jamotide schrieb:
Drogen kein Problem mehr?? Ueber eine Millionen Alkoholsuechtige und knapp 100.000 Tote pro Jahr in Deutschland allein. 10 Millionen Nikotinsuechtige und 150.000 Tote pro Jahr. Das ist also kein Problem mehr. Wieviele wohl jaehrlich an der Internetsucht sterben?
Ich hab jetzt die anderen Beiträge nach diesem nur überlesen, also falls jemand was geschrieben hat, einfach laut bellen, vielleicht höre ich drauf.
Das Problem mit der Internet- und/oder Spielsucht ist aber ein etwas anderes. Bei Alkohol und Nikotin kommt es zu einer Physischen- und Psychischenabhängigkeit. Die Physische ist meist nach wenigen Tagen ja schon vorbei. (Ich denke, es waren um die 72 - 96 Stunden, wie genau, weiß ich nicht, bin ja kein Mediziner sondern Archivar

)
Die Internet-, Computer oder Spielsucht ist aber oft nur eine psychische Sucht und hier wird das Urteilen sehr schwer, wann jemand als süchtig gilt.
Durch einen ehemaligen Mitbewohner habe ich einen Einblick bei den Erziehungswissenschaftler gesehen. Dort galt ich bereits als Süchtig, da ich täglich 6 Stunden mit dem Computer und dem Internet zutun gehabt habe. Als süchtig nach Spielen galt ich schon, weil ich 2 Stunden täglich gespielt habe.
Dass aber auch zu einer psychischen Sucht einige Symptome gehören, die eben nicht über die Zeit definiert werden können, wurde da halt vergessen.
Und da kommen wir doch zu dem Knackpunkt. Wann kann man mit Gewissheit sagen, ob jemand süchtig ist oder nicht? Bei Alkohol und Nikotin hat man erst mal die physischen Symptome, die ein gutes Indiz liefern aber auch klare psychischen Symptome. Unwohlsein, verändertes Verhalten.
Laut einer Studentin der Erziehungswissenschaften bin ich süchtig, mein Psychiater sagt eher nicht, da ich auch mal mehrere Tage sowohl ohne Computer und/oder Internet auskomme, ohne dass ich mich unwohl fühle.
Zwei Blickwinkel, zwei Betrachtungsweisen und welche hier die Richtige ist, lässt sich nicht so klar sagen, da leider oftmals sehr unterschiedliche Kriterien für solche Studien zugrunde gelegt werden.
Ich persönlich muss aber auch für mich sagen, dass bei mir dafür eine Art Kontrollwahn existiert. Ich möchte selbst bestimmen, wann ich ins Internet gehe und wann nicht.

Führte mit meinem Provider zu einem schönen Streit.
Man sollte diese Studie beachten, aber mit Vorsicht genießen und sich auch darüber klar sein, dass es viele Blickwinkel auf diese Problematik gibt. Und diese haben eines gemein, sie sind sich nie ganz einig.
@FreYtag, was du ansprichst, habe ich vor 4 Jahren bereits meinem ehemaligen Mitbewohner gesagt. Nur ist sowohl eine Sucht nach Sport als auch Büchern in der Gesellschaft deutlich eher angesehen und geduldet, da das eine für den Körper gut ist und das andere für den "Geist". Aber auch diese Sucht gibt es. Im Fall von Büchern, Fernsehen und Spielen ist es aber auch eine Flucht vor der Realität.