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Neuland Keystones - habe ich alles richtig gemacht?

Kreacher

Cadet 3rd Year
Registriert
Nov. 2007
Beiträge
45
Hallo,

Keystone-Module sind Neuland für mich. Bevor ich mich jetzt total ungeübt direkt an den frisch verlegten Netzwerkkabeln auslasse, wollte ich zuerst an etwas übrig gebliebenem Restkabelmüll üben. Habe mir diverse YouTube-Videos dazu angeschaut, mir extra einen Elektronikseitenschneider sowie doppelseitig leitfähiges Kupferklebeband besorgt. Weiß allerdings nicht, ob mein erster Versuch so recht gelungen ist:

Dazu ein paar Fragen:

1.) Das haarige Schirmgeflecht habe ich zurückgeflochten und direkt vor der abisolierten Mantelstelle rundherum um den Mantel gewickelt und danach mit dem doppelseitg leitfähigen Kupferklebeband umwickelt. Diese Stelle soll ja dann nachher Kontakt zum Metall des Keystone-Moduls haben, damit der Schirm weiterhin aufrecht erhalten wird.

Unklar ist, was ich mit der Adernfolie machen soll. Die meisten Videos meinten, die schneidet man einfach direkt schon ganz unten am Mantel direkt ab im Gegensatz zum LSA-Patchfeld bzw LSA-Dosen, wo man die Adernfolie ja möglichst bis kurz zum Schluss drumlassen soll, oder?

2.) Bezüglich Adernverdrillung: Lässt man die Adern hier ebenfalls wie bei LSA möglichst lange noch miteinander verdrillt, oder löst man die Verdrillung zum Auflegen auf das Keystone-Modul direkt auf? Anfangs hatte ich versucht, die Verdrillung noch möglichst beizubehalten, musste dann aber feststellen, dass das Auflegen in die vorgesehenen Ritzen schwieriger wurde, wenn z.B. eine andere Ader durch die Verdrillung dort schon drunter bzw. "im Weg" lag:

PXL_20260825_155308615.jpg


Habe deshalb irgendwann die Verdrillung komplett aufgehoben und die Adern nach Farbschema "B" so hingelegt, dass nichts im Weg liegt:

PXL_20260825_155246007.jpg



3.) Nach dem Aufeinanderlegen beider Module sah es dann so aus:

PXL_20260825_161423755.jpg


Der schwarze Plastikring, der als Zugentlastung dienen soll, taugt allerdings nicht so wirklich. Soll ich den lieber abknipsen und stattdessen Kabelbinder drumziehen?

Das fertige Modul sah dann so aus:

PXL_20260825_160917749.jpg


Nun aber ein paar Sorgen:

Nachdem ich das Keystone-Modul wieder aufgemacht habe, habe ich mir mal die Adern näher angeschaut. Ich weiß nicht, ob das so sein soll, aber ich erkenne zwar an jeder Ader eine Art "Delle", wo die Schneidemesser reingeritzt haben, aber nicht an jeder Ader sehe ich dort an der Delle auch den freigelegten Kupfer. Nach meinem Verständnis sollte aber immer der blanke Kupfer dort rausblitzen, weil darüber ja der Kontakt mit den Adern erfolgt. Haben die Schneidemesser dann einfach nicht tief genug geschnitten, oder hätte ich die Adern anfangs beim Auflegen noch mehr in die Ritzen drücken sollen?

In manchen Videos wird das mit einem Schraubenzieher gemacht. Das beschädigt aber meiner Meinung nach bereits die Adern. Jedenfalls sieht man in den Videos danach deutliche Einkerbungen auf den Adern, wo mit dem Schraubenzieher reingedrückt wurde.

Hier die Bilder zu den Adern nach dem Wiederöffnen des Moduls:

PXL_20260825_161811758.jpg


Bei der braunen Ader sieht man meiner Meinung nach zwar eine deutliche Schneidstelle - im Vergleich zu den anderen Adern sehe ich dort aber keinen Kupfer rausgucken.

PXL_20260825_161655733.jpg


Weiß nicht, ob das Ganze so dann trotzdem fehlerfrei funktioniert, wenn nicht jede Ader kupferfrei eingeritzt wurde?
Mehr als die beiden Module zusammendrücken kann ich aber nicht. Irgendwann macht es Klick und beide sind beieinander...

Ich verwende hier die Digitus DN-93617 Module, die eigentlich angeblich ganz gut sein sollen.

Was meint ihr?
Vielen Dank vorab für das Feedback!
 
Bin kein großer Experte, aber ich würde die Ader-Enden kürzer abschneiden. Hol Dir dazu einen sehr feinen Seitenschneider. Ich hatte schon Kurzschlüsse, weil die Enden zu weit überstanden.
 
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Kreacher schrieb:
Weiß nicht, ob das Ganze so dann trotzdem fehlerfrei funktioniert, wenn nicht jede Ader kupferfrei eingeritzt wurde?
Meßgerät anschließen und testen, alternativ einfach an beiden Enden ein Endgerät anschließen und schauen was passiert, ist jetzt keine Raktenwissenschaft.

Tipp: Besorg Dir einen Seitenschneider, der die Litzen, bündig an der Einführhilfe abschneidet.

https://www.amazon.de/VCELINK-Preci...5&sprefix=seitenscheider,aps,105&sr=8-11&th=1

CU
redjack
 
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Kreacher schrieb:
Unklar ist, was ich mit der Adernfolie machen soll.
Ich habe die immer soweit zurückgeschnitten, dass sie beim Einlegen nicht stören. Also eigentlich so wie bei dir auf dem letzten Bild zu sehen ist.
Kreacher schrieb:
Lässt man die Adern hier ebenfalls wie bei LSA möglichst lange noch miteinander verdrillt, oder löst man die Verdrillung zum Auflegen auf das Keystone-Modul direkt auf?
Wie du gemerkt hast, musst du die Verdrillung ja etwas aufheben, sonst kannst du die nicht ordentlich oben sortieren. Ich hatte die damals immer direkt entdrillt.
Kreacher schrieb:
stattdessen Kabelbinder
Kannte das mit dem schwarzen Clip damals gar nicht. Bei mir waren Kabelbinder dabei, die beim Anziehen (meist) direkt abgerissen sind. Habe einfach vernünftige Kabelbinder in gleicher Stärke genommen. Anziehen und gut ist. Ziel ist einfach, dass der Stecker zu bleibt und die Schirmung Kontakt mit dem Stecker hat.
Kreacher schrieb:
ich erkenne zwar an jeder Ader eine Art "Delle", wo die Schneidemesser reingeritzt haben
Das muss ja so, sonst entsteht keine Verbindung.
Kreacher schrieb:
Weiß nicht, ob das Ganze so dann trotzdem fehlerfrei funktioniert
Es gibt solche Testgeräte für LAN-Kabel für wenig Geld. Damit kann man ganz einfach prüfen, ob alle Paare passen. Suche mal z.B. nach "deleyCON Netzwerk Kabeltester". Den habe ich dafür genutzt.

Ich habe vorher auch etwas geübt, so wie du. Und als ich es verstanden habe, gings los. Viel falsch machen kann man eigentlich nicht. Bin aber kein Netzwerktechniker oder sowas :-D

Übrigens: Die Bilder sind gut geworden
 
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Higli schrieb:
Hol Dir dazu einen sehr feinen Seitenschneider. Ich hatte schon Kurzschlüsse, weil die Enden zu weit überstanden.

redjack1000 schrieb:
Tipp: Besorg Dir einen Seitenschneider, der die Litzen, bündig an der Einführhilfe abschneidet.

Habe mir extra den hier besorgt, der angeblich genau dafür ausgerichtet ist:
https://www.amazon.de/dp/B000UYXSS2?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_title&th=1

redjack1000 schrieb:
Meßgerät anschließen und testen

Da ist bislang noch keines vorhanden. So ein Profi-Teil kostet ja mehrere 10k. Und die normalen LAN-Tester für 10€ testen ja lediglich, dass bzw. ob alle Adern korrekt miteinander verbunden sind. Wenn ich die also farblich nicht falsch aufgelegt habe, sollte dies ja auf jeden Fall der Fall sein. Ist ja eigentlich mit diesem aufgedruckten Farbschema so gut wie idiotensicher.
 
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Ich habe den 26813 von Wiha. Der hält die abgeknipsten Enden gleich fest. Feine Sache.
 
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Dermitlinux schrieb:
Es gibt solche Testgeräte für LAN-Kabel für wenig Geld. Damit kann man ganz einfach prüfen, ob alle Paare passen. Suche mal z.B. nach "deleyCON Netzwerk Kabeltester". Den habe ich dafür genutzt.
Oder ggf. direkt sowas hier: https://amzn.eu/d/05FTHaK5

Damit kann man nicht nur den Durchgang der Adern prüfen, sondern kann ihn auch zur Leitungsidentifizierung nutzen, wenn man unter vielen Kabeln das richtige rausklingeln muss.

Rickmer schrieb:
+1 für Knipex. Ich nutze seit 8 Jahren einen 78 91 125 für solche Arbeiten. Der hat noch zusätzlich eine Drahtklemme, so dass die Abschnitte sauber festgehalten und abgelegt werden können.
 
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Ziemlicher Overkill mit dem extra Kupferband ;). Ich denke auch, dass die Überstände zu lang sind. Meinst kann man beim abknipsen die Plaste auch ein wenig zurückdrücken. Dann klickt es auch merklich einfacher zusammen. Unabhängig davon sieht es so aus, als ob alles funktioniert. Anschließen und testen.
 
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