Die Frage, die sich mir stellt, warum sollen Personen ab 4 Stnd Nutzung pro Tag süchtig sein?
Ich habe den Artikel nur überflogen, da ich bereits einen anderen zu der gleichen Thematik und Studie gelesen habe.
Aus letztem Artikel (N24 oder so) entnahm ich, dass jeder als "süchtig" einzustufen ist, der 4 Stunden oder mehr z.B. im Internet verbringt.
Wer bitte kann denn sowas behaupten?
Sucht ist nicht, wenn Marke X (Stunden) erreicht wurde!
Sucht ist, wenn jemand, solange er diese Sache nicht tut, unbedingt diese "Sucht" ausleben möchte.
Das muss nicht den ganzen Tag gehen, aber so, dass es schon mehr als nur als "Vorfreude" auf ein neues "Spiel" z.B. zu werten wäre.
Wenn jemand 8 Stunden täglich arbeitet (egal aus welchem grund, er tut es zwangsläufig freiwillig), wird er auch nicht als "Arbeitssüchtig" betitelt, genaugenommen wird man sogar als "Faul" bezeichnet, wenn man nur 7 Stunden arbeitet z.B. (pauschalisierung/übertreibung).
Wenn ich jeden Tag 1 Bier trinke, muss ich ja auch nicht süchtig sein, nur weil ich es regelmäßig tun möchte. Es gibt ja auch Leute, die den Geschmack mögen.
Wenn jemand aber nur trinken würde, weil er den "Rauschzustand" erleben möchte, würde ich ihn dagegen als "süchtig" nach diesem Rauschzustand betiteln, da nicht das Produkt an Sich, sondern der Effekt erwünscht wird.
Für mich sind solche Studien (zumindest in diesem Fall) eher weniger aussagekräftig, weil schlichtweg nicht der Zustand einer Person bewertet wird, sondern einfach nur das Verhalten, gemessen ans Stunden und Tätigkeit.
Ich bin zocker, zocke 5 Stunden am Tag ein Spiel, jetzt bin ich süchtig.
Ich bin "Testspieler" bei einem Publisher und muss 8+ Stunden Fehler ine inem Spiel suchen, bzw. es einmal durchspielen um Logikfehler usw. zu finden, jetzt arbeite ich, tue aber faktisch das Gleiche, bin ich jetzt auch süchtig?
Wo ist die Grenze? Man kann nichts bewerten, nur weil eine Stundenzahl X erreicht wurde ... es geht um den Effekt, der gesucht wird.
So wird beim Alkohol der Rauschzustand gesucht, ebenso wie bei anderen Rauschmitteln.
Wer einfach nur zockt, weil die "Story" gut ist und er wissen will, wie es weiter geht, gilt für mich nicht als süchtig ... wer 10 Stunden (in seiner Freizeit) zockt, den halte ich auch nicht zwangsläufig für süchtig.
Als süchtig bezeichne ich erst die Personen, die ihr Leben "drumherum" absichtlich außen vor lassen. Das typische Beispiel, WOW statt Schule/Arbeit/Ausbildung ... wenn es nichtmehr drum geht, Spaß zu haben, sondern einfach nur darum, besser zu sein, mehr von etwas zu haben ... dann könnte man das vielleicht als "süchtig" bezeichnen, doch aber nicht wenn jemand in seiner Freizeit seine Zeit für etwas opfert, dass ihm Spaß macht, aber schlussendlich all seinen Pflichten weiter nachkommt.
Das ist genauso wie die behauptung, Killerspiele würden Amokläufer näher an ihre Tat bringen.