Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

Weil sie voll mit Bakterien ist, und abgekocht werden muss.
Die Auflagen sind relativ hoch: Sie muss am Erzeugertag verkauft werden, darf nur am Hof direkt verkauft werden, man muss den Verkauf dem Veterinaeramt melden, und der Hinweis zum abkochen ist Pflicht.

Ja, wenn man ein intaktes Immunsystem hat und anderweitig nicht erkrankt ist, ist Rohmilch, wenn sie denn auch wirklich frisch ist, in der Regel kein Problem.
Aber man kann auch fies krankwerden wenn man vorbelastet ist.
 
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cartridge_case schrieb:
Risiko Rohmilch

Experten warnen vor gesundheitlichen Risiken​

Gesundheitsbehörden halten den Trend für sehr bedenklich und warnen davor, unbehandelte, also nicht abgekochte, Rohmilch zu trinken. Denn Rohmilch kann Keime enthalten, die beim Menschen schwere Erkrankungen verursachen können. Zu den häufigsten Erregern zählen Salmonellen, Listerien, Campylobacter oder enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC). Diese Bakterien können Durchfall, Magen-Darm-Erkrankungen, Fieber und in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen. Erst das Erhitzen mache Milch zu einem sicheren Lebensmittel.
 
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Früher nannte man das natürliche Auslese :mussweg:

Ich erinnere mich aber auch noch daran, als wir in meiner Jugend Milch vom Bauern um die Ecke geholt haben, dass meine Mutter irgendwann keine Lust mehr aufs Abkochen hatte (ständig übergekocht, etc.) und die Milch an einem Punkt achselzuckend roh in den Kühlschrank gestellt hat. Ist aber auch schon über 20 Jahre her.
 
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Ranayna schrieb:
Weil sie voll mit Bakterien ist, und abgekocht werden muss.
Habe ich auch mal gehört, allerdings hat es mir seit meiner Kindheit nicht geschadet das nicht zu tun.
 
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Ranayna schrieb:
Weil sie voll mit Bakterien ist, und abgekocht werden muss.
Muss sie das? ;) Bakterien sind gesund. Manche kaufen dafür extra Actimel. :P
Ranayna schrieb:
Aber man kann auch fies krankwerden wenn man vorbelastet ist.
Ja, man kann ganz viel am Tag. Wer Probleme hat, wird das wissen. Alle anderen verzehren sie so.

knoxxi schrieb:
Experten warnen vor gesundheitlichen Risiken
Ja, die warnen vor allem und immer. Alles chic.
 
Wir füllen unsere Milch auch beim Bauern ab. Nebenan muhen und müffeln die Kühe, man kann sich fast nicht vorstellen, dass der Tank i.O. ist. Aber die letzten Jahre ging es uns allen gut. Man muss halt gewahr sein, dieses Produkt ist innerhalb von 3-4 Tagen zu verzehren, da ist nichts mit länger haltbar.
Dafür wertet es das Eiskaffeepulver von Nestlé (lasst mich in Ruhe, ich trinke keine Milch pur) mächtig auf ggü. der Supermarktjauche.
Ich würde es "vollmundig" nennen.
 
Heen schrieb:
Ich würde es "vollmundig" nennen.
Das kann auch am höheren Fettanteil liegen. Bei Rohlmilch wohl bis zu 6%. Ich schmecke ja auch gut den Unterschied zwischen fettarmer Milch (1,5%) und Vollmilch (3,5? 3,8?). Alles mit einem geringeren Fettanteil, als 1,5% ist für mich keine Milch mehr, sondern Molke :D
 
rallyco schrieb:
dass der typische Deutsche Kunde den Eierkarton öffnet und jedes Ei auf Beschädigungen kontrollier
Ist doch vollkommen legitim die Ware auf Beschädigungen zu prüfen. Mir ist das Verhalten egal, unsere Hühner legen genug Eier, da muss ich keine kaufen.
Dieses "typisch deutsch" geht mir an die Nerven es kann doch jeder machen was er will, so lange es rechtlich in Ordnung ist.

Beobachtet man das Verhalten der verschiedenen Kunden im Supermarkt ist das sicher nicht "typisch Deutsch".
 
@Capet
Sicher, ist klar. Ich bin ein Glückskind und in der Kolchose direkt vor der Eurasischen Grenze aufgewachsen, mit Kuh, Pferd und Schweine im Stall. Die Milch hatte noch Körpertemperatur. Brot, Salz, Milch, Butter. Bis auf das Salz alles vom Feld her selbstgemacht, das zieht dir die Schuhe aus.

Aber ich nehm es nicht für selbstverständlich, dass ich das alles vertrage. Und bitte, wenn euer Magen oder Darm irgendwas Uncooles macht, lasst euch auf Unverträglichkeiten untersuchen. Verzicht ist da wirklich das kleinste Übel.
 
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rallyco schrieb:
Ich bin ja dieses Jahr endlich mal raus aufs Land gezogen und hab hier auch gleich knapp ein Dutzend Bauernhöfe um mich rum. Hab auch gedacht "voll super, kannst du Milch und Eier direkt vom Erzeuger holen".
Pustekuchen, die wollen nix an Privatleute rausgeben weil sie alles an die Bioläden in den größeren Orten drum rum liefern.
Informiere Dich einmal nach Wochen- oder Bauernmärkten. Bei den letzteren müsste es Eier, Gemüse, Käse, Wurst usw. aus der Umgebung zu kaufen geben. Milch allerdings gibt es auch auf dem Markt in meiner Nähe nicht mehr zu kaufen.
 
@Pym den Wochenmarkt haben wir in der Stadt, wo ich gerade weggezogen bin :D
Da sind aber ironischerweise nicht die Bauern aus der Umgebung, sondern die aus ca. 50-100 km Entfernung, die wohl gut getaktet die Wochenmärkte abtingeln. Da hab ich teilweise die Erdbeerbauern aus meiner alten Heimat (120 km Entfernung) gehabt :freak:
 
Dann nimm einen Bauernmarkt, wenn verfügbar. :D Mir ist noch eingefallen, dass es bei mir noch einen Unternehmer gibt, der Freilandhühner unterhält und an seiner Adresse kann man die Eier aus einem Selbstbedienungshäuschen gegen Bezahlung mitnehmen. Ist ein schönes Angebot.
 
Mein Kollege hatte mal Wachteln, da hat er mir immer Eier mitgebracht, war voll super. Die Wachteln wurden aber vor kurzem von einem Fuchs gerissen.
Ich hoffe, wenn er jetzt umzieht, dass er wieder Hühner hält, da hat er früher jede Menge von verteilt.
 
Hallo

cartridge_case schrieb:
Bakterien sind gesund. Manche kaufen dafür extra Actimel.
Der Unterschied von gesund und giftig liegt oft nur in der Dosierung, jede Substanz kann potenziell giftig sein wenn eine zu große Menge konsumiert wird.
Mit einer geringen Dosis Bakterien kann man das Immunsystem stärken, mit einer hohen Dosis Bakterien kann man das Immunsystem schwächen/zerstören.

Grüße Tomi
 
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Shader schrieb:
180 Länder konnten sich auf keine Linie einigen.
Und scheiterte hauptsächlich an den großen Ölstaaten. Wunder oh Wunder.

#MännerDieDieWeltVerbrennen
 
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Zwecks Tierwohl kauf ich tierische Produkte ausschließlich in Bio. Was manchmal herausfordernd ist, weil es einige Sachen, zumindest hier in den Supermärkten, schlicht nicht in Bio gibt. Cheddar zum Beispiel. Will ich Käse, hab ich meist die Auswahl zwischen Gouda und Butterkäse. Wow. Ganz extrem ist es bei Süßigkeiten. Im Lidl gibt es ein riesiges Regal mit Schokolade und all so nem Kram. In Bio gibt es drei oder vier Sachen, und die Hälfte davon ist eh vegan. Und bei pflanzlichen Lebensmitteln ist mir das Bio-Siegel weniger wichtig. Ich vermisse Tegut hier oben... =D
Aber dafür probiere ich ganz viele vegane Alternativen aus. Einige sind erstaunlich gut. Andere einfach nur ekelhaft. Und dann gibt's noch ganz viel dazwischen. Und durch die geringe Auswahl an Süßigkeiten fällt das Abnehmen sehr viel leichter. Will ich Pudding, muss ich den selbst kochen, mit Zartbitter-Schoki und Bio-Milch. Ist nicht besonders aufwendig, aber ich hab normalerweise trotzdem keinen Bock drauf. Ich mag auch keinen warmen Pudding, also muss der immer erst stundenlang kühlen. Naja, ich schweife ab. =P

Zum Bauern würde ich nicht gehen. Ich halte viel von EU-Standards bei Lebensmitteln und ich habe so meine Zweifel, dass sich daran streng gehalten wird, wenn ich das direkt beim Erzeuger kaufe. Meine Skepsis mag da übertrieben sein. Aber nuja. Dazu kommt aber auch, dass ich zum nächsten Bauern rund 15 km mit dem Auto fahren müsste. Der Supermarkt hingegen ist um die Ecke, da geh ich per pedes und dort muss ich eh immer wieder hin.

Dezent verarscht fühle ich mich von Stickern wie "Initiative Tierwohl" neben einem Label mit Haltungsstufe 3, obwohl schon die Haltungsform bei Bio, also Haltungsstufe 5, noch absolut verbesserungswürdig ist. Das fühlt sich einfach unehrlich an. Wer Begriffe wie Tierwohl in den Mund nimmt, soll da keine Kompromisse eingehen und mindestens die höchsten Standards erfüllen. Da sind wir noch nicht mal bei der Diskussion, ob der Konsum von tierischen Produkten nicht allgemein gegen Tierwohl geht.

Grundsätzlich ist Nachhaltigkeit mit Massentierhaltung nicht vereinbar. Was zum logischen Schluss führt, dass wir als Gesellschaft den Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch reduzieren müssen. Oder halt alternativ den Planeten zerstören.
 
OdinHades schrieb:
weil es einige Sachen, zumindest hier in den Supermärkten, schlicht nicht in Bio gibt
Bio ist auch so eine Sache. Ich kaufe grundsätzlich auch nur Bio bis auf einige Ausnahmen.

Einige Beispiele:
  • Bio-Gurken, warum auch immer habe ich noch keine deutsche Bio-Gurke gesehen. Die kommen dann immer aus Spanien. Können das deutsche Bauern nicht ? (Mittlerweile pflanze ich die selbst an)
  • Bio-Äpfel, auch hier kommt das meiste aus Frankreich oder teilweise sogar aus Chile.
  • Bio-Blaubeeren aus Peru
Wenn es über die halbe Welt geschifft wird nehme ich dann doch das regionale Produkt statt Bio.

Fleisch kaufe ich schon lange nicht mehr im Supermarkt oder beim Metzger. Ich habe da meine zwei Bio Bauern bei denen ich alle zwei Monate einen Vorrat bestelle.
 
Kassenwart schrieb:
Bio-Gurken, warum auch immer habe ich noch keine deutsche Bio-Gurke gesehen. Die kommen dann immer aus Spanien. Können das deutsche Bauern nicht ? (Mittlerweile pflanze ich die selbst an)
Wir haben bei uns einen Demeter Hof, die auch selber die Gurken im Hofladen verkaufen.
Würde ich zwar niemals hingehen, weil ich diese Kackhörnchen Anbaumethode ablehne, aber geben tut es die schon.
Im Lokalen Rewe auch hin und wieder, die sind dann foliert. 🙃
 
Hallo

OdinHades schrieb:
Zwecks Tierwohl kauf ich tierische Produkte ausschließlich in Bio. Was manchmal herausfordernd ist, weil es einige Sachen, zumindest hier in den Supermärkten, schlicht nicht in Bio gibt. Cheddar zum Beispiel. Will ich Käse, hab ich meist die Auswahl zwischen Gouda und Butterkäse. Wow. Ganz extrem ist es bei Süßigkeiten. Im Lidl gibt es ein riesiges Regal mit Schokolade und all so nem Kram. In Bio gibt es drei oder vier Sachen, und die Hälfte davon ist eh vegan.
Du möchtest eine große/gute Auswahl an Bio Produkten und gehst zum billig Discounter (LIDL) ?
Ein billig Discounter ist nicht die beste Adresse für gute Lebensmittel (egal ob Bio oder nicht Bio).
Da gibt es deutlich bessere Anlaufstellen, ein hochwertiger Supermarkt oder ein guter Bioladen.

OdinHades schrieb:
Dazu kommt aber auch, dass ich zum nächsten Bauern rund 15 km mit dem Auto fahren müsste. Der Supermarkt hingegen ist um die Ecke, da geh ich per pedes und dort muss ich eh immer wieder hin.
Ich würde die Fahrt freudestrahlend auf mich nehmen bevor ich nicht so gute Lebensmittel vom billig Discounter esse.
Mir sind gute/gesunde Lebensmittel sehr wichtig, billig Discounter wie ALDI/LIDL/NETTO/PENNY/etc. betrete ich nicht.

Das ist jetzt allgemein und nicht nur auf dich bezogen @OdinHades:
Das paßt nicht zusammen, über Nachhaltigkeit/Tierwohl/Klima-/Umweltschutz reden aber zum billig Discounter gehen und billigste Lebensmittel kaufen.

Billig Discounter haben oft keine gute Qualität, die ähnlich ausehenden Billigprodukte kommen zwar oft vom gleichen Hersteller aber sind nicht identisch.
Es ist lange her (25+ Jahre), als ich noch Drucker/Kopierer repariert habe waren viele Kunden von uns Firmen die in der Lebensmittelherstellung tätig sind.
Ich habe gesehen was die für billig Discounter zusammen panschen, die Produkte für billig Discounter unterscheiden sich von denen für gute Supermärkte.
Ich habe mich oft mit Betriebsleitern/technischen Leitern unterhalten, die Rezepte sind ähnlich bis gleich aber die Zutaten unterscheiden sich doch deutlich.
Fleisch wird mit Wasser aufgespritzt, in Yoghurts ist weniger Frucht, in Suppen ist weniger/fettigeres/billigeres Fleisch, in Brot ist minderwertigeres Mehl, etc.
Wenn man gute Lebensmittel möchte sollte man auf jeden Fall die billigen Handelsmarken meiden und qualitativ höherwertigere Produzenten bevorzugen.

Grüße Tomi
 
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