Zum Einen ist das keine Replik auf die gestellten Fragen - oder inwiefern geht das in irgendeiner Form darauf ein, dass wir auch bei allem anderen kein surreales "0,0 Schaden" als Standard setzen? Genausowenig, wie das die Frage beantwortet, ob die Härte der Kommentare nicht eher dem Narrativ und der damit verbundenen Ideologie entstammen.zEtTlAh schrieb:Und wenn eine KI entscheidet, deine beiden Eltern, deine Frau und deine Kinder sind ein akzeptables Opfer... Dann findest du das auch noch gut, richtig ?
Zum Anderen (um auch direkt zu antworten und nicht auszuweichen): Ich habe nicht behauptet, dass es "gut" wäre. Moralisierungen halte ich für ein wenig sinnvolles Stilmittel. Unabhängig davon, wenn jemand persönlich betroffen ist, reagiert man selbstredend viel eher emotional. Genau deshalb, im Übrigen, sollten Policies und generell Gesetze ja möglichst von deutlich neutraleren Gremien als direkt Betroffenen entschieden werden.
Und ganz konkret zu mir: ich würde den Schuldigen, beginge etwa mein Kind Selbstmord aufgrund von ChatGPT-Nutzung, nur dann primär bei ChatGPT suchen, wenn die KI dies gezielt und mit Vorsatz durchgeführt hat. Nicht aber, wenn mein Kind ohnehin schon labil war und anderweitige Betreuung gebraucht hätte, als einen Chatbot.
Genau dies war ja meine These. Man argumentiert gerade bei Großkonzernen gerne, schnell, und emotional dagegen, weil es in das bestimmte Narrativ und die Ideologie. Nicht, weil es tatsächlich qualitativ oder quantitativ ein gleichwertiges Problem darstellt. Deshalb auch das Beispiel mit den anderen Konflikten => die meisten Menschen suchen sich ihr Narrativ danach aus, wie tangiert sie selbst davon sind. Nicht danach, was objektiv die größte Problematik darstellt.K3ks schrieb:Ich interessiere mich primär nur für den Ukrainekrieg,
Absolut - man kann die Liste sehr lange weiterführen. Hat hier auch nur als Beispiel für die Veranschaulichung gedient.K3ks schrieb:Und deine Kriegsliste kannst du ewig so weiterführen. (...) Ahhh, ein Wettbewerb, soll man sich jetzt also "nur" über die schlimmsten Sachen aufregen?
Und nein, ich habe weder gesagt noch wollte ich allgemein postulieren, dass man sich nur über "die schlimmsten Sachen" aufregen sollte. Aufregen kann man sich natürlich.
Was ich meinte war:
- man regt sich häufig künstlich auf (mehr, als gerechtfertigt; insbesondere im Vergleich zu anderen Dingen)
- Und man regt sich selektiert auf (eben über genau die Dinge, die das eigene Narrativ am besten bedienen)
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