NAS, SOHO, Unitymedia

groelemeier

Cadet 4th Year
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Sep. 2007
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Hallo Forum,

für meine kleine Firma (übliche MS-Officedateien, Fotos, PDFs) und einige meiner privaten Daten (MP3s, Bilder, PDFs etc.) benötige ich ein NAS um einen zentralen Speicherort zu haben von wo ich mit sämtlichen PCs und Laptops drauf zugreifen kann und um einfachere Backups machen zu können. Nett wäre auch noch diese DLNA-Geschichte. Bisher habe ich allerdings 0 Ahnung von NAS. Ich habe mir hier schon einiges durchgelesen aber bei manchen Punkten bleiben Fragezeichen:

1. Das (der?) NAS soll zu Hause stehen (da dort wesentlich schnelleres Internet als im Büro, 50 Down, 12+ Up), Unitymedia-Anschluss. Kann ich trotz des Unitymediaanschlusses problemlos von überall auf das NAS zugreifen!? IPV4/IPV6 Problematik siehe hier:
https://www.computerbase.de/forum/t...rreichbar-unity-media-kabelanschluss.1359333/
Habe das noch nicht 100% durchblickt. Falls nein, was muss ich tun um das zu ändern? Oder, falls es nicht geht, kann ich das mit meiner ca. 6 Mbit Download und vll. 1 Mbit Uploadleitung im Büro (wobei dies das rein theoretische! Maximum darstellt und das Internet gerne mal ausfällt...) auch vernünftig betreiben?

2. Brauche ich eine feste IP dafür?

3. Reicht ein Zyxel NSA 325V2 für meine Ansprüche oder ist die Synology 213j den Aufpreis wert (Anforderungen siehe oben).

4. Was für Platten machen Sinn, ich will ein RAID 1 das steht fest, Western Digital Red (Dauerbetrieb?) oder Green? Oder lieber eine Seagate oder Samsung (mit WD habe ich keine guten Erfahrungen).

5. Die Bürodateien sollen verschlüsselt werden, nicht aber die ganze Platte, nur einzelne Ordner. Das NAS muss das also mitmachen. Bei Synology 213 geht es habe ich gelesen, beim Zyxel auch?

6. Ich nehme an ich brauche einen neuen Router mit Gbit-Lan. Mein aktueller Wlan-Router hängt hinter dem Unitymediading und wird wohl nicht viel können, kostete neu immerhin ganze 12 €. Worauf muss ich beim Router achten? Haupt-PC zu Hause als auch NAS sollen aber ohnehin per LAN angebunden werden.

Eventuell sind einige der Fragen überflüssig aber wie gesagt, ich habe auf dem Gebiet kaum Ahnung und fürchte fast einfach kaufen, anschließen und es läuft wird hier nicht so funktionieren. Über ein paar Tips wäre ich dankbar.
 
1. Bridge-Modus reicht eine IP4-Adresse durch, ggf. über WebPortal zu aktivieren oder mal anrufen und fragen

2. geht auch mit dynamischem DNS und Domain, wenn es ein deutscher Anbieter sein soll: selfhost.de (Döbeln)

3. gehen beide, Zyxel ist mom. der P/L-Favorit, der andere bekannt für Qualität

4. Raid 1, WD Red, Backup nicht vergessen! Raid erhöht Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup!

5. Kann man, muss man aber nicht, ausgreiftes User-Management hindert Unbefugte am Zugriff.
Die Verschlüsselung schmälert die Performance massiv.

6. Gbit LAN empfiehlt sich, das NAS kann viel, viele Extras braucht der Router nicht, schau nach TP-Link, gut und günstig, sonst AVM Fritzbox 3370 oder größer
 
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Hab ne Frage, bzw ein Verständnisproblem zu 5.:
wenn die Daten auf dem/der NAS verschlüsselt werden, ist dann die Übertragung dahin nicht verschlüsselt? Wenn die Daten zwischen Büro und NAS dann nicht verschlüsselt sind, was bringt dann das Verschlüsseln noch? Wenn die Daten im Büro verschlüsselt werden, muss das/die NAS das ja nicht können, oder?
 
1. Super danke riff! Also Bridge-Modus ist wohl das Stichwort. Dazu findet sich auch einiges, muss das dann mal mit Unitymedia abklären. Zum Verständnis für mich: Ich aktiviere diesen Bridgemodus und schalte somit sozusagen die Routerfunktion des Unitymediagerätes ab, so dass nur noch mein nachgehängter Router die Arbeit macht? Wenn das so einfach ist dann ist ja alles bestens!

2. Hier verstehe ich noch fast nichts. Muss mein NAS dann sozusagen eine eigene Domain haben oder wie darf ich mir das vorstellen? Ich will halt von überall (auch mal im Ausland) auf die Daten auf dem NAS zugreifen können. Sämtliche Bürodateien sollen dann nur noch auf dem NAS sein und halt auf der Backupplatte am NAS. Diese Backupplatte kann ich ja per USB am NAS anschließen und dann halt einfach immer dran lassen oder?

3. Ok also das Zyxel reicht mir dann denke ich, kostet ja immerhin nur die Hälfte. Wichtig ist mir halt vor allem die Zuverlässigkeit.

4. Ok also WD Red. Backupplatte ist dann halbwegs egal oder? Die läuft ja eh nur bei Backups. Prüft das Zyxel meine Platten auch und meldet mir Fehler? Habe ich irgendwo gelesen, das wäre ja schon nett.

5. Wäre schon gut für die Bürosachen. Sind ja eh alles kleine Dateien, 90% oder so mit weniger als 2 Megabyte. @geislpxs: Ich hatte mir das so vorgestellt, dass ich die jeweiligen Dateien die ich an den Rechnern bearbeite vom NAS verschlüsselt runterlade und dann auf dem PC oder Laptop erst entschlüssele. Sollte doch gehen oder was spricht dagegen? Wollte das mit Truecrypt und AES machen. Am wichtigsten ist mir halt das die Daten die ja ständig "online" sind nicht einfach unverschlüsselt permanent abrufbar sind wenn da einer ans NAS kommt.

6. Ok danke, habe jetzt auch schon einen TP-Link, dann bleibe ich dabei und rüste nur etwas auf.
 
2. Du kannst dir eine Domain oder Subdomain holen und ein dynamischen DNS-Account zubuchen. Die Zugangsdaten werden im Router eingetragen, sodass sobald ein IP wechsel vorgenommen wird, dem DNS-Dienst diese gemeldet wird. Deiner Domain wird dann die aktuelle IP zugeordnet und ist erreichbar. Ich hab das bei selfhost.de gemacht, .de-Domain mit dynamischem Account, Zugangsdaten in meine FrtizBox und schon ist das NAS daheim immer und überall unter meiner Domain zu erreichen. Kosta je nach Domain 15-50 Euronen/Jahr.

4. Die 2 Reds ins NAS, Spindown ausschalten, was du als Backupplatte nutzt ist egal, irgendeine Externe, möglichst gleiche Größe wie die Speicherkapazität des Raid 1. Und da du das beruflich machst: 2 Backupplatten sollten es mindestens sein, eine bleibt in der Firma, eine nimmst du mit heim. Immer im wochentonus Backups ziehen oder auch öfter, je nachdem wie sensibel deine Daten sind. Die Platten sollten NICHT angesteckt bleiben! Darum geht es ja bei einem Backup, das Ganze auch physisch zu trennen.

5. Wenn es um eine verschlüsselte Übertragung geht, setz ein VPN auf, die Fritzboxen sind da recht komfortabel, der TP-Link sollte das (spätestens mit DD WRT) auch können.

Was aus TrueCrypt wird ist aktuell nicht ganz ersichtlich (Hier und Hier), weshalb ich nicht auf dieses Pferd setzen würde. Meine Meinung.

6. Wie gesagt, VPN noch interessant, die Fritzbox kann es auf jeden Fall, beim TP Link müsstest schauen oder ggf mit DD WRT modifizieren
 
Sry, ich war 2 Wochen unterwegs, daher brauch ich auch das NAS ;)

zu 2)
Unitymedia meinte nun ich habe doch IPV4 und Domains habe ich woanders auch noch. Wie ich die zuordne weiß ich nicht, aber das werde ich jetzt beim Kauf eines neuen Routers und vom Domainbieter vll. rausbekommen.

zu 5)
VPN selbst aufsetzen klingt gut, davon habe ich aber auch kaum Ahnung.
Das ist doch eigentlich so eine man-in-the-middle-sache oder? Was muss dann ständig laufen, der Router und das NAS, oder nur der Router? Wer ist Server, das NAS? Aber nicht mein Heim-PC oder? Und wer verschlüsselt dann? Will ja auch nicht Unmengen Strom verschleudern (20 w/h x 24 h = 480 W x 365 d = 175.200 / 1000 = 175,2 x 0,22 ch/kWh = 38,54 €/a, sondern lediglich irgendwelchen neugierigen Bots, Beamten und was weiß ich noch alles etwas höhere Kosten aufdrücken. Also bis zu 20 W kann ich gehen aber ich will dafür keinen Hauptrechner ständig laufen lassen. Doch Domains und Wespace hab ich eh noch und das Netz ist superfix da und mit IPV4.

edit zum Router: 1000Base-T ist also 1 GB-Lan Anschluss richtig? DD WRT hätte das Ding auch (TP-Link 4300).
 
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