Bei den Security Essentials ist derName Programm: Microsoft stelltden Scanner kostenlos für Anwender bereit, deren Betriebssystem die Gültigkeitsprüfung bestanden hat. Grundlage ist die Engine des Firmen-Unternehmensschutzs „Forefront“ – letztlich füttern die Security Essentials also die Forefront-Engine mit zusätzlichen Malware-Samples.
Daran ist grundsätzlich natürlich nichts auszusetzen; schließlich kommt einem das Feedback der anderen Anwender auch selbst zugute. Zudem lässt sich der Rückkanal an den Hersteller direkt vollständig abschalten – beim ersten Releaseließ sich SpyNet nur über die Registry deaktivieren. Die gesamte Programmoberfläche kommt in übersichtlichen vier Karteireitern unter. Die Startseite informiert über den aktuellen Status, „Aktualisieren“ informiert über den Stand der Virensignaturen, der „Verlauf“ zeigt einen Überblick der letzten Aktivitäten.
Die „Einstellungen“ beschränken sich auf acht Unterpunkte. Unübersichtlich ist nur der Abschnitt „Standardaktionen“ – was Microsoft für die vier Warnstufen als jeweils „Empfohlene Aktion“
ansieht, muss manin der Offline-Hilfe nachschlagen. Eine richtige Verhaltenserkennung fehlt; unter Windows 7 und Vista klinken sich die Security Essentials aber in die vom Betriebssystem bereitgestellte Windows Filtering Platform ein, um auf verdächtigen Netzwerk-Traffic reagieren zu können. Schwererwiegt, dass der Scanner seine Signaturen nur einmal täglich aktualisiert – das ist heutzutage deutlich zu wenig. Über einen Registry-Key lässt sich die Update-Frequenz steigern, doch aktualisiert Microsoft die Signaturen auf dem Server durchschnittlich nur alle 6 bis 13 Stunden.
Ansonsten gibt sich die Software angenehm zurückhaltend: Microsoft hat ja auch keinen Grund, seinen Scanner in den Vordergrund zu drängen und dem Anwender immer wieder vor Augen zu halten, wie gut man ihn doch gerade schütze. Der Wächter verlangsamt das System spürbar, aber nicht schlimmer als Bitdefender, G Data oder Panda. Wer füreinen solchen Geschwindigkeitsverlust überdurchschnittliche Schutzleistung erwartet, wird jedoch enttäuscht – usw.