News Neue Pläne für Rundfunkgebühren ab 2013

ich sage nur, ALLE müssen boykottieren

link entfernt.

*frechheit......
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (link entfernt, er hat nichts mit den thema zu tun.)
Deliberation schrieb:
... wozu Qualitätsjournalismus, wenn's offensichtlich kaum einer sehen will?
Da kommt wieder das Beispiel USA und Irakkrieg ins Spiel - als in Europa schon lange vollkommen sicher galt, dass Hussein keine Massenvernichtungswaffen mehr hatte, wurde bei CBS in den USA, ein Sender, der als nicht gerade rechts gilt, entlassen, weil er in den nachrichten sagte, dass Präsident Bush mit seiner Annahme, Hussein habe Massenvernichtungswaffen, falsch liege (mehr wars nicht) - sämtliche US-Fernsehanstalten, nicht nur der rechte Sender Fox, sondern alle bestraften kritische Äußerungen, weil die beim quotenrelevanten Publikum unbeliebt waren. Und warum hatte sich das Bild gewendet? Weil Leute in den USA BBC World einschalteten und an den Arbeitsplätzen in den USA heftig darüber diskutiert wurde, ob die US medien nciht wirklich blöde sind - da haben Leute auf BBC World gesehen, wie Tony Blair in England heftig kritisiert wurde und darüber auf Arbeit diskutiert, während in allen US-Fernsehanstalten immernoch jegliche Kritik am Irakkrieg unterdrückt wurde. Erst dann kamen die US-Sender auf die Idee ihre berichterstattung zu ändern und haben dann plötzlich so getan, als wären sie dieenigen, die ja total böse betrogen worden wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Echt? Ich habe das irgendwie anders in Erinnerung. Es kam mir eher so vor, als würde die Welt zentral mit Informationen aus dem Kriegsgebiet versorgt. Und zwar nur das, über was berichtet werden soll. Aber die Frage bleibt bestehen, Deine These ging ja von Sendungen aus, die keiner sieht. In Deinem Irak-Beispiel geht es ja eher um Sendungen, die hohe Einschaltquoten haben.
 
Lübke schrieb:
das ist sache der länder? ok, mit diesem juristischen kram kenn ich mich leider nicht so aus...

wenn man aber genug wirbel verbreitet und die bevölkerung davon wind bekommt, dann können die nicht mehr einfach dumm damit hintun, sonst würden sie den ärger der bevölkerung auf sich ziehn. das setzt aber vorraus, dass das thema nicht hier im forum isoliert bleibt, sondern auch in anderen medien present wird. die breite zustimmung in der bevölkerung so wie ein sehr breites interesse sehe ich unter den vorraussetzungen aber als gesichert an.

Das Thema ist sehr weit verbreitet, da es fast jeden betrifft. Vielen reicht die "unabhängige Medien" Floskel aber aus und es wird geschluckt, bzw die Handlungsunfähigkeit etwas dagegen zu tun.
Die Politik will es einfach nicht in den Fokus rücken, es wird niemals Wahlkampfthema, man will nicht darüber sprechen, die ÖR wollen ebenfalls ganz bestimmt nicht darüber berichten. Der Bürger hat da einfach nichts zu melden.
Nur weil Propagandafernsehen immer mit Diktaturen in Verbindung gebracht wird heißt das nicht, dass man es hier nicht durch Parteinen nutzen kann. Und was Frau Merkel zu DDR Zeiten in der Politik gemacht hat ist da eindeutig.
 
Blutschlumpf schrieb:
Du bringst mich da auf eine Idee, man könnte auf die GEZ noch Mehrwertsteuer zahlen, keine halben Sachen :D
Auf öffentlich-rechtlich erhobene Gebühren kann man keine Mehrwertsteuer zahlen. Oder schonmal einen Strafzettel bekommen, bei dem die Mehrwertsteuer ausgewiesen war? ;)

Und nocheimal: die GEZ ist lediglich die GebührenEinzugsZentrale ... ihr zahlt/zahlt nicht die Rundfunkgebühren, die von den Rundfunkanstalten (MDR, BR, HR, SWR, RBB, RB, NDR, etc.) erhoben werden. Die GEZ ist nur für die verwaltungsseitige Abwicklung zuständig. Niemand zahlt 'GEZ' ... man zahlt Rundfunkgebühren. Das sollte man schon korrekt formulieren, wenn man etwas dagegen hat.

Im übrigen hat jedermann in Deutschland das Recht auf ein unabhängiges (im Vergleich zu den werbe- und interessenfinanzierten Privatsendern) Informationsangebot, dass jeder gesellschaftlichen Gruppe Zugang gewährt und nahezu jede gesellschaftliche Gruppe zu Wort kommen lässt. Freilich muss ich dieses Angebot nicht nutzen, wenn es mir nicht gefällt. Vorgehalten werden muss es trotzdem, weil es für die Allgemeinheit notwendig ist. Die Steuern des Radfahrers fließen auch in den Autobahnbau, der Pazifist finanziert die 'Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch', der Almbauer hat seinen Anteil an der zu bauenden Fehmarnbeltbrücke, der Bauer aus der Altmark finanziert die Deicherhöhung auf Nordstrand. Und das alles, ohne konkret selbst einen Nutzen zu haben.

... Könnte man da bei der EU Klagen wegen Wettbewerbverzehrung. Denn keine andere Sende Anstalt hat ihr Geld so Sicher wie die ÖR in Deutschland. Das ist doch ein Nachteil für alle anderen Anstalten. ...
Zum einen sind die 'privaten Fernsehsender' keine "Anstalten des öffentlichen Rechts", zum anderen sind Rundfunkgebühren ein bewährtes weltweit verbreitetes Mittel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren. Gugst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkgebühren

Zur medialen Grundversorgung gehört nunmal auch die Unterhaltung. Und das nicht nur für Computernutzer aller Culeur, sondern auch für unsere älteren Mitbürger (die von den Privaten auf Grund des mangelnden Werbepotentials zumeist vernachlässigten), für die an Opern- und Konzerten Interessierten, für die Menschen die gern Bundestagsdebatten verfolgen, für Menschen die sich gern mit Kultur beschäftigen. Die Privaten können es sich leisten, Sparten zu bedienen ... weil die Öffentlichen die Grundversorgung sicherstellen. Da soll es ja auch keinen Wettbewerb geben - für den Wettbewerb sind die Privaten da. Der Markt kann viel regeln, aber der Markt ist die ziemlich unsozialste Einrichtung unserer Welt, denn der Markt kennt weder Moral noch Gemeinwohl.

Wer die fallende Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehns bemängelt (was jedermanns Recht ist), sollte doch einfach mal kritisch die 'Qualität' des privaten Rundfunks analysieren. Meiner Meinung nach dauert es noch lange, bis die ÖRRS auf dieses weitenteils herrschende Niveau herabgesunken sind. Das Deutschlandradio ziehe ich auf meinen täglichen drei Stunden im Auto jedem 'Antenne XY' Sender mit Endlosschleife vor. ^^ Und tue nebenher noch etwas für eine umfassende Bildung. Schließt doch nicht nur von euch auf die Gesamtheit. Nur weil IHR die ÖRRS nicht schaut, bedeutet das noch lange nicht, dass sie "niemanden interessieren". Irgendwie sehen das fast 40% der deutschen Fernsehzuschauer anders.

Das Gebühren erhoben werden, ist weniger der strittige Punkt. Ich zahle genauso die Grundgebühren für Abwasser- und Müllentsorgung (da gibt es einen AnschlussZWANG), auch wenn ich nur biologisch abbaubare Verpackungen nutzen würde, ein Plumpsklo im Garten stehen hätte und im Gartenteich badete. Trotzdem zahle ich die Gebühren für die Menschen, die diesen "Luxus" nicht haben. Und von den Gebühren wird das 'arme Schwein' an die Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen, dass einsam und allein 10 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt wohnt. So ist das nunmal mit der Umlagefinanzierung. Alle Tragen zum Wohl der Gemeinschaft bei, auch wenn nur ein Teil tatsächlich davon profitiert.

Was man gern kritisch hinterfragen kann ist die Höhe der Gebühren. Persönlich halte ich 18 Euro für zu hoch, genauso wie ich 18 Euro Monatsentgelt für einen Kabelgrundanschluss für ungerechtfertigt halte. Gegen 10 Euro im Monat hätte ich überhaupt nichts einzuwenden - für 10 Euro kann ich mir 2 Filme auf DVD anschauen oder 10 Tageszeitungen kaufen ... da habe ich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk doch deutlich mehr. Zehn Euro sind für den Informations- und Unterhaltungswert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wirklich angemessen.

Der richtige Weg für die Zukunft ist, eine "Rundfunk- und Kulturpauschale für elektronische Medien", die vom Radio- und Fernsehempfang über die Internetnutzung alles abdeckt. Oder eine Steuerfinanzierung ... die würde ja zumindest unsere gebeutelten Studenten, Leistungsempfänger und Geringverdiener entlasten.


- Harold, bekennender ÖRR-Schauer und grummelnder Rundfunkgebührenzahler


P.S.: Es hat sich bisher noch in jeder Diskussion als fruchtbringend erwiesen:
... sachlich mit Argumenten anstatt hohlen Phrasen zu hantieren
... einen freundschaftlichen, beleidigungsfreien Ton zu pflegen
... kindische Beschimpfungen zu unterlassen
... sich zumindest zu bemühen, Grammatik und Rechtschreibung in der Nähe der anerkannten Normen zu halten
... zumindest die Möglichkeit offen zu lassen, die eigene Position auf Grund von Argumenten zumindest ein klitzekleines Stück verändern zu können.
Wer das nicht kann, nunja ... der ist diskussionsunfähig.
 
Zuletzt bearbeitet: (Rundfunkgebühren statt GEZ)
@ Deliberation

Also irgendwie scheinst du nicht viele Medien konsumiert zu haben - in den deutschen Medien war bspw. der Punkt der Massenvernichtungswaffen von Anfang an umstritten. Schon in der ersten kriegswoche wurde Peter Gauweiler (CSU-Politiker) live aus Bagdad gezeigt, wie er auf heftigste Weise Angela Merkel für ihre rhetorische Unterstützung der USA angriff - in den US-Fernsehsendern wäre er damals nirgends gezeigt worden.
 
Zuletzt bearbeitet:
also was die unabhängigkeit und qualitätsjournalismus betrifft, erinnere ich mich nur an einen thread zum thema killerspiele, in dem über eine sendung (monitor oder so) geschrieben wurde, dass die in schlechtester bild-manier völlig falsche tatsachen dargestellt haben und sogar aussagen von wissenschaftlern in einem völlig falschen kontext wiedergegeben zu haben, um so dem zuschauer ein falsches aber publikumwirksames horrorszenario zu präsentieren. ich nehem mal einfach an, dass das sicherlich nicht der einzige fehltritt dieser unabhängigen medien gewesen ist.
für 220,- € brauche ich keinen sensationsjournalismus, dann kann ich mir auch gleich die bild kaufen.
nicht abhängig von einer partei, aber dennoch genauso sensationslüsternd wie die privaten? wo bleibt da der sinn einer solchen einrichtung?

ich denke, die ör haben längst ihr ziel aus den augen verloren und sind nur noch selbstzweck. für 220,- € kann ich eine woche wacken mit eintritt, verpflegung und allem zick und zupf haben. oder eine niegelnagel neue hd5850. oder eine ordentliche quadcore-cpu oder oder oder...
 
Dass über das Thema Killerspiele schlecht berichtet wurde, liegt nicht daran, dass die berichterstattung generell schlecht wäre, sondern daran, dass es keinen einzigen Ballerspielespieler in der Monitorredaktion gibt. Ein guter Journalist berichtet über ein Thema, auf dem er selbst Fachmann ist, das gibts derzeit bei Spielen aber kaum, deswegen gibts dazu auch konsequent schlechte Berichterstattung.

Bei Privatsendern arbeiten gelegentlich ehemalige Giga-Mitarbeiter hinter den Kulissen, deswegen sieht das bei Welt der Wunder in Bezug auf Killerspiele besser aus.
 
MountWalker schrieb:
Also irgendwie scheinst du nicht viele Medien konsumiert zu haben...

Bitte beim Thema bleiben.

Du hast es im XXP-Beispiel bedauert, dass keine Sendungen produziert werden, die eine Einschaltquote gegen 0 haben. Dazu gehört nicht das von Dir aufgemachte Fass bezüglich Aufklärungssendungen, wer was wann wieso im Irak gemacht hat! Und meine Frage war, wieso man überhaupt Sendungen braucht, die keiner sieht, die aber total anspruchsvoll sind. Zum Beispiel "Der Wandel der Bürgersteige im Blick der letzten 50 Jahre und der Zusammenhang zur Degression einer diskursiven Streitkultur. Von Urban Schaminski." Also, kein Irak-Gebabbel mehr, wer braucht Sendungen, die keiner sieht und warum? Keine Ausreden mehr! :D
 
Lübke schrieb:
also was die unabhängigkeit und qualitätsjournalismus betrifft, erinnere ich mich nur an einen thread zum thema killerspiele, in dem über eine sendung (monitor oder so) geschrieben wurde, dass die in schlechtester bild-manier völlig falsche tatsachen dargestellt haben und sogar aussagen von wissenschaftlern in einem völlig falschen kontext wiedergegeben zu haben, um so dem zuschauer ein falsches aber publikumwirksames horrorszenario zu präsentieren.

Das war ein Bsp für den Politikarm, wie sonst die "Killerspiele" verbieten wenn keiner "unabhängig" aufgeklärt weiß was das ist.
Es kommt halt nicht jedesmal so raus, aber ÖR ist nunmal auch Staatsfernsehen.

Es sollte jeder mal Nachdenken wie viele Deutsche sich vor 15 Jahren gegen die Schweinegrippe hätten impfen lassen, bei hauptsächlichem Informationsfluß durch die ÖR.

Das böse, private, unfreie und abhängige Internet, dass nur so mit Falschmeldungen um sich wirft hat da irgendwie tatsächlich eine aufgeklärtere Meinung verbreitet.
 
ich liebe politik.
ich mein politiker haben auch eher selten bis garnie geldprobleme und kümmern solche erhöhungen ja kaum.
der normal bürger der so schon benug am hals hat wird damit ausgenommen.

ich lebe zwar in der schweiz doch hier läuft es mit gebühren für offentliches fernsehen ähnlich ab.

menschenverstand ist bei der politik nie vorhanden gewesen. darum geh ich nicht wählen. zeig mir einen politiker der sich ernsthaft sorgen macht um das volk.
 
MountWalker schrieb:
Diese Sendungen sieht nicht "keiner", "0%" können immernoch tausende sein.

Nö. In Berlin hat XXP zirka 100 Tausend Haushalte erreicht. Gehen wir zu Gunsten von XXP von 0.9 Prozent Einschaltquote aus (das Meiste, was man nach Deiner Rechnung als "0% sind nicht Null" interpretieren kann), dann sind das gerade mal 900 Personen. Deshalb nochmal die Frage: warum sollen 34 Millionen Haushalte über GEZ-Gebühren Sender wie XXP finanzieren, damit 900 Personen anspruchsvolle Sendungen sehen können?
 
Ich besitze seid einigen Jahren einen Computer, trotzdem muß ich hier nachfragen ob Öffentlich-Rechtliches Fersehen überhaupt über das Internet zu empfangen sind?
Ich weiss es ehrlich gesagt nicht, weil mein PC nie dafür gedacht war um überhaupt jegliche art von Rundfunk zu empfangen.
Wer jedoch ein PC mit TV-Karte hat und somit Rundfunk empfangen kann, muss sein Computer als Empfangsgerät sehen und Gebühren zahlen. Das finde ich OK, weil ob es genutzt oder Öffentlichrechtlich überhaupt geschaut wird fragt eh keiner, so ist es mit dem Ferseher und Radio auch.
Das ist auch das Problem wie ich finde. Man bezahlt hier nicht nach Konsum sondern allein dafür das man die Möglichkeit hatt zu konsumieren.
Logisch betrachtet ist solch ein Umstand absolut nicht rechtens.
Kann doch nicht sein das sich der Eiswagen vor meiner Tür stellt und 1,60 € dafür verlangt das ich ja ein Eis kaufen könnte!

Anders gesehen ist Öffentlichrechtlich ja immer noch um einiges günstiger als richtiges Bezahlfernsehen, sprich PayTV. Kein wunder denn es wird ja zwingend durch die Masse finanziert.
Was währe nun das richtige? Verschlüsseltes Öffentlichrechtliches Fernsehen, dafür aber teuerer? Ich weiss es auch nicht!

Eines weiss ich aber, dass ich freiwillig keine Rundfunkgebühren für meinen Computer bezahlen werde, dieser war und ist nie für Empfangszwecke vorgesehen. Ebenso bin ich bereit mich jeder Sammelklage anzuschliessen und diese sogar finanziell zu unterstützen.

So, jetzt gehe ich total deprimiert meine Steuern verdienen.
 
@ thesting was hasste denn von der FDP erwartet ??

warum ist die Wahlbeteiligung in Deutschland wohl so gering..... ?
 
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