Neuer Homeserver

Kerasto

Lt. Commander
Registriert
Okt. 2013
Beiträge
1.919
Guten Morgen,

ich ziehe nächstes Jahr in ein neues Haus und möchte dieses zentral verwalten.

Folgende Anforderungen werden sofort oder in naher Zukunft an den Server gestellt:

- Datenspeicher für alle Geräte - sofort
- Tägliche Backups - sofort
- Aufnahme für 3 Kameras Außenbereich - sofort
- Medienserver (Musik und Video) - sofort
- DHCP-Server - sofort
- TS-Server - Zukunft
- Arbeiten von unterwegs - Zukunft
- Haus steuern (Heizung, Fenster, etc) - Zukunft

Dazu noch Reserven, da das Gerät ein paar Tage halten soll ;)

Cat 7 Kabel mit Cat 6a Dosen sind im ganzen Haus verfügbar und der Server kommt in den Keller (4 Dosen nebeneinander)

Aktuell betreibe ich einen Pentium G3220 mit 8GB Arbeitsspeicher und Windows Server 2012R2. Ich denke, der wird dafür zu wenig Puste haben :)

Platten habe ich aktuell 4x 6TB WD Red im Raid 5.. Sollen noch 2 weitere Platten dazu kommen und dann im Raid 6 laufen.

Nun meine Frage an Euch.. Wie viel Power wird der ganzen Spaß wohl brauchen?
Reicht da ein Update auf einen Haswell-Xeon oder sollte ich Richtung Dual-CPU gehen?
Arbeitsspeicher hatte ich 32GB im Kopf, eher mehr?

Arbeite in einem IT-Systemhaus und komme somit an Hardware zum EK-Preis ;)
 
Aktuell betreibe ich einen Pentium G3220 mit 8GB Arbeitsspeicher und Windows Server 2012R2. Ich denke, der wird dafür zu wenig Puste haben

wie kommst du da drauf ? das schafft selbst ein poppeliger ARM Prozessor!
 
Ich denke auch, dass du da schon ganz gut aufgestellt bist. Im Zweifelsfall kannst du ja auch noch nen Xeon statt dem Pentium reinstecken und gut ist.
Du solltest aber wohl noch etwas Speicher nachrüsten und dann möglichst viele Dienste virtualisieren.
 
Okay, dann traue ich dem Pentium wohl doch zu wenig zu oder überschätze die Dienste, die ich nutzen möchte :D

Manche Sachen (Kamera z.B.) benötigen eine eigene Instanz, welche dann per VMware realisiert werden soll.
Da die CPU nur 2 Kerne hat dachte ich, das sei zu wenig.
 
Die Kameras brauchen so gut wie keine CPU-Leistung - nur Festplatten I/Os und das bei 3 Kameras auch nicht soviel (außer Du hast hier ne hohe Auflösung und viele FPS (ich mach die immer nur auf 1 FPS - reicht für Überwachung völlig).

Beim Arbeiten von Unterwegs liegt es halt ganz klar an Deinen Anforderungen. Einer meiner Server hier zu Hause ist nen HP Proliant MicroServer N54L mit Dual-Core Turion und 8GB RAM. Da läuft nen DC mit DNS, DHCP, WINS usw...; Plex Medienserver; Starface Telefonanlage und noch ne VM mit Win7 zum arbeiten.
 
Arbeiten von Unterwegs bezieht sich eigentlich nur auf Office (Word, Excel, Powerpoint)

Kameras bin ich noch unschlüssig und lasse mich hier lieber von einem Experten in meiner Firma beraten ;)

Wichtig wird hier halt die Hausautomatisierung in Zukunft, welche ich mit einem Room-Display realisieren möchte.
 
Kameras zum Aufzeichnen braucht keine Leistung. Wenn du aber Software hast die Bilderkennung macht und dann Aktionen veranlasst (zoneminder), dann kann das sehr viele Ressourcen binden.
Ansonsten braucht dein Office von Unterwegs eben einen Office PC und der TS ein bissel CPU fürs de/enkodieren der Streams.
Der Rest ist komplett alles I/O bound. Wenn du die Kamerasoftware in eine VM steckst kannst du I/O Probleme bekommen eben weil I/O in VMs im Allgemeinen langsam ist.
 
computerbase107 schrieb:
Da das Budget bisher noch nicht genannt wurde, greife ich mal etwas höher:

Zentraler Home-Server z.B.: QNAP TVS-671 (erledigt alle Anforderungen ab Werk) + Backup + USV

https://www.qnap.com/i/en/product/model.php?II=159

Kein Fertig-System, da nicht groß erweiterbar ;)

Wie gesagt, die Endkonfiguration steht noch nicht fest.. Es geht aktuell um den Hardware-Bedarf, ob die aktuelle reicht oder ein Upgrade notwendig / empfehlenswert ist.
 
Da das wie schon gesagt alles ziemlich IO-Intensiv sein kann, würde ich evtl. über einen SSD-Cache vor dem RAID6 nachdenken - je nach dem ob es der RAID-Controller kann.

Würde aber auf jeden Fall einiges bringen.

CPU würde ich auch erst mal lassen und maximal mehr RAM nehmen. Hausautomation kommt auch sehr darauf an was genau der PC übernimmt. Bei vielen Systemen werden die Aktoren den Reaktoren zugewiesen und der PC hat dann damit gar nichts mehr zu tun.

Je nach dem auf was hier gesetzt wird (KNX; Crestron; AMX; sonstiges Bus-System).

Daher lässt sich die exakte Hardwareanforderung auch nicht sehr genau benennen (was Hausautomation angeht).

Gruß
 
Windows Server kommt auf eine Intel SSD.

SSD-Cache ist möglich mit meinem LSI-Controller und eine gute Idee :) Hier sollte eine 64GB reichen?

Die genaue Software / Hardware bzgl. Hausautomatisierung erfrage ich im Laufe des Tages bei meinem Chef.. Nutzen es nämlich hier in der Firma ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
64GB sind meistens ziemlich langsam... und da 250GB auch nur noch bei 80 Euro liegen (Samsung 860 Evo; Die Pro ist etwas teurer).

Wenn du natürlich die von LSI nehmen musst, damit es funktioniert dann sollten 64GB ausreichen (die dürften auch dezent teurer sein als "normale" SSDs). Das kommt dann natürlich darauf an, wie LSI diesen Cache verwendet (nur Lese-Cache für häufig verwendete Daten; Schreib-Cache für kleine Dateien; Schreib-Cache für alles...) kommt da dann sehr darauf an was einstellbar ist und natürlich demnach auch ob es für dich Sinn ergibt... Bei reinem Lese-Cache (wenn du es brauchst) würde ich an sich mehr als 64GB nehmen - macht dann einfach beim Bilder Scrollen oder dergleichen mehr Spaß.

Schreib-Cache sollten 64GB reichen, da bei einer 1GB's Anbindung (davon gehe ich einmal aus, wobei ich meinen Heimserver mindestens mit 2GB's anbinden werde, damit nicht ein Client die Server Anbindung auslastet) nur maximal 360GB in der Stunde geschrieben/gelesen werden können und ja auch immer etwas auf die Platten weg geschrieben wird dürften die 64GB genügen (bei großen Dateien sollte dein RAID6 ja mehr als 100MB's schaffen und somit die SSD frei halten und bei kleinen Dateien werden über Netzwerk auch selten die volle mögliche Geschwindigkeit erreicht da TCP hier einfach etwas reduziert).

Gruß
 
Bezüglich der SSD muss ich dann noch mal genau schauen, was mein Controller da alles anbietet ;)

Server wird erstmal über 2x GBit angebunden, 10Gbit ist jedoch von der vorhandenen Technik in Zukunft möglich ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@dalini Asche auf mein Haupt :D ja 850 Evo die 860 Evo gibts ja noch nicht ;)

Gruß
 
Fassen wir mal zusammen:

- Pentium G reicht --> bei Bedarf ein Xeon rien
- Arbeitsspeicher auf 16GB aufrüsten
- SSD-Cache in Erfahrung bringen
- Kamera-Software nicht in VM bzgl. I/O, Rest kann auf VM

Dann bedanke ich mich bei Euch und bin froh, dass die Hardware komplett übernommen werden kann :)
 
Also je nach SSD-Cache kannst du das durchaus auch mit VM/Hyper-V machen... Ich würde es erstmal ausprobieren es dediziert zu betreiben.

Alleine schon wenn die Kamera Software aktualisiert werden muss und dafür der Rechner neugestartet werden muss ist der Filer inkl. allen anderen VM's offline...

Ich würde soviel es geht in Hyper-V packen und alles dediziert betreiben (dann würde ich aber auch auf jeden Fall einen Xeon rein packen da kann dem Pentium vll. schonmal die Power ausgehen - würde es aber erstmal ausprobieren).

Da du ja durch den SSD-Cache (je nach Umsetzung) deutlich mehr IO/s bekommst als direkt auf dem RAID6 hat auch eine VM damit nicht so viele Probleme (kann dir gerne mal einen Benchmark von Hyper-V auf einem Strorage Pool mit 6 HDD's als DualParity konfiguriert in Verbindung mit 2 SSD's als Read/Write Cache machen. Das sollte für drei Kameras mehr als ausreichen, da dein Netzwerkanschluss gar nicht mehr her gibt ;) - den Test müsste ich allerdings erst aufbauen und die SSDs wären zur Zeit auch nur mit SATA1 angebunden... ist leider ein sehr altes Testboard :/ Aber Privat will ich zum testen zur Zeit kein neues kaufen...

Aber da kommt es halt drauf an wie dein LSI das handhabt.

Als Beispiel im Anhang mal ein Benchmark von einer Tintri T850 (https://www.tintri.com/resources/pr...i-vmstore-t800-hybrid-flash-series-data-sheet) auf der zur Zeit ~ 350VMs laufen. Und das ist im Endeffekt nichts anderes als ein RAID6 mit vorgeschaltetem Flash und viel Software ;) (das ganze ist mit 40Gbit/s verbunden daher die Geschwindigkeit). Und ja die Geschwindigkeit erreichst du zu hause natürlich nicht aber nur so als Hinweis was mit SSD-Cache und VM's möglich ist ;).

Tintri_850.jpg

Gruß
 
Genau deswegen wollte ich alles virtualisieren, damit der Server nicht immer komplett down ist, sobald mal eine Instanz einen Neustart erfordert ;)

Bin aktuell auf der Arbeit, aber ich schaue heute Abend mal nach dem Controller und einer dazu passenden SSD für den Cache.
 
Pack Dir den TP3 vom Hyper-V Server 2016 als Virtualisierungshost unten drunter und lass den Raid 5/6 für die WDs sein, für den Fall das der Raidcontroller in Software vorliegt. Du fährst in diesem Fall mit Storage Spaces und .VHDX für die Gastsysteme besser und performanter.
Gibt es hier: http://www.microsoft.com/en-us/evalcenter/evaluate-windows-server-technical-preview

Gruß
das_ICH​
 
TP möchte ich ungern nutzen, nur Final.

Bekomme jedoch ein kostengünstiges Update auf Windows Server 2016, sobald diese verfügbar ist :)

Werde jedoch denke bei VMware bleiben, weil ich mich damit besser auskenne.
 
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