NAS für Familie einrichten

l_uk_e

Commodore
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Mai 2010
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Hallo Leute!

Ich habe mal ein kleines Anliegen.
Folgendes möchte ich erreichen:

Ich möchte von überall im Haus (Handys, Notebooks, PCs etc) auf Daten zugreifen. Das können jetzt mkv Dateien sein, oder aber auch Bilder, Dokumente etc.
Da ich meine Festplatten aus meinem PC ebenfalls auslagern will, kam mir die Idee eines NAS.
Das würde ich einfach irgendwo im Haus ins Netzwerk bringen und dann soll dort jeder auf die Daten zugreifen.

So soll es funktionieren:
1. Für mich: Ich möchte auf alles zugreifen können und auf meinem TV wiedergeben. Das betrifft Bilder, Filme im als MKV und .h264 Codec. Zugreifen würde ich gerne von meinem PC aus mit XBMC (dieser ist so eingerichtet, dass MPC-HC als Mediaplayer gestartet wird).
Evtl wäre aber auch ein RasPi eine Möglichkeit mit XBMC. Wichtig wäre dann nur, dass ich auch DTS HD etc auf meinen AVR bekomme.
Mein TV soll dann noch auf Bilder zugreifen können, damit man sich diese einfach anschauen kann ohne erst eine SD Karte einlegen zu müssen etc. Der TV hängt im Netzwerk.

2. Meine Eltern: Hier ist folgendes vorhanden: 1 PC, 2 Android Handys, 1 DVB-S2 Receiver von T-Com mit Netzwerkanbindung, 1 TV ohne Netzwerk.
Hier soll auf dem TV das gleich wiedergegeben werden wie bei mir. Problem, der PC ist zu weit weg um auf die Dateien zugreifen zu können. Da dachte ich an einen Raspi mit XBMC. Muss nur schauen ob ich den ans Netzwerk bekomme.

3. Chromecast
Bilder könnte man ja auch einfach per Chromecast vom Handy vom NAS anzeigen lassen per PLEX App. Oder eben je nachdem welche App auf Netzwerkfreigaben oder so zugreifen kann und auch Chromecast unterstützt.

Jetzt ist die Frage, welches NAS nutze ich da am besten?
Ich möchte vorrangig per XBMC auf die Dateien zugreifen. Für restliche Dokumente etc kann man ja vom PC eine Netzlaufwerk verbinden.

Ein Budget von 200€ sollte auch nicht überschritten werden.
Verbauen will ich 2 Festplatten auf denen die Daten verteilt sind.
Da könnte man aber evtl mal 2 größere Platten verbauen und dann auf ein Raid1 setzen.

Wie gestallte ich das also alles am besten. Könnt ihr mir da weiter helfen? In Sachen NAS und solche Dinge bin ich ein absoluter Anfänger. Habe mich noch nie damit beschäftigt.

MFG
L_uk_e
 
€ 200,- mit Platten oder ohne?

Synology 2 Bay NAS, guck dir mal die Produktpalette an was die einzelnen Modelle unterscheidet. Mit 120-200 Euro bist da dabei.
 
Wow das ging schnell.
Ja Platten sind bereits 2 vorhanden, aber sind unterschiedliche. Daher ist RAID auch erstmal nicht das Thema. Will meine Festplatten vom PC outsourcen
 
Das Synology DS215J habe ich hier im Test gesehen. Würde das alles erfüllen was ich damit vor habe?
Geht halt hauptsächlich wirklich um Videodateien in 1080p (ruckelfrei!!), Bilder und eben der Rest der damit gemacht werden soll.

Ich hatte dieses NAS auch noch gesehen hier bei CB im Test: WD My Cloud EX2
Oder was von Asustor.
Ich bin da echt nicht im Thema und weiß nicht so ganz genau worauf es ankommt
 
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Ja, auf jeden fall. Bei dem Kauf meiner Diskstation habe ich mich bewusst zwischen Qnap und Synology entschieden, da Synology für mich das bessere OS hatte.


Selbst versorgen ich mit meinem NAS zwei Konsolen, drei Fernseher, zwei PCS, einen Laptop und zwei Smartphones per Wlan. :)
 
FullHD-Videos sollten gehen wenn alle Geräte via Gbit-LAN oder WLAN n/ac dran hängen und den Codec unterstützen. On-The-Fly-Coding mit dem NAS wär ich skeptisch.
 
Generell muss der NAS nur die Dateien zur Verfügung stellen. Das schafft jeder NAS. Dafür reicht sogar schon ein 100Mbit Netzwerk ...

Ich würde heute, wenn man ein bisschen Ahnung von PC's hat, einen selbstbau NAS bauen. Dafür kann man ja auf die x-beliebigen OS zurückgreifen. DAs alles ist heute kein HExenwerk mehr. Und nebenbei hat man noch genug Power um z.B. mal fix TS3- oder Minecraftserver laufen zu lassen. Ich persönlich nutze Xpenology allerdings mit einem i3. Das ist das OS von Synology auf X86 Hardware ...

Ein Selbstbau NAS würde mind. so aussehen:

1 x Crucial SO-DIMM 4GB, DDR3L-1600, CL11 (CT51264BF160B)
1 x ASRock Q1900-ITX (90-MXGRS0-A0UAYZ)
1 x Fractal Design Node 304 schwarz, Mini-DTX/Mini-ITX (FD-CA-NODE-304-BL)
1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)
Preis: 195€

Vorteil ist, dass du dort später einfach zwei weitere Festplatten hinzufügen kannst. DU bist also nicht so limitiert wie bei Synology. Zur not kann der CPU dann auch Livetranscodieren, was die DS215j eben nicht kann. Dies ist gerade sinnvoll wenn man ein Iphone / IPad hat und dort auch ab und an FIlme ansehen möchte.

2. Meine Eltern: Hier ist folgendes vorhanden: 1 PC, 2 Android Handys, 1 DVB-S2 Receiver von T-Com mit Netzwerkanbindung, 1 TV ohne Netzwerk.
Hier soll auf dem TV das gleich wiedergegeben werden wie bei mir. Problem, der PC ist zu weit weg um auf die Dateien zugreifen zu können. Da dachte ich an einen Raspi mit XBMC. Muss nur schauen ob ich den ans Netzwerk bekomme.

Selbe Problem wie bei meinen Eltern. Ich habe dann einfach das Conrad DLAN (umgelabelte Devolo PowerLan) mit 200Mbit verwendet und einen WD TV Live HD hingehängt. Der ist selbst für Leute verständlich die sich mit der Materien nicht auskennen.

On-The-Fly-Coding

Dazu ist die DSxxxJ-Serie von Synology nicht geeignet. Sollte das ein Thema sein, dann führt absolut kein Weg an den DSxxxplay Modellen vorbei, die dann aber auch das Budget sprengen. In diesem Fall rate ich ganz klar zu nem Selbstbau-NAS!!!
 
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Zum Thema Raspberry Pi: 1080p + DTS oder DTS(HD) könnte zu Problemen führen. Teilweise, je nach Qualität werden die Videos stocken weil der Pi ausgelastet ist.
 
NAS ohne Redundanz ist in meinen Augen sinnlos. RPi würde ich auch nicht für XBMC nehmen, wie schon gesagt kommt es mit höheren Bitraten manchmal net klar. Damit ist es in meinen Augen dann auch nicht soviel besser wie die Mediaplayer die bereits in den TV Geräten integriert sind. Wenn Mediaplayer dann was gescheites, kostet auch net die Welt
 
NAS ohne Redundanz ist in meinen Augen sinnlos. RPi würde ich auch nicht für XBMC nehmen, wie schon gesagt kommt es mit höheren Bitraten manchmal net klar. Damit ist es in meinen Augen dann auch nicht soviel besser wie die Mediaplayer die bereits in den TV Geräten integriert sind. Wenn Mediaplayer dann was gescheites, kostet auch net die Welt

Redundanz ist für eine Privatperson völliger blödsinn. Dieses Thema gehört ganz klar in den kommerziellen Bereich, wo ein Festplattenausfall gleich finanzieller Verlust ist! Im übrigen im Worst-Case-Szenario z.B. Bei einem Blitzeinschlag, alles defekt, also auch ein Server inkl. aller Festplatten die am Stromnetz hängen, also auch ein RAID-System. Es gibt nichts über eine vernünftige Backupstruktur per externe Festplatten.
 
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@l_uk_e

Gerade weil das NAS für die Familie ist, würde ich von einer Bastellösung Abstand nehmen. Das Gerät sollte so einfach zu bedienen sein, dass kleine Einstellungen von jedem vorgenommen werden können.
 
Ja ist ja mächtig cool son NAS wenn mir eine Festplatte abraucht und dann ich erstmal nicht mehr an meine Daten komme. Derjenige der Raid1 hat merkt davon nix und muss einfach bei Gelegenheit die Platte wechseln. Ist ja auch toll wenn derjenige der kein Raid1 fährt mal größere Platten einbauen möchte und dann lustig alles rüber kopieren muss. Auch hier wechselt der kleverer User der auf Raid1 gesetzt hat einfach nacheinander die Festplatten und ist fertig.

Größter Schwachsinn daher ein NAS ohne Redundanz zu betreiben.

Die Krönung setzen dem ganzen dann noch diejenigen auf die ihre Platten als dummes JBOD organisieren oder Raid0.
 
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hmm, ok, also scheint es ja wirklich mit einem Selbstbau besser zu sein.

wie sieht das denn mit der Installation dann aus? Ich würde ja gerne meine 2 Festplatten aus meinem PC dann in das NAS einbauen. Auf einer der Platten müsste ich dann ja das OS installieren oder? Ansonsten habe ich auch noch eine kleine 60GB SSD über.
Problem wird eben nur, dass wenn ich mal auf RAID gehen will, ich mit einem NAS besser beraten bin. Software RAID ist auch nichts halbes und nichts ganzes, also das was normale Mainboards da anbieten.

EDIT: Bzgl. Redundanz...Es ist ja erstmal nicht vorgesehen, weil ich eben aktuell zu 2 relativ kleine Festplatten habe die nichtmal gleich groß sind wenn ich das richtig in erinnerung habe. Aber bei Zeiten tausche ich die ja mal bestimmt aus und von daher wäre dann Raid 1 schon nicht schlecht.
Externe Festplatten für Datensicherungen besitze ich nichtmal (ok, ja ne 2,5" 500GB Platte), weil ich nichts habe was ich nicht ersetzen kann. Von daher passt das schon. Wichtige Daten kommen dann eben auf nen großen USB Stick oder auf die 500GB externe.
 
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Gambler111 schrieb:
Zum Thema Raspberry Pi: 1080p + DTS oder DTS(HD) könnte zu Problemen führen. Teilweise, je nach Qualität werden die Videos stocken weil der Pi ausgelastet ist.

Wenn der Pi mit HDMI Kabel an seinem AV Receiver angeschlossen wird, kann man beim Pi das Audiosignal auf Passthrough schalten.
Das bedeutet dann fast keine Last für den Pi, das macht der AV Receiver... :)
Und 1080p Videomaterial schafft der Pi locker.
 
Software RAID ist auch nichts halbes und nichts ganzes, also das was normale Mainboards da anbieten.
Das ist kein Software Raid was die Mainboards da bieten sondern eher Fake HardwareRaid.

Reines SoftwareRaid wie es das unter Linux gibt ist sehr zuverlässig, quasi alle fertig NAS Geräte benutzen das.

Wenn Selbstbau dann würde ich NAS4Free nehmen, da gibt es ZFS. ZFS ist ein Dateisystem mit integrierten Volume Manager. Sprich da sind Raidfunktionen bereits im Dateisystem integriert.

Das ganze ist auch Linux Softwareraid im Bezug auf Datensicherheit deutlich überlegen.
 
Stichwort FreeNAS/NAS4Free als Software: Können ZFS mit "Soft-Raid 1" und können auf einem USB-Stick installiert werden. Alternativ OpenMediaVault. Dann sparst du dir die SSD. Ich würde wenn es ganz klein und sparsam sein soll auch nicht das ASRock Q1900-ITX sondern das ASRock Q1900DC-ITX und dann ein Tischnetzteil dazu. Ist etwas effizienter ...

Edit: @Ilsan: Du tippst zu schnell ;)
 
Ja ist ja mächtig cool son NAS wenn mir eine Festplatte abraucht und dann ich erstmal nicht mehr an meine Daten komme. Derjenige der Raid1 hat merkt davon nix und muss einfach bei Gelegenheit die Platte wechseln. Ist ja auch toll wenn derjenige der kein Raid1 fährt mal größere Platten einbauen möchte und dann lustig alles rüber kopieren muss. Auch hier wechselt der kleverer User der auf Raid1 gesetzt hat einfach nacheinander die Festplatten und ist fertig.


Bloß doof wenn das Worst-Case-Szenario eintritt und der oberklevere User mit RAID1 kein Backup auf externe Festplatten hat und dann alle Daten weg sind ;-). Aber jeder soll selber entscheiden was er macht. Ich bin doppelt abgesichert und habe ein SHR (Raid5 mit 6 Festplatten am laufen und trotzdem alle Festplatten 2x gesichert. Davon ist immer eine Version in einem anderen Haus gelagert ... Mein Daten sind mir eben wichtig.

wie sieht das denn mit der Installation dann aus? Ich würde ja gerne meine 2 Festplatten aus meinem PC dann in das NAS einbauen. Auf einer der Platten müsste ich dann ja das OS installieren oder? Ansonsten habe ich auch noch eine kleine 60GB SSD über.
Problem wird eben nur, dass wenn ich mal auf RAID gehen will, ich mit einem NAS besser beraten bin. Software RAID ist auch nichts halbes und nichts ganzes, also das was normale Mainboards da anbieten.

Das hängt natürlich stark vom System ab. Bei einem Windows-Server ist das in der Regel mit einer externen SSD kein Problem. Bei Synology werden die Platten formatiert und die Systemdaten (OS) auf allen Platten abgelegt. Sollte sich eine Festplatte verabschieden, läuft das OS dann von einer anderen Platte. Also einfach Platten in ein System reinhängen läuft meistens nicht.

Gerade weil das NAS für die Familie ist, würde ich von einer Bastellösung Abstand nehmen. Das Gerät sollte so einfach zu bedienen sein, dass kleine Einstellungen von jedem vorgenommen werden können.

Ich finde hier muss man zwischen Administrator und Benutzer unterscheiden. Der Benutzer stellt nichts ein sondern greift nur auf die Dateien zu. Gott behüte wenn man Dad, Mum oder Schwester an meinem NAS rumfummeln würden xD.

Wenn Selbstbau dann würde ich NAS4Free nehmen, da gibt es ZFS. ZFS ist ein Dateisystem mit integrierten Volume Manager. Sprich da sind Raidfunktionen bereits im Dateisystem integriert.

Dazu sollte er dann aber ein Mainboard mit ECC-Speicher verwenden, was den Budgetrahmen von 200€ deutlich sprengt. Das günstigste was mir hier einfällt ist der relativ schwache HP MicroServer G7 N54L oder eben mit über 340€ teure Dell T20 mit Xeon 1225V3 sowie 4GB ECC Ram und 1TB Festplatte ...
 
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