Neues Soundkarte, Grundsatzdiskusion

BlueRed

Cadet 4th Year
Registriert
Sep. 2013
Beiträge
65
Hallo,

ich bin mir unsicher welche Soundkarte ich mir kaufen soll.
Also genauer gesagt welche Übertragungstechnik zum PC
MADI, DANTE, REDNET, AES50, Ethersound, etc....

Wobei ich mit mir mit MADI sicher bin, dass ich nicht möchte (ist zwar Standart bei RME und vielen anderen, aber bedingt halt auch "Spezial Kabel" und ist point to point).
Es soll schon richtung Etherrnetanbindung gehen da sich hier relativ leicht mehrere Ein und Auspielwege realisieren lassen durch kaskadiereung mit Switches o.ä.

Was meint ihr?
 
willst du eine neue soundkarte oder ein audio-interface? hast du vor es im audiostudio einzusetzen oder was willst du damit machen? und was willst du anschließen?
 
Geräte sind erstmal egal.
Mir geht es um eine gegüberstellung der Vorteile / Nachteile der Anschlussarten in
bezug auf Flexibilität, Matrix Routing, Latenz
(Semi professionelle Anwendung, Tonstudio)

Im prinzip sollen ein 8ch IO im Studio stehen (Out: 1x Stereosumme, 1x Stereo Kopfhörer, 1 Stereo SPDIF, 1 Stereo (FX),IN: 1x Talkback, 1x DBX Preamp, 1x Avalon V5 Pre, 1 Stereo SPDIF (FX), 1 Stereo return (FX)
Und 16CH IO im Record room. (16CH input, mit Mic pre, phantom power und schaltbarem -20dB Pad, 16CH out dürfen auch weniger sein fürs Monitoring.)
Das Monitoring sollte Software seitig gelöst werden können (in der DAW software oder besser als DSP lösung auf dem Interface selbst).
Falls nicht möglich kann das Monitoring auch zur not über nen kleinen Mischpult erfolgen.
Das ganze sollte erweiterbar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja USB wird bei der geforderten Kanalanzahl und Erweitertbarkeit nichts.
Das vorgeschlagene Interface hat nur 2x XLR Eingänge ich brauch zum start mind 16Ch besser 24Ch
Interface sollte in diese Richtung gehen:
http://www.thomann.de/de/focusrite_rednet_1.htm

Aber es geht mir auch nicht um Geräte sondern nur um die Anschlusstechnik.
Dante vs AES50 vs EtherSound, vs MADI
 
Hier werden sich praktisch höchstens ein bis zwei Leute damit auskennen. Allein der Preisunterschied bei der Wahl und Voraussetzung deiner Ansprüche wird dir in diesem Forum nicht zufriedenstellend beantwortet werden können. Sonst wäre nicht die billige Scarlett gefallen. und ich bin auch aus der Materie raus. Über die Anschlussunterschiede habe ich mich vor gut drei Jahren theoretisch informiert und hier im Forum bist du seit dem der Erste, der danach fragt.

Ich würde trotzdem empfehlen alles auf Hardwarebene bei DSP, Routing und Mixer zu lösen um etwaige Latenzen und Softwarebugs aus dem Weg zu räumen.
USB als digitale Anbindung ist hier sowieso völlig fehl am Platz, denn dafür gibt es nicht umsonst Firewire. Optimal wäre intern HTX, aber mit PCIe oder tauglichen PCI Bus auf einem guten Chipsatz wird es auch funktionieren um die proprietären Herstelleiganbindungen zum möglichen Interface zu erlauben. Sollten ebenfalls auch in Hardware gegossen sein.

Bleibt trotzdem meinerseits die nicht unbeantworte Frage zu deiner Anschlusssfrage innerhalb der digitalen Busvernetzung.

Empfehlung, wechsle zu dem Thema das Forum und google nach brauchbaren Antworten zu deinen Fragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jo, im Profi-Audio-Bereich muss ich leider völlig passen. Damit hatte ich bisher nur soweit Kontakt wie es auch für reine Hobby-User mal zum Rumbasteln interessant ist... das endet aber schon irgendwo im Semi-Pro Bereich...
 
Ich hab momentan halt noch nen Maxio System (altes aber gutes ding von ESI-AUDIO) mit insg. 3 Stück 8Ch Wandler im Einsatz (also insg. 24 Ch i/o + ADAT + Digital IO.

Dieses System wird halt in Zukunft aufgrund mangelnder Treiberunterstützung nicht mehr nutzen lassen.
Das System hat eine PCI / PCIe Host Karte und halt ein Propertäres Protokoll von der Host Karte zu den 3 ext. Wandlern.

Deswegen auch die Intension auf eine Ethernet basierende Lösug wie z.B. REDNet /Dante oder ähnliches zu gehen.
Ich wäre dann halt felxibel was den Einsatzort der Wandler angeht und ich könnte zur Not die Wandler auch ans Notebook klemmen um Livemitschnitte zu machen.

Die Inverstitionssumme sollte halt nicht allzuweit über 2000 Euro liegen und halt problemlos erweiterbar sein.
MADI benötigt halt wieder ne teuere hostkarte und die Kanalzahl ist halt von der Hostkarte abhängig.

Monitoring mix über ein Mischpult wird im moment praktiziert... war nach ein paar versuchen dies in der DAW abzubilden auch die beste Methode.
Ein DSP basierende Monitor lösung habe ich bei IP bassierenden Interfaces noch nicht gesehen, leider.

Schade das sich hier keiner mit Pro Audio auskennt.

Aber danke an alle beteiligten!
 
Frag mal "Everest2000" aus dem Hwluxx! Das ist der größte Produktionsnerd den ich im ganzen deutschen Internet kenne.
 
ich glaube wie der user "Der Nachbar" auch, dass hier im forum sich zu wenige damit auskennen werden. besser aufgehoben bist du glaube ich hier: http://www.hifi-forum.de/
mein alter freund ist DJ und dem wurde dort auch gut geholfen.
 
Du hast noch 3x den EX8000, sehe ich das richtig?

Falls dein Aufnahmeraum nicht zu weit vom Regieraum entfernt ist, könntest du als günstige Lösung zwischen den beiden Räumen 4 (16 Channel I/O) oder 6 (24 Channel I/O) ADAT-Kabel verlegen. Als Audiointerface käme dann die RME HDSPe RayDAT in Frage. Nachteil ist, dass du dich zwischen niedriger Samplerate (44.1/48 KHz) bei voller Kanalanzahl und höherer Samplerate bei niedriger Kanalanzahl entscheiden mußt - falls die EX8000 überhaupt die Übertragung im S/MUX Standard erlauben.

Eine ebenfalls recht günstige Alternative wäre es, für die benötigten Verbindungen zu den EX8000 für jeden Kanal AES/EBU-Kabel zu verlegen und als Audiointerface 2x RME HDSPe AES zu kaskadieren.
Die Kabel könnte man in mehrere Multicores bündeln, wobei es die glaube ich auch in länger gibt. Damit wären dann auch 24Bit/192KHz möglich. Eventuell mußt du dir noch Gedanken um die Wordclock machen - ich weiß nicht ob sich die EX8000 zuverlässig auf einen AES/EBU Input syncen lassen. Falls nicht bräuchtest du einen Wordclock Verteiler oder einen externen Wordclock Generator.

Soweit ich weiß lassen sich in der Routingsoftware von RME Kanäle nicht zwischen den kaskadierten Karten hin und her routen - nur zwischen den Anschlüssen einer Karte ist alles flexibel. Ich bin mir da aber gerade nicht 1000% sicher, müsste man nochmal nachschauen... Auf jeden Fall kannst du den Umweg über die DAW gehen und auch die dort vorhandenen PlugIns für den Monitor-Mix nutzen. Vorrausgesetzt du hast einen sauber konfigurierten Audiorechner (Stichwort DPC Latency) und du setzt nur Plugs ohne Eigenlatenz ein, erreichst du eine Gesamtlatenz über die AES/EBU I/Os von knapp über 2ms. Dazu kommen natürlich noch die Wandlerlatenzen der EX8000. Das ganze funktioniert je nach Rechner auch bei ordentlich PlugIn-Last. In diesem Punkt ist die HSDPe Serie von RME der Goldstandard. Ich habe selber so schon mehrmals live eine Band abgemischt (HDSP PCI + Digiface + Yamaha 02R, wobei das 02R nur noch als Faderpult gedient hat um mal schnell ein Signal lauter/leiser zu drehen)
Was die Zuverlässigkeit angeht kann ich auch nur gutes berichten, man merkt vom Audiointerface nichts - es funktioniert einfach. Das einzige was gelegentlich den Treiber zum Abstzurz bringt, ist das Umstellen der Audiobuffer/Latenz unter hoher CPU-Last. Aber das funktioniert bei anderen Interfaces auch nicht. Man muß es nur wissen - so oft spielt man da ja nicht rum.



Die Lösung über das Dante Netzwerk soll auch recht zuverlässig klappen, wobei ich da persönlich keine Erfahrungen mit habe. Die Latenzen sollen mit der Focusrite RedNet PCIe Card ebenfalls unter 3ms möglich sein, wobei immer noch die Frage ist ob diesbezüglich Router und Switches im Netzwerk eine Rolle spielen. Auch ob bei niedrigster Latenz eine brauchbare Plugin-Last möglich ist, kann ich dir nicht sagen. Auf der Seite www.dawbench.com (die diesbezüglich als Referenz gilt) bin ich zur Focusrite-Lösung nicht fündig geworden. Hier müsstest du mal in anderen Foren (www.gearslutz.com / www.kvraudio.com / www.soundonsound.com/forum) schauen ob sich da jemand auskennt.
Wenn du dann allerdings noch 3-4 Focusrite RedNet Wandler für deine I/Os brauchst kommst du schon fast an die 10.000€ Grenze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antwort.

Adat bzw. AES/EBU hat ich mir auch schon Überlegt.
Der Verkabelungsaufwand bei AES/EBU ist sehr hoch und auch wenns mal an die Fehlersuche geht nicht gerade toll (zumindest bei der Multicore Lösung), außerdem gefällt mir die 2 Karten Lösung nicht.
Adat ... nein, das ist nicht mehr zeitgemäß.

Die EX8000 hab ich schonmal via AES/EBU laufen lassen, das funktioniert soweit. Aber die Verkabelung ist mir zu stressig und die Lösung sollte ja erweiterbar sein, aber hier hängts dann wieder an der Host-Karte.

Bei MADI bin ich mir aber nun echt unschlüssig, ich meine viele Consolen (soundcraft vi series) und Converter sind für diesen Standart verfügbar. Die Hostkarte ist mit knapp 1000Euro auch nicht teurer als ne Red Net karte.

Ich schwanke momentan zwischen Dante oder MADI als Anbindung.

Latenz ist aber nicht so das Problem ich hab nen Soundcraft pult (GB4 series) für Monitoring.
Wobei natürlich auch Softsynths benutzt werden welche über Keys gespielt werden sollen.
Die gesamtlatenz sollte nach möglichkeiten 10ms nicht überschreiten zumindest in der Pre Production Phase.
Nachher bei der Aufnahme der Instrumente ist ist die Latenz nicht so wild, hier ists wichtiger das die Aufnahme knackfrei läuft.
 
Superlux 681 Evo und Zalman, da Headset zu teuer?
 
Bis auf die niedrigen Samplerates spricht eigentlich nichts gegen ADAT. Hängt von den Ansprüchen ab, Fehlerfrei und problemlos läuft es auf jeden Fall. Wäre davon abgesehen mit deutlich unter 1000€ die günstigste Lösung.

Bei MADI wird es ebenso wie Rednet recht teuer. Als Hostkarte genießt die RME HDSPe Madi FX einen guten Ruf zuverlässig zu sein. Dazu brauchst du dann halt noch entsprechende Wandler. Relativ günstig erscheint mir da z.B. der SPL Madison, wobei es bestimmt noch bessere gibt - die Preise sind aber auch ziemlich nach oben offen. Kann dir bzgl. der Wandler aber keine konkrete Empfehlung geben und ab einem bestimmten Preis spielt da auch persönliche Vorliebe mit rein. Also bist du mit Hostkarte + 2 Wandlern schon mit gut 4000€ dabei, dann hast du aber noch keine Preamps im Studio, wobei du da ja prinzipiell auch die EX8000 dafür weiterverwenden könntest.

Bzgl. Monitoring ist mir noch nicht klar, wo das Soundcraft Pult steht. Aufnahmeraum oder Regie? Jedenfalls schau dir die Infos zur RME Madi FX mal an. Insbesondere der Abschnitt unter TotalMix dürfte für dich interessant sein. Eigentlich müsste das deine Monitoring-Ansprüche erfüllen: Alle Kanäle frei routbar, DSP-Effekte und das ganze in Presets speicherbar. Den einzigen Nachteil den ich gegenüber einem Analogmixer erkennen kann ist der fehlende schnelle händische Zugriff auf die Regler/Fader. Das RME-interne Mischpult ist aber per MIDI steuerbar, also könntest du sogar im Aufnahmeraum einen MIDI-Controller hinstellen um von dort den Monitormix zu kontrollieren.


Mich würde auf jeden Fall interessieren wie du dich entscheidest und falls du eine MADI oder Rednet-Lösung nimmst, auch deine Erfahrungen damit.
 
So nun mal ein Update,

Ich hab gesehen das ESI-Audio ein Dante Interface für 8 IO in Entwicklung hat.
Mach alles einen ganz guten Eindruck, leider ist pro PC eine zusätzliche Lizenz der Dante (Audinate) Virtual Soundcard notwendig welche mit 30 Dollar zu buche schlägt. Das wären halt bei 3 PC´s 90 Doller nur für die Lizenz der virtullen Karte plus die Anschaffungskosten des DANTE Interfaces.

DANTE HostKarte = z.b. Focusrite RedNet = 1000 Euro (zur Not auch normale Netzwerkkarte, das muss man sehen)
8 Kanal Wandler von ESI etwas 1000 Euro
Vorteil flexibel erweiterbar. Kosten für ein System mit 16 Kanäle 3000 Euro
Bedenken: hohe Latzenzen, ungeeignet für Echtzeitmonitoring.

MADI:
RME MADI FX = 1400 Euro (circa)
MADI Wandler z.b. Ferrorfish 1000 Euro
Sind wir bei ca 2400 Euro für ein erprobtes System.
Bedenken: Für mich ausreichende Kanalzahl, teure Hostkarte, Wandler evt. nicht so toll, keine Preamps (ist mir eigenlich unwichtig,
geh aus den direct outs von der Konsole in die Soundkarte.

Ich muss mal bei ESI anfragen ob ich mal einen Blick auf den Prototype werfen darf...
Habe hier halt auch bedenken, da es ein "preiswertes" Interface ist, dass es z.b. mit den Pegeln Probleme gibt.
(War zumindest bei den EX8000 wandlern problematisch)
 
So,

nach langer Zeit mal nen Update.
Momentan hab ich ein RedNet System von Focusrite hier (Leihstellung)

1x Focusrite RedNet D 16 AES
1x Focusrite RedNet PCIe

Als AD/DA Wandler kommen meine alten EX8000 Konverter von ESI zum Einsatz.
Was soll ich sagen...
Die Latenz mit der Dante Virtual Soundcard läuft auf so ca 20ms - 25ms roundtrip hinaus (mit Asio unter Cubase 8 pro).
Fürs Monitoring unbrauchbar, zumindest für meinen Geschmack.
Die Latenz setzt sich dabei wie folgt zusammen.

1. Dante Latenz (Das ist die in der VSC einstellbare Netzwerklatenz, minimal sind hier 4ms möglich).
2. Asio Buffer size
3. Asio insertbuffer in ms.

So kommt man auf ca. die oG. Latenz. Anzumerken ist, das die Buffersize bei meinem PC erst bei 256 okay war, bei gösseren Projekten mit mehreren Audiospuren im record gerne auch mehr.

Bei Verwendung der PCIe Karte entfällt die Dante Latenz (Punkt1) vollständig, da sich die PCIe Karte alle Protokolle selber baut. Auch die Buffersize für ASIO kann runtergedreht werden, 128 Buffersize ist möglich, bei kleinen Projekten auch bis hinunter zu 32 Samples, was einem roundtrip von 3.6ms entspricht. Ein brauchbarer Wert.

Einziger Wehrmutstropfen ist... die PCIe Karte kann nur ASIO und kann keine Windows Sounds, sprich kein WDM oder directsound.
Dafür kann man dann aber die VSC verwenden und entsprechend routen.

Das System ist definitv nicht für Einsteiger geeignet.
Es muss eine Netzwerkstruktur geschaffen werden und man sollte ein Verständiss für Masterclock, Laufzeiten, QOS und dergeliechen mitgebracht werden.

Leider ist mein Kumpel gestorben mit dem ich musik gemacht hab, deswegen stellt sich mir nun die Frage ob ich überhaupt noch was in mein "Hobby" investieren soll.

Gesamtkosten des Rednet systems sind ca 2500 Euro
 
Zurück
Oben