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Neubauverkabelung?

Riddimno1

Lt. Commander
Registriert
Mai 2014
Beiträge
1.873
Hallo,

lohnt es sich, einen Neubau mit Glasfaserleitungen anstatt mit Kupferleitungen zu vernetzen?

Was spricht dafür, was dagegen?

MfG
 
Die Kosten?

Wenn die Kohle für das EEquipment eh da ist, mach es. Denk aber daran dass der übliche Kram wie Fernseher, AVRs etc nicht mit Glasfaser umgehen können, da bräuchtest Du dann eine Art access point um normales Ethernet ranzuhängen.

Ob Du es brauchst respektive ob es Sinn macht ist eh eine andere Frage. Im Neubau würde ich aber, wenn ich es beeinflussen kann, einfach mit Leerrohren arbeiten.
 
Wohngebäude oder Firma?

Generell würde ich sagen, dass Glasfaser im Moment nur fürs Backbone verwendet werden soll, da es sonst extrem Teuer wird. Du brauchst alles auf Glasfaserbasis und für die meisten Geräte die nur RJ45 Buchsen haben einen Medienkonverter. Es wäre schlichtweg ein extrem teures Experiment.

Da bis 10 Gbit Cat. 7A kabel reichen würde ich dir empfehlen einfach diese zu verwenden und Cat. 6 Dosen zu verbauen. Somit musst du bei eventueller Aufrüstung auf 10 Gbit nur die Dosen tauschen.

Selbst in großen Rechenzentren (Google, Facebook, Amazon) wird Glasfaser nur zur Verbindung der Switches und Speichernetzwerke verwendet (ausgenommen Großrechner)
 
Kommt drauf an was du machen willst (welche Geschwindigkeit, Länge etc.)

Außerdem brauchst du Medienkonverter oder Gbics zum Wandel auf Kupfer (ausser du baust dir in deinen Rechner LWL Karten ein)

Gbit bekommst du aber schon mit nem Cat5e Kabel zusammen.

Ich baue zzt. auch und habe in jeden Raum CAT7 gelegt. 10 Gbit sollte auch für die Zukunft ausreichend sein :)

Also dosen nehme ich diese Keystones. Total easy zu verbauen
http://shop.efb-elektronik.de/Produ...ne-de/Default.aspx?tr=CategoryTree&cat=030708
 
Zuletzt bearbeitet:
moin,

der größte nachteil ist auf jeden fall, dass du deine gesamte hardware dann auf glasfaser umrüsten müsstest. bei pc's wäre das noch das geringste problem, bei fernsehern zb müsstest du aber einen medienkonverter vorschalten der von glasfaser wieder auf kupfer wechselt. dabei geht dir allerdings der vorteil von glasfaser flöten, da die geräte bisher nur kupfer bis cat. 6 unterstützen (zumindest wäre mir kein gerät mit cat. 7 bekannt).
am sinnvollsten wäre es meiner meinung nach die verkabelung an sich mit cat. 7 leitungen durchzuführen, wobei du dann cat. 6 dosen und cat. 6 patchleitungen verwenden musst.

lg
 
Riddimno1 schrieb:
Hallo,

lohnt es sich, einen Neubau mit Glasfaserleitungen anstatt mit Kupferleitungen zu vernetzen?

Was spricht dafür, was dagegen?
MfG


Glasfaser ist noch zu teuer. kurz: rentiert sich nicht, denn
welchen Mehrgewinn hat man denn groß in der Multimediahütte.

Ich würde Lichtwellenleiter nehmen :D
http://www.homefibre.at/

Vorteil: kann man mit in der 230V-Verrohrung mit schleifen. Keine gesonderte Verrohrung.
Parallel würde ich in jedem Zimmer/Eck noch cat7 Kabel dazu verlegen, fertig ist die Laube.
gig-Lan langt eh
 
Kupferkabel. Glasfaser nur im Firmenbereich zwischen den Verteilerräumen. Vor 10 Jahren haben viele Firmen komplett Glasfaser verkabelt - das gibt nur Probleme. Aktive Komponenten (Switche, Netzwerkkarten) sind schweineteuer. Für viele Geräte brauchst Du Medienkonverter (auch teuer). Außerdem ist Glasfaser im Gegensatz zu Kupfer nicht Geschwindigkeitsflexibel, d.h. nur GBit-Komponenten oder 100 MBit-Komponenten (oder 10 GBit-..) können miteinander, Mischen ist nicht . Bei Kupfer schließe ich einfach alles zusammen, egal ob 100 MBit oder 1 GBit (oder 10 Mbit Altgerät). PoE (Für moderne Telefonanlagen wichtig) kann Glasfaser bauartbedingt auch nicht. Nimm Cat7-Kabel und Cat6-Anschlussdosen + Patchpanels. Problematisch ist Kupfer nur, wenn Du auf Strecken von über 100 m kommst (im Privathaus nicht zu erwarten), Deshalb verkabelt man in Firmen ja die Verteilerräume untereinander mit Glasfaser und ab den Verteilerräumen dann mit Kupfer.

Edit: Empfehlung immer das beste Kabel was geht: Die Kabel erneuerst Du auch in Firmengebäuden vielleicht alle 20 Jahre (privat wohl nie), alles andere läßt sich leicht austauschen. Und der Unterschied an Kosten pro Meter ist minimal im Vergleich zu den Gesamtkosten. Das beste Kabel kann die neusten Standards und hat auch die größten Reserven, wenn das Kabel mal altert.
 
Zuletzt bearbeitet:
loewe1993 schrieb:
der größte nachteil ist auf jeden fall, dass du deine gesamte hardware dann auf glasfaser umrüsten müsstest.

Jein, wenn du voll verkabelst, ja. Aber das wäre schon ziemlich däml.. .. unklug. Wie bereits mehrfach erwähnt wurde ist das nur für den Backbone sinnvoll - wenn überhaupt. Auch ein Glasfaser-Internetanschluß kommt nicht zwangsläufig per LWL-Kabel aus der Wand. Normalerweise setzt man LWL nur dann ein, wenn man

a) viele Clients über eine Leitung verbinden muss (zB Switch-zu-Switch-Verbindungen)
b) die Segmentlänge von Ethernet (max 100 Meter) überschreitet
c) auf Potentiolunterschied achten muss (zB bei Haus-zu-Haus-Verbindungen)

Die Verkabelung wäre dabei wie folgt:

Switch -TPKABEL- Medienwandler -LWLKABEL- Medienwandler -TPKABEL- Switch

Medienwandler kosten um und bei 50 Euro das Stück nebst 100 Meter LWL-Kabel ab 30 Euro. Professionelle Switches bieten teilweise auch direkt LWL-Ports für den Uplink untereinander an, der Medienwandler ist also ab Werk eingebaut.

Da im privaten Bereich selten mehr als 2-3 Clients überhaupt signifikant im Netzwerk aktiv sind (zB NAS-Download, Backups, etc), ist es völlig unkritisch, dies über einen üblichen Gigabit-Backbone mit Cat5/6/7-Kabeln zu realisieren. Zumal 10 GBit via Kupfer später möglich sind.

Cat6 vs Cat7: Das ist nur eine Frage der Erweiterbarkeit. Bei einem Neubau ist die Preisdifferenz in Relation gesehen überschaubar, man ist aber für deutlich längere Zeit "auf der sicheren Seite" was zukünftige Nutzungsszenarien betrifft. Sogesehen reichen aktuell sogar Cat5-Kabel (GBit-LAN), aber will man später auf 10 GBit, guckt man dumm aus der Wäsche..
 
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