loewe1993 schrieb:
der größte nachteil ist auf jeden fall, dass du deine gesamte hardware dann auf glasfaser umrüsten müsstest.
Jein, wenn du voll verkabelst, ja. Aber das wäre schon ziemlich däml.. .. unklug. Wie bereits mehrfach erwähnt wurde ist das nur für den Backbone sinnvoll - wenn überhaupt. Auch ein Glasfaser-Internetanschluß kommt nicht zwangsläufig per LWL-Kabel aus der Wand. Normalerweise setzt man LWL nur dann ein, wenn man
a) viele Clients über eine Leitung verbinden muss (zB Switch-zu-Switch-Verbindungen)
b) die Segmentlänge von Ethernet (max 100 Meter) überschreitet
c) auf Potentiolunterschied achten muss (zB bei Haus-zu-Haus-Verbindungen)
Die Verkabelung wäre dabei wie folgt:
Switch -TPKABEL-
Medienwandler -LWLKABEL- Medienwandler -TPKABEL- Switch
Medienwandler kosten um und bei 50 Euro das Stück nebst 100 Meter LWL-Kabel ab 30 Euro. Professionelle Switches bieten teilweise auch direkt LWL-Ports für den Uplink untereinander an, der Medienwandler ist also ab Werk eingebaut.
Da im privaten Bereich selten mehr als 2-3 Clients überhaupt signifikant im Netzwerk aktiv sind (zB NAS-Download, Backups, etc), ist es völlig unkritisch, dies über einen üblichen Gigabit-Backbone mit Cat5/6/7-Kabeln zu realisieren. Zumal 10 GBit via Kupfer später möglich sind.
Cat6 vs Cat7: Das ist nur eine Frage der Erweiterbarkeit. Bei einem Neubau ist die Preisdifferenz in Relation gesehen überschaubar, man ist aber für deutlich längere Zeit "auf der sicheren Seite" was zukünftige Nutzungsszenarien betrifft. Sogesehen reichen aktuell sogar Cat5-Kabel (GBit-LAN), aber will man später auf 10 GBit, guckt man dumm aus der Wäsche..