Null Byte Dateien

redfng

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Hallo Community,
nachdem ich stundenlang gegoogelt habe und nichts zum Erfolg führte wende ich mich an Euch.

Ich verwende zur Datensicherung eine externe. per eSATA angeschlossene Festplatte/n. im Raid1(Mirroing) Betrieb. Das Gehäuse ist das FANTEC MR-35DUS2. Alle wichtigen Daten meiner Arbeit sind dort gespeichert.

Gestern vormittag, als ich den PC startete meldete sich beim Booten SCandisk (glaube das wars) und verlangte die Überprüfung meiner Sicherungsplatten.
Im Zuge dieser Überprüfung wurden 100erte oder 1000ende von beschädigten od. verweisten Dateinen gefunden und -so glaube ich wieder hergestellt (ging so schnell, das es kaum lesbar war).

Jedenfalls war, nachdem Windows XP gestartet war, die Baumstruktur völlig in Ordnung, ABER:
sehr sehr viele wichtige Datein haben seitem NULL BYTES und sind unbrauchbar.

Ich habe inzwischen mit Acronis ein Backup auf eine andere HD gemacht.

Tools wieEasy Recovery, Recuva etc. konnten immer nur diese Null Byte Dateien wiederherstellen.


Was denkt Ihr? Gibts noch Möglichkeiten mit TestDisk o.ä., soll ich vielleicht den MBR oder MTF neu schreiben lassen?
Vielleicht den RESET Knopf am FANTEC drücken? (Neuinitialisierung der Platten - aber wahrscheinlich mit Datenverlust verbunden).

Komisch ist , dass trotz etlicher Null Byte Dateien die Festplatte gleich voll ist wie zuvor.

Wenn Ihr einen Rat habt, ich bin für jede Anregung dankbar.

Gruß Mike
Ergänzung ()

Noch was ganz ungewöhnliches ist mir gerade aufgefallen.
In der Datenträgerverwaltung wird korrekt eine Größe von 931,51GB angezeigt.
Im Windows Explorer aber lediglich 596GB.

Irgendwas ist da oberfaul...
 
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werkam

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Ich verwende zur Datensicherung eine externe. per eSATA angeschlossene Festplatte/n. im Raid1(Mirroing) Betrieb. Das Gehäuse ist das FANTEC MR-35DUS2. Alle wichtigen Daten meiner Arbeit sind dort gespeichert.
Du benutzt also extern 2x 1 TB Platten als Datensicherung oder wie verstehe ich das Raid 1, wenn die Platte
In der Datenträgerverwaltung wird korrekt eine Größe von 931,51GB angezeigt.
Im Windows Explorer aber lediglich 596GB.
eine Grösse von 931,51 Gb hat?
Als erstes mal 1 Platte raus, Raid ist ja auf der einen Platte auch noch da, dann mal mit Testdisk schauen ob Du die richtige Dateistruktur wiederherstellen kannst, aber da warte mal bis @ Fiona oder @Mueli sich melden. Am besten keine Schreibversuche auf der Platte starten, das zerstört nur noch mehr.
 
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redfng

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Hi,

ja stimmt es sind 2mal 1TB Samsung F1 Platten.

Habe inzwischen geschaut was Acronis Disk Director sagt:

ohne Partition: 0x7 (NTFS,HPFS)
Dateisystemfehler ungültiges Format.

Größe wird oben mit 1,365 TB anstatt 931,5GB angegeben

in der unteren Anzeige zeigt Acronis korrekt 931,56GB an.
 

Ernst@at

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Das sieht irgendwie danach aus, als ob der externe Controller von ursprünglich RAID1 hardwaremäßig auf irgendein anderes Controller-Format umgestellt wurde.
Ein nachfolgendes chkdsk macht daraufhin fälschlicherweise fatale Änderungen in der Filesystemstruktur.
Ein Plattenausbau bringt vorerst nur noch mehr Verwirrung.
Erstmal sollte man zerstörungsfrei herausfinden was da wirklich passiert ist, und dann in geeigneter Weise zu retten, was noch zu retten ist.
 

redfng

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hallo ernst,

naja was soll ich jetzt machen??
 

Ernst@at

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Hattest Du die Platten schon mal ausgebaut (wie hier vorgeschlagen wurde) oder blieben die bisher noch im Case? Nicht, dass die jetzt vertauscht drinhängen...
Ergänzung ()

bei mir läuteten bei der Aussage 1365GB die Alarmglocken - weil das nach save33 oder save50 mode des externen SilI-Controllers riecht. und das sollte zuerst festgestellt werden.
 

werkam

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Das Gehäuse ist doch ein Wechselplattengehäuse, da braucht man die Platten nur rausziehen? Das Ding hat an der Front einen Schalter um die verschiedenen Raid-Level einzustellen, hat da jemand aus versehen mal den Schalter getestet im laufenden Betrieb oder beim hochfahren, so dass etwas am Raid auf den Laufwerken verändert wurde?
Besoffene und kleine Kinder spielen gerne mal an solchen Schaltern rum. :lol:
 

Ernst@at

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Wobei in der derzeitigen Situation eine Rückstellung auf den ursprünglichen Mode erstmal nicht in Erwägung gezogen werden sollte, da ja vielleicht im falschen mode schon ein chkdisk eine größere Anzahl an Dateien gemüllt hat.
Es gilt daher, jetzt erst mal den gerade aktuellen mode zerstörungsfrei zu ermitteln - danach richtet sich jede weitere Vorgangsweise.
Gibt es da nicht irgendein Programm, mit dem man das chkdsk-wüten anhand des Logs rückabwickeln kann?
 
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werkam

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Es wird in der Ereignisanzeige (Anwendungs-Ereignisanzeige ein "winlogon" Event) mitgelogt, aber ob es noch Berichte gibt, weiss ich nicht. Beim Scandisk konnte man es ja einstellen, z.B. bei 98 das man einen Bericht wollte, wie es heute aussieht?
Wenn man chkdsk von Hand macht, kann man ja angeben das ein Bericht erzeugt wird, wie es aber bei automatischem Start aussieht bin ich überfragt.
 

Ernst@at

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nicht verdaubare brocken schreibt chkdsk ins rootverzeichnis in folder found.nnn/dirxxxx.chk. welches format das hat, was da drinsteht? keine Ahnung.

Im eventlog wird vielleicht eine logdatei zu finden sen, bei derart massigen Änderungen wird die aber nur die ersten "Verschlimmbesserungen" enthalten, da die Log-Größe limitiert ist.

Die Wahl der Tools, die da noch helfen können?
von der Art der Zerstörung ausgehend, "GetDataBack for MTFS" oder "Diskinternals NTFS Recovery" vielleicht.

Aber zuerst sollte mal festgestellt werden, ob und wie ein Arraytyp-Wechsel statgefunden hat.
Sowas erzeugt IMHO ähnliche Fehler wie jene, die bei der 128GiB Barriere 28/48bit LBA mode aufgetreten sind, wenn chkdsk im 28bit Mode über größere Platten hergefallen ist und sie verwüstet hat.
 

redfng

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Hallo,
danke für eure Antworten.
@Werkam - du hast Recht es handelt sich um das beschriebene Gehäuse. Niemand außer mir hat darauf Zugriff, der Schalter wurde 100%ig nicht verändert.

@Ernst@at - hi, die Platten sind noch so wie sie waren im Case. Was bedeutet save33 oder save50 mode?

Danke für Eure Mühe
 

Ernst@at

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save50 zB bedeutet, dass nur 50% der Plattenkapazität als RAID1 (save mode) betrieben wird. Damit ergibt sich bei 1 1TB HDDs eine Gesamtkapazität von 1.5TB.

Poste mal Screenshot der Datenträgerverwaltung, der Eigenschaftenanzeige des Explorers dieses Laufwerkes,
installier HxD und GetDataback for NTFS
 
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