Elefanten-Eimer
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@ Affenkopp:
Mit GEZ Boykottieren ist gemeint, einfach nichts anzumelden und daher auch nichts zu zahlen. Das ist im Prinzip ziemlich einfach, weil die GEZ keine Mittel hat (weder praktisch noch rechtlich), dir nachzuweisen, dass du doch etwas empfängst.
Zum Thema Zensur bei den Öffentlich-Rechtlichen: Was moRphh meinte, ist sicherlich nicht, dass die Tagesschau in der Weise zensiert wird, dass die dort tätigen Journalisten etwas recherchieren und einen Bericht machen und dann im Nachhinein jemand kommt und verbietet, dass der Bericht ausgestrahlt wird.
Im Gegenteil werden einfach keine Berichte produziert, die zu stark von dem politisch-sozial-rechtlichen Idealbild unseres Staates abweichen bzw. derartige Fragestellungen aufwerfen können. Man kann den Öffentlich-Rechtlichen also mit gutem Gewissen eine gewisse "Staatsnähe" nachsagen. Allein dass die Verantwortlichen vom Staat, sprich von Politikern, angestellt (und entlassen) werden, sollte das klar machen.
Außerdem wird einem das schnell klar, wenn man mal einen Blick in wirklich unabhängige Medien wirft, wie zum Beispiel die taz. Außerdem gibt es noch einige wenige Sendungen (erstaunlicherweise in den Reihen der Öffentlich-Rechtlichen), in denen mal unbequeme Standpunkte vertreten werden, wie etwa Panorama oder Monitor. Diese kommen aber immer spät abends oder nachts, so dass sie vom Massenpublikum schlicht nicht wahrgenommen werden.
Ein gutes Beispiel ist der Georgien-Krieg vor etwa einem Jahr: Die deutschen Medien (auch die Tagesschau & "heute") waren durchweg von der amerikanisch-georgischen Sichtweise geprägt. Erst ein Panorama-Beitrag zeigte mir auf, wer in Wirklichkeit zuerst die Panzer losgeschickt hatte.
Und wenn man zu oft unbequeme Standpunkte vertritt, wird man eben vom Chef entlassen, wie jüngst Herr Brender, aber das hatten wir ja schon.
Die Mehrzahl der Leute meint leider immernoch, sich bei den Öffentlich-Rechtlichen auf eine umfassende und ungefärbte Berichterstattung verlassen zu können. Ich habe auch lange Zeit Tagesschau bzw. "heute" geschaut. Jedoch ist hier ebenfalls auffällig, dass die Moderatoren zunehmen moralisieren. Vielleicht nicht immer in Worten, oft aber auch einfach nonverbal. Und das ist auch eine Wertung, die in einer sachlichen Berichterstattung nichts zu suchen hat. Ich habe neulich einen guten Artikel auf faz-net gelesen, der die beiden Sendungen eher als Nachrichten"journale" bezeichnete, schäkernde Moderatoren gleich inklusive. Manchmal erinnert das eher an Frühstücksfernsehen. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem Gundula Gause das ernste, eindringliche Gesicht aufsetzt und beginnt, dem Zuschauer ins Gewissen zu reden...
Mit GEZ Boykottieren ist gemeint, einfach nichts anzumelden und daher auch nichts zu zahlen. Das ist im Prinzip ziemlich einfach, weil die GEZ keine Mittel hat (weder praktisch noch rechtlich), dir nachzuweisen, dass du doch etwas empfängst.
Zum Thema Zensur bei den Öffentlich-Rechtlichen: Was moRphh meinte, ist sicherlich nicht, dass die Tagesschau in der Weise zensiert wird, dass die dort tätigen Journalisten etwas recherchieren und einen Bericht machen und dann im Nachhinein jemand kommt und verbietet, dass der Bericht ausgestrahlt wird.
Im Gegenteil werden einfach keine Berichte produziert, die zu stark von dem politisch-sozial-rechtlichen Idealbild unseres Staates abweichen bzw. derartige Fragestellungen aufwerfen können. Man kann den Öffentlich-Rechtlichen also mit gutem Gewissen eine gewisse "Staatsnähe" nachsagen. Allein dass die Verantwortlichen vom Staat, sprich von Politikern, angestellt (und entlassen) werden, sollte das klar machen.
Außerdem wird einem das schnell klar, wenn man mal einen Blick in wirklich unabhängige Medien wirft, wie zum Beispiel die taz. Außerdem gibt es noch einige wenige Sendungen (erstaunlicherweise in den Reihen der Öffentlich-Rechtlichen), in denen mal unbequeme Standpunkte vertreten werden, wie etwa Panorama oder Monitor. Diese kommen aber immer spät abends oder nachts, so dass sie vom Massenpublikum schlicht nicht wahrgenommen werden.
Ein gutes Beispiel ist der Georgien-Krieg vor etwa einem Jahr: Die deutschen Medien (auch die Tagesschau & "heute") waren durchweg von der amerikanisch-georgischen Sichtweise geprägt. Erst ein Panorama-Beitrag zeigte mir auf, wer in Wirklichkeit zuerst die Panzer losgeschickt hatte.
Und wenn man zu oft unbequeme Standpunkte vertritt, wird man eben vom Chef entlassen, wie jüngst Herr Brender, aber das hatten wir ja schon.
Die Mehrzahl der Leute meint leider immernoch, sich bei den Öffentlich-Rechtlichen auf eine umfassende und ungefärbte Berichterstattung verlassen zu können. Ich habe auch lange Zeit Tagesschau bzw. "heute" geschaut. Jedoch ist hier ebenfalls auffällig, dass die Moderatoren zunehmen moralisieren. Vielleicht nicht immer in Worten, oft aber auch einfach nonverbal. Und das ist auch eine Wertung, die in einer sachlichen Berichterstattung nichts zu suchen hat. Ich habe neulich einen guten Artikel auf faz-net gelesen, der die beiden Sendungen eher als Nachrichten"journale" bezeichnete, schäkernde Moderatoren gleich inklusive. Manchmal erinnert das eher an Frühstücksfernsehen. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem Gundula Gause das ernste, eindringliche Gesicht aufsetzt und beginnt, dem Zuschauer ins Gewissen zu reden...
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