Kabel/Coax nur IPv4 bei zweitem Router

inversator

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Hallo Kollegen,

ich habe eine Frage zu IP-Adressen des Anbieters Vodafone bei einem Kabelanschluss.

Mein Kabelrouter bezieht vom Provider eine IPv4- und eine IPv6-Adresse.

Mit den zwei Adressen bin ich auch im Netz unterwegs.

Nun hängt hinter meinem Hauptrouter noch ein älterer Zweitrouter.

Wenn ich mein Endgerät nur mit diesem Zweitrouter verbinde, bin ich im Netz – jedenfalls wird`s so angezeigt – nur mit einer IPv4 unterwegs. VPN ist nicht aktiv.

Ist das plausibel?

Gruß Holger
 
Was für Router?
Bist du dir sicher, dass beide als Router fungieren?
 
Der zweite ältere Router kann wohl einfach kein IPv6, daher, daher gibt der die IPv6 auch nicht weiter. ist auch nicht so wild, im Intranet reicht es, wenn man IPv4 nutzt, das hat mit Vodafone nichts zu tun, die WAN IP ist ja IPv4 und IPv6.
 
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Jasmin83 schrieb:
Der zweite ältere Router kann wohl einfach kein IPv6
Was nur eine Rolle spielt, wenn der zweite Router wirklich routen soll(te).
Wenn der als IP Client konfiguriert wäre, dann jucken den IP Adressen nicht, da die erst in OSI Schicht 3 relevant sind.

Ob das eine Lösung für den TE ist, wissen wir erst, wenn er uns verrät wozu er den zweiten Router benötigt und um welches Modell es sich handelt.
 
Damit man IPv6 hinter einem zweiten Router nutzen kann, ist ein wenig mehr erforderlich, als bei IPv4. Der zweite Router muss sich nämlich ein (oder mehrere) IPv6 Prefixes vom ersten Router holen, die er an seine Clients verteilen kann.

Dafür muss der erste Router IPv6-PD (Prefix Delegation) beherrschen. Fritzboxen können das, auch wenn man es extra aktivieren muss. Ob andere Vodafone Geräte es können, weiß ich nicht.
Der zweite Router muss lediglich DHCPv6 beherrschen. Das wird er können, wenn er grundsätzlich IPv6 unterstützt.

Anders sieht das natürlich aus, wenn der zweite Router gar nicht routet, sondern eher ein Switch mit AccessPoint sein soll. Das ist dann der IP-Client, wie @bender_ es bereits beschrieben hat.
 
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Vodafone Stations können keine Prefix Delegation, daher wird es beim zweiten Router bei IPv4 bleiben
Vodafone hält das Menü in der VOdafone Station bewußt einfach, denn mehr Optionen bedeuiten mehr Support Aufwand, wenn Leute Sachen verstellen, wovon sie keine Ahnung haben
 
Der Hauptrouter ist eine aktuelle Kabelbox von Fritz.
Der Zweitrouter ist ein älteter ASUS.
Wer jetzt welche Funktion wahrnimmt, ist mir gleich. Beide sind im wesentlichen standardkonfiguriert.

Im ASUS-Router wird zwar eine IPv6-Option angezeigt. Die ist jedoch (als Standard) nicht aktiviert.

Gehe ich über den ASUS-Router ins Netz und teste ich meine IP-Adresse bspw. über "wieistmeineip.de" wird expizit angezeigt, ich hätte keine IPv6.
 
Wenn der Asus im Modus Router ist, dann muss er sich alles von Vorn = FRITZ!Box Cable aktiv holen. IPv4 macht er quasi automatisch. IPv6 eben nur, wenn in der Web-Oberfläche angeschaltet. Wenn der Asus im Modus Bridge ist, dann ist ihm IPv4 und IPv6 egal; dann holt sich Dein Computer alles von Vorn = FRITZ!Box Cable.
 
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Mein Frage aus #1 war, ob das von mir beschriebene plausibel ist.

Wenn ich im Netz nur mit IPv4 unterwegs bin, kann dies durchaus auch gewünscht sein.
Aber ist das tatsächlich so, oder wird es nur so angezeigt?
(Ich brauche ja nicht (gleich) alles zu glauben was mir angezeigt wird.)
 
Zeig mal die Ausgabe von ipconfig, aber ja. Wenn dein Gerät nur eine IPv4 hat, kann es nur über IPv4 reden und dementsprechend zeigt wieistmeineip.de nur eine IPv4 an.
Bei IPv6 wird kein NAT gemacht, wenn, dann wird die IPv6 deines Gerätes angezeigt.
IPv4 und IPv6 sind zwei getrennte Systeme. Du kannst auch IPv4 auf deinem PC deaktivieren, dann zeigt dir wieistmeineip.de nur eine IPv6 an.
 
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inversator schrieb:
Wenn ich im Netz nur mit IPv4 unterwegs bin, kann dies durchaus auch gewünscht sein.
Weil ich hier ein Missverständnis vermute, kannst Du uns das ein wenig weiter ausführen? Besonders bei DS-Lite – wie es bei Vodafone Cable üblich ist – willst Du eigentlich nicht per IPv4 unterwegs sein, im Gegenteil, Du willst eigentlich dass bereits das ganze Internet über IPv6 ginge.
 
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norKoeri schrieb:
.. Du willst eigentlich dass bereits das ganze Internet über IPv6 ginge.

Bei IPv4 und DSL konnte ich meinen Router neu starten und hatte in 95 % der Fälle eine neue IP.
Bei Kabel und IPv6 scheint das etwas komplizierter.
Ich versuche zunächst zu verstehen wie alles funktioniert.
 
OK, bei solchen Fragen, helfen wir (auch) gerne. Aber nur damit ich das richtig verstand: Du vermutest einen Datenschutz-Gewinn durch eine (frühere) dynamische IP-Adresse. Richtig? Bei welchem DSL-Anbieter warst Du genau?
inversator schrieb:
Bei Kabel und IPv6 scheint das etwas komplizierter.
Um es vorweg zu nehmen: Es hat nichts mit IPv6 zu tun. Vodafone-Cable hat eine andere Herangehensweise und vergibt seine IP-Adressen zwar auch dynamisch, aber eben nicht bei jeder PPPoE-Einwahl neu sondern statisch für Deinen Router. Und weil Du Dir nun die IPv4-Adresse mit mehreren anderen Kunden teilst, ist ein IPv6-fähiges Heimnetz sinnvoll.
 
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