauerei.

Wenn ich schon die teuersten Eier aus lokaler Bio-Freilandhaltung kaufe, wieso sollte ich dann kaputte Eier kaufen? Ich kaufe ja auch keinen Joghurt in kaputter Verpackung, aus der dieser schon rausläuft.
 
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Eier kann man doch auch sehr gut beim Selbstbedinungs-Verkauf beim Bauern holen.

Da brauch ich auch kein Bio-Zertifikat oder Label oder was auch immer. Die Hühner laufen da auf großflächigen Wiesen rum - reicht mir aus als Bio. Ja, der Stall ist klein ... da schlafen die Hühner aber auch nur.

Gleiches gilt für Kühe - unser Bauer hier hat diverse Wiesen, wo er seine Kühe immer stehen hat. Nur der Stall ist schon ewig alt und genügt sicher nicht irgendwelchen aktuellen Bio Zertifikaten. Deshalb verkauft er das Fleisch auch lokal Samstags an die Leute direkt - man sieht ja die ganze Zeit, wie es um das Tierwohl besteht.

Bei gewissen Sachen, kann man sich einfach super lokal versorgen. Wir haben auch Tauschgemeinschaften für Garten-Erzeugnisse ... diverse ältere Menschen arbeiten ja immer noch gerne in ihren Gärten - verbrauchen aber nicht mehr alles, was sie anbauen.
 
@Skaiy Es las sich für mich so. Ich habe es wohl falsch verstanden.
 
rallyco schrieb:
Man liest ja mittlerweile auch auf vielen Plastikverpackung dass sie aus x% recycletem Kunststoff bestehen.
Ich denke das mit der Plastikverpackung bei den Eiern ist reines Marketing damit der Kunde das Produkt auch direkt sehen kann. Ich habe mich immer gewundert das auf den z.B. Aufschnitt Verpackungen immer nur "Super recyclebar" aber nie "aus Recyclingmaterial" draufsteht. Wahrscheinlich kann man transparentes Plastik gar nicht aus gesammeltem Altplastik herstellen.
Wir haben auch eine Tauschgemeinschaft mit unseren Hühnern. Essensreste gegen Eier.
 
Buttkiss schrieb:
Wahrscheinlich kann man transparentes Plastik gar nicht aus gesammeltem Altplastik herstellen.
Naja, jedenfalls nicht, wenn's nicht farbrein ist. Und das auseinandersortieren ist nicht immer einfach oder moeglich.

Gibt es eigendlich irgendwelche Berichte darueber, ob die Qualitaet des Recyclingmateriales nach der flaechendeckenden Einfuehrung des Einwegpfands besser oder schlechter geworden ist?
Das Material ist dadurch ja wesentlich gemischter geworden.
Waren es urspruenglich fast ausschliesslich durchsichtige PET Flaschen die im Einwegpfand geschreddert wurden, sind jetzt viele gefaerbte Flaschen, mit teilweise vollflaechigen Ummantelungen dabei. Und es ist nicht mehr nur PET, einige Flaschen sind aus PS oder HDPE. Ich weiss nicht wie gut sich das trennen laesst, aber tendenziell duerfte das der Qualitaet nicht guttun.

Eier"kartons" aus Plastik kenne ich bis jetzt eigendlich auch nur von den gekochten und gefaerbten Ostereiern.
Das es die jetzt so im LIDL auch fuer normale Eier gibt finde ich ziemlich paradox, so will (oder wollte?) LIDL die gefaerbten Eier bis 2025 in Papier verpacken :D
https://www.hartmann-packaging.com/world/think-news/plus-view-at-lidl-germany/
 
Buttkiss schrieb:
Wahrscheinlich kann man transparentes Plastik gar nicht aus gesammeltem Altplastik herstellen
Doch, es gibt PET Mehrweg Wasserflaschen die aus 100% Rezyklat hergestellt wurden und die sind Transparent. Bei Eierverpackungen wird es vermutlich nicht auf Grund des Preises gemacht.
 
rallyco schrieb:
Persönlich hab ich in meiner Unschuld immer gedacht, es wird einfach nur kontrolliert, dass wirlkich die Eier drin sind, die drin sein sollen. Also, dass niemand Bioeier in den Karton für Bodeneier steckt :freak:
Wow, ich bin zu brav für diese Welt. Ob die wirklich die Codes kennen und das wirklich prüfen? Glaube ich nicht.
 
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Vor mir an der REWE Kasse, wurde schon zufälligerweise Backpulver im Eierkarton gefunden. Der Kunde konnte sich absolut nicht erklären, wie das da rein gekommen ist und hätte auch nicht in den Karton geschaut. :D
 
Nach der Kasse, versteht sich. 😬
 
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Ranayna schrieb:
Gibt es eigendlich irgendwelche Berichte darueber, ob die Qualitaet des Recyclingmateriales nach der flaechendeckenden Einfuehrung des Einwegpfands besser oder schlechter geworden ist?
Das Material ist dadurch ja wesentlich gemischter geworden.
Ne, ich habe nur jetzt im Zuge der aktuellen Plastik-Konferenz gelesen das weltweit etwa 10% recyclelt werden und nur ca. 1% ein zweites Mal recyclelt werden. Die Qualität nimmt also wohl recht schnell ab.

knoxxi schrieb:
Der Kunde konnte sich absolut nicht erklären, wie das da rein gekommen ist
Ich hoffe Du hattest ein schlechtes Gewissen :p
 
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Ich bin ja dieses Jahr endlich mal raus aufs Land gezogen und hab hier auch gleich knapp ein Dutzend Bauernhöfe um mich rum. Hab auch gedacht "voll super, kannst du Milch und Eier direkt vom Erzeuger holen".
Pustekuchen, die wollen nix an Privatleute rausgeben weil sie alles an die Bioläden in den größeren Orten drum rum liefern. Oder ich muss noch den Secret Club finden, der mir den Zugriff auf regionale Erzeugnisse gegen mein Erstgeborenes erlaubt, keine Ahnung. Vielleicht muss ich auch erst ein paar Jahre im Dorf leben, bevor ich akzeptiert werde. Ich werd's weiter versuchen,
 
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Eier sind hier Usus. Es gibt etliche Eierhuetten in bequemer Radfahrreichweite. Plattes Land in Nordwest-Deutschland.

Milchautomaten gibt es aber quasi keine (mehr). Ein Bauer in der Nachbarschaft hatte mal einen, der war aber sehr wartungsanfaellig und oft kaputt, der hat ihn mehr gekostet als es einbringen konnte, also wurde der wieder abgeschafft.
Wir haben aber auch generell wenige Milchbauern in der Umgebung, das hier ist eher Schweine- und Gefluegelgegend.
 
Je nachdem, wo man wohnt, ich kann jetzt nur von Norddeutschland reden, gibt es sogenannte Melkhus. Einfach mal gucken, ob man einen in der groben Nähe hat. Das wäre auch eine Option.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Melkhus

Wir haben auch mal beim Fahren einen Automaten gefunden, indem selbstgemachte Fleisch- und Käseprodukte verkauft werden. Auch Eier und Kartoffeln.
 
ja Melkhus sehe ich bei uns an jeder Ecke, gefühlt sind aber schon eher die bessergestellten Bauern, die da mitmachen
ansonsten auch die typischen, selbstgenbauten Aufsteller mit überwiegend Gemüse und Hinweis auf Eier/Milch, die extra gekühlt werden
30 Cent/Ei für "nicht bio" aber. wo die Hühner draussen leben dürfen
 
cartridge_case schrieb:
direkter Kontakt.
Ok... Da hats bei uns in der Naehe vor inzwischen etlichen Jahren mal ein paar Probleme gegeben.
Rohmilch ist ja nicht so ganz unproblematisch. Ein Landwirt musste ordendlich Strafe zahlen weil einiges bei ihm schiefgelaufen ist.
Vielleicht sind die Landwirte bei uns auch deswegen mit dem Milchverkauf vorsichtig geworden.
 
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