News Neue E-Auto-Prämie: Bund fördert Neuanschaffung mit bis zu 6.000 Euro

Ryzen 14900KS schrieb:
Ja, ne, ist klar ... Unter 50k brutto Familieneinkommen mit Kindern kaufen ein BEV für ... mehr oder weniger ein Bruttojahreseinkommen? Bei sowas frage ich mich immer, in welcher Welt bzw. welchem Elfenbeinturm diese Poliker bzw. Bürokraten leben.

Bruttojahreseinkommen ist ein einfach zu bemessender, dafür aber extrem schlechter Indikator für wohlstand.

2 Familen ohne weiteren Kontext:
  • Familie A mit 50k Jahreseinkommen
  • Familie B mit 100k Jahreseinkommen

Welche ist wohlhabender? B? Nun, mit etwas mehr Kontext:

- Familie A: Der Mann arbeitet 4 Tage (80%) und verdient 50k, Frau arbeitet nicht und kümmert sich vorrangig um Haushalt/Kinder. Das Haus in dem sie Leben haben sie vererbt und haben keine Mietkosten. Durch das Erbe und Erspartes haben sie außerdem Ersparnisse von~100k€.

- Familie B: Man arbeitet 100%, Frau 80%. Sie mieten eine 4-Zimmer Wohnung in der Großstadt (~2200€ warm). Damit das Einzelkind in die Kita darf, dürfen sie als vielverdiener 800€ monatlich für die KiTa zahlen. Aufgrund der hohen Lebenskosten haben sie lediglich Ersparnisse von ~10k€.

Und nun? Welche der beiden kann sich ein neues Auto leisten?
 
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LikeHike schrieb:
Zu versteuerndes Einkommen = Brutto. Also nein, 90k zu versteuerndes Einkommen sind 90k Brutto.
Nein.
Vom Bruttolohn wird nur das versteuert, was nach Abzug von Freibeträgen (das sind schon mal pauschal 12k in 2025), Sonderausgaben, Werbungskosten, Belastungen, ... übrig bleibt.
 
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Augen1337 schrieb:
Haust du einfach nur so in deinen bisher neun Beiträgen in die Tasten oder kommt auch noch zwischendrin Luft bei dir an? ;)
Ich bin von diesem Land/Staat/Politik einfach extrem genervt. Und diese Symbolpolitik die effektiv kaum jemandem Helfen wird macht mich halt sauer.
 
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Haha die Förderung ist voll für den Hintern, halte generell eh nichts davon, die Autoindustie soll selber zusehen das sich die Leute die Kisten leisten können, sonnst übernehmen das die Jungs aus China.
 
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LikeHike schrieb:
Haushalts-Jahreseinkommen unter 85.000€
Das steht dort nirgends. Es geht um das zu versteuernde Einkommen.
Für Dich: Nach Abzug alles Freiträge wie bspw. dem Grundfreibetrag.
 
Tolle Förderung 😂 genau wie beim Hauskauf: alle mit einem netto Haushsltseinkommen von 3000€ netto bekomme einen Kredit von 1% oder so. Nur sollten die Leute eher kein Haus kaufen wenn es schon so knapp ist also ruft den Kredit auch meiner ab. Ist halt wieder ein Witz…
 
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TheManneken schrieb:
Wieso hast du genau den Teil abgeschnitten, wo ich auch darauf eingegangen bin? Du hast doch diese Preise genannt als "ohne Ausstattung" - dabei sind sie nicht ohne.
Wo genau soll das sein?

Doch natürlich, sie sind ohne Sonderausstattung, die jeweils günstige Modellvariante.
 
LikeHike schrieb:
Ich bin von diesem Land/Staat/Politik einfach extrem genervt.
Hab ich gar nicht gemerkt. Ich denke hier kommt genug Geld bei den u.a. richtigen Personen an. Zwar nicht bei allen Personen, die es verdient hätten, aber bei vielen.
 
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2-3 Jahre alte gebrauchte e-Autos gehören auch gesponsert, denn oftmals sind e-Auto Verkaufszahlen nur mit Leasingfahrzeugen künstlich gepusht worden. Im Detail hat man mit e-Autos viel Freude, muss aber auch ggf. mit einigen anderen Verhaltensweisen und leider auch höheren Kostenfaktoren rechnen.

Dass man aber wegen des kräftigeren Vortriebs einen stärkeren Reifenabrieb hat, die Vollkasko um einiges teurer als bei Verbrenner ist und die Werkstattstunde bis zu 600 EUR nach Ablauf der 2 Jahre Werksgarantie für komplexere Analysen kosten kann, davon sprechen viele Tester nicht.

Meine Recherchen und eigene Erfahrungen haben folgendes ergeben bzw. lebe ich das aktuell mit einem elektrischen Audi.
Die Batterie selbst hat zwar meist 160 000 km bzw. 8 Jahre Garantie, aber nur für Totalausfälle oder größere Fabrikationsschäden, welche eher selten sind. Die Hersteller winden sich aber bei kleineren Dingen eher raus.

Speziell neuere Fahrzeuge haben bessere Monitorings an Board als Softwarestände bei der Erstauslieferung, so dass man beim Gebrauchtkauf immer auf eine aktualisierten Softwarestand pochen sollte, womit ein e-Auto auch selten stehen bleiben wird (seit Verkaufsbeginn wurde da viel optimiert) oder gar ein Hochvoltbatterie Vorfall mit möglichem Brand meist schon vorher sich als Warnung ankündigt. Alle Rückrufaktionen sollten zudem dokumentiert durchgeführt worden sein, denn auch da gehen Autohäuser wegen der Masse der Fahrzeuge oftmals schlampig um.

Unvollständig bleibt auch oft, dass es nicht nur um sinkende Reichweite wegen der Kälte im Winter geht, sondern dass die Batterie regelmäßig eher nur im 20 - 80% Bereich mit geringer 11 KW Garagenladung versorgt werden sollte, um die Lebensdauer zu schonen. So werden aus angeblichen 480km Reichweite im Winter schnell mit 80% knapp 300km und belässt man alles meist über 20% kann man eben in diesem Zwischenbereich nur knapp 200 Kilometer fahren.

Regelmäßige Highspeed Ladungen jenseits der 22KW oder alles unter 20% bzw. über 80% verschleißen die Batterie durchaus stärker um ca 1,4% pro Jahr, während 11KW Ladungen als Gegenvergleich 0,4% Lebensdauer (pro Hersteller und Batterie sicherlich schwankend) kostet - ich empfehle sich die Batterie Lebensprozente von einem Gebrauchten zertifiziert auslesen und bestätigen zu lassen und je mehr man seine Batterie pflegt (Garagenparken sicherlich wegen weniger Temperaturschwankungen vorteilhafter), um so länger hält sie!

Vieles wird durch Kurztester (Hauptsache Abrufzahlen generieren), von Leasingnutzer ohne Rücksichtnahme auf Langlebigkeit oder Markenfreaks dermaßen gehypt oder verfälscht, dass man einiges nur mit viel Mühen zwischen den Zeilen herausbekommt.

Vom Fahrgefühl kann ich sagen.
Ich war immer ein Freund von Motorensounds bzw. Verbrennern und habe dem e-Auto Skepsis entgegen gebracht.

Wer aber einmal eine gleichmäßigere Megabeschleunigung plus Luftfederung erlebt hat, der will nicht mehr zurück und auf der Autobahn nur zwischen 130 - 150 km/h längerfristig maximal zu fahren wird bei der heutigen Verkehrsdichte schnell zur Gewohnheit.

Man sollte generell berücksichtigen, ob man eine Wallbox zu Hause hat und eher im Nahverkehr unterwegs ist, womit vieles leichter wird. Die Ladeplanung kann nervig sein, wenn man öfters Langstrecken fährt, denn die Ladesäule ist selten da wo du genau hin willst oder hat oftmals nur veralteten 22KW mit langer Ladezeit aber länger parken nach voll gewordener Aufladung darfst du wegen Strafzahlungen bzw. über Nacht trotzdem nicht. Jeder Hersteller hat aber mittlerweile Apps mittels welcher man aber einiges Zeit gesteuert und für die eigenen Bedürfnisse angehen kann.

Würde das Laden überall schneller gehen und hätte man wechselbare standardisierte Akkus als Pflicht, würden mehr Käufer zugreifen. Aktuell verliert man zudem bei fast allen Marken 40-60% auf den e-Auto Neupreis und damit muss man erst einmal klarkommen, weshalb vor allem die Gebrauchten immer mehr interessant werden.
 
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drago-museweni schrieb:
Haha die Förderung ist voll für den Hintern, halte generell eh nichts davon, die Autoindustie soll selber zusehen das sich die Leute die Kisten leisten können, sonnst übernehmen das die Jungs aus China.
Zumal die chinesischen Anbieter wohl eher Autos in einem Preisbereich anbieten, der hier bei den gegebenen Einkommensgrenzen realistisch ist.
 
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Haggis schrieb:
Nein.
Vom Bruttolohn wird nur das versteuert, was nach Abzug von Freibeträgen (das sind schon mal pauschal 12k in 2025), Sonderausgaben, Werbungskosten, Belastungen, ... übrig bleibt.

Absolut richtig. Aber ob man 90k oder 100k brutto verdient, macht den Kohl jetzt nicht so fett für die Betrachtung hier.
 
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mike1995 schrieb:
Ganz mein Humor: die Haushalte mit niedrigem Einkommen kriegen die höchste Prämie. Wer mit 45.000 Euro Jahresgehalt und Kindern kauft sich ein E-Neuwagen bzw. kann das?
Also sollen lieber die die höchsten Prämien bekommen, die am Meisten verdienen?
 
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Schon wieder nur Neuwagen...könnte kotzen...
Erst macht man den Leuten Hoffnung das sie planen Gebrauchte mit einzubeziehen und jetzt doch wieder nicht.
Hatte mich schon gefreut 2028 einfach nen gebrauchten EV4 GT kaufen zu können der den größten Wertverlust schon hinter sich hat um den Zusammen mit dem Restwert meines Stinger GT und der Prämie relativ günstig zu bekommen.
 
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Ich sehe bei der Förderung des Leasings nirgendwo eine Deckelung auf die maximale Leasingrate?!
Bedeutet das, dass man mit Gewinn aus der Geschichte rausgehen kann, wenn man heute einen Dacia Spring für 36 Monate für ~70€ pro Monat (2,5k€ gesamt) least und 6k€ Förderung bekommt?
 
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Incanus schrieb:
Also sollen lieber die die höchsten Prämien bekommen, die am Meisten verdienen?
Nein, aber so wie es jetzt gestaltet ist, kann sich trotzdem kaum einer mehr in den unteren Einkommenskategorien ein BEV leisten.
 
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Staubor schrieb:
Bedeutet das, dass man mit Gewinn aus der Geschichte rausgehen kann, wenn man heute einen Dacia Spring für 36 Monate für ~70€ pro Monat (2,5k€ gesamt) least und 6k€ Förderung bekommt?
Ja, exakt das heißt es.
 
Chilisidian schrieb:
Nein, aber so wie es jetzt gestaltet ist, kann sich trotzdem kaum einer mehr in den unteren Einkommenskategorien ein BEV leisten.
Aber dennoch eher als ohne Förderung das ist doch der Sinn dahinter. Dass es nicht heißt Elektroautos geschenkt für alle dürfte doch klar sein.
 
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Incanus schrieb:
Dass es nicht heißt Elektroautos geschenkt für alle dürfte doch klar sein.
Natürlich, aber bei den so gewählten Grenzen soll ein Produkt für eine Käuferschicht attraktiv gemacht werden, die sich so ein Produkt wahrscheinlich trotz dieser Förderung nicht einfach so leisten wird können.

Das kann man schonmal in Frage stellen.
 
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LikeHike schrieb:
Natürlich, aber bei den so gewählten Grenzen soll ein Produkt für eine Käuferschicht attraktiv gemacht werden, die sich so ein Produkt wahrscheinlich trotz dieser Förderung nicht einfach so leisten wird können.
Richtig. Die Förderung sollte doch dazu animieren, so ein Auto zu kaufen.
So wie es ist, ist das aber eher "nur" ein Geldgeschenk für Leute, die sowieso ein Auto kaufen würden.
 
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Schon ziemlich krank, dass nur neuwagen gefördert werden. Wer kauft sich denn bei dem Wertverlust nen Neuwagen?
Mich wundert es allgemein, dass überhaupt noch neuwagen gekauft werden.

Der Wertverlust ist so krank, dass es selbst für nen sehr gut verdienenden rausgeworfenes Geld ist. Das kannste auch einfach anzünden. Hat den gleichen nutzen. Da müsste Geld schon keinerlei rolle mehr spielen, dass einem der Wertverlust egal sein kann - selbst bei nur mittelklasse wagen.
 
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