NAS + Backup

UnBreakable

Lt. Junior Grade
Registriert
Sep. 2005
Beiträge
477
Hallo zusammen,



ich habe immer wieder folgendes Problem.

Meine Mutter tut sich was Computer betrifft sehr schwer.

Sie hat allerdings sehr viele Fotos, welche nicht unbedingt verloren gehen sollen.

Deshalb hat Sie eine externe Festplatte wo sie diese sichern kann.

Da die Festplatte des Laptops voll ist, hat sie jetzt 2 externe Festplatten.

Damit kommt sie allerdings nicht zurecht.

Da Windows 10 sehr viele verschiedene Ansichten hat, kommt sie nicht klar wo welche Dateien gespeichert sind, wo das Backup ist, was gesichert wurde usw.



Lage Rede kurzer Sinn: Es muss was besseres/enfacheres her.
Meine Idee war daher: 2 NAS
NAS 1 hat eine Freigabe auf der meine Mutter (und dann am besten auch noch andere Familienmitglieder) ihre Bilder speichert. (Nur noch da)
NAS 2 soll als automatische Backup dienen.

von meinen Kenntnissen her sind Server, Linux, Netzwerk und Programmiererfahrungen vorhanden.
Speichertechnisch hätte ich an etwa 8 TB gedacht und sollte ggf. am besten erweiterbar sein. RAID sollte nicht nötig sein.

Ich habe mich schon mal etwas umgeschaut und das ganze scheint nicht ganz billig zu werden.
Zu basteln hätte ich auch kein Problem. Das ganze sollte nur am besten so gut wie lautlos funktionieren.

Was meint ihr dazu und könnt ihr hier etwas empfehlen?
 
Ich klinke mich einfach mit einer Zusatzfrage ein...
Ist Fritzbox (z.B. 7590) via USB 3.0 mit externer Festplatte eine echte Alternative zum Heim-NAS oder ist die Leistung doch zu schlecht?
-> Ähnliche Anforderungen: Bilder speichern, Filme aus der Bibliothek auf Fernseher streamen...

Vielleicht ist das ja auch für den TE dann etwas
 
Die gleiche Fritzbox wäre vorhanden. Allerdings bestünde weiterhin das "Problem" mit dem Backup.
 
Ich würde einfach ein (bzw.) fertiges 2 Bay NAS nehmen und trotzdem spiegeln. Warum? Macht die Migration auf größere HDDs einfacher.
Und auch wenn jetzt bei dir ausreichende Kenntnisse da sind. Irgendwann hast du keine Zeit dich mehr umfassend darum zu kümmern und da machen es einem die Fertiig-NAS einfacher. Natürlich lautlos sind die nicht.

Und auf die Spitze kann man es noch treiben, wenn man will, in dem man Backups zu anderen NAS per VPN oder in die Cloud (verschlüsselte Inhalte) schiebt. Nur nicht soweit automatisieren, dass im Falle eines Krxptotrojaners alle Backups verschlüsselt sind. Genauso auch unterschiedliche Zugangsdaten pro NAS. Sowie das zweite NAS nur zu Backupzwecken booten und danach wieder abschalten.
 
Einfach eine 2 bay Synology nehmen, phtostation ev. moments, Drive und Hyperbackup auf 2 usb platte einrichten.
Uber Photostation/Moments kannst du hervorragend Photos verwalten und sogar vom Händy sichern über Drive kannst du Verzeichnisse vom Laptop Synchronisieren und ev über WAN Freigeben und mit Hyperbackup das ganze auf Externe USB platte sichern.
 
Für ein paar Fotos reicht ein Raspberry Pi und alte Notebooks festplatte.
Es gibt auch gehäuse wo man das gut verbauen kann.
Dann lässt du nextcloud drauf laufen und installiert den client und synchronisiert so das zeug auf den pi.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DerMandelmann
Ja ich habe auch eher an fertige Lösungen gedacht. Habt ihr hier spezielle Tipps für meinen Anwendungsfall? Komplett lautlos muss nicht sein, aber sollte doch schon so leise wie möglich sein.

Bezüglich Verschlüsselung usw. habe ich mir auch Gedanken gemacht, hier weiß ich allerdings noch nicht wirklich wie ich das hinkriegen soll. Das ganze sollte auf jeden Fall komplett automatisch funktionieren.

Zur Not kann ich auch einen Mikrocontroller/Raspbarry programmieren der das NAS automatisch einschaltet, aber das muss eigentlich nicht unbedingt sein, wenn es sich vermeiden lässt.
 
Wobei ja 3,5 Zoll Festplatten schon nicht gerade leise sind. WD Red laufen mit 5400 RPM, das geht schon, ist aber sicher nicht lautlos. Ich finde die Synology an sich auch nicht laut.

Wenn du es einfach erweitern können willst. würde ich ein 4-Bay nehmen 2 Festplatten rein, mit SHR als RAID Level, dann kannst du im Nachhinein eine dazu stecken und hast 16 TB dann noch eine für 24 TB. Wenn das nicht reicht, kannst du dann anfangen 2 Platten gehen größere Modelle zu tauschen. SHR erlaubt es verschieden große Platten zu kombinieren.

Backup ginge zur Not auf deine externe USB Platte. Siehe @Ichtiander.
 
chris_2401 schrieb:
Für ein paar Fotos reicht ein Raspberry Pi und alte Notebooks festplatte.

Es gibt auch gehäuse wo man das gut verbauen kann.

Dann lässt du nextcloud drauf laufen und installiert den client und synchronisiert so das zeug auf den pi.



Das mit dem Raspberry stimmt wohl. Dann allerdings mit zwei Raspberry + Festplatte und einer Netzwerkfreigabe wo drauf gespeichert wird.
Dann muss eigentlich "nur" das Backup automatisiert werden.

Cloud/online fällt aufgrund schlechter Internetanbindung leider flach.
 
+1 fürs Synology NAS. Klar kann mit einem Raspberry was zusammenbasteln, nur wenn dann irgendwas zickt oder nimmer geht, kommst du als "Lieferant" zum Handkuss. Das NAS ist - einmal aufgesetzt - quasi unsichtbar, meines schickt mir alle paar Wochen mal Mails, wenns ein Update gibt und funktioniert sonst ohne Murren und Zicken. Habs Anfang 2016 gekauft und wenn es in dieser Zeit 24 Stunden aus war, wars schon viel...

Statt einem zweiten NAS (das ist m.Mn. Overkill) kannst du eine USB-Festplatte als Sicherung dazustecken. Bitte bedenken, dass ein eventuelles RAID1 (bei einem 2-Bay-NAS) kein Backup ersetzt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PHuV
Generell ersetzt ein NAS kein Backup. Man sollte ein NAS auch immer wieder sichern! Wir hatten hier bei einem Raid5-NAS einen Plattenausfall. Es lief zwar weiter mit einer Platte weniger, aber trotzdem kann ein solches System auch komplett ausfallen. Wenn die Daten wirklich wichtig sind, zusätzlich sichern auf externe HDD und die noch irgendwo anders lagern.
 
Mail ist ein gutes Stichwort, du musst ja trotzdem schauen, dass das Backup, unabhängig davon welche Lösung du dann in Betrieb nimmst, auch läuft. Synology versendet Mails und auch HyperBackup sendet Mails.
Daheim kann man schon mal mit einer Bastellösung leben aber wenn es bei anderen laufen soll würde ich mir das nicht antun.
Du hast ja schon USB Festplatten, evtl reichen die ja für den Anfang als Backupziel, dann kannst du für den Start erst mal Kosten sparen.
 
Habe bei mir das so gelöst, dass ein NAS der “ProduktIonsNAS" ist, auf dem alle Änderungen wie beispielsweise neue Fotos draufgepackt werden. Nachts laufen dann die Backup Jobs, die alle per rsync nur die geänderten Dateien auf meine verschiedenen "BackupNAS" schieben. Dabei habe ich sowohl einen internen Backup, also bei mir zu Hause, als auch remote Backups bei meinen Kindern, die dann wiederum lesenderweise die gleichen Fotos sehen können.

Jedes NAS hat mindestens RAID5, ProduktionsNAS sowie lokales BackupNAS haben identische Konfig mit RAID6. So kann ich die beiden Swizchen für den Fall eines ProduktionsNAS Komplettausfalles.

Dabei kommen sowohl NASe von Synology als auch von QNAP als rsync Ziele zum Einsatz.

Bei Bedarf stelle ich gerne dir Scripts bereit. Ein bisschen Anpassung ist natürlich nötig aber marginal.
 
… ganz einfach die Festplatte vom Notebook gegen eine größere (vielleicht SSD) tauschen. Manche Notebooks vertragen auch zwei Platten. Die ausgebaute Platte in ein externes Gehäuse geben. Das könnte meine Mutter dann auch händeln.

Mit freundlichem Gruß
Harry Bo
 
p6er schrieb:
Nachts laufen dann die Backup Jobs, die alle per rsync nur die geänderten Dateien auf meine verschiedenen "BackupNAS" schieben.

Hoffentlich mindestens auf einem Filesystem mit Snapshot-Funktionalität, sonst synct man sich am Ende die vom Cryptotrojaner verschlüsselten Daten auf sämtliche Backup-NAS ohne Möglichkeit die Daten zurückzuspulen.
 
Harry Bo schrieb:
… ganz einfach die Festplatte vom Notebook gegen eine größere (vielleicht SSD) tauschen. Manche Notebooks vertragen auch zwei Platten. Die ausgebaute Platte in ein externes Gehäuse geben. Das könnte meine Mutter dann auch händeln.

Mit freundlichem Gruß
Harry Bo

Das ist leider keine Option.

p6er schrieb:
Habe bei mir das so gelöst, dass ein NAS der “ProduktIonsNAS" ist, auf dem alle Änderungen wie beispielsweise neue Fotos draufgepackt werden. Nachts laufen dann die Backup Jobs, die alle per rsync nur die geänderten Dateien auf meine verschiedenen "BackupNAS" schieben. Dabei habe ich sowohl einen internen Backup, also bei mir zu Hause, als auch remote Backups bei meinen Kindern, die dann wiederum lesenderweise die gleichen Fotos sehen können.

Jedes NAS hat mindestens RAID5, ProduktionsNAS sowie lokales BackupNAS haben identische Konfig mit RAID6. So kann ich die beiden Swizchen für den Fall eines ProduktionsNAS Komplettausfalles.

Dabei kommen sowohl NASe von Synology als auch von QNAP als rsync Ziele zum Einsatz.

Bei Bedarf stelle ich gerne dir Scripts bereit. Ein bisschen Anpassung ist natürlich nötig aber marginal.

Ja so ungefähr habe ich mir das auch vorgestellt. Bis auf das, dass ich kein RAID brauche. (Weil es wie auch angesprochen auch kein Backup ist)

USB Platten als Backup (vor allem am Anfang) sollte eigentlich auch ausreichend sein. Was ich verhindern will ist, dass ich immer manuell an und abstecken muss. Kann ich trotzdem ein verschlüsseln der Daten durch einen Virus verhindern? Netzwerktechnisch würde ich dies denke ich über Berechtigungen und trennen der Netzwerkverbindung erreichen können.

+1 fürs Synology NAS. Klar kann mit einem Raspberry was zusammenbasteln, nur wenn dann irgendwas zickt oder nimmer geht, kommst du als "Lieferant" zum Handkuss.
Ja, da hast du recht.
Ergänzung ()

TrueAzrael schrieb:
Hoffentlich mindestens auf einem Filesystem mit Snapshot-Funktionalität, sonst synct man sich am Ende die vom Cryptotrojaner verschlüsselten Daten auf sämtliche Backup-NAS ohne Möglichkeit die Daten zurückzuspulen.

Gibt es hier etwas was du empfehlen kannst?
 
Ich empfehle Dir folgendes:

Kaufe Dir eine NAS mit 2 Bays.
Kauf dir zwei 4 TB Serverfestplatten (z.B. WD / Kompatibilitätsliste des Herstellers beachten) und lass diese im RAID 1 Verbund (Mirroring) laufen. So werden die Daten der einen Festplatte auf die andere automatisch gespiegelt.
So hast Du schon mal einem großen Ausfall der Daten vorgebeugt.

Jetzt kaufst Du dir noch eine externe USB 3.0 4 TB Festplatte und lässt die NAS nachts per Sicherungsmanager automatisch einmal die Woche die Daten auf die externe USB-Festplatte sichern.

Um jetzt das ganze noch weiter zu verbessern könntest Du die externe Festplatte mit einer weiteren 4TB externen Festplatte immer alle zwei Wochen tauschen. So hast Du immer die Daten dann nochmalig vorrätig ohne das diese am Netz ist.

Wenn Du die NAS nun noch an eine USV klemmst und die USV wiederum an einen Netzsteckerleiste von Brennenstuhl (Premiumversion) dann ist alles gut.

(Ich habe eine QNAP TS-231P mit zwei 4TB WD wie oben geschrieben im Einsatz. Läuft super)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sikarr
Ich würde 1 NAS hinstellen und mit 2 externen Festplatten als Backup arbeiten die immer im Tausch betrieben werden, und natürlich ausser Haus gelagert werden sollten.

2 NAS nützen ja nix wenn die Budde brennt oder, wie andere schrieben man sich einen Cryptotrojaner eingefangen hat. Vor Cryptotrojanern könnte man sich auch mitttels Backupsoftware behelfen.
 
UnBreakable schrieb:
Gibt es hier etwas was du empfehlen kannst?

Meine privaten Systeme laufen mittlerweile mit FreeNAS. Betriebsystem ist also FreeBSD, Dateisystem ZFS, allerdings beinahe alles komfortabel über die mitgebrachte Webapplikation zu steuern. Da lassen sich dann über die Webapplikation auch die ZFS-Snapshots einrichten.
Keine Ahnung ob es fertige NAS gibt die man mit FreeNAS betreiben kann bzw. welche OS/FS-Kombinationen die gängigen Hersteller auf ihren Systemen verwenden.
 
TrueAzrael schrieb:
Hoffentlich mindestens auf einem Filesystem mit Snapshot-Funktionalität, sonst synct man sich am Ende die vom Cryptotrojaner verschlüsselten Daten auf sämtliche Backup-NAS ohne Möglichkeit die Daten zurückzuspulen.
Ergänzung ()

Zwei Router und Geblocking in der Firewall seitens NAS wussten das zu verhindern .. bis dato

Dennoch lokaler Backup auf dem QNAP macht Snapshots ..
Ergänzung ()

TrueAzrael schrieb:
Meine privaten Systeme laufen mittlerweile mit FreeNAS. Betriebsystem ist also FreeBSD, Dateisystem ZFS, allerdings beinahe alles komfortabel über die mitgebrachte Webapplikation zu steuern. Da lassen sich dann über die Webapplikation auch die ZFS-Snapshots einrichten.
Keine Ahnung ob es fertige NAS gibt die man mit FreeNAS betreiben kann bzw. welche OS/FS-Kombinationen die gängigen Hersteller auf ihren Systemen verwenden.
Hab meine FreeNASe zugunsten des QNAPs abgedreht
Ergänzung ()

Ah .. vergass .. und rsync ging auch von und zu den FreeNASe von und zu den NASe. Halt rsync ..
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben